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     { "conceptName" : "Mittelalter",
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     "version" : "10" } },
   
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2015-05-29\nBearbeiter: Dr. Elke Först",
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     "beschreibung" : "In 14 Fuß Tiefe wurden hölzerne Überreste alter Häuser vorgefunden. Diese Hausgrundrisse, bestehend aus Plankenwerk, Flechtwänden und Ständerwerk, lagen ziemlich in einer Reihe von der Gr. Johannisstraße bis zum Ausgang der Bäckerstraße. Zudem wurden \" große mit Kuhdünger gefüllte Kisten \" aufgefunden.\nDas ganze lag unter einer mächtigen Schicht von Marschboden.",
     "lk_geoplugin" : 
     { "geometry_ids" : 
      [ "5989229c-10a9-4089-9ba3-de89d7f59fcf" ] },
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     { "conceptName" : "Mittelalter",
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     "lk_dante_lagegenauigkeit" : 
     { "conceptName" : ">50m",
      "conceptURI" : "http:\/\/uri.gbv.de\/terminology\/amh_location_accuracy\/7e8c97a0-33ff-4c15-be7f-2fa386be4017" },
     "lk_dante_erhaltung" : 
     { "conceptName" : "vollständig zerstört\/ausgegraben",
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     "funddatum_import" : "zwischen 1842 und 1853",
     "lk_dante_fundanlass" : 
     { "conceptName" : "Baumaßnahme",
      "conceptURI" : "http:\/\/uri.gbv.de\/terminology\/amh_causes_role\/10a44a48-85ee-452c-b93d-2b2a13bef63b" },
     "kommentar_funde" : "1) Knochen \n2) Ochsenhörner\n3) Krüge\n4) Tongeräte \n5) Schafschere\nFundbestand: unbekannt",
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     "version" : "11" } },
   
   { "_objecttype" : "fundplatz_element",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2018-04-18\nBearbeiter: Dr. Jan Steffens",
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     { "_id" : 3 },
     
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     "alte_id" : "fundplatz_element_archiv_6802_version_13_6802_13_f_2018-04-18 14:51:13_54",
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      "conceptURI" : "http:\/\/uri.gbv.de\/terminology\/amh_type_of_site\/ecc4d1c8-3b7d-4f58-a9fd-3de5fcb05623" },
     "beschreibung" : "In 14 Fuß Tiefe wurden hölzerne Überreste alter Häuser vorgefunden. Diese Hausgrundrisse, bestehend aus Plankenwerk, Flechtwänden und Ständerwerk, lagen ziemlich in einer Reihe von der Gr. Johannisstraße bis zum Ausgang der Bäckerstraße. Zudem wurden \" große mit Kuhdünger gefüllte Kisten \" aufgefunden.\nDas ganze lag unter einer mächtigen Schicht von Marschboden.",
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     "beschreibung" : "1853-1\n\nBei Palnierungsarbeiten im Jahr 1853, bei denen Schutt des großen Brandes von 1842 weggeräumt wurde, fand man in 14 Fuß Tiefe hölzerne Überreste alter Häuser; Diese Hausgrundrisse, bestehend aus Plankenwerk, Flechtwänden und Ständerwerk, lagen ziemlich in einer Reihe von der Gr. Johannisstraße bis zum Ausgang der Bäckerstraße; Zudem wurden \"große mit Kuhdünger gefüllte Kisten\" und ein Brunnen aufgefunden;\nDas Ganze lag unter einer mächtigen Schicht von Marschboden; Funde waren Knochen; Ochsenhörner, Krüge, Tongeräte, eine Schafschere.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludovici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludovici 1997.",
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     "beschreibung" : "In 14 Fuß Tiefe wurden hölzerne Überreste alter Häuser vorgefunden. Diese Hausgrundrisse, bestehend aus Plankenwerk, Flechtwänden und Ständerwerk, lagen ziemlich in einer Reihe von der gr. Johannisstr. bis zum Ausgang der Bäckerstr. Zudem wurden \"große mit Kuhdünger gefüllte Kisten\" aufgefunden.\nDas ganze lag unter einer mächtigen Schicht von Marschboden.",
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     "beschreibung" : "In 14 Fuß Tiefe wurden hölzerne Überreste alter Häuser vorgefunden. Diese Hausgrundrisse, bestehend aus Plankenwerk, Flechtwänden und Ständerwerk, lagen ziemlich in einer Reihe von der gr. Johannisstr. bis zum Ausgang der Bäckerstr. Zudem wurden \"große mit Kuhdünger gefüllte Kisten\" aufgefunden.\nDas ganze lag unter einer mächtigen Schicht von Marschboden.",
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     "beschreibung" : "1800-1\n\nNach Berichten hatte bis etwa 1800 ein Hügelgrab in der Nähe der ehemaligen Zuchthausstraße existiert (heute Raboisen zwischen Paulstraße und Alstertor); Der Hügel wurde abgetragen; Er war zwischen 25 und 30 Fuß hoch und hatte eine Dm. von ca. 40 Fuß; Bei der Abtragung wurde eine Urne (Höhe ca. 4 Fuß) mit Asche und Knochen gefunden; Der Hügel lag ehemals \"innerhalb der alten Befestigung da, wo dieselbe einen Winkel bildet.\";  Nach einer Rekonstruktion der ehemaligen Lage des Hügels dürfte sich dieser im Bereich des südwestlichen Endes der heutigen Straße Raboisen befunden haben.\n\n1857-2\n\nIm Jahr 1857 wurde in der Nähe des Hügels eine Steinsetzung freigelegt; 12 Fuß unter der Oberfläche fand sich ein \"Steingemäuer\" von 20 Fuß Dm. mit einer roten Mörtelmasse zwischen den Steinen; In derselben Tiefe wurden auch Haselnüsse, Muschelschalen, Knochen, Eberzähne und ein Löffel aus Zinn gefunden.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1955-104\n\nSchriftverkehr und Recherchen zur Fundstelle von Schindler.\n\n1989-6\n\nLaut Vorgangstabelle Notgrabung durch Schneider und Schmitz; In der OA und im Planarchiv hierzu keine Unterlagen.\n\n1995-123\n\nKartenmaterial und Schriftverkehr zum Fundplatz.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludovici.\n\nKartierung anhand des Lageplans 1857_2_Altstadt_3_OA_3.",
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     "beschreibung" : "1884-4\n\nFund eines hölzernen Bootes bei Bauarbeiten unter zwei Häusern am ehemaligen Kleinen Fleet; Meldung durch E. R. Wichmann an das Museum in Kiel.\nBoot noch 11 m lang und insgesamt 3 m breit, der hintere Teil zerstört; Form vorne spitz zulaufend und hinten breit, Boden flach, aber nicht gut erhalten; die vier Seitenplanken des Bootes durch eiserne Niete miteinander und durch Holznägel mit den Spanten verbunden; Spanten wiederum leicht gebogen und an den Querhölzern am Boden des Bootes befestigt; Boden und Seiten innen mit dünnen Brettern verschalt, im Bugbereich eine kleine Plicht erkennbar; Beobachtung einer Kalfaterung mit verfilztem Gewebe.\nLaut Wichmann möglicherweise Lustboot eines reichen Hamburgers; Datierung wegen der geänderten Bebauung vor 1567, möglicherweise in Zusammenhang mit dem Hochwasser 1464; in Brief Wichmann Hinweis auf geplante Bergung, Verbleib des Bootes allerdings unbekannt.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Zwischen den ehemaligen, in der ersten Hälfte des 13. Jhd. gegründeten, St. Maria Magdalenen und St. Johannis Bettelordensklöstern befand sich seit dem Spätmittelalter das Gerberviertel, das beidseitig von Fleeten, dem Gerberstraßenfleet und dem Klosterfleet, gesäumt wurde.\nWährend des Baus des Rathauses konnte eine 40 m breite Packung aus geschichteten Zweigen in einer Tiefe zwischen 0,30 m u. NN und 0,45 m ü. NN erfasst werden. Dieser Faschinendamm verlief in West-Ost Richtung durch die Baugrube zwischen dem Geberstraßenfleet und dem Klosterfleet. Er war mit einer 1 bis 1,5 Meter dicken aufgeschwemmten Sandschicht überdeckt, bei der es sich wohl um einen anthropogenen Auftrag handelt.\nZwischen den beiden Fleeten wurden zahlreiche Pfahlgründungen mit den Resten von Ziegelmauerwerk aus klosterformatziegeln dokumentiert. Diese stellen die Grundrisse der Bebauung des Gerberviertels dar. Hölzerne Rinnen, die durch eine Abflussrinne mit dem Klosterfleet verbunden waren, führten in die Gebäudeteile, die Lohgruben (mit unterteilten Lohkästen) enthielten.\nDiese genannten Baubefunde überlagerten die Stadtmauer von 1316 und scheinen somit jünger als diese zu sein.\nAuch südlich des Gerberstraßenfleets zur Großen Johannisstraße hin wurden Reste der bürgerlichen Bebauung aufgedeckt. Hierzu gehört auch ein Brunnen, der offenbar über eine hölzerne Rinne vom Gerberstraßenfleet gespeist wurde.",
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     "beschreibung" : "1894-1\n\nBeim Ausheben der Speicherstadtkanäle Beobachtung zahlreicher Holzbaureste, Uferbefestigungen, Baumstümpfe, einer 2 m mächtigen Schwemmschicht sowie zahlreicher Siele, Pfahlröste, Schächte aus Holz und Mauerwerk sowie Hausfundamentef; Es liegt ein Bericht von E. H. Wichmann vor; Die OA erwähnt außerdem einen alten Straßenverlauf der im Bereich der St. Annenbrücke festgestellt wurde; die Meldung wurde Fundplatz Altstadt 129 zugeordnet; Weiterhin wird der Fund von drei Einbäumen auf dem Brook erwähnt, die genaue Fundstelle ist nicht bekannt.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler; Kartierung auf Landesaufnahmekarte eindeutig an falscher Stelle.\n\n1996-121\n\nKartierung durch Ludowici mit Hinweis auf die unsichere Lage des Fundplatzes.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nKartierung anhand wahrscheinlichster Lage auf Grundlage des Berichts von Wichmann. Die Lokalisierung des Fundplatzes ist nicht völlig sicher. Es kommen sowohl der St. Annenfleet, als auch der westliche Teil des Wandrahmfleets in Frage. Da E. H. Wichmann von einer Lage an der ehemaligen Holländischen Reihe berichtet, dürfte der Wandrahmfleet als Fundort wahrscheinlicher sein.\nFpl. 7 steht aufgrund ähnlicher Lage und Befunde in Zusammenhang mit Fpl. 129 und 130.",
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     "beschreibung" : "1852-1\n\n1852 erfolgte zwischen der Kehrwiederstraße und dem südlich gelegenen Wall die Verfüllung eines Fleets; Parallel zum ehemaligen Fleet wurde im Wallbereich ein gemauertes Siel angelegt; Hierbei stieß man auf Lagen von Schwefelerde, an deren unterer Grenze Spuren von Schmelzfluss beobachtet wurden; Außerdem wurden große Mengen von Knochen geborgen; Die Erklärungsansätze für die Entstehung des schwefelhaltigen Bodens reichten von der Vermutung, er sei durch die Verwesung der Leichen Hingerichteter entstanden, bis zur wahrscheinlicheren Annahme, an der Stelle habe sich früher ein Terpentin- oder Teerofen befunden.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\nSchematische Kartierung anhand der Lageangabe, nach Abgleich mit der Bebauungssituation in der Mitte des 19. Jh.; Die Landesaufnahmekarte verzeichnet den Fundplatz eindeutig zu weit nördlich, an einer Stelle, die in dieser Zeit noch im Becken des Binnenhafens lag. ",
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     "beschreibung" : "Die \"graue Erdschicht\" lag 18 Fuß tief und bildete in dieser Tiefe ein 3 Fuss mächtiges Lager. Die Schicht bestand aus einem Gemsich aus Schwefel und Gips worin sich eine große Menge kleiner Schwefelkristalle befand.  ",
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     "beschreibung" : "1933-6\n\nVon 1931 bis 1933 wurde der Straßenbereich am Jungfernstieg für den Bau der U-Bahn-Tunnel ausgeschachtet. Im Abschnitt Reesendammbrücke\/westlich Bergstraße (Bauabschnitt \"271\") wurden Baureste des 1245 erbauten Mühlenstaudamms \"Reesendamm\" angetroffen, der ursprünglich die Alster staute.\nDokumentiert wurden die Befunde von der Hamburger HochbahnAG und dem MHG.\n\nEs konnten acht Profile dokumentiert werden. Die Hamburger Nachrichten beschreiben die Schichten beispielhaft wie folgt:\nAuf dem anstehenden sehr nassem Sand befand sich eine im Westen zwei Meter starke, im Osten drei bis vier Meter starke Torfschicht, darin wurden behauene und unbehauene Eichenstämme angetroffen. Auf dem Torf liegen Aufschüttungsschichten aus dunkelgrauem, dann hellgrauem Sand, die insgesamt 0,8 bis 1,2 m messen und sich flach gen Binnenalster neigen. Auf der Häuserseite des Jungfernstieges wurden hier stark mit Ziegelschutt durchsetzte Bauschuttschichten verzeichnet. In die Sandschichten eingetieft wurden nur noch teilweise dicht gesetzte zugespitzte eichene Pfähle als Reste der Reesendammanlage gefunden, dazwischen fanden sich lockere Torfreste als Hinweis auf einen ehemaligen Bewuchs.\nIn einer zweiten Bauphase wurden runde und vierkantige Eichenpfähle größerer Stärke eingesetzt und diese mit Bohlen verkleidet. Auf den Damm schüttete man kopfgroße Geröllsteine und darauf eine Lage Findlinge. Den Hamburger Nachrichten zufolge wurden bereits in früherer Zeit Teile der Anlagen wieder entfernt.\nBis zur Straßenoberfläche folgt dann aufgefüllter Boden.\n\nEs wurden in der gesamten Fläche weitere Baureste angetroffen (vgl. auch HH-Neustadt 1). An der Alsterseite wurden überall dicht gesetzte eingerammte Kiefernpfähle gefunden, des Weiteren eine Anzahl horizontal liegender Kiefernhölzer, die teils mit Findlingen bedeckt waren. Außerdem wurden zahlreiche Reste hölzerner Wasserleitungen freigelegt.\nEin aufrecht stehendes Bündel vieler Kiefernpfähle direkt vor dem Neuen Wall mit einer daneben befindlichen waagerechten Lage Kiefernstämme mit einer Findlingspackung stellt wohl einen Überrest des vor dem Neuen Wall errichteten zweiten Dammtores dar (1548-1707).\nWeitere Pfahlbündel gehören zur Konstruktion der abgebrochenen Reesendammbrücke, die um 1843\/44 errichtet worden war.\nNeben weiteren Hausfundamenten konnte auch ein Holzkanal (Hamburger Stammsiel?) nachgewiesen werden.\n\nGefunden wurden u.a. zwei Spanten eines Bootes, zwei Eisenanker sowie diverse eiserne Pfahlschuhe.\n\nDer Fundplatz setzt sich nordwestlich mit HH-Neustadt Fpl.1 fort!\n\nIm MÄrz 1933 wurden unter Schwemmsand in bzw. über einer Kleieschicht prähistorische Scherben, teils mit Speiseresten (\"Leinöl, Getreidemehl...Weizen (Emmer)\" nach J. Grüß 1933) und die Hälfte einer \"Urne\" freigelegt. Letztere ist ca. 15 cm hoch mit einem Durchmesser von ca. 20 cm. Sie soll von etwa 500 v. Chr. stammen.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler. \n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\n2011-161\n",
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     "beschreibung" : "1933-6\n\nVon 1931 bis 1933 wurde der Straßenbereich am Jungfernstieg für den Bau der U-Bahn-Tunnel ausgeschachtet; Im Abschnitt Reesendammbrücke\/westlich Bergstraße (Bauabschnitt \"271\") wurden Baureste des 1245 erbauten Mühlenstaudamms \"Reesendamm\" angetroffen, der ursprünglich die Alster staute; Beobachtet wurden Pfahlsetzunge, Steinlagen und Aufschüttungen, evtl. stammen einige der Befunde; von der alten Reesendammbrücke; Gefunden wurden u.a. auch zwei Spanten eines Bootes, zwei Eisenanker sowie diverse eiserne Pfahlschuhe; Dokumentiert wurden die Befunde von der Hamburger HochbahnAG und dem MHG; vorhanden sind Pläne, zahlreiche Fotos und Zeitungsartikel, ein Bericht scheint zu fehlen; Im März 1933 wurden unter Schwemmsand in bzw. über einer Kleieschicht prähistorische Scherben, teils mit Speiseresten (\"Leinöl, Getreidemehl...Weizen (Emmer)\" nach J. Grüß 1933) und die Hälfte einer \"Urne\" freigelegt; Letztere ist ca. 15 cm hoch mit einem Durchmesser von ca. 20 cm; Sie soll von etwa 500 v. Chr. stammen.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler. \n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\n2011-161\n\nÖffentlichkeitsarbeit.\n\nEintrag anhand der Kartierung 1997_63_Altstadt_655_360_1, mit Ergänzungen auf Grundlage des Plans 1933_6_Altstadt_26_1.",
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     "beschreibung" : "Bei den Bau des Pressehauses konnte die Nordwand\/Wand I (in West - Ost Richtung verlaufend) und die Wand II (in Nord - Süd Richtung verlaufend) der Baugrube untersucht werden. \nBei der Wand I konnten 3 verschiedene Grabenzonen, die in jeweils unterschiedlicher Zeit angelgt wurden (sie überlagern einander), entdeckt werden. \nDer erste Graben grenzt sich als schwarz und günliche Verfärbung vom gewachsenen Boden ab und reicht bis in eine Tiefe von 3,3 m.\nDer zweite Graben, der den ersten überlagert, reicht in eine Tiefe von 4,6 m. Die unterste Grabenspitze ist grünlich-tonig gefärbt und enthält Geröllsteine sowie Holz- und Knochenreste.  \nIm dritten und jüngsten Graben, der den 2 überlagert, wurden 7 Holzkästen in Blockbauweise aufgefunden, die wohl die Festigkeit des Walles gewährleisten sollten. Dieser reicht in eine Tiefe von 3,8 m. Er enthält ebenfalls an der grünlich verfärbten Sohle Geröllsteine. Eine weitere Verfärbung ist hinter diesem dritten Graben zu erkennen gewesen, die wohl zur Füllung des dritten Grabens gehörte.   \nIn der Profilwand II wurde u.a. der zweite o.g. Graben entdeckt sowie die bräunliche Holzschicht von Graben 2. \nEin zweiter Graben sowie größere  horizontal in der Wand vorgefundene Eichenbalken mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm (hierbei handelt es sich um die Reste der Walleinbauten) wurden dokumentiert. Zudem wurden vier weiter Grabenlinien vorgefunden, von denen einer einen größeren Holzbalken auf der Sohle enthielt.",
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     "beschreibung" : "Bei den Bau des Pressehauses konnte die Nordwand\/Wand I (in West - Ost Richtung verlaufend) und die Wand II (in Nord - Süd Richtung verlaufend) der Baugrube untersucht werden. \nBei der Wand I konnten 3 verschiedene Grabenzonen (Teile des Heidenwalls), die in jeweils unterschiedlicher Zeit angelgt wurden (sie überlagern einander), entdeckt werden. \nDer erste Graben grenzt sich als schwarz und günliche Verfärbung vom gewachsenen Boden ab und reicht bis in eine Tiefe von 3,3 m.\nDer zweite Graben, der den ersten überlagert, reicht in eine Tiefe von 4,6 m. Die unterste Grabenspitze ist grünlich-tonig gefärbt und enthält Geröllsteine sowie Holz- und Knochenreste.  \nIm dritten und jüngsten Graben, der den 2 überlagert, wurden 7 Holzkästen in Blockbauweise aufgefunden, die wohl die Festigkeit des Walles gewährleisten sollten. Dieser reicht in eine Tiefe von 3,8 m. Er enthält ebenfalls an der grünlich verfärbten Sohle Geröllsteine. Eine weitere Verfärbung ist hinter diesem dritten Graben zu erkennen gewesen, die wohl zur Füllung des dritten Grabens gehörte.   \nIn der Profilwand II wurde u.a. der zweite o.g. Graben entdeckt sowie die bräunliche Holzschicht von Graben 2. \nEin zweiter Graben sowie größere  horizontal in der Wand vorgefundene Eichenbalken mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm (hierbei handelt es sich um die Reste der Walleinbauten) wurden dokumentiert. Zudem wurden vier weiter Grabenlinien vorgefunden, von denen einer einen größeren Holzbalken auf der Sohle enthielt.",
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     "beschreibung" : "Bei den Bau des Pressehauses konnte die Nordwand\/Wand I (in West - Ost Richtung verlaufend) und die Wand II (in Nord - Süd Richtung verlaufend) der Baugrube untersucht werden. \nBei der Wand I konnten 3 verschiedene Grabenzonen (Teile des Heidenwalls), die in jeweils unterschiedlicher Zeit angelgt wurden (sie überlagern einander), entdeckt werden. \nDer erste Graben grenzt sich als schwarz und günliche Verfärbung vom gewachsenen Boden ab und reicht bis in eine Tiefe von 3,3 m.\nDer zweite Graben, der den ersten überlagert, reicht in eine Tiefe von 4,6 m. Die unterste Grabenspitze ist grünlich-tonig gefärbt und enthält Geröllsteine sowie Holz- und Knochenreste.  \nIm dritten und jüngsten Graben, der den 2 überlagert, wurden 7 Holzkästen in Blockbauweise aufgefunden, die wohl die Festigkeit des Walles gewährleisten sollten. Dieser reicht in eine Tiefe von 3,8 m. Er enthält ebenfalls an der grünlich verfärbten Sohle Geröllsteine. Eine weitere Verfärbung ist hinter diesem dritten Graben zu erkennen gewesen, die wohl zur Füllung des dritten Grabens gehörte.   \nIn der Profilwand II wurde u.a. der zweite o.g. Graben entdeckt sowie die bräunliche Holzschicht von Graben 2. \nEin zweiter Graben sowie größere  horizontal in der Wand vorgefundene Eichenbalken mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm (hierbei handelt es sich um die Reste der Walleinbauten) wurden dokumentiert. Zudem wurden vier weiter Grabenlinien vorgefunden, von denen einer einen größeren Holzbalken auf der Sohle enthielt.",
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     "beschreibung" : "Bei den Bau des Pressehauses konnte die Nordwand\/Wand I (in West - Ost Richtung verlaufend) und die Wand II (in Nord - Süd Richtung verlaufend) der Baugrube untersucht werden. \nBei der Wand I konnten 3 verschiedene Grabenzonen (Teile des Heidenwalls), die in jeweils unterschiedlicher Zeit angelgt wurden (sie überlagern einander), entdeckt werden. \nDer erste Graben grenzt sich als schwarz und günliche Verfärbung vom gewachsenen Boden ab und reicht bis in eine Tiefe von 3,3 m.\nDer zweite Graben, der den ersten überlagert, reicht in eine Tiefe von 4,6 m. Die unterste Grabenspitze ist grünlich-tonig gefärbt und enthält Geröllsteine sowie Holz- und Knochenreste.  \nIm dritten und jüngsten Graben, der den 2 überlagert, wurden 7 Holzkästen in Blockbauweise aufgefunden, die wohl die Festigkeit des Walles gewährleisten sollten. Dieser reicht in eine Tiefe von 3,8 m. Er enthält ebenfalls an der grünlich verfärbten Sohle Geröllsteine. Eine weitere Verfärbung ist hinter diesem dritten Graben zu erkennen gewesen, die wohl zur Füllung des dritten Grabens gehörte.   \nIn der Profilwand II wurde u.a. der zweite o.g. Graben entdeckt sowie die bräunliche Holzschicht von Graben 2. \nEin zweiter Graben sowie größere  horizontal in der Wand vorgefundene Eichenbalken mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm (hierbei handelt es sich um die Reste der Walleinbauten) wurden dokumentiert. Zudem wurden vier weiter Grabenlinien vorgefunden, von denen einer einen größeren Holzbalken auf der Sohle enthielt.",
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     "beschreibung" : "Bei den Bau des Pressehauses konnte die Nordwand\/Wand I (in West - Ost Richtung verlaufend) und die Wand II (in Nord - Süd Richtung verlaufend) der Baugrube untersucht werden. \nBei der Wand I konnten 3 verschiedene Grabenzonen (Teile des Heidenwalls), die in jeweils unterschiedlicher Zeit angelgt wurden (sie überlagern einander), entdeckt werden. \nDer erste Graben grenzt sich als schwarz und günliche Verfärbung vom gewachsenen Boden ab und reicht bis in eine Tiefe von 3,3 m.\nDer zweite Graben, der den ersten überlagert, reicht in eine Tiefe von 4,6 m. Die unterste Grabenspitze ist grünlich-tonig gefärbt und enthält Geröllsteine sowie Holz- und Knochenreste.  \nIm dritten und jüngsten Graben, der den 2 überlagert, wurden 7 Holzkästen in Blockbauweise aufgefunden, die wohl die Festigkeit des Walles gewährleisten sollten. Dieser reicht in eine Tiefe von 3,8 m. Er enthält ebenfalls an der grünlich verfärbten Sohle Geröllsteine. Eine weitere Verfärbung ist hinter diesem dritten Graben zu erkennen gewesen, die wohl zur Füllung des dritten Grabens gehörte.   \nIn der Profilwand II wurde u.a. der zweite o.g. Graben entdeckt sowie die bräunliche Holzschicht von Graben 2. \nEin zweiter Graben sowie größere  horizontal in der Wand vorgefundene Eichenbalken mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm (hierbei handelt es sich um die Reste der Walleinbauten) wurden dokumentiert. Zudem wurden vier weiter Grabenlinien vorgefunden, von denen einer einen größeren Holzbalken auf der Sohle enthielt.\nIn der OA als Fpl. 30 A bezeichnet.",
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     "kommentar_funde" : "div. Fundmaterial, darunter \"vorgeschichtliche Scherben\" und ein mittelalterliches Bronzesiegel des Johannes B. Eschede sowie Knochen.\nFundbestand: MVH 1939:589-597, 599-602",
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     "beschreibung" : "Bei den Bau des Pressehauses konnte die Nordprofil\/Wand I (in West- Ost-Richtung verlaufend) und die Ostprofil\/Wand II (in Nord-Süd Richtung verlaufend) der Baugrube untersucht werden. \nBei der Wand I konnten drei, sich überschneidende verschiedene des Heidenwalls entdeckt werden. \nDer erste Graben grenzte sich als schwarz-grünliche Verfärbung vom gewachsenen Boden ab und reichte bis in eine Tiefe von 3,3 m.\nDer zweite Graben, der den ersten schneidet, reichte in eine Tiefe von 4,60 m. Die unterste, tonige Grabenspitze ist grünlich gefärbt und enthielt Geröllsteine sowie Holz- und Knochenreste.  \nIm dritten und jüngsten Graben, der den zweiten schneidet, wurden 7 Holzkästen in Blockbauweise aufgefunden, die wohl die Festigkeit des Walles gewährleisten sollten. Dieser reicht in eine Tiefe von 3,80 m. Er enthielt ebenfalls an der grünlich verfärbten Sohle Geröllsteine. Eine weitere Verfärbung ist hinter diesem dritten Graben zu erkennen gewesen, die wohl zur Füllung des dritten Grabens gehörte.   \nIn der Profilwand II wurde u.a. der zweite o.g. Graben entdeckt sowie die bräunliche Holzschicht von Graben 2. \nEin zweiter Graben sowie größere, horizontal in der Wand vorgefundene Eichenbalken mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm (hierbei handelt es sich um die Reste der Walleinbauten) wurden dokumentiert. Zudem wurden vier weitere Grabenlinien vorgefunden, von denen einer einen größeren Holzbalken auf der Sohle enthielt.\nIn der OA als Fpl. 30 A bezeichnet.",
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     "beschreibung" : "Beim Bau des Pressehauses konnte die Nordprofil\/Wand I (in West-Ost-Richtung verlaufend) und die Ostprofil\/Wand II (in Nord-Süd Richtung verlaufend) der Baugrube untersucht werden. \nBei der Wand I konnten drei, sich überschneidende verschiedene des Heidenwalls entdeckt werden. \nDer erste Graben grenzte sich als schwarz-grünliche Verfärbung vom gewachsenen Boden ab und reichte bis in eine Tiefe von 3,3 m.\nDer zweite Graben, der den ersten schneidet, reichte in eine Tiefe von 4,60 m. Die unterste, tonige Grabenspitze ist grünlich gefärbt und enthielt Geröllsteine sowie Holz- und Knochenreste.  \nIm dritten und jüngsten Graben, der den zweiten schneidet, wurden 7 Holzkästen in Blockbauweise aufgefunden, die wohl die Festigkeit des Walles gewährleisten sollten. Dieser reicht in eine Tiefe von 3,80 m. Er enthielt ebenfalls an der grünlich verfärbten Sohle Geröllsteine. Eine weitere Verfärbung ist hinter diesem dritten Graben zu erkennen gewesen, die wohl zur Füllung des dritten Grabens gehörte.   \nIn der Profilwand II wurde u.a. der zweite o.g. Graben entdeckt sowie die bräunliche Holzschicht von Graben 2. \nEin zweiter Graben sowie größere, horizontal in der Wand vorgefundene Eichenbalken mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm (hierbei handelt es sich um die Reste der Walleinbauten) wurden dokumentiert. Zudem wurden vier weitere Grabenlinien vorgefunden, von denen einer einen größeren Holzbalken auf der Sohle enthielt.\nIn der OA als Fpl. 30 A bezeichnet.",
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     "beschreibung" : "1938-4\n\nHauptuntersuchung durch das Institut für Vorgeschichte bei Ausschachtungsarbeiten für den Bau des Pressehauses 1938-1939; Untersuchung des Nordprofils\/Wand I und des Ostprofils\/Wand II der Baugrube; Benennung als Fundplatz 30A; Bericht, Schriftverkehr, Fotodokumentation, Publikation und Zeitungsartikel in OA, Grabungspläne und Zeichnungen im Planarchiv vorhanden. \nDokumentation von drei sich überschneidenden, zeitlich aufeinander folgenden Gräben des Heidenwalls, teilweise mit Geröllsteinen und Holzresten in der Grabensohle; laut Schindler 1960 Datierung des jüngsten Walls ins 12.Jh., da dort noch Überreste der zum Grabensystem gehörenden Holzbastion als Holzkästen erhalten; Dokumentation eines vierten, weit nach Osten vorgeschobenen Grabens mit einer Einfassung aus behauenen Granitblöcken; dieser Grabenzug gehörte vermutlich zum bis ins 19. Jh. genutzten Sielabfluss Hasenmoor; Hinweise auf das Hasenmoor auch durch einen gepflasterten Innenhof mit rinnenförmigen Holzeinbauten als Abfluss.\nBeobachtung einer dicken schwarzen Kulturschicht mit zahlreichen Siedlungsresten bei weiteren Ausschachtungsarbeiten; Dokumentation von mehreren Brunnen aus Ziegel- und Feldsteinen; im Fundmaterial mittelalterliche Keramik und zahlreiche neuzeitliche Abraumfunde, darunter Keramik, Gläser, Reste aus organischem Material und ein Siedlering des Joh. B. Eschede; mehrere Funde von menschlichen Skelettteilen sowie Sargresten aus dem 18-19. Jh. lassen ein Anschneiden des Domfriedhofs vermuten.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997 (Fpl. 30A) und auf der Lageskizze 1938-4 Altstadt 30 OA 20.",
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     "beschreibung" : "1938-4\n\nHauptuntersuchung durch das Institut für Vorgeschichte bei Ausschachtungsarbeiten für den Bau des Pressehauses 1938-1939; Untersuchung des Nordprofils\/Wand I und des Ostprofils\/Wand II der Baugrube; Benennung als Fundplatz 30A; Bericht, Schriftverkehr, Fotodokumentation, Publikation und Zeitungsartikel in OA, Grabungspläne und Zeichnungen im Planarchiv vorhanden. \nDokumentation von drei sich überschneidenden, zeitlich aufeinander folgenden Gräben des Heidenwalls, teilweise mit Geröllsteinen und Holzresten in der Grabensohle; laut Schindler 1960 Datierung des jüngsten Walls ins 12.Jh., da dort noch Überreste der zum Grabensystem gehörenden Holzbastion als Holzkästen erhalten; Dokumentation eines vierten, weit nach Osten vorgeschobenen Grabens mit einer Einfassung aus behauenen Granitblöcken; dieser Grabenzug gehörte vermutlich zum bis ins 19. Jh. genutzten Sielabfluss Hasenmoor; Hinweise auf das Hasenmoor auch durch einen gepflasterten Innenhof mit rinnenförmigen Holzeinbauten als Abfluss.\nBeobachtung einer dicken schwarzen Kulturschicht mit zahlreichen Siedlungsresten bei weiteren Ausschachtungsarbeiten; Dokumentation von mehreren Brunnen aus Ziegel- und Feldsteinen; im Fundmaterial mittelalterliche Keramik und zahlreiche neuzeitliche Abraumfunde, darunter Keramik, Gläser, Reste aus organischem Material und ein Siedlering des Joh. B. Eschede; mehrere Funde von menschlichen Skelettteilen sowie Sargresten aus dem 18-19. Jh. lassen ein Anschneiden des Domfriedhofs vermuten.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997 (Fpl. 30A) und auf der nicht georeferenzierbaren Lageskizze 1938-4 Altstadt 30 OA 20.",
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     "beschreibung" : "Südlich der ehemaligen kleinen Bäckerstraße auf dem Grundstück mit der Hausnummer 25 wurden  Holzreste eines Hausgrundrisses (eines niedersächsischen Bauernhauses?) aus dem 14.\/15. Jhd. gefunden. Dieser bestand aus starken, senkrecht stehenden Eichenplanken, die von eingegrabenen \"Tangen\" (Halbpfosten) unterfangen waren. Die unterste Sohle dieser Eichenplanken lag bei ca. 2,8 m üNN. Der Hausgrundriss war von mächtigen Schichten Stalldung umgeben. \"In Nähe\" wurden Ballungen von Eichenrinde, durchmischt mit Tierhaaren entdeckt. Weiter südlich diese Hausgrundrisses (im \"Hinterhof\") wurden Knochen und bearbeitete Knochenstücke aufgefunden.\nNoch weiter südlich zur Großen Reichenstraße hin, folgte ein       ",
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     "beschreibung" : "Auf dem Grundstück zwischen der ehemaligen Kleinen Bäckerstraße 15 und Großen Reichenstraße 44 wurde durch das Museum für Hamburgische Geschichte (R. Schindler, zeitweilig Dr. Barth) auf einer Fläche von 25 m Länge und 6 bis 8 m Breite eine Forschungsgrabung durchgeführt. \nBereits im April des Jahres 1947 wurde mit Hilfe von Strafgefangenen ein 2,50 m breiter und 10 m langer sowie 2,50 m tiefer Suchgraben angelegt. Die Arbeiten wurden jedoch aus verschiedenen Gründen niedergelegt und konnten erst im Juli wieder aufgenommen werden.\nDie Augrabungfläche liegt beim Übergang von der Marsch zur Geest.\nIm südlichen Teil der Bäckerstraße wurden  Holzreste eines Hausgrundrisses (eines niedersächsischen Bauernhauses?) aus dem 14.\/15. Jhd. gefunden. Dieser bestand aus starken, senkrecht stehenden Eichenplanken, die von eingegrabenen \"Tangen\" (Halbpfosten) unterfangen waren. Die unterste Sohle dieser Eichenplanken lag bei ca. 2,80 m ü. NN. Der Hausgrundriss war mit mächtigen Stalldung    ",
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     "version" : "15" } },
   
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Die Wandbretter wurden offenbar von senkrechten Holzstreben gehalten, die in Abständen von 1,5 m in eigens dafür eingelassene Nutungen der horizontalen Fundamentbohle eingefügt waren.\nRings um den Befund fanden sich kompakte Schichten von Stalldung, der wohl auf Schweinehaltung zurückzuführen ist. An der Bäckerstraße soll die Dungschicht eine Stärke von 1,5 m gehabt haben. Strichweise war sie von \"schmalen blauen Lehmadern durchzogen, die in ihrer Streichrichtung dem natürlichen Gefälle folgten\" (Schindler 1948\/49, 29).\nEine Anhäufung von Scherben, Holzgefäßresten, Tierknochen usw. fand sich auf der Hofseite des Grundstücks, wo Schindler (1948\/49, 31) \"das häusliche Leben jener Zeit\" vermutet, zumal sich dort ein Steinfplaster befand.\nWeitere Untersuchungen wurden durch rezente Bebauungsstrukturen und steigendes Grundwasser verhindert. 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Im Grabungsschnitt wurde u.a. dieser sogenannte \"Kübbungsteil\" eines der Häuser erfasst  (Schindler 1957, 16-17).\nDer mittlere der drei Grundrisse war am besten erhalten, was auf die konservierende Wirkung der Dungschichten zurückzuführen war, während die übrigen zwei durch nachfolgenden Bautätigkeit stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Bei erstgenanntem waren Flechtwerkwände vorhanden, bei denen Erlen- und Birkenzweige zwischen armstarke Pflöcke geflochten wurden. Teile des Lehmverputzes mit Abdrücken der Zweiggeflechte waren ebenfalls erhalten, da offenbar mindestens ein Teilbereich des Hauses abgebrannt war. Parallel zur südlichen Hauswand trennte eine Querwand zwei ca. 4 m lange Räume in dem Kübbungsbereich ab, bei denen es sich wohl um Viehboxen handelte. Diese waren mit Viehdung, Schilf- und Laubstreu angefüllt, außerdem wurde an der Innenseite der oberen Kübbung eine geflochtene \"Futtermatte\" freigelegt (Schindler 1957, 18), auf die das Viehfutter vom Hausinneren aus aufgebracht werden konnte. Von den aufgehenden Baustrukturen des Hauses war lediglich ein abgebrochener Dachsparren erhalten, auf dem ein eiserner Schlüssel mit gotischem Griff lag. Über und unterhalb der Futtermatte fanden sich zahlreiche Tierknochen und Topfscherben, darunter auch Reste glasierter und unglasierter Steingutgefäße rheinischer Art sowie größere Mengen hartgebrannter schwarzgrauer Scherben von Henkelkrügen, Kugeltöpfen, Schalen und Bechern. Außerdem wurden eine Sichel und ein hölzerne Spindelstab mit noch aufsitzendem Tonwirtel gefunden, des Weiteren zahlreiche Lederreste, u.a. Sohlen und Oberteile von Schuhen; außerdem Strauchbesen, Heidekrautbüschel und andere organische Materialien.\nUnter einer der Flechtwerkwände war außerdem der Schädel eines Pferdes mit \"deutlich sichtbarem Axthieb auf der Stirn\" (n. Schindler 1957, 20) anzutreffen, den Schindler (1957, 20) als Bauopfer anspricht. das Fundmaterial umfasste weiterhin eiserne Bügelscheren, Messer verschiedener Form und Größe, Nägel, Krampen, Holzlöffel, Reste von Holzdauben sowie einen gelben, gläsernen Fingerring. Anhand des umfangreichen keramischen Fundmaterials legte Schindler das Alter der drei Haushorizonte auf das 14. bis 12. Jh. fest (Schindler 1957, 21).\n\nUnter den obig beschriebenen Siedlungshorizonten wurden noch weitere angetroffen. Nach Abräumung der Baureste des 14. bis 12. Jh., die N-S-ausgerichtet waren und mit ihren Schmal-\/Giebelfronten zur Kleinen Bäckerstraße orientiert waren, wurden Hausreste freigelegt, die entgegen der jüngeren Bebauung um 90 Grad gedreht und O-W-ausgerichtet waren. Sowohl im Nord- als auch im Südabschnitt der Grabungsfläche hoben sich dabei zwei Fundamente ab. Hier waren Steinpflaster mit fest gestampftem Lehm, starke Vierkantbalken, Reste von Flechtwänden und Stabbretterwänden vorhanden. Das südliche der Gebäude spricht Schindler (1957, 24) als einen möglicherweise in Blockbauweise errichteten Speicherbau an. Darin fanden sich größere Mengen verkohlter Hülsenfrüchte. Die Wandverläufe wurden durch die Lage angekohlter Eichenbalken angedeutet, außerdem waren im Innenraum zwei dachtragende und symmetrisch parallel zu den Längswänden angeordnete Pfosten erhalten. Fragmente von Pingsdorfer Keramik in der gesamten Kulturschicht datieren diese in das 11. 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Keramische Funde aus diesem Bereich datieren in das 10. Jh.\nNach Abräumen der genannten Befunde stieß die Grabungsmannschaft in einer stark mit organischen Anteilen durchsetzten Schicht auf ein siebenfach hintereinander gestaffeltes faschinenartiges Flechtwerk aus starken Pflöcken und Ruten. Die Zwischenräume zwischen den Faschinenzügen waren mit organischem Füllmaterial, Dung und sandigem Boden aufgefüllt. Es handelte sich dabei um ein Bauwerk mit \"deichartigem Schutzcharakter\" (Schindler 1957, 29), Hier wurden ein eisernes Messer, ein Schlüssel und Keramik der ersten Hälfte des 9. Jh. gefunden.\n\nIm Südabschnitt der Fläche wurde in 7 m Tiefe uner Straßenniveau ein letzter Siedlungshorizont mit dem Befund einer \"Flechtwandhütte\", wohl mit Stallfunktion, aufgedeckt. Darin wurden einige Kuhhörner sowie dickwandige und grobe Topfscherben des ausgehenden 8. 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     "beschreibung" : "1947-2\n\nForschungsgrabung durch das MHG unter Leitung von R. Schindler und teilweise von Dr. Barth auf einem Trümmergrundstück zwischen Kleine Bäckerstraße und Große Reichenstraße 1947-1949; Untersuchung eines Schnitts von 25 m Länge und 6 bis 8 m Breite nach der Räumung des Grundstücks von Trümmern; Grabungsdokumentation im Planarchiv vorhanden.\nDas betreffende Grundstück stieß in seiner Verlängerung nach Süden an das ehemalige Reichenstraßenfleet, sodass frühe Baubefunde des \"ältesten\" Hamburg vom 9. bis 11. Jh. zu erwarten waren.\nDie Ausgrabungsmaßnahmen wurden auf dem (ehemaligen) Grundstück Große Reichenstraße 44 begonnen, wo sich das ehemalige Nordufer des Fleetes befunden hatte. Zwar war das Gelände durch rezente Baumaßnahmen tiefgreifend gestört, jedoch konnten zwischen 1,7 und 2,1 m üNN direkt unter der Kellersohle noch ältere Baubefunde freigelegt werden. Es handelte sich um senkrecht in die Erde geschlagene vierkantig behauene Pfosten von 0,2 bis 0,4 m Stärke. Zwischen ihnen lagen zusammengestürzte Holzteile und lange Bretter\/Bohlen, die \"nach Art von Laufstegen zum Fleet hinabführten\" (Schindler 1948\/49, 26). Darunter befand sich eine Feldsteinschüttung, zwischen der vereinzelte Keramikscherben und Muschelschalen lagen. Es handelte sich offenbar um eine entlang des Fleetes angelegte Verladebrücke. Die Steinbefestigung mit den Laufbrettern kann Schindler (1948\/49, 27) zufolge auch älteren Datums sein. Unter den Steinen wurde in 1,7 m üNN Tiefe eine horizontale Schichtung von Birken- und Erlenzweigen angetroffen, die eine ältere Uferbefestigung darstellt.\n\nZwischen den ehemaligen Grundstücken Kleine Bäckerstraße 25 und Große Reichenstraße 44 war der Untergrund nicht unterkellert und daher ungestört. 3,1 m üNN wurden zunächst vereinzelt bearbeitete Knochenteile angetroffen, jedoch verdichteten sich die Funde bald zu \"einer kompakten Masse\" (Schindler 1948\/49, 28), die abgesägte Gelenkköpfe von Oberschenkelknochen, gesägte Knochenplatten, unfertige einteilige Knochenkämme, vierkantige Stäbchen, Knochenwürfel, feine Gabeln und Pfrieme, Abfallprodukte und Halbfabrikate enthielt. Die Funde lagen in einer Abfallgrube, die Schindler (1948\/49, 28) einem Kammmacher zuschreibt. Darin wurde außerdem ein kleines bleiernes Pilgerzeichen (\"Signa Apostolorum Petri et Paul\") mit bildlicher Darstellung der Apostel gefunden, welches die Grube in das frühe 15. Jh. datiert.\nEin wenig tiefer wurden drei Schichten eines hölzernen Bohlenbelags angetroffen, der von untergezogenen Balken gestützt wurde. Die Anlage war dem natürlichen Bodengefälle angepasst und wurde daher als Rollsteg zur Uferbrücke des Fleetes gedeutet.\nUnter den Hölzern befand sich eine Anhäufung von Feldsteinen, die in Verlängerung des Gefälles in die Steinschicht der Uferzone mündete. Der umgebende Füllboden war schwarz, humushaltig und teils mit Dung durchsetzt. Vereinzelt wurden blaugraue und dünnwandige glasierte Scherben gefunden.\nAm Grund der Abfallgrube mit den Knochenabfällen wurden in Grundwasserhöhe bei 1,6 m üNN hölzerne Rinnen freigelegt. Zwei davon waren aus vier Brettern rechtwinklig zusammengefügt und seitlich verpflockt, eine weitere bestand aus einer ausgehöhlten, oben offenen Rinne. Stratigrafisch lagen die Rinnen noch unter der Faschinenschicht und mündeten vermutlich ins ehemalige Fleet.\n\nDie zu untersuchende Fläche wurde bis zum Bordstein der Kleinen Bäckerstraße fortgesetzt, wo Hausfundamente eines \"mittelalterlichen Ackerbürgerhauses\" (Schindler 1948\/49, 29) erfasst werden konnten. Es konnte nur ein Wandfundament freigelegt werden, welches auf einer Länge von 15 m nicht vollständig erhalten war. Es bestand aus ca. 40 cm breiten, 5 bis 6 cm starken und 1,5 m langen aneinandergefügten Eichenbohlen, die ohne Unterlage in den Erdboden eingelassen und nur von sogenannten \"Tangen\", d.h. auswechselbaren Behelfspfosten, getragen wurden. Die Oberkante der Fundamentbohle war rinnenartig ausgehöhlt, um das unterste horizontale Wandbrett aufzunehmen. Von diesen Wandbrettern war nur eines in situ erhalten, sodass die aufgehende Holzkonstruktion nicht weiter verfolgt werden konnte. Die Wandbretter wurden offenbar von senkrechten Holzstreben gehalten, die in Abständen von 1,5 m in eigens dafür eingelassene Nutungen der horizontalen Fundamentbohle eingefügt waren.\nRings um den Befund fanden sich kompakte Schichten von Stalldung, der wohl auf Schweinehaltung zurückzuführen ist. An der Bäckerstraße soll die Dungschicht eine Stärke von 1,5 m gehabt haben. Strichweise war sie von \"schmalen blauen Lehmadern durchzogen, die in ihrer Streichrichtung dem natürlichen Gefälle folgten\" (Schindler 1948\/49, 29).\nEine Anhäufung von Scherben, Holzgefäßresten, Tierknochen usw. fand sich auf der Hofseite des Grundstücks, wo Schindler (1948\/49, 31) \"das häusliche Leben jener Zeit\" vermutet, zumal sich dort ein Steinfplaster befand.\nWeitere Untersuchungen wurden durch rezente Bebauungsstrukturen und steigendes Grundwasser verhindert. Zusätzlich zu den Ausgrabungsmaßnahmen wurden jedoch Bohrungen durchgeführt und Pollenproben entnommen. \n\nBei Fortsetzung der Arbeiten im folgenden Sommer 1948 sowie in Verlängerung der Arbeiten bis zum Frühsommer 1949 stieß man in eine Gesamttiefe von 6 m unter Straßenniveau vor.\nUnter den Befunden des \"Kammmacherhauses\" wurden drei dicht übereinanderliegende Teilgrundrisse von \"Ackerbürgerhäusern\" freigelegt, die in eine 1,5 m starke Dungschicht eingebettet waren. Es handelte sich dabei um großräumige, dreischiffige Bauten mit schmalen Längsseiten parallel zur Hauptachse des Hauses, die zur Aufstallung von Vieh oder als Schlaf- und Werkräume für Gesinde dienten. Im Grabungsschnitt wurde u.a. dieser sogenannte \"Kübbungsteil\" eines der Häuser erfasst  (Schindler 1957, 16-17).\nDer mittlere der drei Grundrisse war am besten erhalten, was auf die konservierende Wirkung der Dungschichten zurückzuführen war, während die übrigen zwei durch nachfolgenden Bautätigkeit stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Bei erstgenanntem waren Flechtwerkwände vorhanden, bei denen Erlen- und Birkenzweige zwischen armstarke Pflöcke geflochten wurden. Teile des Lehmverputzes mit Abdrücken der Zweiggeflechte waren ebenfalls erhalten, da offenbar mindestens ein Teilbereich des Hauses abgebrannt war. Parallel zur südlichen Hauswand trennte eine Querwand zwei ca. 4 m lange Räume in dem Kübbungsbereich ab, bei denen es sich wohl um Viehboxen handelte. 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Sohlen und Oberteile von Schuhen; außerdem Strauchbesen, Heidekrautbüschel und andere organische Materialien.\nUnter einer der Flechtwerkwände war außerdem der Schädel eines Pferdes mit \"deutlich sichtbarem Axthieb auf der Stirn\" (n. Schindler 1957, 20) anzutreffen, den Schindler (1957, 20) als Bauopfer anspricht. das Fundmaterial umfasste weiterhin eiserne Bügelscheren, Messer verschiedener Form und Größe, Nägel, Krampen, Holzlöffel, Reste von Holzdauben sowie einen gelben, gläsernen Fingerring. Anhand des umfangreichen keramischen Fundmaterials legte Schindler das Alter der drei Haushorizonte auf das 14. bis 12. Jh. fest (Schindler 1957, 21).\n\nUnter den obig beschriebenen Siedlungshorizonten wurden noch weitere angetroffen. Nach Abräumung der Baureste des 14. bis 12. Jh., die N-S-ausgerichtet waren und mit ihren Schmal-\/Giebelfronten zur Kleinen Bäckerstraße orientiert waren, wurden Hausreste freigelegt, die entgegen der jüngeren Bebauung um 90 Grad gedreht und O-W-ausgerichtet waren. Sowohl im Nord- als auch im Südabschnitt der Grabungsfläche hoben sich dabei zwei Fundamente ab. Hier waren Steinpflaster mit fest gestampftem Lehm, starke Vierkantbalken, Reste von Flechtwänden und Stabbretterwänden vorhanden. Das südliche der Gebäude spricht Schindler (1957, 24) als einen möglicherweise in Blockbauweise errichteten Speicherbau an. Darin fanden sich größere Mengen verkohlter Hülsenfrüchte. Die Wandverläufe wurden durch die Lage angekohlter Eichenbalken angedeutet, außerdem waren im Innenraum zwei dachtragende und symmetrisch parallel zu den Längswänden angeordnete Pfosten erhalten. Fragmente von Pingsdorfer Keramik in der gesamten Kulturschicht datieren diese in das 11. Jh. \n\nIn den tieferen Horizonten wurden noch sechs weitere Bauhorizonte angetroffen, deren Hausreste zu \"Kleinhäusern\" (Schindler 1957, 26) gehörten, die sich in ihrer Größe stark von den vorhergehenden Befunden unterschieden, da sie max. 7-8 m lang und 3-4 m breit waren. Sie wurden ebenfalls als Flechtwerkbauten mit Lehmverputz errichtet, jedoch traten auch Gebäude in Stabbauweise in Erscheinung. Im Nordteil der Fläche war noch ein Fußboden aus hölzernen Dielen mit einer Feuerstelle aus kleinen Findlingen vorhanden.\nSchindler (1957, 26) ordnet die Befunde dem 10. und 9. Jh. zu.\nIm südlichen Abschnitt der Grabungsfläche wurde unmittelbar an das Nordufer des ehemaligen Reichenstraßenfleets angrenzend eine mehrschichtige Packung von \"Klobenhölzern\" bzw. unbearbeiteten Baumstämmen freigelegt. Diese lagen parallel zur Uferkante, wobei die stärksten Hölzer oben, die schwächeren unten lagen. Die Hölzer waren \"auf Lücke\" (Schindler 1957, 26) gelegt und konnten in fünf bis sechs Schichten unterschieden werden. In der unmittelbaren Uferzone waren die Stämme mit zwei Reihen senkrecht eingerammter, armstrker Pflöcke gegen Abrutschen gesichert. Über der obersten Bohlenlage sowie zwischen den einzelnen Hölzern lagen \"unverhältnismäßig große Mengen\" verkohlten Getreides (Schindler 1957, 28).\nDie genannte Verpflockung der Hölzer bog im östlichen Bereich der Grabungsfläche rechtwinklig nach Süden um, hier waren außerdem zwei Reihen landeinwärts liegender Langhölzer und eine dicht gefügte Steinpackung auf der alten Fleetsohle vorhanden. Schindler (1957, 28) zufolge handelt es sich um eine furtartige Gewässerüberquerung. Anhand zeitgenössischer Quellen identifiziert er weiterhin die Klobenholz-Anlage als hölzerne Schiffsanlandebrücken und schreibt dem Reichenstraßenfleet damit eine Bedeutung als das \"früheste Hafengelände Hamburgs\" (Schindler 1957, 28) zu. Keramische Funde aus diesem Bereich datieren in das 10. Jh.\nNach Abräumen der genannten Befunde stieß die Grabungsmannschaft in einer stark mit organischen Anteilen durchsetzten Schicht auf ein siebenfach hintereinander gestaffeltes faschinenartiges Flechtwerk aus starken Pflöcken und Ruten. Die Zwischenräume zwischen den Faschinenzügen waren mit organischem Füllmaterial, Dung und sandigem Boden aufgefüllt. Es handelte sich dabei um ein Bauwerk mit \"deichartigem Schutzcharakter\" (Schindler 1957, 29), Hier wurden ein eisernes Messer, ein Schlüssel und Keramik der ersten Hälfte des 9. Jh. gefunden.\n\nIm Südabschnitt der Fläche wurde in 7 m Tiefe uner Straßenniveau ein letzter Siedlungshorizont mit dem Befund einer \"Flechtwandhütte\", wohl mit Stallfunktion, aufgedeckt. Darin wurden einige Kuhhörner sowie dickwandige und grobe Topfscherben des ausgehenden 8. Jh. gefunden.\nIn der restlichen Fläche wurden außerdem weitere Topfscherben sowie der Läuferstein einer Handmühle aus mittelschwedischem Granit gefunden.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1948-9\n\nFortsetzung der Forschungsgrabung durch das MHG; Profilzeichnung im Planarchiv vorhanden.\n\n1949-9\n\nFortsetzung der Forschungsgrabung durch das MHG; Bericht Ausgrabungen 1947-1949 und Fotos im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt durch B. Ludowici\n\n2011-163\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage wegen Verbleib eines Pilgerzeichens aus der Grabung 1947-1949; Schriftverkehr.\n\n2014-214\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage vom NIhK über ein Besprechungsprotokoll aus dem Jahr 1948; Schriftverkehr.\n\nKartierung anhand von",
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     "beschreibung" : "1947-2\n\nForschungsgrabung durch das MHG unter Leitung von R. Schindler und teilweise von Dr. Bath auf einem Trümmergrundstück zwischen Kleine Bäckerstraße und Große Reichenstraße ab 1947; Lage Grundstück im Norden auf der Geest und im Süden in der Flußmarsch am ehemaligen Reichenstraßenfleet, daher Baubefunde aus dem frühen Hamburg im 9. Jh. zu erwarten; Untersuchung eines Schnitts von 25 m Länge und 6-8 m Breite nach der Räumung des Grundstücks von Trümmern; außerdem Durchführung von Bohrungen und Entnahme von Pollenproben; Berichte, Schriftverkehr, Zeitungsartikel und Fotos in OA, Grabungsdokumentation im Planarchiv vorhanden.\nUntersuchung zuerst auf dem Grundstück ehem. Große Reichenstraße 44, dabei  Dokumentation von Pfosten mit zusammengestürzten Holzteilen und langen Brettern oder Bohlen, darunter eine Feldsteinschüttung mit vereinzelten Keramikscherben und Muschelschalen; Deutung als Landungs- oder Verladebrücke entlang des Fleets; unter den Steinen eine horizontale Schichtung aus Birken- und Erlenzweigen, vermutlich von einer älteren Uferbefestigung.\nFortsetzung der Untersuchung zwischen den ehemaligen Grundstücken Kleine Bäckerstraße 25 und Große Reichenstraße 44; Freilegung einer großen Masse von bearbeiteten Knochenteilen, Kämmen und Halbfabrikaten in einer Abfallgrube sowie von einem verbretterten Holzhaus, vermutlich von einem Kammmacher; in der Grube auch Fund eines bleiernen Pilgerzeichens aus dem 15. Jh.; unter der Abfallgrube drei Schichten eines hölzernen Bodenbelags mit untergezogenen Balken als Stütze, Deutung als Rollsteg zur Uferbrücke des Fleets; am Grund der Abfallgrube außerdem hölzerne Rinnen aus Brettern mit Verlauf in Richtung Fleet.\nBei der Fortführung der Untersuchung bis zum Bordstein der Kleinen Bäckerstraße Freilegung der Fundamente eines mittelalterlichen Ackerbürgerhauses, allerdings davon nur ein Wandfundament und keine aufgehende Holzkonstruktion erhalten; rings um das Haus eine kompakte Dungschicht, vermutlich von Schweinehaltung; unter den zahlreichen Funden Keramikscherben, Holzgefäßreste, Tierknochen, Eisen sowie Hinweise auf ein Steinpflaster\nWeitere Untersuchungen durch rezente Bebauungsstrukturen und steigendes Grundwasser zunächst verhindert, außerdem Probleme durch mangelnde Arbeitskräfte. \n\n1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1948-9\n\nFortsetzung der Forschungsgrabung durch das MHG im Sommer 1948 und Beendigung bis Sommer 1949; Vertiefung der untersuchten Fläche bis auf 6 m unter Straßenniveau; Profilzeichnungen im Planarchiv vorhanden.\nUnter den Befunden des Kammmachers Dokumentation von drei dicht übereinander liegenden dreischiffigen Flechtwandhäusern mit Stall- und Wohnteil aus dem 12.-14. Jh.; von den Häusern teilweise noch Flechtwerkwände und Lehmverputz mit Abdrücken sowie ein Dachsparren erhalten; unter den Funden zahlreiche Keramik, organische Materialien, Eisen, Glas und ein Pferdeschädel mit Axthieb, letzterer laut Schindler möglicherweise ein Bauopfer; die drei Hausgrundrisse aus dem 12.-14 Jh. N-S und zur Kleinen Bäckerstraße hin ausgerichtet.\nÄltere Hausgrundrisse vor dem 12. Jh. im Grabungsbefund O-W-ausgerichtet; Freilegung von zwei weiteren Hausfundamenten mit Steinpflaster und Lehm, Vierkantbalken und Resten von Flechtwänden, das südlichere Gebäude möglicherweise ein Speicherbau; Datierung der beiden Gebäude ins 11 Jh.; Freilegung von sechs weiteren Bauhorizonten in den tieferen Schichten; Häuser wiederum Flechtwerkbauten mit Lehmverputz, aber wesentlich kleiner als später und einige Bauten auch in Stabbauweise; noch ein Fußboden aus hölzernen Dielen mit Feuerstelle erhalten; Datierung der Befunde ins 9.-10. Jh. n. Chr.; schließlich im südlichen Abschnitt der untersuchten Fläche noch ein letzter Siedlungshorizont mit dem Befund einer Flechtwandhütte mit Stallfunktion, darin Fund von Kuhhörnern und groben Topfscherben aus dem 8. Jh.\nFreilegung einer mehrschichtigen Packung aus unbebarbeiteten Holzstämmen unmittelbar am Nordufer des ehemaligen Reichenstraßenfleets parallel zur Uferkante; Stämme durch Reihen von armdicken Pflöcken am Abrutschen gehindert; Abknicken der Pflockreihen Richtung Süden im östlichen Bereich der Grabungsfläche, dort auch zwei Reihen Langhölzer und eine Steinpackung; laut Schindler Deutung als furtartige Gewässerüberquerung und hölzerne Schiffslandungsbrücke aus dem 10. Jh., daher Gebiet am Reichenstraßenfleet Schindler zufolge wichtig als frühstes Hafengelände Hamburgs.\nNach dem Abräumen der Befunde aus dem 10. Jh. schließlich noch Dokumentation eines siebenfach hintereinander gestaffelten faschinenartigen Flechtwerks aus starken Pflöcken und Ruten; Bereiche zwischen den Faschinenzügen mit organischem Füllmaterial, Dung und sandigem Boden aufgefüllt; Bauwerk laut Schindler mit deichartigem Schutzcharakter; durch Fund eines eisernen Messers, eines Schlüssels und von Keramik Datierung in die erste Hälfte des 9. Jh.\n\n1949-9\n\nBeendigung der Forschungsgrabung durch das MHG (s. o.); Bericht Ausgrabungen 1947-1949 und Fotos im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt durch B. Ludowici\n\n2011-163\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage wegen Verbleib eines Pilgerzeichens aus der Grabung 1947-1949; Schriftverkehr.\n\n2014-214\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage vom NIhK Wilhelmshaven über ein Besprechungsprotokoll aus dem Jahr 1948; Schriftverkehr.\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997.",
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Große Reichenstraße 44, dabei  Dokumentation von Pfosten mit zusammengestürzten Holzteilen und langen Brettern oder Bohlen, darunter eine Feldsteinschüttung mit vereinzelten Keramikscherben und Muschelschalen; Deutung als Landungs- oder Verladebrücke entlang des Fleets; unter den Steinen eine horizontale Schichtung aus Birken- und Erlenzweigen, vermutlich von einer älteren Uferbefestigung.\nFortsetzung der Untersuchung zwischen den ehemaligen Grundstücken Kleine Bäckerstraße 25 und Große Reichenstraße 44; Freilegung einer großen Masse von bearbeiteten Knochenteilen, Kämmen und Halbfabrikaten in einer Abfallgrube sowie von einem verbretterten Holzhaus, vermutlich von einem Kammmacher; in der Grube auch Fund eines bleiernen Pilgerzeichens aus dem 15. 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Jh.\nFreilegung einer mehrschichtigen Packung aus unbebarbeiteten Holzstämmen unmittelbar am Nordufer des ehemaligen Reichenstraßenfleets parallel zur Uferkante; Stämme durch Reihen von armdicken Pflöcken am Abrutschen gehindert; Abknicken der Pflockreihen Richtung Süden im östlichen Bereich der Grabungsfläche, dort auch zwei Reihen Langhölzer und eine Steinpackung; laut Schindler Deutung als furtartige Gewässerüberquerung und hölzerne Schiffslandungsbrücke aus dem 10. Jh., daher Gebiet am Reichenstraßenfleet Schindler zufolge wichtig als frühstes Hafengelände Hamburgs.\nNach dem Abräumen der Befunde aus dem 10. Jh. schließlich noch Dokumentation eines siebenfach hintereinander gestaffelten faschinenartigen Flechtwerks aus starken Pflöcken und Ruten; Bereiche zwischen den Faschinenzügen mit organischem Füllmaterial, Dung und sandigem Boden aufgefüllt; Bauwerk laut Schindler mit deichartigem Schutzcharakter; durch Fund eines eisernen Messers, eines Schlüssels und von Keramik Datierung in die erste Hälfte des 9. Jh.\n\n1949-9\n\nBeendigung der Forschungsgrabung durch das MHG (s. o.); Bericht Ausgrabungen 1947-1949 und Fotos im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\n2011-163\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage wegen Verbleib eines Pilgerzeichens aus der Grabung 1947-1949; Schriftverkehr.\n\n2014-214\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage vom NIhK Wilhelmshaven über ein Besprechungsprotokoll aus dem Jahr 1948; Schriftverkehr.\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997.",
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Große Reichenstraße 44, dabei  Dokumentation von Pfosten mit zusammengestürzten Holzteilen und langen Brettern oder Bohlen, darunter eine Feldsteinschüttung mit vereinzelten Keramikscherben und Muschelschalen; Deutung als Landungs- oder Verladebrücke entlang des Fleets; unter den Steinen eine horizontale Schichtung aus Birken- und Erlenzweigen, vermutlich von einer älteren Uferbefestigung.\nFortsetzung der Untersuchung zwischen den ehemaligen Grundstücken Kleine Bäckerstraße 25 und Große Reichenstraße 44; Freilegung einer großen Masse von bearbeiteten Knochenteilen, Kämmen und Halbfabrikaten in einer Abfallgrube sowie von einem verbretterten Holzhaus, vermutlich von einem Kammmacher; in der Grube auch Fund eines bleiernen Pilgerzeichens aus dem 15. Jh.; unter der Abfallgrube drei Schichten eines hölzernen Bodenbelags mit untergezogenen Balken als Stütze, Deutung als Rollsteg zur Uferbrücke des Fleets; am Grund der Abfallgrube außerdem hölzerne Rinnen aus Brettern mit Verlauf in Richtung Fleet.\nBei der Fortführung der Untersuchung bis zum Bordstein der Kleinen Bäckerstraße Freilegung der Fundamente eines mittelalterlichen Ackerbürgerhauses, allerdings davon nur ein Wandfundament und keine aufgehende Holzkonstruktion erhalten; rings um das Haus eine kompakte Dungschicht, vermutlich von Schweinehaltung; unter den zahlreichen Funden Keramikscherben, Holzgefäßreste, Tierknochen, Eisen sowie Hinweise auf ein Steinpflaster\nWeitere Untersuchungen durch rezente Bebauungsstrukturen und steigendes Grundwasser zunächst verhindert, außerdem Probleme durch mangelnde Arbeitskräfte. \n\n1947-5\n\nLandesaufnahme R. 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     "beschreibung" : "1949 wurden bei Rohrverlegungsarbeiten für eine Heizanlage unmittelbar südlich der Petrikirche menschliche Skelettreste, mittelalterliche Keramik und Lehmbewurfreste in einer dunghaltigen Kulturschicht angetroffen. R. Schindler (1960, 48) spricht von einer \"fast 2 m starke[n] Bestattungsschicht\". Die OA bezeichnet diesen Fundplatz als Fpl. 34 A.\n\n1969 barg Herrmann Lütt \"bei einer amtlichen Untersuchung am Kirchenfundament\" Stoffreste, Fliesen, Mörtel und eine Scherbe (Fpl. 34 B).\n\nVon Februar bis April 1971 überwachte M. Behrens Aufgrabungen, die im Rahmen der Erneuerung eines Mischwassesiels in der Straße \"Bei der Petrikirche\" vorgenommen wurden. Aus dem umgelagerten Boden barg Behrens drei Bodenfragmente von Wellenfußgefäßen, das Fragment eines flachbodigen Gefäßes mit Glasur, Reste einer \"bunten\" Ofenkachel, eine \"Steinmarmel\", Knochen und Hornzapfen sowie weitere Rand-, Wand- und Henkelfragmente von Gefäßen.\nEine zwischen dem Ostchor der Kirche und der Grünanlage entnommene Bodenprobe wies das ehemalige Vorhandensein eines Flach- oder Wiesenmoores mit hohem Feuchtigkeitsgehalt nach. Es wurden außerdem ein Profil mit einer Kulturschicht (?) durch R. Schneider und H. Lütt dokumentiert (Fpl. 34 C).\nAls Befund meldete Behrens des Weiteren noch eine \"runde holzverkleidete Grube\" bei der es sich vermutlich um ein in den Boden eingelassenes Fass handelte. Das Objekt  war fundleer.\n\nAm 22.10. 2003 konnten nach der Meldung älterer Baubefunde bei Anlage zweier Schürfen durch das Architekturbüro Hirche Fundamente und Gründungen der Petrikirche durch M. Altun und E. Först dokumentiert werden.\nSchürfe 1 befand sich an der nördlichen Kirchenaußenwand zwischen dem zweiten und dritten Stützpfeiler östlich der Seitentür. Hier wurde ersichtlich, dass das Fundament der Nordwand aus getreppt gesetzten Findlingsblöcken besteht und nach Norden vorspringt, d.h. es nimmt mit zunehmender Tiefe an Breite zu. Die erfasste Tiefe beträgt 1,3 m ab Oberfläche, die Breite hier 0,92 m. Auf dem Fundament liegt eine zweilagige gemörtelte Ziegelsetzung (21 x 11 x 5,5 cm), die E. Först als Ausgleichsschicht anspricht, was durch zum Niveauausgleich gesetzte Ziegel bestätigt wird. Der Aussage des Hausmeisters Hr. Meier zufolge soll die Ziegelsetzung in der Höhe dem Ziegelfußboden unter dem heutigen Steinplattenboden der Kirche entsprechen.\nDas Findlingsfundament wird im Westen von einer Nord-Süd-verlaufenden Ziegelmauer (29 x 13 x 9 cm) geschnitten, die nicht in ihrer vollen Breite und Tiefe erfasst werden konnte. Die freigelegte Länge betrug 1,4 m. An der östlichen Außenseite war teils ein Mörtelverputz erkennbar. Es handelt sich offenbar um abgeschlagene und sekundär verwendete Ziegel.\nDie angetroffene Verfüllung bestand aus einem dunkelgrauen Sand-Lehm-Gemisch, welches mit Ziegel-, Schiefer- und Mörtelbruch sowie mit Skelettresten durchsetzt war.\n\nSchüfe 2 wurde südlich des zweiten Vierpasspfeilers im Kircheninneren angelegt. Dieser ist auf einem quadratischen Wekrstein (Sandstein) gegründet, der wiederum auf einer Lage von Klosterformatziegeln (29 x 14 x 9 cm) aufliegt. Es folgt ein aus gelben Ziegeln (29 x 11 x 6 cm) getreppter Fundamentblock aus insgesamt 11 Lagen, wobei jede Lage ca. 3 cm vorspringt. Dieser Block sitzt bündig auf einem weiteren Fundamentblock aus roten Ziegeln, dessen Ende nicht erfasst wurde. \nEntlang dem Pfeilerfundament verläuft eine West-Ost-ausgerichtete Ziegelmauer (18 x 9,5 x 4 cm), die außen anhaftende Mörtelspuren zeigt. Dies deutet ebenfalls auf eineWeiderverwendung hin. Die Mauer ist ca. 40 cm breit, ihr unteres Ende wurde nicht erfasst. Die Verfüllung bestand fast ausschließlich aus Abbruchmaterial.\n\nVom 08.04. bis zum 12.04. 2013 untersuchte die Bodendenkmalpflege Hamburg außerdem unter örtlicher Leitung von M. Altun einen Schnitt an der Nordostecke der St. Petri Kirche (An der Mönckebergstraße\/Bei der Petrikirche), der zunächst ohne Benachrichtigung der zuständigen Behörden zur Anlage eines Kiosks geöffnet worden war.\nDabei konnten die baulichen Reste von fünf Grüften freigelegt werden, unter denen eine weitere (ältere) Gruft sowie ältere Bau- und Bestattungshorizonte  festgestellt wurden.\n\n\nDer ausgebaggerte Schnitt erbrachte eine komplexe Befundsituation. Es konnten vier Grüfte mit gefliesten Fußböden sowie eine weitere, ältere Gruftanlage (Gruft 5) in tieferen Schichten festgestellt werden, wobei letztere nicht komplett freigelegt wurde. Des Weiteren erbrachte die Untersuchung Erkenntnisse zu Fundamentgründung und Mauerkonstruktionen des Baukörpers der St. Petri Kirche.\nEs wurden im gesamten Schnitt keine Funde geborgen.\n\nIm Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten des Schnittes konnte mit den Befunden 1, 2 und 2a-2g eine offenbar nachträglich vor die Kirchenmauern bzw. auf das Findlingsfundament des Kirchenkörpers gesetzte Mauerkonstruktion erfasst werden.\nZwischen die Mauer und das heute Kirchenfundament wurde eine Reihe gelber holländischer Ziegel (Bef. 1; Maße 24 x 12 x 5,5 cm) verlegt, die teils unter dem heutigen Fundament weiter verläuft.\n\nDas hier angelegte Südprofil zeigt mit Bef. 2f und 2g außerdem drei Stufen, die treppenartig in Mauer 2 eingearbeitet wurden und aus Kleinformatziegeln bestehen. Sie liegen auf einem aus Großformatziegeln (Maße: 30 x 13 x 9 cm) errichteten Mauerabschnitt (Bef. 24), der mit Kalkmörtel vermauert wurde und in der vierten Ziegellage außerdem einen Absatz aufweist. Im östlichen Bereich sind einige Ziegel hochkant vermauert worden. Der Mauerbereich war verputzt (Bef. 24a). \nUnter Bef. 24 schließt ein Findlingsfundament (Bef. 26) mit einer unteren, in Reihe verlegten Lage Steine (Bef. 26c) sowie mittig verbauten, offenbar wieder verwendeten Sandsteinplatten (Bef. 26a) an, welches stellenweise noch Putzreste aufweist (Bef. 26b). Es liegt auf einer Schicht reinen, roten Ziegelbruchs auf (Bef. 27). \nSüdwestlich schließt Bef. 2c an Bef. 2 an. Die Mauer verläuft hier breiter, es wurden drei Reihen querverlegter roter Ziegel verbaut.\nIm Westprofil schließen sich Bef. 2d und 2e an, die von Nord nach Süd verlaufen und somit mit 2c eine Ecke bilden. Es handelt sich dabei um eine rote Ziegelmauer aus vier Reihen mit Zementmörtel vermauerter Ziegel (Bef. 2d), die an einen nordwestlichen Mauerteil mit sieben Stufen (Bef. 2e) stoßen.\nBef. 2 d wird von einer zweireihigen Mauer (Bef. 7) geteilt, wie das Westprofil ergab. Unter 2d befindet sich das Findlingsfundament Bef. 28, das sich nach Süden und Norden fortsetzt und mit Kalkmörtel verputzt (Bef. 28b) ist. Ähnlich wie im Südprofil sind auch hier gelbe Sandsteine (Bef. 28a) offenbar sekundär verbaut worden. \nÖstlich davor im Planum befinden sich unterhalb des Gruftfußbodenniveaus ein großer Findling sowie drei kleinere Feldsteine (Bef. 23) in einer Sandschicht (Bef. 23a).\nDer mehrphasige Fundamentaufbau unter Wiederverwendung von Oberkirchner Sandstein deutet eine Datierung in die frühe Neuzeit an. Des Weiteren ist anhand des Bruchs zwischen Klosterformatziegeln und kleinformatigen Ziegel die Baufuge des nach 1842 erfolgten Wiederaufbaus zu erkennen.\n\nGruft 1 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) befindet sich in der Nordost-Ecke der Grabungsfläche. Eine Auffüllschicht (Bef. 9) aus Sand und Bauschuttresten wurde aufgrund von Einsturzgefahr nicht herausgenommen. Dokumentiert wurden die Mauern Bef. 4, 4a, 5, 7, 7a und 8, die die Gruftbegrenzung darstellen.\nDie Mauern 4 und 4a sind zweireihig und abwechselnd aus Binder- und Läuferlagen roter Ziegel (Kleinformat, Maße: 21,5 x 10 x 5cm) aufgebaut. Sie verlaufen in Ost-West-Richtung (Bef. 4) bzw. knicken leicht Richtung Südost ab (Bef. 4a). Beidseitig ist ein Kalkmörtelputz zu erkennen, der darauf hinweist, dass nördlich der Schnittgrenze in Richtung Mönkebergstraße weitere Gruftbefunde zu erwarten sind (Mauerbefund 3 deutet dies ebenfalls an).\nQuer dazu in Nord-Süd-Richtung verlaufen die einreihig aus roten Ziegeln aufgebauten Mauern Bef. 5 und 8, wobei letztere die Trennwand zu Gruft 2 darstellt. Die Mauern sind ebenfalls mit Kalkmörtel verputzt. Bef. 5 besteht aus großformatigen Ziegeln (Maße: 27 x 12 x 7 cm) sowie sekundär verwendeten (?) Klosterformatziegeln, Bef. 8 ist aus kleinformatigen Ziegeln aufgebaut.\nMauerbefund 7 ist aufgebaut wie Bef. 4\/4a und verläuft ebenfalls in Ost-West-Richtung. Die Mauer trennt die Grüfte 1 und 2 von den Grüften 3 und 4. Der mittlere Teilbereich wurde durch die Baggerarbeiten komplett zerstört. Am östlichen Schnittende befindet sich Bef. 7a in Bef. 7; es handelt sich um fünf Lagen holländischer Ziegel, die nachträglich mit Zementmörtel in die Mauer eingesetzt wurden.\n\nGruft 2 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4), im Nordwestbereich des Schnittes gelegen, wird im Norden durch Bef. 4, im Süden durch Bef. 7 (zerstört), im Osten durch Bef. 8 und im Westen durch Bef. 2d und 2e begrenzt.\nDie Baggerarbeiten (Störung Bef. 11) zerstörten den Gruftfußboden, der nur noch in Resten in der Südwestecke der Gruft sowie entlang der Nordmauer (Bef. 4) erfasst werden konnte. Er bestand aus gelb und grün glasierten und im Schachbrettmuster verlegten Fliesen (Maße: 16 x 16 x 2,5 cm), die mit Kalkmörtel verfugt worden waren. \nIn der Südostecke konnte ebenfalls ein Rest einer dunkelbraunen, mit Holzkohle, menschlichen Skelettresten (Bef. 22a) und Sandlinsen durchsetzten Schicht (Bef. 22) erfasst werden, die wohl den Rest eines alten Bestattungshorizontes darstellt und sich unter dem Gruftfußboden (Bef. 10) befindet. Im westlichen Bereich konnte unter Fußbodenniveau das Findlingsfundament Bef. 23 aufgedeckt werden, das dem Kirchenbau zuzurechnen ist.\n\nGruft 3 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) wurde im Südosten des Schnittes erfasst und wird nördlich durch Bef. 7 von Gruft 1 und 2 getrennt. Angrenzend befindet sich mit Bef, 7b die Baugrube der Mauer. Dokumentiert werden konnten Reste der ehemals vorhandenen Fußbodenfliesen (Bef. 21). Unter dem Fußbodenniveau befindet sich in der Südostecke der Gruft Bef. 19 – es handelt sich um eine Feldsteinkonzentration rundlicher Form, die evtl. auf ein Pfostenloch bzw. einen gezogenen Pfosten hindeutet. Mit Schicht 18 wurde in diesem Bereich ebenfalls ein weiterer Rest eines ehemaligen Friedhofshorizontes (wohl identisch mit Bef. 22\/22a) erfasst.\n\nGruft 4 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) schließt in der Südwest-Ecke des Schnittes an. Bemerkenswert ist besonders die unterhalb der Fußbodenfliesen (Bef. 21) befindliche Fußbodenkonstruktion aus mit  (Zement-) Mörtel verbauten Ziegel- und Sandsteinen von 10 bis 15 cm Stärke (Bef. 16a, 16b). Zwei Sandsteine (Bef. 16a, Maße nördl. Stein: 64 x 22 x 15 cm), die parallel in Ost-West-Richtung verlegt waren, konnten noch in situ dokumentiert werden.\n\nUnterhalb des genannten Fußbodenniveaus konnten mit den Mauerbefunden 12, 13 und 14 Reste einer somit eindeutig als zeitlich älter einzuordnenden Gruft 5 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) erfasst werden. \nBef. 12 besteht aus mit Kalkmörteln gemauerten Kleinformatziegeln (eine Reihe Läufer), die beidseitig mit Kalkmörtel verputzt sind. Die Mauer setzt sich nach Westen unter Planumshöhe fort. Bef. 13 stellt die Ostmauer der Gruft dar und ist wie Bef. 12 aufgebaut, sie ist ebenfalls beidseitig verputzt.\nBef. 14, die Nordmauer der Gruft, wurde im Westen durch Baggerarbeiten vollständig zerstört. Erhalten blieben nur zwei Großformatziegel (Maße: 27 x 14 x 7 cm). Es handelte sich offenbar um eine Konstruktion einreihig versetzt verlegter Läufer, die ebenfalls mit Kalkmörtel vermauert und verputzt waren.\nDie genannten drei Befunde reichen weiter in die Tiefe, wurden aber nicht freigelegt. Bei einer kleinen Sondage wurde keine Unterkante der Mauern erreicht. In dem von den Mauern umschlossenen Innenraum befindet sich Ziegelschutt.\nGruft 5 liegt offenbar in Schicht 18 bzw. 22 (älterer Bestattungshorizont).\n\nDiese Notdokumentation an der St. Petri Kirche erbrachte aufschlussreiche Befunde zu bis dato unbekannten bzw. vergessenen Gruftanlagen sowie zur Mauer- und Fundamentkonstruktion des Kirchenbaukörpers. Neben den Grüften 1 bis 4, die über älteren Bauhorizonten liegen, ist anzunehmen, dass sich die Gruftanlagen in Richtung Mönkebergstraße fortsetzen.\nEin Grüfteplan der Kirche existiert nach heutigem Kenntnisstand nicht (mehr), ebenso ist der Baubeginn dieser Anlagen unbekannt - daher sind die archäologischen Befunde von besonderer Bedeutung für die Kirchenbaugeschichte. (Datierende) Funde wurden nicht gemacht.\n\n\n",
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     "beschreibung" : "1949 wurden bei Rohrverlegungsarbeiten für eine Heizanlage unmittelbar südlich der Petrikirche menschliche Skelettreste, mittelalterliche Keramik und Lehmbewurfreste in einer dunghaltigen Kulturschicht angetroffen. R. Schindler (1960, 48) spricht von einer \"fast 2 m starke[n] Bestattungsschicht\". Die OA bezeichnet diesen Fundplatz als Fpl. 34 A.\n\n1969 barg Herrmann Lütt \"bei einer amtlichen Untersuchung am Kirchenfundament\" Stoffreste, Fliesen, Mörtel und eine Scherbe (Fpl. 34 B).\n\nVon Februar bis April 1971 überwachte M. Behrens Aufgrabungen, die im Rahmen der Erneuerung eines Mischwassesiels in der Straße \"Bei der Petrikirche\" vorgenommen wurden. Aus dem umgelagerten Boden barg Behrens drei Bodenfragmente von Wellenfußgefäßen, das Fragment eines flachbodigen Gefäßes mit Glasur, Reste einer \"bunten\" Ofenkachel, eine \"Steinmarmel\", Knochen und Hornzapfen sowie weitere Rand-, Wand- und Henkelfragmente von Gefäßen.\nEine zwischen dem Ostchor der Kirche und der Grünanlage entnommene Bodenprobe wies das ehemalige Vorhandensein eines Flach- oder Wiesenmoores mit hohem Feuchtigkeitsgehalt nach. Es wurden außerdem ein Profil mit einer Kulturschicht (?) durch R. Schneider und H. Lütt dokumentiert (Fpl. 34 C).\nAls Befund meldete Behrens des Weiteren noch eine \"runde holzverkleidete Grube\" bei der es sich vermutlich um ein in den Boden eingelassenes Fass handelte. Das Objekt  war fundleer.\n\nAm 22.10. 2003 konnten nach der Meldung älterer Baubefunde bei Anlage zweier Schürfen durch das Architekturbüro Hirche Fundamente und Gründungen der Petrikirche durch M. Altun und E. Först dokumentiert werden.\nSchürfe 1 befand sich an der nördlichen Kirchenaußenwand zwischen dem zweiten und dritten Stützpfeiler östlich der Seitentür. Hier wurde ersichtlich, dass das Fundament der Nordwand aus getreppt gesetzten Findlingsblöcken besteht und nach Norden vorspringt, d.h. es nimmt mit zunehmender Tiefe an Breite zu. Die erfasste Tiefe beträgt 1,3 m ab Oberfläche, die Breite hier 0,92 m. Auf dem Fundament liegt eine zweilagige gemörtelte Ziegelsetzung (21 x 11 x 5,5 cm), die E. Först als Ausgleichsschicht anspricht, was durch zum Niveauausgleich gesetzte Ziegel bestätigt wird. Der Aussage des Hausmeisters Hr. Meier zufolge soll die Ziegelsetzung in der Höhe dem Ziegelfußboden unter dem heutigen Steinplattenboden der Kirche entsprechen.\nDas Findlingsfundament wird im Westen von einer Nord-Süd-verlaufenden Ziegelmauer (29 x 13 x 9 cm) geschnitten, die nicht in ihrer vollen Breite und Tiefe erfasst werden konnte. Die freigelegte Länge betrug 1,4 m. An der östlichen Außenseite war teils ein Mörtelverputz erkennbar. Es handelt sich offenbar um abgeschlagene und sekundär verwendete Ziegel.\nDie angetroffene Verfüllung bestand aus einem dunkelgrauen Sand-Lehm-Gemisch, welches mit Ziegel-, Schiefer- und Mörtelbruch sowie mit Skelettresten durchsetzt war.\n\nSchüfe 2 wurde südlich des zweiten Vierpasspfeilers im Kircheninneren angelegt. Dieser ist auf einem quadratischen Wekrstein (Sandstein) gegründet, der wiederum auf einer Lage von Klosterformatziegeln (29 x 14 x 9 cm) aufliegt. Es folgt ein aus gelben Ziegeln (29 x 11 x 6 cm) getreppter Fundamentblock aus insgesamt 11 Lagen, wobei jede Lage ca. 3 cm vorspringt. Dieser Block sitzt bündig auf einem weiteren Fundamentblock aus roten Ziegeln, dessen Ende nicht erfasst wurde. \nEntlang dem Pfeilerfundament verläuft eine West-Ost-ausgerichtete Ziegelmauer (18 x 9,5 x 4 cm), die außen anhaftende Mörtelspuren zeigt. Dies deutet ebenfalls auf eineWeiderverwendung hin. Die Mauer ist ca. 40 cm breit, ihr unteres Ende wurde nicht erfasst. Die Verfüllung bestand fast ausschließlich aus Abbruchmaterial.\n\nVom 08.04. bis zum 12.04. 2013 untersuchte die Bodendenkmalpflege Hamburg außerdem unter örtlicher Leitung von M. Altun einen Schnitt an der Nordostecke der St. Petri Kirche (An der Mönckebergstraße\/Bei der Petrikirche), der zunächst ohne Benachrichtigung der zuständigen Behörden zur Anlage eines Kiosks geöffnet worden war.\nDabei konnten die baulichen Reste von fünf Grüften freigelegt werden, unter denen eine weitere (ältere) Gruft sowie ältere Bau- und Bestattungshorizonte  festgestellt wurden.\n\n\nDer ausgebaggerte Schnitt erbrachte eine komplexe Befundsituation. Es konnten vier Grüfte mit gefliesten Fußböden sowie eine weitere, ältere Gruftanlage (Gruft 5) in tieferen Schichten festgestellt werden, wobei letztere nicht komplett freigelegt wurde. Des Weiteren erbrachte die Untersuchung Erkenntnisse zu Fundamentgründung und Mauerkonstruktionen des Baukörpers der St. Petri Kirche.\nEs wurden im gesamten Schnitt keine Funde geborgen.\n\nIm Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten des Schnittes konnte mit den Befunden 1, 2 und 2a-2g eine offenbar nachträglich vor die Kirchenmauern bzw. auf das Findlingsfundament des Kirchenkörpers gesetzte Mauerkonstruktion erfasst werden.\nZwischen die Mauer und das heute Kirchenfundament wurde eine Reihe gelber holländischer Ziegel (Bef. 1; Maße 24 x 12 x 5,5 cm) verlegt, die teils unter dem heutigen Fundament weiter verläuft.\n\nDas hier angelegte Südprofil zeigt mit Bef. 2f und 2g außerdem drei Stufen, die treppenartig in Mauer 2 eingearbeitet wurden und aus Kleinformatziegeln bestehen. Sie liegen auf einem aus Großformatziegeln (Maße: 30 x 13 x 9 cm) errichteten Mauerabschnitt (Bef. 24), der mit Kalkmörtel vermauert wurde und in der vierten Ziegellage außerdem einen Absatz aufweist. Im östlichen Bereich sind einige Ziegel hochkant vermauert worden. Der Mauerbereich war verputzt (Bef. 24a). \nUnter Bef. 24 schließt ein Findlingsfundament (Bef. 26) mit einer unteren, in Reihe verlegten Lage Steine (Bef. 26c) sowie mittig verbauten, offenbar wieder verwendeten Sandsteinplatten (Bef. 26a) an, welches stellenweise noch Putzreste aufweist (Bef. 26b). Es liegt auf einer Schicht reinen, roten Ziegelbruchs auf (Bef. 27). \nSüdwestlich schließt Bef. 2c an Bef. 2 an. Die Mauer verläuft hier breiter, es wurden drei Reihen querverlegter roter Ziegel verbaut.\nIm Westprofil schließen sich Bef. 2d und 2e an, die von Nord nach Süd verlaufen und somit mit 2c eine Ecke bilden. Es handelt sich dabei um eine rote Ziegelmauer aus vier Reihen mit Zementmörtel vermauerter Ziegel (Bef. 2d), die an einen nordwestlichen Mauerteil mit sieben Stufen (Bef. 2e) stoßen.\nBef. 2 d wird von einer zweireihigen Mauer (Bef. 7) geteilt, wie das Westprofil ergab. Unter 2d befindet sich das Findlingsfundament Bef. 28, das sich nach Süden und Norden fortsetzt und mit Kalkmörtel verputzt (Bef. 28b) ist. Ähnlich wie im Südprofil sind auch hier gelbe Sandsteine (Bef. 28a) offenbar sekundär verbaut worden. \nÖstlich davor im Planum befinden sich unterhalb des Gruftfußbodenniveaus ein großer Findling sowie drei kleinere Feldsteine (Bef. 23) in einer Sandschicht (Bef. 23a).\nDer mehrphasige Fundamentaufbau unter Wiederverwendung von Oberkirchner Sandstein deutet eine Datierung in die frühe Neuzeit an. Des Weiteren ist anhand des Bruchs zwischen Klosterformatziegeln und kleinformatigen Ziegel die Baufuge des nach 1842 erfolgten Wiederaufbaus zu erkennen.\n\nGruft 1 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) befindet sich in der Nordost-Ecke der Grabungsfläche. Eine Auffüllschicht (Bef. 9) aus Sand und Bauschuttresten wurde aufgrund von Einsturzgefahr nicht herausgenommen. Dokumentiert wurden die Mauern Bef. 4, 4a, 5, 7, 7a und 8, die die Gruftbegrenzung darstellen.\nDie Mauern 4 und 4a sind zweireihig und abwechselnd aus Binder- und Läuferlagen roter Ziegel (Kleinformat, Maße: 21,5 x 10 x 5cm) aufgebaut. Sie verlaufen in Ost-West-Richtung (Bef. 4) bzw. knicken leicht Richtung Südost ab (Bef. 4a). Beidseitig ist ein Kalkmörtelputz zu erkennen, der darauf hinweist, dass nördlich der Schnittgrenze in Richtung Mönkebergstraße weitere Gruftbefunde zu erwarten sind (Mauerbefund 3 deutet dies ebenfalls an).\nQuer dazu in Nord-Süd-Richtung verlaufen die einreihig aus roten Ziegeln aufgebauten Mauern Bef. 5 und 8, wobei letztere die Trennwand zu Gruft 2 darstellt. Die Mauern sind ebenfalls mit Kalkmörtel verputzt. Bef. 5 besteht aus großformatigen Ziegeln (Maße: 27 x 12 x 7 cm) sowie sekundär verwendeten (?) Klosterformatziegeln, Bef. 8 ist aus kleinformatigen Ziegeln aufgebaut.\nMauerbefund 7 ist aufgebaut wie Bef. 4\/4a und verläuft ebenfalls in Ost-West-Richtung. Die Mauer trennt die Grüfte 1 und 2 von den Grüften 3 und 4. Der mittlere Teilbereich wurde durch die Baggerarbeiten komplett zerstört. Am östlichen Schnittende befindet sich Bef. 7a in Bef. 7; es handelt sich um fünf Lagen holländischer Ziegel, die nachträglich mit Zementmörtel in die Mauer eingesetzt wurden.\n\nGruft 2 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4), im Nordwestbereich des Schnittes gelegen, wird im Norden durch Bef. 4, im Süden durch Bef. 7 (zerstört), im Osten durch Bef. 8 und im Westen durch Bef. 2d und 2e begrenzt.\nDie Baggerarbeiten (Störung Bef. 11) zerstörten den Gruftfußboden, der nur noch in Resten in der Südwestecke der Gruft sowie entlang der Nordmauer (Bef. 4) erfasst werden konnte. Er bestand aus gelb und grün glasierten und im Schachbrettmuster verlegten Fliesen (Maße: 16 x 16 x 2,5 cm), die mit Kalkmörtel verfugt worden waren. \nIn der Südostecke konnte ebenfalls ein Rest einer dunkelbraunen, mit Holzkohle, menschlichen Skelettresten (Bef. 22a) und Sandlinsen durchsetzten Schicht (Bef. 22) erfasst werden, die wohl den Rest eines alten Bestattungshorizontes darstellt und sich unter dem Gruftfußboden (Bef. 10) befindet. Im westlichen Bereich konnte unter Fußbodenniveau das Findlingsfundament Bef. 23 aufgedeckt werden, das dem Kirchenbau zuzurechnen ist.\n\nGruft 3 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) wurde im Südosten des Schnittes erfasst und wird nördlich durch Bef. 7 von Gruft 1 und 2 getrennt. Angrenzend befindet sich mit Bef, 7b die Baugrube der Mauer. Dokumentiert werden konnten Reste der ehemals vorhandenen Fußbodenfliesen (Bef. 21). Unter dem Fußbodenniveau befindet sich in der Südostecke der Gruft Bef. 19 – es handelt sich um eine Feldsteinkonzentration rundlicher Form, die evtl. auf ein Pfostenloch bzw. einen gezogenen Pfosten hindeutet. Mit Schicht 18 wurde in diesem Bereich ebenfalls ein weiterer Rest eines ehemaligen Friedhofshorizontes (wohl identisch mit Bef. 22\/22a) erfasst.\n\nGruft 4 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) schließt in der Südwest-Ecke des Schnittes an. Bemerkenswert ist besonders die unterhalb der Fußbodenfliesen (Bef. 21) befindliche Fußbodenkonstruktion aus mit  (Zement-) Mörtel verbauten Ziegel- und Sandsteinen von 10 bis 15 cm Stärke (Bef. 16a, 16b). Zwei Sandsteine (Bef. 16a, Maße nördl. Stein: 64 x 22 x 15 cm), die parallel in Ost-West-Richtung verlegt waren, konnten noch in situ dokumentiert werden.\n\nUnterhalb des genannten Fußbodenniveaus konnten mit den Mauerbefunden 12, 13 und 14 Reste einer somit eindeutig als zeitlich älter einzuordnenden Gruft 5 (FLZ 3, Aufn.Nr. 1-4) erfasst werden. \nBef. 12 besteht aus mit Kalkmörteln gemauerten Kleinformatziegeln (eine Reihe Läufer), die beidseitig mit Kalkmörtel verputzt sind. Die Mauer setzt sich nach Westen unter Planumshöhe fort. Bef. 13 stellt die Ostmauer der Gruft dar und ist wie Bef. 12 aufgebaut, sie ist ebenfalls beidseitig verputzt.\nBef. 14, die Nordmauer der Gruft, wurde im Westen durch Baggerarbeiten vollständig zerstört. Erhalten blieben nur zwei Großformatziegel (Maße: 27 x 14 x 7 cm). Es handelte sich offenbar um eine Konstruktion einreihig versetzt verlegter Läufer, die ebenfalls mit Kalkmörtel vermauert und verputzt waren.\nDie genannten drei Befunde reichen weiter in die Tiefe, wurden aber nicht freigelegt. Bei einer kleinen Sondage wurde keine Unterkante der Mauern erreicht. In dem von den Mauern umschlossenen Innenraum befindet sich Ziegelschutt.\nGruft 5 liegt offenbar in Schicht 18 bzw. 22 (älterer Bestattungshorizont).\n\nDiese Notdokumentation an der St. Petri Kirche erbrachte aufschlussreiche Befunde zu bis dato unbekannten bzw. vergessenen Gruftanlagen sowie zur Mauer- und Fundamentkonstruktion des Kirchenbaukörpers. Neben den Grüften 1 bis 4, die über älteren Bauhorizonten liegen, ist anzunehmen, dass sich die Gruftanlagen in Richtung Mönkebergstraße fortsetzen.\nEin Grüfteplan der Kirche existiert nach heutigem Kenntnisstand nicht (mehr), ebenso ist der Baubeginn dieser Anlagen unbekannt - daher sind die archäologischen Befunde von besonderer Bedeutung für die Kirchenbaugeschichte. (Datierende) Funde wurden nicht gemacht.\n\n\n",
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     "beschreibung" : "2008-35\n\nAm 5.5. 2008 wurden durch K. Christeleit und P. Schmitz Bohrungen am Bahnsteig 2 des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs ausgeführt: Zeitzeugenberichte und Gutachten im Auftrag der Kulturbehörde Hamburg hatten ergeben, dass von diesem Gleis in den Jahren 1940-45 Deportationen von Juden, Sinti und Roma Richtung Osten abgingen; Der Ort sollte als Gedenksstätte gestaltet werden; Zu diesem Zweck sollte die Bodendenkmalpflege ermitteln, wie und ob sich noch Substanz des Bahnsteiges im Boden befindet; Es wurden sieben Bohrungen bis in 1 m Tiefe und eine Bohrung bis in 2 m Tiefe vorgenommen; Vorhanden sind Zeichnungen der Bohrprofile und Lagepläne sowie ein Gutachten zum ehemaligen Bahnhof.\n\n2009-161\n\nGutachten zur Rolle des Bahnhofs bei der Deportation von Juden, Sinti und Roma; Außerdem bauhistorische Untersuchung.\n\n2011-164\n\nUnterlagen zur Planung der Gedenkstätte.\n\n2013-337\n\nUmfangreiche E-Mail-Korrespondenz im Zusammenhang mit der geplanten Gedenkstätte.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2008_35_Altstadt_36_1.\n",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1950-11\n\nVon April bis Mai führte das MHG unter Leitung von R. Schindler sowie Hr. Steffens baubegleitende Untersuchungen im Rahmen des Neubauprojektes \"Fölsch-Block\" am Hamburger Plan durch; Bei Bohrungen zur Baugrundsondierung waren Knochen und Scherben zutage gefördert worden; In einer Tiefe von 5 m unter der Straßenoberfläche wurden zahlreiche vierkantige Rammpfähle angebaggertt; Diese zogen sich auf einer Breite von 9 m schärg ostwärts durch die Baugrube; Stellenweise waren noch über die Pfähle gelegte Querbalken erkennbar; Diese trugen wiederum ca. 1,0 x 3,0 m große vierkantig zugehauene Granitblöcke; Schindler vermutete eine alte Uferbefestigung, brachte die Anlage aber auch mit den älteren Fundamenten der Stadtmauer von 1315 in Verbindung; An der Westwand der Baugrube wurden die Grundmauern der 1836 niedergelegten Johannisklosterkirche angetroffen; Im Mauerbereich wurde außerdem ein 40 cm tiefes Pfostenloch dokumentiert, außerdem eine Steinsetzung, die Schindler zufolge auf eine Herdstelle deuten kann; Neben zahlreichen Tierknochen wurde außerdem eine nahezu ganz erhaltene Siegburger Kanne freigelegt; Vorhanden sind eine Fotodokumentation, mehrere Lagepläne sowie ein Bericht.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.\n",
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     "beschreibung" : "Von April bis Mai führte das MHG unter Leitung von R. Schindler sowie Hr. Steffens baubegleitende Untersuchungen im Rahmen des Neubauprojektes \"Fölsch-Block\" am Hamburger Plan durch.\nBereits bei Bohrungen zur Baugrundsondierung waren Knochen und Scherben zutage gefördert worden. Das rapide Fortschreiten der Bauarbeiten erschwerte jedoch sowohl Beobachtungen als auch anfallende Befunddokumentationen beträchtlich.\n\nIn einer Tiefe von 5 m unter der Straßenoberfläche wurden zahlreiche vierkantige Rammpfähle angebaggert - R. Schindler (1960, 51) spricht von \"einem Wald aus Rammpfählen\". Dieser zog sich auf einer Breite von 9 mschärg ostwärts durch die Baugrube. Stellenweise waren noch über die Pfähle gelegte Querbalken erkennbar. Diese trugen wiederum ca. 1,0 x 3,0 m große vierkantig zugehauene Granitblöcke. Weitere aufgehende Strukturen waren bereits modern zerstört.\nDer Verlauf der Anlage war parallel zu dem der alte Uferlinie der Kleinen Alster. Schindler vermutete eine alte Uferbefestigung, brachte die Anlage aber auch mit den älteren Fundamenten der Stadtmauer von 1315 in Verbindung - beim Bau des Rathauses 1888 seien ähnlicher Fundamente aufgetan worden, die zudem mit Fpl. 37 in einer Linie lägen.\n\nAn der Westwand der Baugrube, d.h. in der südlichen Ecke davon, wurden Schindler zufolge die Grundmauern der 1836 \"niedergelegten\" Johannisklosterkirche angetroffen. Die Grundmauer konnte bis 3,5 m unter Straßenniveau verfolgt werden. darunter sollen \"Noch unberührte Kulturschichten\" befindlich gewesen sein. An dieser Stelle wurde ein Profil angelegt, sowie einige Funde schichtenweise geborgen. Unmittelbar an der \"Schnittschulter\" wurde eine dünne Brandschicht bemerkt, 60 cm tiefer eine weitere \"lebhaft bewegte Brandschicht mit Steinen und hellgelben Sandbändern\". Auf der Höhe dieser Schicht neben der Kirchenziegelmauer wurde ein 40 cm tiefes Pfostenloch dokumentiert, außerdem eine Steinsetzung, die Schindler zufolge auf eine Herdstelle deuten kann. In dieser Schicht wurden \"einige historische Randscherben\" gefunden.\nTiefer folgte ein 1,2 m starker Streifen humoser Sand, der teils mit andersfarbigen Sandbändern durchsetzt war, die leichtes Gefälle nach Norden zeigten.\nEs folgte eine eine dunklere humose Sandschicht, die auf dem gewachsenen Boden auflag.\nInsgesamt konnte festgestellt werden, dass das ganze Gelände zahlreichen Aufhöhungen unterworfen gewesen war, lediglich im genannten Südwestabschnitt konnten die ungestörten Siedlungsschichten angetroffen werden.\n\nMitte Mai wurde neben zahlreichen Tierknochen außerdem eine nahezu ganz erhaltene Siegburger Kanne freigelegt.\n",
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     "beschreibung" : "Vom 20.6. bis zum 01.07. 1950 wurde das Grundstück der ehemaligen Fischmarktapotheke durch das MHG unter Leitung von R. Schindler archäologisch untersucht, da ein Neu- bzw. Wiederaufbau des Gebäudes geplant war. Die Grabung wurde unter Mithilfe eines Gefangenkommandos sowie durch H.G. Steffens und F. Westhusen durchgeführt.\n\nIm westlichen Teil des Grundstücks wurde ein N-S-verlaufender, 2 m breiter und 7-8 m langer Suchgraben angelegt, der sich mit steigender Tiefe nach unten hin verjüngte, im ein Abbrechen der Profilkanten zu verhindern. Die Lage des Schnittes wurde durch die neuen Grundmauerverläufe der benachbarten Gebäude bestimmt sowie durch die Tatsache, dass der Westteil des Grundstücks näher an der westlichen Häuserkante des Fischmarktes gelegen war, da die vier westlichen Grundstücke erst im 17. Jh. bebaut worden waren und erst davor somit noch ältere Kulturreste zu erwarten waren.\n\nBeim Ausbaggern des Schnittes wurden bereits in 1,5 m Tiefe bzw. 2,3 m üNN mittelalterliche Dungschichten angetroffen. Der gewachsene \"Schlickboden\" wurde \"an einigen Stellen bei -0,3 bis -0,4\" (Schindler 1950) angetroffen. Es wurde in mehreren Plana gearbeitet:\n\nIn Planum 1 wurde unter der Kellersohle zunächst eine 0,5 bis 0,9 m dicke Schicht Füllboden mit Ziegelbruch angetroffen, die durch eine stellenweise unterbrochene Brandschicht unbekannten Alters abgelöst wurde. Richtung Süden wechselte die Brandschicht in ein zunächst gemischtfarbenes, später hellblaues Lehmband mit leichtem Gefälle zum Reichenstraßenfleet, das eine maximale Stärke von 0,4 m erreichte. Der Lehm ist laut Schindler (1950) auf eine jüngere Aufschüttung des nördlichen Fleetufers zurückzuführen und wurde auch bei anderen Ausgrabungen in der Umgebung beobachtet.\nBeim weiteren Abtiefen des Planums traf man eine braune \"zähe\" und übelriechende Erdschicht an, \"deren Hauptbestandteile reiner kompakter Schweinekot bildete\" (Schindler 1950). Zwischen den Dungmassen befanden sich gleichmäßige Lagen von Streu aus Erlen- und Birkenreisig sowie Lagen von Stroh, Schilf usw., die sehr gut erhalten waren. Im Dung selbst waren noch mit bloßem Auge erkennbare Grassamen und Überreste von Larven vorhanden, von denen Teils Proben genommen wurden.\nIm Südteil des Schnittes ragten zwei 30 cm starken Vierkant-Ständerbalken in die Dungschichten hinein, die Schindler einem \"leichteren Fachwerkbau jüngerer Zeit\" zuwies. Ein nur am westlichen Schnittende und im Ostprofil erfasster liegender Vierkantbalken war evtl. ebenfalls zugehörig.\nIm oberen Bereich der Dungschicht wurden keine weiteren Bauhölzer gefunden, jedoch wiesen die tieferen Lagen in Planum 1 teils regellose Anhäufungen von Hölzern auf. Darunter waren auch zwei weitere Viereckbalken, die Schindler derselben Bauperiode wie die zuvor genannten zuwies. Im Südbereich des Schnitts befand sich außerdem ein noch 1,2 m eingetiefter Rundpfosten, der von einer größeren Anzahl grob behauener Bretter und regellos liegender \"Holzschnitzel und -Knüppel\" umgeben war. Nördlich schloß sich eine leicht im Bogen nach Westen verlaufende Flechtwand an, die in unteren Teilen noch erhalten war. Der genaue Verlauf konnte nicht ermittelt werden. Mehrere einzelne Pflöcke, die in gerade Reihe auf die Flechtwand zuliefen, standen möglicherweise in Bauzusammenhang zu dieser. Eine weitere Pflockreihe deutet offenbar weitere Hauswände an während ein zweiter Rundpfosten laut Schindler die Funktion eines Ständers gehabt haben kann. Eine Anhäufung von Pflöcken im Nordbereich des Schnittes verweist auf weitere Hauswände - der Zwischenraum zweier Pflockreihen war mit \"reichlich Holzschnitzeln, Abfällen und einigen flachliegenden Balken oder armstarken Knüppeln\" ausgefüllt (Schindler 1950).\nDas Fundmaterial umfasste im Bereich von Planum 1 vornehmlich zahlreiche Haustierknochen, besonders im östlichen Teilbereich, sowie schwarzgraue hartgebrannte Scherben, das Bruchstück einer gelb und grün glasierten Schuppenkanne, vereinzelt Glas und wenige gelblich glasierte Steingutscherben imw estlichen Abschnitt. Schindler schreibt das Fundmaterial dem 14. und 15. Jh. zu.\n\nPlanum 2 wurde nach weiteren 15 cm Aushub der Dungschicht dokumentiert, als eine weitere Lage Hölzer \"einer einheitlichen Bauzeit\" freigelegt wurde. Im Nordteil des Schnittes befand sich ein 2,5 m langer Balken. In 80 cm Abstand dazu verliefen parallel drei kürzere Hölzer, das südlichste zeigte eine rechteckige Einnutung. Westlich von diesen Hölzern war der Boden mit \"meist parallel geschichteten Knüppeln und einem Brett\" angefüllt (Schindler 1950), die Schindler einem Fußbodenbelag zuschreibt. Die Kurzhölzer setzten sich nach Süden hin fort. \nDie somit geformte Linie kann laut Schindler die alte westliche Häusergrenze darstellen, da sie in allen Plana in gleichem Verlauf angetroffen wurde.\nIn Planum 2 befand sich außerdem ein fast kreisrunder Fleck weißer Holzasche ohne Steinsetzung.\nAn Funden wurden Tierknochen, wenig Topfscherben (\"vermutlich noch 13. Jh.\") und Holzdauben geborgen. Unter den Bauhölzern befand sich eine besonders intensive Anreicherung von kleineren Hölzern, die von Nord nach Süd parallel zum alten Geländeniveau geschichtet waren und unten von einer Brandschicht und einem dünnen Lehmbändchen begrenzt wurden. Darunter folgte eine braune, sandig-humose Schicht ohne Dunganteile.\n\nIn dieser Schicht wurden Bauhölzer des Planums 3 dokumentiert. Im Nordteil der Fläche lag in dieser Tiefe ein großer Rundpfosten, Richtung Süden befanden sich mehrere Pflöcke eines Wandgeflechtes. Eine verhältnismäßig gut erhaltene Flechtwand zog sich mit einem Knick von W nach O durch den Schnitt. Südlich anschließend befande sich einige parallel geschichtete Holzbohlen, die im südlichen Abschnitt von Querbalken überlagert wurden. Zwischen den Brettern wurden an zwei Stellen Anhäufungen von Feldsteinen angetroffen sowie eine Reihe W-O-ausgerichteter Holzpflöcke.\nLaut Schindler deutet die Nähe zum Reichenstraßenfleet an dieser Stelle an, dass es sich bei dem Geflecht um eine Uferfaschine, sowie bei den Brettern und Bohlen um leichte Uferbefestigungen handelt. Auffällig sei, dass der Knick der Flechtwandlinie genau auf der alten Fischmarktgrenze liege, wo das (ehemalige) Fleet eine Verbreiterung nach Norden aufwies.\nDie Holzbefunde ordnet Schindler in den Übergang des 11. zum 12. Jh. ein, die Keramik ebenfalls in das 12. Jh (erdgraue bis graue Scherben mit schwungvoller, kräftiger Randprofilierung). Des Weiteren wurden Lederreste und ein eiserner Sporen angetroffen, wobei letzterer an den Schenkelenden Messingplättchen mit eingestanztem Kreuzornament aufwies.\n\nPlanum 4 erbrachte mehrere schräge Pflöcke und anstelle der zuvor angetroffenen Bretter ein unregelmäßiges Steinpflaster. Evtl. handelt es sich dabei um eine Unterlage für die Bretter (Schindler 1950). Die Funktion der Pflöcke ist laut Schindler kaum zu erklären. Funde wurden hier bis auf graue Scherben und eine Pingsdorfer Scherbe kaum angetroffen.\n\nIn der Tiefe von Planum 5 wechselten sich braune, humose Sandschichten mit schmalen hellgelben Bändern ab. Im Westprofil waren außerdem schwarze und hellgraue dünne Bändchen erkennbar. In Fleetnähe befand sich unterhalb dieser Brandstreifen eine von blauem Lehm durchzogene hellblaue Schlickschicht.\nEs wurden einige angekohlte, runde oder bearbeitete Pfostenhölzer freigelegt, die keine Rückschlüsse auf eine ehemalige Verwendung gaben. Ein größerer Fleck weißer Asche und Holzkohleanreicherungen deuteten laut Schindler auf einen Brand hin.\nDie mehrmals erwähnte Grenze war allerdings auch hier erkennbar - in der östlichen Schnitthälfte herrschte eine \"torfige\" Schicht mit Rinde, Holzresten, Dung und organischem Material vor, während im Westteil der bräunliche humose Sand anzutreffen war. Das Fundmaterial umfasste Pingsdorfer Scherben, Steinzeug, viele dick- und dünnwandige weich gebrannte Scherben sowie einen eisernen Sporn mit Messingplättchen an den Schenkelenden und ein eisernes Messer.\n\nPlanum 6 wurde durch eine von zwei Brandhorizonten eingefasste Schicht eingeleitet. Im Ostprofil konnte die unterste Brandschicht mit beinahe 20 cm Stärke erkannt werden. In diesen Horizont ragte ein am oberen Ende angekohlter Rundholzbalken hinein. Schindler (1950) spricht ihn als \"Trägerpfosten\" an und ordnet ihn Hausüberresten zu, die unter der letztgenannten Brandschicht in aufgeschüttetem, leicht humosem Sand befindlich waren: Im Mittelteil der Fläche befand sich ein großer Fundamentbalken sowie nördlich anschließend weitere N-S-ausgerichtete Hölzer. Das obere Ende des Fundamentbalkens ist mit zweifacher Eintiefung eingenutet, in dem tieferen Nut war offenbar ein Querbalken eingezapft gewesen. Der flachere Nut enthielt eine rechteckige Durchzapfung, in der noch Stücke von zwei Hölzern vorhanden waren, von denen das eine ein aufrechter Eckbalken gewesen war, das zweite jedoch ein Stück zur Verkeilung des Balkens.\nWeiterhin wurden Rundhölzer ähnlich wie in Planum 2 angetroffen. Auch hier war der große Fundamentbalken eine Grenze zwischen zwei Bodenarten ähnlich wie zuvor beschrieben. Östlich von ihm befanden sich große Mengen eingelagerter Baumrinde und Holzabfälle. Diese von Schindler als \"fast torfartig\" beschriebene Schicht erreichte im Ostprofil eine Stärke von bis zu 1,1 m bevor sie in den Marschenklei überging. Stellenweise waren Kotplaggen vorhanden, überwiegend handelte es sich jedoch um organisches (pflanzliches) Material, darunter auch eingelagerte Moosreste. Im Westprofil wird die Schicht von einer sehr breiten, bis zu 0,5 m dicken Holzkohleschicht unterbrochen.\nDas Fundmaterial umfasst weich gebrannte, grobkrönige Scherben mit s-förmigem Randprofil, die \"über der Brandschicht\" geborgen wurden, außerdem schwarze und helle Kugeltopfscherben im Brandschutt sowie einen eisernen Schlüssel.\n\nIn Planum 7 wurden im südlichen Schnittbereich nebeneinander geschichtete Buchenstämme verschiedener Größe (max. 0,4 m im Dm) angetroffen, die dem Geländegefälle entsprechend nach Süden geneigt waren. Schindler (1950) zufolge entsprechen sie den gleichartigen Befunden der Bäckerstraßengrabung von 1948, die als \"Uferbrücke\" des Reichenstraßenfleetes interpretiert worden waren. Die Stämme lagen über einer schwarzen Erdschicht, die laut Schindler mit mit Bauresten aus Planum 8 in Verbindung steht.\nIm Nordteil des Schnittes wurde eine Anhäufung von Rundhölzern\/-stämmen freigelegt, die in gleichmäßigen Abständen parallel geschichtet, aber auch regellos über- und nebeneinander anzutreffen waren. Die vorderen parallelen Stämme waren Richtung Wasserseite mit Pflöcken verkeilt, um ein Abrutschen nach Süden zu verhindern, entsprechend stiegen die Lagen nach Norden an. Zwischen den Balken konnten jeweils horizontale Einschüttungen schwarzer Erde erkannt werden, die sich als stark holzkohlehaltig erwiesen. Die östliche Grenze dieser Schicht lag bei der bereits genannten N-S-verlaufenden Linien, sodass die Schicht im Ostprofil nicht mehr angetroffen wurde. Schindler (1950) interpretiert den Befund demzufolge als Treppe bzw. Hafentreppe, die vom Hafen am Reichenstraßenfleet \"hinauf zur Geest und zur Domburg [...] geführt haben mag\". \nIm Westprofil war ein Sandauftrag über den \"Stufen\" zu erkennen, über der ein unverzierter Knochenkamm geufnden wurde, den Schindler anhand ähnlicher Funde aus Haithabu in die Zeit zwischen 850 und 900 datieren konnte. Des Weiteren wurden grobkörnige Scherben, u.a. mit kummenförmigem Rand, und Kugeltopfscherben gefunden, die Schindler der zweiten Hälfte des 9. Jh. zuweist.\n\nPlanum 8 bestätigte die zuvor beschriebene Beobachtung Schindlers, dass die holzhaltige Schicht, die im Osten des Schnittes durchgehend vorhanden war, im Westen von einer dicken Schicht künstlich aufgebrachter Holzasche unterbrochen war. In den unteren Bereichen der Schicht wurden Reihen von südwärts geneigten Holzpflöcken angetroffen, deren Zwischenräume mit \"Flechtreisern\" (Schindler 1950) versehen waren. 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Jh.\nAn der Flechtpalisade sowie an der untersten Grenze zum gewachsenen Boden wurden s-förmige Randscherben, Scherben mit kurzem, verdicktem Rand sowie mit Wellen- und Strichmuster verzierte Scherben, Kugeltöpfe mit steilem Rand, ein eiförmiger Topf und dünnwandige Scherben mit kurzer Randlippe gefunden, die an das Ende des 8. bzw. den Anfang des 9. Jh. datieren.\n\n",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1951-75\n\nAm 1.6. 1951 meldete Hr. Meyer, dass in den Kellerräumen der Hamburgischen Landesbank bei Ausschachtungsarbeiten für eine Tresoranlage eine hölzerne Wasserleitung angeschnitten worden sei; Besichtigung der Fundstelle durch R. Schindler;  Beobachtet wurde ein ausgehöhlter Baumstamm, der mit Gefälle nach Norden in 1,6 m Tiefe unter der Kellersohle eingetieft war; Am 27. und 29.6. konnten zwei kleinere Probegrabungen an Stellen angelegt werden, an denen Arbeiter bereits Tierknochen und Gefäßscherben geborgen hatten; Klare Befunde wurden dabei nicht festgestellt; Gefundene Keramikscherben datieren Schindler zufolge nicht älter als ins 13.\/14. Jh.; Laut Fundauflistung umfasst das geborgene Fundmaterial braunes Faststeinzeug, glasierte rote Irdenware, weiche und harte graue Irdenware, Schuhleder, Holz, Knochen und steinzeitliche Flintartefakte.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nKartierung anhand des Lageplans 1951_75_Altstadt_40_OA_3.",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1951-75\n\nAm 1.6. 1951 meldete Hr. Meyer, dass in den Kellerräumen der Hamburgischen Landesbank bei Ausschachtungsarbeiten für eine Tresoranlage eine hölzerne Wasserleitung angeschnitten worden sei; Besichtigung der Fundstelle durch R. Schindler;  Beobachtet wurde ein ausgehöhlter Baumstamm, der mit Gefälle nach Norden in 1,6 m Tiefe unter der Kellersohle eingetieft war; Am 27. und 29.6. konnten zwei kleinere Probegrabungen an Stellen angelegt werden, an denen Arbeiter bereits Tierknochen und Gefäßscherben geborgen hatten; Klare Befunde wurden dabei nicht festgestellt; Gefundene Keramikscherben datieren Schindler zufolge nicht älter als ins 13.\/14. Jh.; Laut Fundauflistung umfasst das geborgene Fundmaterial braunes Faststeinzeug, glasierte rote Irdenware, weiche und harte graue Irdenware, Schuhleder, Holz, Knochen und steinzeitliche Flintartefakte.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nKartierung anhand des Lageplans 1951_75_Altstadt_40_OA_3.",
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     "beschreibung" : "Am 1.6. 1951 meldete Hr. Meyer, dass in den Kellerräumen der Hamburgischen Landesbank bei Ausschachtungsarbeiten für eine Tresoranlage eine hölzerne Wasserleitung angeschnitten worden sei.\nDie Fundstelle wurde durch R. Schindler besichtigt. Es handelte sich um einen ausgehöhlten Baumstamm, der mit Gefälle nach Norden in 1,6 m Tiefe unter der Kellersohle eingetieft war. Der umgebende Boden war durch mehrere Aufgrabungen gestört. Aufgrund eines Wassereinbruchs konnte der Befund nicht näher untersucht werden.\nAb diesem Zeitpunkt wurden die Arbeiten regelmäßig überwacht. Am 27. und 29.6. konnten zwei kleinere Probegrabungen an Stellen angelegt werden, an denen Arbeiter bereits Tierknochen und Gefäßscherben geborgen hatten.\nBeim Abtiefen der Schnitte wurde schwarzgefärbter Boden mit Dungresten festgestellt; stellenweise u.a. mit Haselnussschalen bzw. Süßwassermuscheln durchmischt.\nAn beiden aufgegrabenen Stellen endete die schwarze Bodenschicht in 2,2 m Tiefe unter der Kellersohle und ging in weißlich-gelblichen Sand über. Im zur Paulstraße hin gelegenen Schnitt wurde dort eine Ortsteinsschicht angetroffen, im zweiten Richtung Bergstraße gelegenen Schnitt dagegen grauer und blauer Lehm.\nDie dunkle Kulturschicht war \"fast bis auf den Geestboden\" mit Klosterformatziegelresten durchsetzt. Gefundene Keramikscherben datieren Schindler zufolge nicht älter als ins 13.\/14. Jh.\nAufgrund des teilweise sehr nassen Bodens nahm Schindler an, dass \"ursprünglich ein Wasserlauf oder eine wasserführende Senke vom PLan her in die Geestnase hineinreichte\". Ein entsprechendes Wasserloch, \"das allerdings nach der Alster zu in direkter nördlicher Richtung entwässert\", sei auch auf älteren Karten eingezeichnet.\n\nEiner neueren Fundauflistung in der OA zufolge umfasst das geborgene Fundmaterial braunes Faststeinzeug, glasierte rote Irdenware, weiche und harte graue Irdenware, Schuhleder, Holz, Knochen und Flint(artefakte).\nEinige Flintartefakte sind evtl. durch Überspülungen in den Fundbereich gelangt, wenngleich nicht alle wasserbedingte Abrollungsspuren zeigen.",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1951-4\n\nHauptuntersuchung durch das MHG unter Leitung von R. Schindler und H. Steffens auf dem damaligen Trümmergrundstück Raboisen 90 zur Klärung der mittelalterlichen stratigraphischen Verhältnisse zur Alster hin; Benennung als Fpl. 41A; Anlage eines Suchgrabens  mit einer  Tiefe von max. 4 m parallel zur Straße im hinteren Teil des Grundstücks; Bericht Steffens, Schriftverkehr, Fotos und Zeitungsartikel in OA, Pläne und Zeichnungen im Planarchiv vorhanden.\nUnter der Kellersohle Dokumentation einer 1,5 m mächtigen Schuttschicht aus dem 17. und 18. Jh.; darunter eine Dungschicht mit zwei Reihen senkrecht in der Erde stehender Bohlen quer zur Grabenrichtung, Flechtwerk dazwischen und Brettern parallel zur Grabenrichtung; Datierung Tierknochen und Keramik in Dungschicht ins 15. und 16. Jh.; mögliche Deutung der Bohlen-Flechtwerk-Anlage in Zusammenhang mit dem Heidenwall; unterhalb der Dungschicht eine Sandschicht mit Lehmband, beides abgesehen von einigen Schnecken fundleer.\nDokumentation und Freilegung einer aus Klosterformatziegeln errichteten Mauer im nordöstlichen Bereich der Untersuchung bei der Anlage eines Schnitts rechtwinklig zum Suchgraben; als Fundament der Mauer große Feldsteine auf dem gewachsenen Boden, darüber eine dünne Schuttschicht sowie eine Rollschicht und schließlich die Ziegelschichten der Mauer; keine Hinweise auf Mörtel; Mauer laut Schindler 1960 Fragment der ältesten, parallel zur Alster verlaufenden Stadtmauer vom Anfang des 14. Jh.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Vom 05.08. bis zum 19.09. 1951 wurde auf dem (damaligen) Grundstück Raboisen 90 eine Forschungsgrabung unter H. Steffens zur Klärung der mittelalterlichen stratigraphischen Verhältnisse zur Alster hin durchgeführt. Die OA führt den Fundplatz unter Altstadt 41 A.\n\nZunächst wurde in 1,5 m Entfernung zur Hauswand ein Suchgraben von höchstens 4 m Tiefe parallel zur Straße gezogen. Unter der Kellersohle wurde eine 1,5 m mächtige Schuttschicht angetroffen, die u.a. auch galsierte Scherben des 17. und 18. Jh. enthielt. Es folgte eine 0,6 bis 0,8 m starke Dungschicht,  in der zwei Reihen von senkrecht in der Erde stehenden Bohlen mit jeweils 0,2 bis 0,3 m Durchmesser befindlich waren 8etwa mittig im Schnitt). Sie verliefen quer zur Grabenrichtung, zwischen ihnen befan sich Flechtwerk.\nWestlich der Bohlen legt man drei hochkantliegende Bretter frei, die wiederum parallel zur Grabenrichtung ausgerichtet waren. Sie wurden von Kanthölzern, Pfosten und Spaltbohlen und Position gehalten. Westlich des nördlichsten Brettes wurden Flechtwerkreste angetroffen. östlich der Bohlen wurde eine quer zur Grabenrichtung velaufende mehrlagige Feldsteinpackung beobachtet. Des Weiteren konnte im Osten der Feldsteine eine weitere Bohlen-Bretter-Felchtwerkkonstruktion freigelegt werden.\nIm östlichsten Teil des Nordprofils befand sich eine aus Klosterformatziegeln errichtete Mauer. \nIn der Dungschicht fanden sich neben größeren Mengen Tierknochen glasierte Scherben des 15. und 16. Jh.\nUnter der Dungschicht folgte im Bereich westlich der Bohlen grauer Sand mit zahlreichen kleinen Schnecken, darunter befand sich ein braunes Lehmband. Beide Schichten enthielten keine Funde.\nÖstlich der Boden waren unterschiedlich gefärbte Sandschichten anzutreffen.\n\nDie bereits erwähnte Ziegelmauer wurde 1,4 m nördlich des Schnittes erneut freigelegt, als man hier einen 60 cm breiten Schnitt rechtwinkling zum Suchgraben anlegte. Als Fundament konnten hier auf den gewachsenen Boden aufgebrachte große Feldsteine beobachtet werden. Darüber befand sich eine 10 cm mächtige Schicht aus Sand und Ziegelsteinschutt sowie darüber wiederum eine im Binderverband konstruierte Rollschicht, der die in unregelmäßigem Läufer-Binder-Verband vermauerten Ziegelschichten folgten. Die untersten acht Schichten waren getreppt. Die Breite des oberen Mauerbereichs betrug 0,8 m, teilweise waren Ziegel sekundär verwendet worden. Mörtelspuren wurden nicht beobachtet.\n\nBei Ausschachtungsarbeiten im September 1971 auf den Grundstücken Raboisen 90 und 88 (Fundplatz Alstat 41 B) wurden laut Aussagen des Poliers \"tiefgehende schwarze Schichten, durchsetzt mit Knochen\" ausgebaggert. F.Westhusen besichtigte die Baustelle am 7.10. 1971. Dabei wurde im nördlichen Baugrubenbereich eine Torfschicht beobachtet, die stellenweise mit blauem Lehm durchsetzt war. Im südlichen Baugrubenabschnitt war noch eine doppelte Reihe von Rammpfählen vorhanden, die zwischen 30 und 35 cm im Durchmesser maßen. Sie verliefen auf einem ca. 2 m breiten Streifen von NW nach SO. Westhusen vermutete einen Anschnitt des Heidengrabens.\nDie fortgeschrittenen Bauarbeiten ließen weitere Untersuchungen nicht zu.",
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     "beschreibung" : "Vom 25.9. 1951 bis zum 3.3. 1952 wurde auf dem betreffenden Grundstück eine Forschungsgrabung durch das MHG unter Leitung von H. G. Steffens durchgeführt. Es handelte sich um ein bereits freigeräumtes Trümmergrundstück der Firma Schacht und Westerich. an dessen Stelle man Aufschluss über die älteste Stadtausdehnung nach Westen sowie über die stratigrafischen Verhältnisse der Hamburger Besiedlung zu gewinnen hoffte.\nDie Arbeiten wurden mit einem vier Mann starken Häftlingstrupp durchgeführt und von ehrenamtlichen Arbeitern unterstützt.\n\nEs wurden zunächst mehrere Bohrungen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass der westliche Teil des Geländes durch hohen Wasserstand sowie mehrere Störungen beeinrächtigt war. Die Ausgrabungsmaßnahmen konznetrierten sich demnach auf den östlichen Bereich sowie in Straßennähe, da die Häuserfronten nach dem Großen Brand von 1842 erheblich nach Norden verschoben worden waren.\nEin erster Suchschnitt wurde parallel zur Straße mit einer Größe von 1,6 x 8 m und in 2,3 m Abstand zur Innenseite der Grundmauer an der östlichen Grundstücksseite angelegt. Darin wurden Feldsteinfundamente entdeckt, aber auch wasserreiche Sandschichten angeschnitten, die ein Fortführen der Arbeiten hier unmöglich machten.\nMittig des Grundstücks zog sich ein Nord-Süd-verlaufender Betonsockel von 7 m Breite über das Gelände. Entlang des Sockels wurde ein 13 x 5 m großer Schnitt, ebenfalls in Nord-Süd-Richtung, geöffnet.\n\nStratigrafisch konnten drei Horizonte erfasst werden.\nUnter der Oberfläche wurde eine 60 bis 80 cm starke Dungschicht mit einerm jüngeren und einem älteren Horizont erfasst werden.\nEs folgte eine ca. 50 cm starke Schicht aus humosen Sanden, die direkt unter der Dungschicht einen Brandhorizont erkennen ließ. Dem Bericht von H.G. Steffens (1951\/52, 104) zufolge waren im Südprofil sogar zwei durch Sandbänder getrennte Brandschichten erkennbar.\nIn größerer Tiefe schloss sich der älteste Horizont an, bei dem es sich um rötlichbraunen und mit Holzabfällen durchsetzten Lehm handelte. Dieser war ca. 30 bis 40 cm stark und wies ebenfalls zwei Horizonte auf. Dieser Siedlungsschicht stieg nach Süden an und fiel Richtung Osten ab.\nDarunter stand graublauer Kleiboden an.\n\nAls neuere Störungen beschreibt H. G. Steffens (1951\/52, 105) eine Feldsteinpackung mit einer darunter befindlichen Ziegelbruch-Sand-Kies-Schicht und darunter befindlichen Holzbohlen (Fundamentkosntruktion), die in die oberste Dungschicht eingegraben worden war, sowie eine bis in die ältesten Schichten hinabreichende Holrinne, die in Nord-Süd-Richtung durch die Grabungsfläche verlief und hölzerne Muffen, eine angenagelte Holzabdeckung sowie Pflanzenmaterial als Abdichtung besaß. Sie besaß ein Gefälle Richtung Süden. Es handelte sich um eine Wasserleitung.\n\nIn der Dungschicht konnten wie bereits erwähnt zwei Bauhorizonte festgestellt werden.\nIn den jüngeren Schichten (1,6 -1,95 m üNN) wurden mehrere senkrecht eingeschlagene Holzpfosten sowie \"wirr über- und nebeneinander liegende\" (Steffens 1951\/52, 106) Bretter und Bohlen angetroffen und außerdem ein Ost-West-verlaufender Bohlenweg freigelegt. In dessen Längsichtung verliefen ca. 2 m lange Schwellhölzer im Abstand von jeweils ca. 1,25 m. Quer zur wegrichtung waren darüber 1,4 m lange Bohlen als Wegbelag gelegt, die unbearbeitet waren.\nDie älteren Schichten (1,2 bis 1,6 m üNN) waren durch eine Streuschicht aus fingerdicken Zweigen von den jüngeren getrennt. Im nördlichen Teil der Grabungsfläche  wurden Reste zweier O-W-verlaufender Hauswände angetroffen. Die nördlichere war in Flechtwerktechnik errichtet, die südlichere (in 4 m Abstand zur ersten) konnte in Form eines Ständers, einiger Pfosten sowie mehrerer Hochkant liegender Bretter bestimmt werden. Zwischen den Wänden befand sich eine große Zahl horizontal liegender Bretter und Bohlen. Es ist unklar, ob beide Wände zu einem Haus gehörten bzw. wie dessen genaue Konstruktionsweise aussah.\nIm südlichen Schnittareal wurde eine 2,5 x 3,5 m messende Fläche aus mit Holzkohle durchsetzten Lehmbändern freigelegt sowie eine Steinsetzung an deren Südende. Im mittleren, sich wölbenden Bereich der Stelle wurde eine Herdstelle freigelegt, \"die zugeschüttet und mit Steinen überpflastert worden war \" (Steffens 1951\/52, 106).\nDarin wurden Tierknochen, Keramikscherben sowie zwei fast vollständig erhaltene Töpfe gefunden.\nÖstlich schloss sich ein Nord-Süd-verlaufender und mit Brettern ausgekleideter Graben an, der bis an die südliche hauswand reichte. Auf der SOhle lag eine ca. 40 cm mächtige Schilf-\/Strohschicht, auf der teils Bretter lagen. Auf das Schilf sowie auf die Bretterwände hatte man Lehm aufgetragen.\nNeben zahlreichen Keramikscherben erbrachte die Dungschicht außerdem zahlreiche Lederreste, u.a. viele Schuhe, Schuhsohlen sowie eine Turnierhaube für Pferde; sowie Holzdauben, Kochlöffel, Gefäßdeckel aus Holz, Holzschuhe und Knochenkämme.\n\nDas mittlere Schichtenband aus humosem Sand (0,7 bis 1,2 m üNN) enthielt wenige Baureste (verschiedene Pfosten, zwei Ständer) sowie Keramikscherben der älteren und jüngeren Horizonte (Dungschicht und Lehmschicht), darunter besonders zahlreiche Pingsdorfer Scherben.\n\nDer ebenfalls zweiphasige ältere Siedlungshorizont der Lehmschicht erbrachte in den jüngeren, mit Holzkohle durchsetzten Straten lediglich einige Feuerstellen. Jedoch wurden in den älteren Schichten derart reiche Befunde aufgedeckt, dass die Grabungsfläche erweitert werden musste.\nIm nördlichen Teil des Schnittes wurden zwei Feuerstellen und mehrere Pfosten freigelegt, die keinem Bauzusammenhang zugeordnet werden konnten. Die Feuerstellen waren oval und mit kleineren Steinen ausgelegt, sie waren in den gewachsenen Boden eingetieft worden.\nIm südlichen Bereich des Schnittes wurden mehrere parallel verlaufende Bohlen und Hölzer in Nord-Süd sowie in Ost-West-Richtung angetroffen. Eine Nord-Süd-verlaufende Bohle aus Erlenholz von ca. 40 cm Dm trennte die Grabungsfläche in Ost und West. Sie verjüngte sich nach Süden auf eine Stärke von 10 cm. Unmittelbar westlich davon befanden sich drei Pfosten in jeweils 1,0  bis 1,2 mAbstand zueinander. Südlich der Pfostenreihe begann eine Dungschicht, deren genaue Ausdehnung nicht zu ermitteln war und auf deren nördlicher Seite eine Feuerstelle mit besonders viel Knochen angetroffen wurde. In der westlichen Profilwand wurden Reste einer Flechtwand bemerkt (evtl. Begrenzung der Dungschicht?).\nÖstlich der genannten Bohle wurden zwei Hausgrundrisse freigelegt bzw. angeschnitten (0,2 bis 0,6 m üNN). Nur einer davon konnte vollständig erfasst werden.\nHaus 1, der nördlichere der beiden Befunde, war teils in Flechtwerktechnik errichtet worden, teils wiesen die Nord- und die Westwand aber auch senkrecht gestellte Spalthölzer auf. Das Haus war 7,8 m lang und im O 2,7 m sowie im W 3,5 m breit. Es war O-W-ausgerichtet. An der westlichen Schmalseite der NO-Ecke wurde eine 65 cm breite Türöffnung angetroffen. Als Türschwelle war eine Spaltbohle vorhanden.\nDie Baureste waren insgesamt sehr gut erhalten. Im Bereich der Flechtwände sollen Bodendielen befindlich gewesen sein, die größtenteils parallel zu den Hauslängsseiten verliefen. Im östlichen Teil des Hauses verliefen einige Bohlen parallel zu den Schmalseiten, einige ragten auch ein wenig über die südliche Flechtwand hinaus. Im Haus wurde keine Herdstelle nachgewiesen, wohl aber die genannten westlich und nordwestlich im Außenbereich. Die gefundenen Gegenstände, u.a. ein Schleifstein, ein eiserner Schlüssel, Tierknochen und Gefäßscherben, aus dem Hausinneren deuten aber eine wohnliche Nutzung an (Steffens 1951\/52, 111). Zwischen den Bohlen der Nordwand und der Verfüllung des Hausinneren wurden einige verkohlte Holzreste entdeckt, weitere Brandspuren gab es nicht.\nParallel zur Südwand wurden in 60 cm Abstand zu dieser reste einer weiteren Flechtwerkwand freigelegt, diese bog rechtwinklig nach Süden um. Im Innenraum dieses zweiten Baus wurden Bohlenreste und Zweige angetroffen.\nAus dem ältesten Siedlungshorizont stammen neben den bereits erwähnten Funden noch einige Eisenmesser sowie drei verzierte Dreilagen-Kämme und Pingsdorfer Keramik.\n\nH.G. Steffens (1951\/52, 112-113) weist die Siedlungshorizonte anhand der Keramik veschiedenen Bauphasen vom 9. bis zum 13. Jh. zu.\nEiner neueren Fundaufstellung in der OA zufolge umfasst das Fundmaterial verschiedene glasierte und unglasierte Irdenwaren (grau, weiss, gelb), Pingsdorfer Ware, Ofenkacheln vom Lüneburger Typ, grünglasierte Ofenkacheln, Siegburger Steinzeug, braunes Steinzeug, graues Faststeinzeug, Hohlglas, Tonpfeifenreste, Muschelschalen, Knochen, Schlacke, Steinkohle, Reste von Daubengefäße, Lederreste, Spinnwirtel, Baukeramik, gebrannten Lehm (Lehmbewurf), verschiedene Reste von Eisengegenständen, Webgewichte, Wetz-\/Schleifsteine, Steinkugeln, Mayener Basalt (Mahlsteinfragmente) sowie Knochenkämme.\n\n",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1951-76\n\nBei Tiefausschachtungsarbeiten zum Bau der Norddeutschen Bank wurden einige Topfscherben des 14. Jh., ein eiserner Hammer, ein abgesägtes Knochenstück mit Bearbeitung, ein Rinderhorn sowie der Beckenknochen eines Rindes gefunden; Des Weiteren wurden Teile einer hölzernen Wasserleitung angetroffen; Laut einer neueren Fundliste in der OA umfasst das Fundmaterial außerdem graue Irdenware und Leder; Als Lageangabe findet sich in der OA  Mönckedamm, Ecke Adolphplatz.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1952 wurden bei Ausschachtungsarbeiten für den Bau des Verwaltungsgebäudes des Landeskirchenrates \"vier mit Dung gefüllte Gruben\" gefunden.\nDas spät benachrichtigte MHG konnte bei einer Kontrolle vor Ort nur noch Reste der Befunde feststellen. Eine Dokumentation erfolgte durch H.G. Steffens.\nDie Gruben A und C zeigten mit Holz versteifte Wände - gegensätzlich dazu waren die Gruben B und D mit Ziegelsteinen ausgekleidet, Grube B besaß außerdem einen Ziegelboden.\nDie Gruben A, B und C waren viereckig, Grube D dagegen rund angelegt.\nDem Bericht von 1952 zufolge handelt es sich bei den drei erstgenannten Gruben um Kloaken, während der Verwendungszweck von Grube D nicht einwandfrei geklärt werden konnte. Die OA vermutet Kloaken und Brunnen.\n\nIn Grube A wurden \"Scherben von glasierten Gefäßen, rötlicher Ton, Randstücke, ein Bodenstück (Standboden); Scherben eines Bartmannkruges sowie eines Siegburger Gefäßes und ein Hundekopf\" gefunden.\nIn Grube B fanden sich ebenfalls glasierte Rand- und wandungsscherben, darunter auch ein zu drei Vierteln erhaltener Grapen, außerdem Scherben von Siegburger Kannen und eine Glasscherbe (evtl. Butzenglas).\nAus Grube D stammen Scherben von Siegburger Kannen, die Scherbe eines dünnwandigen schwarzen und hartgebrannten \"einheimischen\" Gefäßes mit Henkelansatz, eine Glasscherbe sowie ein Stück Bronze. Steffens vermerkt hier \"Aus der zur Bugenhagenstraße gelegenen Wand wurde ein Randscherb eines einheimischen breitrandigen Gefäßes geborgen\".\nÜber Funde aus Grube C ist nichts hinterlegt.\n\nEine neue Fundaufnahme (E. Först\/K.Mertens 2004) verzeichnet als Funde eine Schnelle aus Raerener Steinzeug, Scherben Siegburger Steinzeugs, glasierte rote Irdenware, harte graue Irdenware sowie Hohlglas, Buntmetall, Knochen und Ziegelbruchstücke.",
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     "bezeichnung" : "Hauptkirche St. Katharinen",
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     "beschreibung" : "Die St. Katharinen-Kirche wird erstmals 1274 genannt. Der erste Kirchenbau entstand vermutlich im vierten Jahrzehnt des 13, Jh. - es handelte sich dabei wohl um eine dreischiffige Stufenhalle mit quadratischem Westturm, die in der Zeit von 1350 bis 1450 durch eine Pseudobasilika ersetzt wurde. Es ist anhand der unregelmäßigen heutigen Pfeilerstellung davon auszugehen, dass die erste Kirche nur drei Joche anstelle der heutigen sieben aufwies. Der Turm stammt im Kern noch aus dem 13. Jh.\nQuer unter dem Langhaus verläuft im Ostbereich ein altes Siel aus Eichenbohlen, ein sogenanntes Hasenmoor, das im 14. Jh. im Zuge der Kirchenerweiterung nach Osten überbaut wurde und den spärlichen Schriftquellen zufolge in 4 bis 5 m Tiefe befindlich ist. es wurde bis in die 1720er Jahre hinein benutzt.\n\nDie Kirche wurde im 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen - vor dem Wiederaufbau führte das MHG 1953 unter Leitung von H. G. Steffens sowie unter Mitarbeit eines Häftlingskommandos eine Sondagegrabung im Bereich des ersten Joches beim Turm durch. Unterhalb einer 60 cm starken Schuttschicht mit dem eingelagerten Brandhorizont von 1842 (?) wurden ziegelgemauerte Grüfte angetroffen, deren Böden teils zementartige Beläge von 30 cm Dicke gegen Wassereindringung aufwiesen. Unterhalb der Gruftsohlen wurde in 3,6 m ab Kirchenfußboden aufgeschüttetes Erdreich nachgewiesen. Enschießendes Grundwasser verhinderte weitere Arbeiten.\n\nIm März und April 1964 wurden im Zuge der Turmsanierung zwei Sondagen auf dessen Nord- und Westseite durch F. Westhusen geöffnet.\nDemzufolge besteht die Gründung auf der Nordseite aus querliegenden Baumstämmen bei Normalnull, auf denen ein 1 m starkes, in gelbem Sand verlegtes Feldsteinfundament errichtet wurde. Dieser Feldsteinpackung folgt ein getrepptes Mauerwerk aus Klosterformatziegeln, welches in 2,4 m üNN von einem mit Gipsmörtel gebundenen, 2 m hoch aufgemauerten Hausteinsockel abgelöst wird.\nDie Sondage an der Westseite erschloss die Gründung im Bereich der von 1732 bis 1737 vorgesetzten Barockfassade - diese sitzt auf einem gestuften, 3 m starken Sockel aus mit Gipsmörtel gebundenen Sandsteinquadern, welche wiederum auf einer Lage sekundär verwendeter Säulenbruchstücke sitzt. Beides ist durch Eisenklammern miteinander verbunden, die Säulen ruhen auf Holzpfählen. Des Weiteren wurden ebenfalls bei Normalnull querliegende Baumstämme beobachtet, die offenbar der Gründung an der Nordseite entsprechen.\n\nVom 10.6. bis zum 26.6. 2008 wurden weitere Sondageschnitte im Nordschiff der Kirche angelegt, da Bodenverhältnisse und Gründungen für den eventuelle Einbau eines Kellers geklärt werden sollten. Die Arbeiten wurden von K. Christeleit (HMA) betreut.\nDie erste Sondage wurde an der nördlichen Seite der zweiten Säule von Westen im Nordschiff angelegt. Im östlichen Schnittbereich traten dabei die rechteckigen, ziegelgemauerten Wände einer Gruft zutage, die in Kalkmörtel verlegt und innen verputzt worden waren (zwischen 4,48 und 2,25 m üNN erhalten). Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der wohl aus dem 2. Weltkrieg stammte und neben Keramik und Spolien auch umgelagerte menschliche Knochen enthielt. Ein Fußboden war nicht nachweisbar, ockerfarben und grün glasierte Kacheln im Schutt können aber von einem solchen stammen.\nVor die Säule im westlichen Abschnitt der Fläche ist eine Ziegelmauer in Zementmörtel gesetzt, die eine deutliche Baunaht und einen Versprüng zur östlichen Gruftmauer aufweist. Verputz war nur im Bereich des Versprunges vorhanden, vermutlich gehört die Mauer ebenfalls zu einer Gruft. 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Direkt darüber befand sich wohl der Gruftfußboden, in der nordöstlichen Schnittecke wurden davon noch eine dunkelgrüne und eine ockerfarbene Fliese angetroffen. Im südlichen Schnittbereich befand sich bei 3,0 m üNN eine O-W-verlaufende Ziegelmauer, die offenbar um einen nahe gelegenen großen Findlingsstein gemauert worden war. Die Verfüllung bestand auch in diesem Schnitt aus Bauschutt mit Keramik und Knochen. Bei 4,46 m üNN war im Ostprofil ein 12 cm starker Brandhorizont erkennbar, der offenbar von der Zerstörung im 2. Weltkrieg stammt, da die Kirche vom Großen Brand 1842 nicht betroffen war (?). Er enthielt Kupferreste und Glas.\n\nWeitere Sondageschnitte wurden im Zeitraum vom 27.01. bis zum 04.11. 2010 unter Leitung von E. Först und M. Altun geöffnet - diese wurden in Fortsetzung der von K. Christeleit betreuten Arbeiten als Schnitt 3 und 4 betitelt.\nSchnitt 3 wurde südlich der dritten Säule im Südschiff angelegt. 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Darüber liegt jedoch nur eine Fundliste, jedoch kein Bericht vor (?).\nDas Fundmaterial umfasst Keramik, Ofenkeramik, Baukeramik, Tonpfeifenreste, Buntmetallreste, Reste von Glas, Nägeln, Blei, Marmor, Kalkputz mit Bemalung sowie von Figuren usw.\n\nVom 05.12. 2011 bis zu einem (nicht angegebenen) Zeitpunkt 2012 wurde die Sanierung der Kirche sowie Baumaßnahmen (u.a. die Anlage eines Fahrstuhlschachtes, eine Kellererweiterung, ein Fundament für die Kirchenorgel) im Kircheninneren durch K. Christeleit (Firma Arcontor) begleitet.\nWie bereits in den Grabungskampagnen davor wurde auch hier unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) eine Bauschuttschicht des 2. Weltkrieges angetroffen, unter dem die Mauern der Grüfte ab ca. 4,52 m üNN auftauchten. Die Grüfte waren mit Schutt verfüllt, der allerdings feiner und kleinteiliger als der Kriegsschutt war und evtl. von der französischen Besetzung herrührt, während derer man die Grüfte mit Erde und Schutt verfüllte, nachdem die Grabplatten des Fußbodens entfernt worden waren.\nDie grüfte waren überwiegend rechteckig und unterschiedlich groß. Sie waren direkt aneinandergesetzt und möglichst raumausnutzend angelegt. Baulücken traten nur in Ausnahmefällen auf. K. Christeleit zufolge stimmen die Mauerbefunde weitenteils mit dem Gruftplan der Katharinenkirche von 1710 überein, allerdings sind auf diesem scheinbar nur übegeordnete Grüfte erfasst, nicht jedoch (nachträglich eingezogene) kleinere Unterteilungsmauern.\nDie Gruftmauern bestehen aus roten Backsteinen und sind sehr schmal, meist nur eine Ziegellänge oder -breite messend; es treten verschiedene Ziegelformate, jedoch zumeist kleinformatige Ziegel auf, die mit auffallend viel hellweißem, leicht kreidigem Kalkmörtel vermauert waren. Dieser Mörtel diente auch als Wandputz für die Gruftkammern. Rollschichten wurden an der Mauerunterkante nur selten angetroffen, zumeist waren die Mauern direkt auf eine Auffüllung aus Feinsand aufgesetzt. Läufer- und Binderlagen wechseln sich ab, eine besondere Regelmäßigkeit gibt es aber nicht.\nDie Gruftfußböden wurden zwischen 2,12 und 2,41 m üNN angetroffen, durchschnittlich jedoch auf Höhe 2,25 m üNN. Es handelte sich vornehmlich um Ziegelfliesen, die dunkelgrün und ockergelb glasiert worden waren und meist im Format 16 x 16 x 2,5 cm auftraten. Sie saßen auf einer Estrichschicht aus weißem Kalkmörtel auf, ganz ähnlich dem bei den Mauern verwendeten. Ein Großteil der Fußböden war so gestaltet, dass die Fliesen ein Schachbrettmuster ergaben, aber auch diagonale Muster waren vorhanden, sowie hauptsächlich aus grünen Fliesen bestehende Böden, die ohne Muster\/regelmäßigkeit von einzelnen gelben Fliesen unterbrochen wurden. Die Randbereiche wurden mit Fliesenbruchstücken ausgelegt.\nK. Christeleit beschreibt die Gestaltung der Gruftinnenräume als unsauber und rein zweckmäßig und führt dies auf ihre nur kurzzeitige Sichtbarkeit zurück.\nNeben Fliesen wurden für die Fußböden auch Elbsandsteinplatten und Ziegel verwendet. Ersteres (56-57 x 56-57 x 4,5 cm) konnte nur einmal beobachtet werden, auch hier waren die Lücken zur Mauer mit einfachen Fliesenbruchstücken gefüllt. Die Ziegelfußböden bestanden aus gelben und roten Ziegeln im selben Format wie die Mauersteine, hier wurde jedoch kein Mörtel verwendet. Darunter fand sich hellbrauner Feinsand. Die Backsteine waren versetzt zueinander in W-O-Richtung verlegt und im südlichen Bereich an der Gruftmauer mit N-S-ausgerichteten teilweise halbierten Ziegeln vervollständigt. Christeleit zufolge war die betreffende Gruft jedoch mit größeren Backsteinen in gelbem Mörtel zugemauert worden, sodass der rote Ziegelboden evtl. nicht original, sondern ein Ersatz für stabileren Baugrund ist.\nDie Fußböden waren überwiegend gut erhalten, allerdings gab es auch Bereiche mit großflächigen Störungen und eingetieften und verfüllten Gruben.\n\nEs wurden keine Bestattungen in situ ngetroffen. Reste waren teils in den Grüften in Form einer ca. 8 cm starken humosen Schicht über den Fußböden erhalten, die Holzreste, Ziegelgrus, Lehmlinsen und menschliche Skelettreste enthielt. Vermutlich ist sie auf stark vergangenes Sargholz sowie eindringendes Grundwasser und den Druck durch die Schuttschichten von oben zurückzuführen. 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     "beschreibung" : "Die St. Katharinen-Kirche wird erstmals 1274 genannt. Der erste Kirchenbau entstand vermutlich im vierten Jahrzehnt des 13, Jh. - es handelte sich dabei wohl um eine dreischiffige Stufenhalle mit quadratischem Westturm, die in der Zeit von 1350 bis 1450 durch eine Pseudobasilika ersetzt wurde. Es ist anhand der unregelmäßigen heutigen Pfeilerstellung davon auszugehen, dass die erste Kirche nur drei Joche anstelle der heutigen sieben aufwies. Der Turm stammt im Kern noch aus dem 13. Jh.\nQuer unter dem Langhaus verläuft im Ostbereich ein altes Siel aus Eichenbohlen, ein sogenanntes Hasenmoor, das im 14. Jh. im Zuge der Kirchenerweiterung nach Osten überbaut wurde und den spärlichen Schriftquellen zufolge in 4 bis 5 m Tiefe befindlich ist. es wurde bis in die 1720er Jahre hinein benutzt.\n\nDie Kirche wurde im 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen - vor dem Wiederaufbau führte das MHG 1953 unter Leitung von H. G. Steffens sowie unter Mitarbeit eines Häftlingskommandos eine Sondagegrabung im Bereich des ersten Joches beim Turm durch. Unterhalb einer 60 cm starken Schuttschicht mit dem eingelagerten Brandhorizont von 1842 (?) wurden ziegelgemauerte Grüfte angetroffen, deren Böden teils zementartige Beläge von 30 cm Dicke gegen Wassereindringung aufwiesen. Unterhalb der Gruftsohlen wurde in 3,6 m ab Kirchenfußboden aufgeschüttetes Erdreich nachgewiesen. Enschießendes Grundwasser verhinderte weitere Arbeiten.\n\nIm März und April 1964 wurden im Zuge der Turmsanierung zwei Sondagen auf dessen Nord- und Westseite durch F. Westhusen geöffnet.\nDemzufolge besteht die Gründung auf der Nordseite aus querliegenden Baumstämmen bei Normalnull, auf denen ein 1 m starkes, in gelbem Sand verlegtes Feldsteinfundament errichtet wurde. Dieser Feldsteinpackung folgt ein getrepptes Mauerwerk aus Klosterformatziegeln, welches in 2,4 m üNN von einem mit Gipsmörtel gebundenen, 2 m hoch aufgemauerten Hausteinsockel abgelöst wird.\nDie Sondage an der Westseite erschloss die Gründung im Bereich der von 1732 bis 1737 vorgesetzten Barockfassade - diese sitzt auf einem gestuften, 3 m starken Sockel aus mit Gipsmörtel gebundenen Sandsteinquadern, welche wiederum auf einer Lage sekundär verwendeter Säulenbruchstücke sitzt. Beides ist durch Eisenklammern miteinander verbunden, die Säulen ruhen auf Holzpfählen. Des Weiteren wurden ebenfalls bei Normalnull querliegende Baumstämme beobachtet, die offenbar der Gründung an der Nordseite entsprechen.\nWeitere Beobachtungen durch das MHG wurden 1966, wohl ebenfalls durch F. Westhusen, bei Fundamentierungsarbeiten gemacht. Es wurden ein Findlingsfundament sowie eine Gruft dokumentiert, des Weiteren freigelegte Fundamente an den Turmaußenseiten.\n\n\nVom 10.6. bis zum 26.6. 2008 wurden weitere Sondageschnitte im Nordschiff der Kirche angelegt, da Bodenverhältnisse und Gründungen für den eventuelle Einbau eines Kellers geklärt werden sollten. Die Arbeiten wurden von K. Christeleit (HMA) betreut.\nDie erste Sondage wurde an der nördlichen Seite der zweiten Säule von Westen im Nordschiff angelegt. Im östlichen Schnittbereich traten dabei die rechteckigen, ziegelgemauerten Wände einer Gruft zutage, die in Kalkmörtel verlegt und innen verputzt worden waren (zwischen 4,48 und 2,25 m üNN erhalten). Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der wohl aus dem 2. Weltkrieg stammte und neben Keramik und Spolien auch umgelagerte menschliche Knochen enthielt. Ein Fußboden war nicht nachweisbar, ockerfarben und grün glasierte Kacheln im Schutt können aber von einem solchen stammen.\nVor die Säule im westlichen Abschnitt der Fläche ist eine Ziegelmauer in Zementmörtel gesetzt, die eine deutliche Baunaht und einen Versprüng zur östlichen Gruftmauer aufweist. Verputz war nur im Bereich des Versprunges vorhanden, vermutlich gehört die Mauer ebenfalls zu einer Gruft. Entlang der östlichen Gruftmauer wurde im Südprofil an einer Stelle bis auf 1,8 m üNN gegraben, wobei eine getreppte Ziegelmauer in Klosterformat erfasst wurde, die sich offenbar weiter nach Westen fortsetzt. Sie ist wohl dem Säulenfundament zugehörig, auf das auch die Gruftmauern gesetzt wurden.\nDie zweite Sondage wurde auf der Innenseite der nördlichen Kirchenwand zwischen der zweiten und dritten Lisene angelegt. Hier wurde ebenfalls ab 4,46 m üNN eine rechteckige ziegelgemauerte und verputzte Gruft freigelegt, die bei 2,97 m üNN auf einer Findlingslage ruhte und innen vor die Kirchenmauer gesetzt war. Im nordöstlichen Bereich fanden sich auf der Mauer 2 cm dicke Fliesen aus Ziegel, die evtl. von einem ehemaligen Fußboden stammen. Die Findlinge gehören zur Fundamentierung der Kirchenmauer, ihre Zwischenräume waren mit feinem hellem Sand, Muschelschalen und kleineren Steinen ausgefüllt. Direkt darüber befand sich wohl der Gruftfußboden, in der nordöstlichen Schnittecke wurden davon noch eine dunkelgrüne und eine ockerfarbene Fliese angetroffen. Im südlichen Schnittbereich befand sich bei 3,0 m üNN eine O-W-verlaufende Ziegelmauer, die offenbar um einen nahe gelegenen großen Findlingsstein gemauert worden war. Die Verfüllung bestand auch in diesem Schnitt aus Bauschutt mit Keramik und Knochen. 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Darüber liegt jedoch nur eine Fundliste, jedoch kein Bericht vor (?).\nDas Fundmaterial umfasst Keramik, Ofenkeramik, Baukeramik, Tonpfeifenreste, Buntmetallreste, Reste von Glas, Nägeln, Blei, Marmor, Kalkputz mit Bemalung sowie von Figuren usw.\n\nVom 05.12. 2011 bis zu einem (nicht angegebenen) Zeitpunkt 2012 wurde die Sanierung der Kirche sowie Baumaßnahmen (u.a. die Anlage eines Fahrstuhlschachtes, eine Kellererweiterung, ein Fundament für die Kirchenorgel) im Kircheninneren durch K. Christeleit (Firma Arcontor) begleitet.\nWie bereits in den Grabungskampagnen davor wurde auch hier unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) eine Bauschuttschicht des 2. Weltkrieges angetroffen, unter dem die Mauern der Grüfte ab ca. 4,52 m üNN auftauchten. 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Außerdem räumte die französische Besatzung zahlreiche Grüfte aus und nutzte die Kirche als Pferdestall.\n\nNördlich des heutigen Altars wurde bei den Erdarbeiten zur Anlage des neuen Orgelfundamentes eine Gruft aufgedeckt, die sich sehr von den übrigen genannten unterschied. K. Christeleit zufolge befand sich die Gruft laut dem Plan von 1710 noch innerhalb der Chorschranken und gehörte somit zu den dem Klerus sowie wohlhabenden Bürgern vorbehaltenen Bestattungsplätzen. Die Gruft besaß dementsprechend ein in Resten erhaltenes ziegelgemauertes Gewölbe sowie eine von zwei Mauern eingefasste Treppe aus vier Stufen. Allerdings wurde ein Höhenunterschied von 80 cm zwischen Treppe und Kirchenfußboden festgestellt, des Weiteren zwischen dem Gruftfußboden und der letzten Stufe. 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In den Bohrkernen wurden überwiegend Granite, aber auch Spuren von Basalten erkannt. Darunter befand sich Holz, welches von den Gründungspfählen und einem Balkenrost stammte, auf dem die Steine lagen. Holz ließ sich bis -4,9 m NN festellen. Es wurden Holzproben für eine dendrochronologische Datierung entnommen.\n\nIm Bereich des Orgelfundaments wurden quadratische Platten aus rotem Elbsandstein in situ angetroffen, die evtl. dem ehemaligen Kirchenfußboden zugeordnet werden können. Sie waren in graugelbem Sandmörtel verlegt, ihre geglättete Oberfläche lag 35 cm tiefer als der heutige Kirchenfußboden. Quadratische kleine Ziegelsetzungen auf dem darunter liegenden Schutt dienten evtl. als Stütze für den Fußboden. Eine genaue zeitliche Einordnung des Fußbodens war nicht möglich, da der Fuboden der Katharinenkirche aufgrund häufiger Überschwemmungen sowie des feuchten untergrundes häufig erneuert wurde. Zur Nutzungszeit der Grüfte bestand er fast ausschließlich aus Grabplatten, die jedoch währen der französischen Besetzung zerstört wurden. Möglich ist auch, dass die Steinplatten nur im Chorbereich verlegt waren.\nIm Konvektorgraben wurden außerdem Reste von grünen Bodenfliesen (renaissancezeitlich) zutage, die in einer Höhe von 4,54 m üNN an der stufenförmigen Basis einer profilierten Vorlage an der Kirchensüdwand befindlich waren und auf einer Estrichschicht aus hellgrauem Kalkmörtel lagen. Sie ähneln denen der Gruftfußböden und gehörten trotz ihrer erhöhten Lage laut Christeleit wohl ebenfalls zu einer Gruft.\n\nDas Fundmaterial aus der Kirche umfasst Fragmente der 1943 zerstörten barocken Marmorkanzel und deren figürlichem Schmuck sowie Reste der während der französischen Besetzung entfernten Grabplatten. Die Funde stammen hauptsächlich aus den verfüllten Grüften sowie aus der Schuttschicht unter dem heutigen Fußboden.\nAußerdem gefunden wurden zahlreiche profilierte Sandsteinspolien, Keramikfragmente (rote und gelbe Irdenware, graue Irdenware, Westerwälder Steinzeug, Tonpfeifen) sowie Sarggriffe und -bleche, Zinkblech, Austernschalen, fayence, Hohl- und Flachglas, Ofenkacheln, Fliesen, ein großer Eisenschlüssel sowie eine Bronzemünze und weitere unbestimmbare Bronzefragmente.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n",
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     "beschreibung" : "Die St. Katharinen-Kirche wird erstmals 1274 genannt. Der erste Kirchenbau entstand vermutlich im vierten Jahrzehnt des 13, Jh. - es handelte sich dabei wohl um eine dreischiffige Stufenhalle mit quadratischem Westturm, die in der Zeit von 1350 bis 1450 durch eine Pseudobasilika ersetzt wurde. Es ist anhand der unregelmäßigen heutigen Pfeilerstellung davon auszugehen, dass die erste Kirche nur drei Joche anstelle der heutigen sieben aufwies. Der Turm stammt im Kern noch aus dem 13. Jh.\nQuer unter dem Langhaus verläuft im Ostbereich ein altes Siel aus Eichenbohlen, ein sogenanntes Hasenmoor, das im 14. Jh. im Zuge der Kirchenerweiterung nach Osten überbaut wurde und den spärlichen Schriftquellen zufolge in 4 bis 5 m Tiefe befindlich ist. es wurde bis in die 1720er Jahre hinein benutzt.\n\nDie Kirche wurde im 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen - vor dem Wiederaufbau führte das MHG 1953 unter Leitung von H. G. Steffens sowie unter Mitarbeit eines Häftlingskommandos eine Sondagegrabung im Bereich des ersten Joches beim Turm durch. Unterhalb einer 60 cm starken Schuttschicht mit dem eingelagerten Brandhorizont von 1842 (?) wurden ziegelgemauerte Grüfte angetroffen, deren Böden teils zementartige Beläge von 30 cm Dicke gegen Wassereindringung aufwiesen. Unterhalb der Gruftsohlen wurde in 3,6 m ab Kirchenfußboden aufgeschüttetes Erdreich nachgewiesen. Enschießendes Grundwasser verhinderte weitere Arbeiten.\n\nIm März und April 1964 wurden im Zuge der Turmsanierung zwei Sondagen auf dessen Nord- und Westseite durch F. Westhusen geöffnet.\nDemzufolge besteht die Gründung auf der Nordseite aus querliegenden Baumstämmen bei Normalnull, auf denen ein 1 m starkes, in gelbem Sand verlegtes Feldsteinfundament errichtet wurde. Dieser Feldsteinpackung folgt ein getrepptes Mauerwerk aus Klosterformatziegeln, welches in 2,4 m üNN von einem mit Gipsmörtel gebundenen, 2 m hoch aufgemauerten Hausteinsockel abgelöst wird.\nDie Sondage an der Westseite erschloss die Gründung im Bereich der von 1732 bis 1737 vorgesetzten Barockfassade - diese sitzt auf einem gestuften, 3 m starken Sockel aus mit Gipsmörtel gebundenen Sandsteinquadern, welche wiederum auf einer Lage sekundär verwendeter Säulenbruchstücke sitzt. Beides ist durch Eisenklammern miteinander verbunden, die Säulen ruhen auf Holzpfählen. Des Weiteren wurden ebenfalls bei Normalnull querliegende Baumstämme beobachtet, die offenbar der Gründung an der Nordseite entsprechen.\nWeitere Beobachtungen durch das MHG wurden 1966, wohl ebenfalls durch F. Westhusen, bei Fundamentierungsarbeiten gemacht. Es wurden ein Findlingsfundament sowie eine Gruft dokumentiert, des Weiteren freigelegte Fundamente an den Turmaußenseiten.\n\n\nVom 10.6. bis zum 26.6. 2008 wurden weitere Sondageschnitte im Nordschiff der Kirche angelegt, da Bodenverhältnisse und Gründungen für den eventuelle Einbau eines Kellers geklärt werden sollten. Die Arbeiten wurden von K. Christeleit (HMA) betreut.\nDie erste Sondage wurde an der nördlichen Seite der zweiten Säule von Westen im Nordschiff angelegt. Im östlichen Schnittbereich traten dabei die rechteckigen, ziegelgemauerten Wände einer Gruft zutage, die in Kalkmörtel verlegt und innen verputzt worden waren (zwischen 4,48 und 2,25 m üNN erhalten). Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der wohl aus dem 2. Weltkrieg stammte und neben Keramik und Spolien auch umgelagerte menschliche Knochen enthielt. Ein Fußboden war nicht nachweisbar, ockerfarben und grün glasierte Kacheln im Schutt können aber von einem solchen stammen.\nVor die Säule im westlichen Abschnitt der Fläche ist eine Ziegelmauer in Zementmörtel gesetzt, die eine deutliche Baunaht und einen Versprüng zur östlichen Gruftmauer aufweist. Verputz war nur im Bereich des Versprunges vorhanden, vermutlich gehört die Mauer ebenfalls zu einer Gruft. Entlang der östlichen Gruftmauer wurde im Südprofil an einer Stelle bis auf 1,8 m üNN gegraben, wobei eine getreppte Ziegelmauer in Klosterformat erfasst wurde, die sich offenbar weiter nach Westen fortsetzt. Sie ist wohl dem Säulenfundament zugehörig, auf das auch die Gruftmauern gesetzt wurden.\nDie zweite Sondage wurde auf der Innenseite der nördlichen Kirchenwand zwischen der zweiten und dritten Lisene angelegt. Hier wurde ebenfalls ab 4,46 m üNN eine rechteckige ziegelgemauerte und verputzte Gruft freigelegt, die bei 2,97 m üNN auf einer Findlingslage ruhte und innen vor die Kirchenmauer gesetzt war. Im nordöstlichen Bereich fanden sich auf der Mauer 2 cm dicke Fliesen aus Ziegel, die evtl. von einem ehemaligen Fußboden stammen. Die Findlinge gehören zur Fundamentierung der Kirchenmauer, ihre Zwischenräume waren mit feinem hellem Sand, Muschelschalen und kleineren Steinen ausgefüllt. Direkt darüber befand sich wohl der Gruftfußboden, in der nordöstlichen Schnittecke wurden davon noch eine dunkelgrüne und eine ockerfarbene Fliese angetroffen. Im südlichen Schnittbereich befand sich bei 3,0 m üNN eine O-W-verlaufende Ziegelmauer, die offenbar um einen nahe gelegenen großen Findlingsstein gemauert worden war. Die Verfüllung bestand auch in diesem Schnitt aus Bauschutt mit Keramik und Knochen. Bei 4,46 m üNN war im Ostprofil ein 12 cm starker Brandhorizont erkennbar, der offenbar von der Zerstörung im 2. Weltkrieg stammt, da die Kirche vom Großen Brand 1842 nicht betroffen war (?). Er enthielt Kupferreste und Glas.\n\nWeitere Sondageschnitte wurden im Zeitraum vom 27.01. bis zum 04.11. 2010 unter Leitung von E. Först und M. Altun geöffnet - diese wurden in Fortsetzung der von K. Christeleit betreuten Arbeiten als Schnitt 3 und 4 betitelt.\nSchnitt 3 wurde südlich der dritten Säule im Südschiff angelegt. In Höhe von 4,4 m üNN trat eine rechteckige ziegelgemauerte Gruft zutage, die mit Kalkmörtel vermauert und innen und außen verputzt war. Es handelte sich um rote Klinkerziegel (19,5 x 9,5 x 5 cm). Der Maueraufbau zeigte im Wechsel eine Lage Läufer und eine Lage Binder. Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der vereinzelt Keramik und menschliche Knochen enthielt.\nAuf Höhe 3,0 m üNN befand sich eine vermoderte Holzschicht, bei der es sich um einen Sargdeckel handeln kann, darunter wurden zahlreiche menschliche Skelettreste sowie unzerbrochene rote Ziegelsteine (wie Gruftmauer) angetroffen. Der Gruftboden wurde auf Höhe 2,4 m üNN sichtbar; es handelte sich um ockergelb und grün glasierte schachbrettartig verlegte Fliesen, die im südlichen Bereich fehlten und mit Kalkmörtel verfugt worden waren. Zwischen der Nordmauer der Gruft und Säule 3 wurde eine kleine Zwischenmauer freigelegt, die evtl. die Gruftnordmauer stützte.\nSchnitt 4 befand sich im Südschiff südwestlich der zweiten Säule und zwischen Säule 1 und 2. Auf Höhe von 3,93 m üNN wurden erneut Reste einer rechteckigen gemauerten Gruft angetroffen, deren Mauer durch Baumaßnahmen der Jahre 1966\/67 (Unterfangung eines Kirchenturmes mit Betonbalken) stark zerstört waren. In 4,0 m üNN fanden sich große bis sehr große Findlinge, die wohl zur Gründung des Kirchturmes gehörten (evtl. während besagter Baumaßnahmen entfernt?), außerdem in Höhe von 2,35 m üNN Reste des Gruftfußbodens, der dem aus Schnitt 3 entspricht. Schnitt 4 wurde im Folgenden Richtung Osten bis zum Absatz von Säule 2 erweitert. Hier wurden nach Entfernung eines Lüftungsschachtes Reste der östlichen Gruftmauer in 2,79 m üNN Höhe sichtbar - diese Mauer war direkt auf den Sockel von Säule 2 aufgesetzt, der aus sich treppenförmig verbreiterten Stufen geziegelt war. Es handelte sich dabei um Klosterformatziegel. Darunter befanden sich weitere große Findlinge, evtl. handelte es sich um zwei Lagen. Der Schnitt wurde jedoch nicht weiterabgetieft.\n\nVon Juli bis November 2011 wurden weitere Baumaßnahmen durch W. Scherf und I. Berg von der Grabungsfirma Archomedo begleitet. Darüber liegt jedoch nur eine Fundliste, jedoch kein Bericht vor (?).\nDas Fundmaterial umfasst Keramik, Ofenkeramik, Baukeramik, Tonpfeifenreste, Buntmetallreste, Reste von Glas, Nägeln, Blei, Marmor, Kalkputz mit Bemalung sowie von Figuren usw.\n\nVom 05.12. 2011 bis zu einem (nicht angegebenen) Zeitpunkt 2012 wurde die Sanierung der Kirche sowie Baumaßnahmen (u.a. die Anlage eines Fahrstuhlschachtes, eine Kellererweiterung, ein Fundament für die Kirchenorgel) im Kircheninneren durch K. Christeleit (Firma Arcontor) begleitet.\nWie bereits in den Grabungskampagnen davor wurde auch hier unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) eine Bauschuttschicht des 2. Weltkrieges angetroffen, unter dem die Mauern der Grüfte ab ca. 4,52 m üNN auftauchten. Die Grüfte waren mit Schutt verfüllt, der allerdings feiner und kleinteiliger als der Kriegsschutt war und evtl. von der französischen Besetzung herrührt, während derer man die Grüfte mit Erde und Schutt verfüllte, nachdem die Grabplatten des Fußbodens entfernt worden waren.\nDie Grüfte waren überwiegend rechteckig und unterschiedlich groß. Sie waren direkt aneinandergesetzt und möglichst raumausnutzend angelegt. Baulücken traten nur in Ausnahmefällen auf. K. Christeleit zufolge stimmen die Mauerbefunde weitenteils mit dem Gruftplan der Katharinenkirche von 1710 überein, allerdings sind auf diesem scheinbar nur übegeordnete Grüfte erfasst, nicht jedoch (nachträglich eingezogene) kleinere Unterteilungsmauern.\nDie Gruftmauern bestehen aus roten Backsteinen und sind sehr schmal, meist nur eine Ziegellänge oder -breite messend; es treten verschiedene Ziegelformate, jedoch zumeist kleinformatige Ziegel auf, die mit auffallend viel hellweißem, leicht kreidigem Kalkmörtel vermauert waren. Dieser Mörtel diente auch als Wandputz für die Gruftkammern. Rollschichten wurden an der Mauerunterkante nur selten angetroffen, zumeist waren die Mauern direkt auf eine Auffüllung aus Feinsand aufgesetzt. Läufer- und Binderlagen wechseln sich ab, eine besondere Regelmäßigkeit gibt es aber nicht.\nDie Gruftfußböden wurden zwischen 2,12 und 2,41 m üNN angetroffen, durchschnittlich jedoch auf Höhe 2,25 m üNN. Es handelte sich vornehmlich um Ziegelfliesen, die dunkelgrün und ockergelb glasiert worden waren und meist im Format 16 x 16 x 2,5 cm auftraten. Sie saßen auf einer Estrichschicht aus weißem Kalkmörtel auf, ganz ähnlich dem bei den Mauern verwendeten. Ein Großteil der Fußböden war so gestaltet, dass die Fliesen ein Schachbrettmuster ergaben, aber auch diagonale Muster waren vorhanden, sowie hauptsächlich aus grünen Fliesen bestehende Böden, die ohne Muster\/regelmäßigkeit von einzelnen gelben Fliesen unterbrochen wurden. Die Randbereiche wurden mit Fliesenbruchstücken ausgelegt.\nK. Christeleit beschreibt die Gestaltung der Gruftinnenräume als unsauber und rein zweckmäßig und führt dies auf ihre nur kurzzeitige Sichtbarkeit zurück.\nNeben Fliesen wurden für die Fußböden auch Elbsandsteinplatten und Ziegel verwendet. Ersteres (56-57 x 56-57 x 4,5 cm) konnte nur einmal beobachtet werden, auch hier waren die Lücken zur Mauer mit einfachen Fliesenbruchstücken gefüllt. Die Ziegelfußböden bestanden aus gelben und roten Ziegeln im selben Format wie die Mauersteine, hier wurde jedoch kein Mörtel verwendet. Darunter fand sich hellbrauner Feinsand. Die Backsteine waren versetzt zueinander in W-O-Richtung verlegt und im südlichen Bereich an der Gruftmauer mit N-S-ausgerichteten teilweise halbierten Ziegeln vervollständigt. Christeleit zufolge war die betreffende Gruft jedoch mit größeren Backsteinen in gelbem Mörtel zugemauert worden, sodass der rote Ziegelboden evtl. nicht original, sondern ein Ersatz für stabileren Baugrund ist.\nDie Fußböden waren überwiegend gut erhalten, allerdings gab es auch Bereiche mit großflächigen Störungen und eingetieften und verfüllten Gruben.\n\nEs wurden keine Bestattungen in situ ngetroffen. Reste waren teils in den Grüften in Form einer ca. 8 cm starken humosen Schicht über den Fußböden erhalten, die Holzreste, Ziegelgrus, Lehmlinsen und menschliche Skelettreste enthielt. Vermutlich ist sie auf stark vergangenes Sargholz sowie eindringendes Grundwasser und den Druck durch die Schuttschichten von oben zurückzuführen. Außerdem räumte die französische Besatzung zahlreiche Grüfte aus und nutzte die Kirche als Pferdestall.\n\nNördlich des heutigen Altars wurde bei den Erdarbeiten zur Anlage des neuen Orgelfundamentes eine Gruft aufgedeckt, die sich sehr von den übrigen genannten unterschied. K. Christeleit zufolge befand sich die Gruft laut dem Plan von 1710 noch innerhalb der Chorschranken und gehörte somit zu den dem Klerus sowie wohlhabenden Bürgern vorbehaltenen Bestattungsplätzen. Die Gruft besaß dementsprechend ein in Resten erhaltenes ziegelgemauertes Gewölbe sowie eine von zwei Mauern eingefasste Treppe aus vier Stufen. Allerdings wurde ein Höhenunterschied von 80 cm zwischen Treppe und Kirchenfußboden festgestellt, des Weiteren zwischen dem Gruftfußboden und der letzten Stufe. Hier war die östliche Gruftmauer im unteren Teil aus gelben Ziegeln (18 x 8 x 2,5 cm) gemauert, deren oberste Lage eine Neigung von 45° Richtung Westen\/Gruftkammer aufwies und somit ein Gefälle schuf, welches das Einlassen von Särgen erleichterte, sofern man nicht für jede Belegung das aufwändig konstruierte Gewölbe öffnen wollte. Der Gruftfuboden bestand aus einer Rollschicht aus gelben Ziegeln (18,5 x 8,5 x 4 cm), die mit einem bräunlichen Kalkestrich bedeckt war, er lag tiefer als der Boden der Grüfte im Südschiff. An der Südmauer waren in Höhe von 1,15 m über dem Boden drei Eisenhaken angebracht, deren genaue Funktion unklar ist.\n\nDie Grüfte datieren K. Christeleit zufolge in das 17.\/18. Jh. Ältere Bestattungen haben sich aufgrund einer Zerstörung durch eine Flut 1625 nicht erhalten.\n\nBei den Untersuchungen konnten außerdem diverse Fundamente dokumentiert werden.\nIm Bereich eines Konvektorgrabens zur Anlage von Heizungselementen usw. wurde das 4 m lange und 1, 95 m breite T-förmige Fundament des früheren Altars aufgedeckt, das aus mit weißem Kalkmörtel verbundenen Backsteinen bestand. Eine Gruft mit rotem Ziegelfußboden war ebenfalls mit größeren Ziegeln so zugemauert worden, dass ein trapezförmiges Fundament unbekannter Funktion entstand, welches sich südlich des die Kanzel tragenden Pfeilers befand. Evtl. handelt es sich hier um eine statische Sicherungsmaßnahme. Im nördlichen Chorbereich wurde ein quadratisches Fundament freigelegt, dessen Funktion ebenfalls nicht ergründet werden konnte.\nAnhand von Bohrungen konnte ermittelt werden, dass sich das Feldsteinfundament des Kirchenbaues in einer Tiefe von 1,5-1,4 m üNN bis 0,4-0,3 m üNN befindet. In den Bohrkernen wurden überwiegend Granite, aber auch Spuren von Basalten erkannt. Darunter befand sich Holz, welches von den Gründungspfählen und einem Balkenrost stammte, auf dem die Steine lagen. Holz ließ sich bis -4,9 m NN festellen. Es wurden Holzproben für eine dendrochronologische Datierung entnommen.\n\nIm Bereich des Orgelfundaments wurden quadratische Platten aus rotem Elbsandstein in situ angetroffen, die evtl. dem ehemaligen Kirchenfußboden zugeordnet werden können. Sie waren in graugelbem Sandmörtel verlegt, ihre geglättete Oberfläche lag 35 cm tiefer als der heutige Kirchenfußboden. Quadratische kleine Ziegelsetzungen auf dem darunter liegenden Schutt dienten evtl. als Stütze für den Fußboden. Eine genaue zeitliche Einordnung des Fußbodens war nicht möglich, da der Fuboden der Katharinenkirche aufgrund häufiger Überschwemmungen sowie des feuchten untergrundes häufig erneuert wurde. Zur Nutzungszeit der Grüfte bestand er fast ausschließlich aus Grabplatten, die jedoch währen der französischen Besetzung zerstört wurden. Möglich ist auch, dass die Steinplatten nur im Chorbereich verlegt waren.\nIm Konvektorgraben wurden außerdem Reste von grünen Bodenfliesen (renaissancezeitlich) zutage, die in einer Höhe von 4,54 m üNN an der stufenförmigen Basis einer profilierten Vorlage an der Kirchensüdwand befindlich waren und auf einer Estrichschicht aus hellgrauem Kalkmörtel lagen. Sie ähneln denen der Gruftfußböden und gehörten trotz ihrer erhöhten Lage laut Christeleit wohl ebenfalls zu einer Gruft.\n\nDas Fundmaterial aus der Kirche umfasst Fragmente der 1943 zerstörten barocken Marmorkanzel und deren figürlichem Schmuck sowie Reste der während der französischen Besetzung entfernten Grabplatten. Die Funde stammen hauptsächlich aus den verfüllten Grüften sowie aus der Schuttschicht unter dem heutigen Fußboden.\nAußerdem gefunden wurden zahlreiche profilierte Sandsteinspolien, Keramikfragmente (rote und gelbe Irdenware, graue Irdenware, Westerwälder Steinzeug, Tonpfeifen) sowie Sarggriffe und -bleche, Zinkblech, Austernschalen, fayence, Hohl- und Flachglas, Ofenkacheln, Fliesen, ein großer Eisenschlüssel sowie eine Bronzemünze und weitere unbestimmbare Bronzefragmente.\n\nKartierung anhand des Kirchengrundrisses auf Geobasisdaten: Digitale Karte FHH 1:5000, 2018.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler; \n\nDie St. Katharinen-Kirche wird erstmals 1274 genannt. Der erste Kirchenbau entstand vermutlich im vierten Jahrzehnt des 13, Jh. - es handelte sich dabei wohl um eine dreischiffige Stufenhalle mit quadratischem Westturm, die in der Zeit von 1350 bis 1450 durch eine Pseudobasilika ersetzt wurde. Es ist anhand der unregelmäßigen heutigen Pfeilerstellung davon auszugehen, dass die erste Kirche nur drei Joche anstelle der heutigen sieben aufwies. Der Turm stammt im Kern noch aus dem 13. Jh.\nQuer unter dem Langhaus verläuft im Ostbereich ein altes Siel aus Eichenbohlen, ein sogenanntes Hasenmoor, das im 14. Jh. im Zuge der Kirchenerweiterung nach Osten überbaut wurde und den spärlichen Schriftquellen zufolge in 4 bis 5 m Tiefe befindlich ist. es wurde bis in die 1720er Jahre hinein benutzt.\n\n1953-7\n\nDie Kirche wurde im 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen - vor dem Wiederaufbau führte das MHG 1953 unter Leitung von H. G. Steffens sowie unter Mitarbeit eines Häftlingskommandos eine Sondagegrabung im Bereich des ersten Joches beim Turm durch. Unterhalb einer 60 cm starken Schuttschicht mit dem eingelagerten Brandhorizont von 1842 (?) wurden ziegelgemauerte Grüfte angetroffen, deren Böden teils zementartige Beläge von 30 cm Dicke gegen Wassereindringung aufwiesen. Unterhalb der Gruftsohlen wurde in 3,6 m ab Kirchenfußboden aufgeschüttetes Erdreich nachgewiesen. Enschießendes Grundwasser verhinderte weitere Arbeiten.\n\n1964-8\n\nIm März und April 1964 wurden im Zuge der Turmsanierung zwei Sondagen auf dessen Nord- und Westseite durch F. Westhusen geöffnet.\nDemzufolge besteht die Gründung auf der Nordseite aus querliegenden Baumstämmen bei Normalnull, auf denen ein 1 m starkes, in gelbem Sand verlegtes Feldsteinfundament errichtet wurde. Dieser Feldsteinpackung folgt ein getrepptes Mauerwerk aus Klosterformatziegeln, welches in 2,4 m üNN von einem mit Gipsmörtel gebundenen, 2 m hoch aufgemauerten Hausteinsockel abgelöst wird.\nDie Sondage an der Westseite erschloss die Gründung im Bereich der von 1732 bis 1737 vorgesetzten Barockfassade - diese sitzt auf einem gestuften, 3 m starken Sockel aus mit Gipsmörtel gebundenen Sandsteinquadern, welche wiederum auf einer Lage sekundär verwendeter Säulenbruchstücke sitzt. Beides ist durch Eisenklammern miteinander verbunden, die Säulen ruhen auf Holzpfählen. Des Weiteren wurden ebenfalls bei Normalnull querliegende Baumstämme beobachtet, die offenbar der Gründung an der Nordseite entsprechen.\nWeitere Beobachtungen durch das MHG wurden 1966, wohl ebenfalls durch F. Westhusen, bei Fundamentierungsarbeiten gemacht. Es wurden ein Findlingsfundament sowie eine Gruft dokumentiert, des Weiteren freigelegte Fundamente an den Turmaußenseiten.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\n2009-28\n\nVom 10.6. bis zum 26.6. 2008 wurden weitere Sondageschnitte im Nordschiff der Kirche angelegt, da Bodenverhältnisse und Gründungen für den eventuelle Einbau eines Kellers geklärt werden sollten. Die Arbeiten wurden von K. Christeleit (HMA) betreut.\nDie erste Sondage wurde an der nördlichen Seite der zweiten Säule von Westen im Nordschiff angelegt. Im östlichen Schnittbereich traten dabei die rechteckigen, ziegelgemauerten Wände einer Gruft zutage, die in Kalkmörtel verlegt und innen verputzt worden waren (zwischen 4,48 und 2,25 m üNN erhalten). Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der wohl aus dem 2. Weltkrieg stammte und neben Keramik und Spolien auch umgelagerte menschliche Knochen enthielt. Ein Fußboden war nicht nachweisbar, ockerfarben und grün glasierte Kacheln im Schutt können aber von einem solchen stammen.\nVor die Säule im westlichen Abschnitt der Fläche ist eine Ziegelmauer in Zementmörtel gesetzt, die eine deutliche Baunaht und einen Versprüng zur östlichen Gruftmauer aufweist. Verputz war nur im Bereich des Versprunges vorhanden, vermutlich gehört die Mauer ebenfalls zu einer Gruft. Entlang der östlichen Gruftmauer wurde im Südprofil an einer Stelle bis auf 1,8 m üNN gegraben, wobei eine getreppte Ziegelmauer in Klosterformat erfasst wurde, die sich offenbar weiter nach Westen fortsetzt. Sie ist wohl dem Säulenfundament zugehörig, auf das auch die Gruftmauern gesetzt wurden.\nDie zweite Sondage wurde auf der Innenseite der nördlichen Kirchenwand zwischen der zweiten und dritten Lisene angelegt. 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Bei 4,46 m üNN war im Ostprofil ein 12 cm starker Brandhorizont erkennbar, der offenbar von der Zerstörung im 2. Weltkrieg stammt, da die Kirche vom Großen Brand 1842 nicht betroffen war (?). Er enthielt Kupferreste und Glas.\n\n\n2010-28\n\nWeitere Sondageschnitte wurden im Zeitraum vom 27.01. bis zum 04.11. 2010 unter Leitung von E. Först und M. Altun geöffnet - diese wurden in Fortsetzung der von K. Christeleit betreuten Arbeiten als Schnitt 3 und 4 betitelt.\nSchnitt 3 wurde südlich der dritten Säule im Südschiff angelegt. In Höhe von 4,4 m üNN trat eine rechteckige ziegelgemauerte Gruft zutage, die mit Kalkmörtel vermauert und innen und außen verputzt war. Es handelte sich um rote Klinkerziegel (19,5 x 9,5 x 5 cm). Der Maueraufbau zeigte im Wechsel eine Lage Läufer und eine Lage Binder. Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der vereinzelt Keramik und menschliche Knochen enthielt.\nAuf Höhe 3,0 m üNN befand sich eine vermoderte Holzschicht, bei der es sich um einen Sargdeckel handeln kann, darunter wurden zahlreiche menschliche Skelettreste sowie unzerbrochene rote Ziegelsteine (wie Gruftmauer) angetroffen. Der Gruftboden wurde auf Höhe 2,4 m üNN sichtbar; es handelte sich um ockergelb und grün glasierte schachbrettartig verlegte Fliesen, die im südlichen Bereich fehlten und mit Kalkmörtel verfugt worden waren. Zwischen der Nordmauer der Gruft und Säule 3 wurde eine kleine Zwischenmauer freigelegt, die evtl. die Gruftnordmauer stützte.\nSchnitt 4 befand sich im Südschiff südwestlich der zweiten Säule und zwischen Säule 1 und 2. Auf Höhe von 3,93 m üNN wurden erneut Reste einer rechteckigen gemauerten Gruft angetroffen, deren Mauer durch Baumaßnahmen der Jahre 1966\/67 (Unterfangung eines Kirchenturmes mit Betonbalken) stark zerstört waren. In 4,0 m üNN fanden sich große bis sehr große Findlinge, die wohl zur Gründung des Kirchturmes gehörten (evtl. während besagter Baumaßnahmen entfernt?), außerdem in Höhe von 2,35 m üNN Reste des Gruftfußbodens, der dem aus Schnitt 3 entspricht. Schnitt 4 wurde im Folgenden Richtung Osten bis zum Absatz von Säule 2 erweitert. Hier wurden nach Entfernung eines Lüftungsschachtes Reste der östlichen Gruftmauer in 2,79 m üNN Höhe sichtbar - diese Mauer war direkt auf den Sockel von Säule 2 aufgesetzt, der aus sich treppenförmig verbreiterten Stufen geziegelt war. Es handelte sich dabei um Klosterformatziegel. Darunter befanden sich weitere große Findlinge, evtl. handelte es sich um zwei Lagen. Der Schnitt wurde jedoch nicht weiterabgetieft.\n\n2011-30\n\nVon Juli bis November 2011 wurden weitere Baumaßnahmen durch W. Scherf und I. Berg von der Grabungsfirma Archomedo begleitet. Darüber liegt jedoch nur eine Fundliste, jedoch kein Bericht vor (?).\nDas Fundmaterial umfasst Keramik, Ofenkeramik, Baukeramik, Tonpfeifenreste, Buntmetallreste, Reste von Glas, Nägeln, Blei, Marmor, Kalkputz mit Bemalung sowie von Figuren usw.\n\nVom 05.12. 2011 bis zu einem (nicht angegebenen) Zeitpunkt 2012 wurde die Sanierung der Kirche sowie Baumaßnahmen (u.a. die Anlage eines Fahrstuhlschachtes, eine Kellererweiterung, ein Fundament für die Kirchenorgel) im Kircheninneren durch K. Christeleit (Firma Arcontor) begleitet.\nWie bereits in den Grabungskampagnen davor wurde auch hier unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) eine Bauschuttschicht des 2. Weltkrieges angetroffen, unter dem die Mauern der Grüfte ab ca. 4,52 m üNN auftauchten. Die Grüfte waren mit Schutt verfüllt, der allerdings feiner und kleinteiliger als der Kriegsschutt war und evtl. von der französischen Besetzung herrührt, während derer man die Grüfte mit Erde und Schutt verfüllte, nachdem die Grabplatten des Fußbodens entfernt worden waren.\nDie Grüfte waren überwiegend rechteckig und unterschiedlich groß. Sie waren direkt aneinandergesetzt und möglichst raumausnutzend angelegt. Baulücken traten nur in Ausnahmefällen auf. K. Christeleit zufolge stimmen die Mauerbefunde weitenteils mit dem Gruftplan der Katharinenkirche von 1710 überein, allerdings sind auf diesem scheinbar nur übegeordnete Grüfte erfasst, nicht jedoch (nachträglich eingezogene) kleinere Unterteilungsmauern.\nDie Gruftmauern bestehen aus roten Backsteinen und sind sehr schmal, meist nur eine Ziegellänge oder -breite messend; es treten verschiedene Ziegelformate, jedoch zumeist kleinformatige Ziegel auf, die mit auffallend viel hellweißem, leicht kreidigem Kalkmörtel vermauert waren. Dieser Mörtel diente auch als Wandputz für die Gruftkammern. Rollschichten wurden an der Mauerunterkante nur selten angetroffen, zumeist waren die Mauern direkt auf eine Auffüllung aus Feinsand aufgesetzt. Läufer- und Binderlagen wechseln sich ab, eine besondere Regelmäßigkeit gibt es aber nicht.\nDie Gruftfußböden wurden zwischen 2,12 und 2,41 m üNN angetroffen, durchschnittlich jedoch auf Höhe 2,25 m üNN. Es handelte sich vornehmlich um Ziegelfliesen, die dunkelgrün und ockergelb glasiert worden waren und meist im Format 16 x 16 x 2,5 cm auftraten. Sie saßen auf einer Estrichschicht aus weißem Kalkmörtel auf, ganz ähnlich dem bei den Mauern verwendeten. Ein Großteil der Fußböden war so gestaltet, dass die Fliesen ein Schachbrettmuster ergaben, aber auch diagonale Muster waren vorhanden, sowie hauptsächlich aus grünen Fliesen bestehende Böden, die ohne Muster\/regelmäßigkeit von einzelnen gelben Fliesen unterbrochen wurden. Die Randbereiche wurden mit Fliesenbruchstücken ausgelegt.\nK. Christeleit beschreibt die Gestaltung der Gruftinnenräume als unsauber und rein zweckmäßig und führt dies auf ihre nur kurzzeitige Sichtbarkeit zurück.\nNeben Fliesen wurden für die Fußböden auch Elbsandsteinplatten und Ziegel verwendet. Ersteres (56-57 x 56-57 x 4,5 cm) konnte nur einmal beobachtet werden, auch hier waren die Lücken zur Mauer mit einfachen Fliesenbruchstücken gefüllt. Die Ziegelfußböden bestanden aus gelben und roten Ziegeln im selben Format wie die Mauersteine, hier wurde jedoch kein Mörtel verwendet. Darunter fand sich hellbrauner Feinsand. Die Backsteine waren versetzt zueinander in W-O-Richtung verlegt und im südlichen Bereich an der Gruftmauer mit N-S-ausgerichteten teilweise halbierten Ziegeln vervollständigt. Christeleit zufolge war die betreffende Gruft jedoch mit größeren Backsteinen in gelbem Mörtel zugemauert worden, sodass der rote Ziegelboden evtl. nicht original, sondern ein Ersatz für stabileren Baugrund ist.\nDie Fußböden waren überwiegend gut erhalten, allerdings gab es auch Bereiche mit großflächigen Störungen und eingetieften und verfüllten Gruben.\n\nEs wurden keine Bestattungen in situ ngetroffen. Reste waren teils in den Grüften in Form einer ca. 8 cm starken humosen Schicht über den Fußböden erhalten, die Holzreste, Ziegelgrus, Lehmlinsen und menschliche Skelettreste enthielt. Vermutlich ist sie auf stark vergangenes Sargholz sowie eindringendes Grundwasser und den Druck durch die Schuttschichten von oben zurückzuführen. Außerdem räumte die französische Besatzung zahlreiche Grüfte aus und nutzte die Kirche als Pferdestall.\n\nNördlich des heutigen Altars wurde bei den Erdarbeiten zur Anlage des neuen Orgelfundamentes eine Gruft aufgedeckt, die sich sehr von den übrigen genannten unterschied. K. Christeleit zufolge befand sich die Gruft laut dem Plan von 1710 noch innerhalb der Chorschranken und gehörte somit zu den dem Klerus sowie wohlhabenden Bürgern vorbehaltenen Bestattungsplätzen. Die Gruft besaß dementsprechend ein in Resten erhaltenes ziegelgemauertes Gewölbe sowie eine von zwei Mauern eingefasste Treppe aus vier Stufen. Allerdings wurde ein Höhenunterschied von 80 cm zwischen Treppe und Kirchenfußboden festgestellt, des Weiteren zwischen dem Gruftfußboden und der letzten Stufe. Hier war die östliche Gruftmauer im unteren Teil aus gelben Ziegeln (18 x 8 x 2,5 cm) gemauert, deren oberste Lage eine Neigung von 45° Richtung Westen\/Gruftkammer aufwies und somit ein Gefälle schuf, welches das Einlassen von Särgen erleichterte, sofern man nicht für jede Belegung das aufwändig konstruierte Gewölbe öffnen wollte. Der Gruftfuboden bestand aus einer Rollschicht aus gelben Ziegeln (18,5 x 8,5 x 4 cm), die mit einem bräunlichen Kalkestrich bedeckt war, er lag tiefer als der Boden der Grüfte im Südschiff. An der Südmauer waren in Höhe von 1,15 m über dem Boden drei Eisenhaken angebracht, deren genaue Funktion unklar ist.\n\nDie Grüfte datieren K. Christeleit zufolge in das 17.\/18. Jh. Ältere Bestattungen haben sich aufgrund einer Zerstörung durch eine Flut 1625 nicht erhalten.\n\nBei den Untersuchungen konnten außerdem diverse Fundamente dokumentiert werden.\nIm Bereich eines Konvektorgrabens zur Anlage von Heizungselementen usw. wurde das 4 m lange und 1, 95 m breite T-förmige Fundament des früheren Altars aufgedeckt, das aus mit weißem Kalkmörtel verbundenen Backsteinen bestand. Eine Gruft mit rotem Ziegelfußboden war ebenfalls mit größeren Ziegeln so zugemauert worden, dass ein trapezförmiges Fundament unbekannter Funktion entstand, welches sich südlich des die Kanzel tragenden Pfeilers befand. Evtl. handelt es sich hier um eine statische Sicherungsmaßnahme. Im nördlichen Chorbereich wurde ein quadratisches Fundament freigelegt, dessen Funktion ebenfalls nicht ergründet werden konnte.\nAnhand von Bohrungen konnte ermittelt werden, dass sich das Feldsteinfundament des Kirchenbaues in einer Tiefe von 1,5-1,4 m üNN bis 0,4-0,3 m üNN befindet. In den Bohrkernen wurden überwiegend Granite, aber auch Spuren von Basalten erkannt. Darunter befand sich Holz, welches von den Gründungspfählen und einem Balkenrost stammte, auf dem die Steine lagen. Holz ließ sich bis -4,9 m NN festellen. Es wurden Holzproben für eine dendrochronologische Datierung entnommen.\n\nIm Bereich des Orgelfundaments wurden quadratische Platten aus rotem Elbsandstein in situ angetroffen, die evtl. dem ehemaligen Kirchenfußboden zugeordnet werden können. Sie waren in graugelbem Sandmörtel verlegt, ihre geglättete Oberfläche lag 35 cm tiefer als der heutige Kirchenfußboden. Quadratische kleine Ziegelsetzungen auf dem darunter liegenden Schutt dienten evtl. als Stütze für den Fußboden. Eine genaue zeitliche Einordnung des Fußbodens war nicht möglich, da der Fuboden der Katharinenkirche aufgrund häufiger Überschwemmungen sowie des feuchten untergrundes häufig erneuert wurde. Zur Nutzungszeit der Grüfte bestand er fast ausschließlich aus Grabplatten, die jedoch währen der französischen Besetzung zerstört wurden. Möglich ist auch, dass die Steinplatten nur im Chorbereich verlegt waren.\nIm Konvektorgraben wurden außerdem Reste von grünen Bodenfliesen (renaissancezeitlich) zutage, die in einer Höhe von 4,54 m üNN an der stufenförmigen Basis einer profilierten Vorlage an der Kirchensüdwand befindlich waren und auf einer Estrichschicht aus hellgrauem Kalkmörtel lagen. Sie ähneln denen der Gruftfußböden und gehörten trotz ihrer erhöhten Lage laut Christeleit wohl ebenfalls zu einer Gruft.\n\nDas Fundmaterial aus der Kirche umfasst Fragmente der 1943 zerstörten barocken Marmorkanzel und deren figürlichem Schmuck sowie Reste der während der französischen Besetzung entfernten Grabplatten. Die Funde stammen hauptsächlich aus den verfüllten Grüften sowie aus der Schuttschicht unter dem heutigen Fußboden.\nAußerdem gefunden wurden zahlreiche profilierte Sandsteinspolien, Keramikfragmente (rote und gelbe Irdenware, graue Irdenware, Westerwälder Steinzeug, Tonpfeifen) sowie Sarggriffe und -bleche, Zinkblech, Austernschalen, fayence, Hohl- und Flachglas, Ofenkacheln, Fliesen, ein großer Eisenschlüssel sowie eine Bronzemünze und weitere unbestimmbare Bronzefragmente.\n\n2012-5\n\n\n\n\nKartierung anhand des Kirchengrundrisses auf Geobasisdaten: Digitale Karte FHH 1:5000, 2018.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1953-7\n\nDie Kirche wurde im 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen - vor dem Wiederaufbau führte das MHG vom 13.3. bis zum 17.4.1953 unter Leitung von H. G. Steffens eine Sondagegrabung durch; Die insgesamt zwei Grabungsschnitte lagen jeweils zwischen den beiden westlichen Hauptpfeilern im unmittelbaren Anschluss an das Turmgebäude; Unterhalb einer 60 cm starken Schuttschicht mit dem eingelagerten Brandhorizont von 1842 (?) wurden ziegelgemauerte Grüfte angetroffen, deren Böden teils zementartige Beläge von 30 cm Dicke gegen Wassereindringung aufwiesen; Unterhalb der Gruftsohlen wurde in 3,6 m ab Kirchenfußboden aufgeschüttetes Erdreich nachgewiesen.\n\n1964-8\n\nIm März und April 1964 wurden im Zuge der Turmsanierung zwei Sondagen auf dessen Nord- und Westseite durch F. Westhusen geöffnet; Die Gründung auf der Nordseite des Turmes besteht aus querliegenden Baumstämmen, auf denen ein 1 m starkes, in gelbem Sand verlegtes Feldsteinfundament errichtet wurde; Dieser Feldsteinpackung folgt ein getrepptes Mauerwerk aus Klosterformatziegeln, welches in 2,4 m üNN von einem mit Gipsmörtel gebundenen, aufgemauerten Hausteinsockel abgelöst wird; Etwa nördlich wurden außerdem Sargbestattungen festgestellt; Die Sondage an der Westseite erschloss die Gründung im Bereich der von 1732 bis 1737 vorgesetzten Barockfassade; Über Holzpfählen befanden sich hier sekundär verwendete waagerecht liegende Säulenfragmente und über diesen  lagen mit mit Gipsmörtel verbundenen Sandsteinquader; Eisenklammern verbanden die Säulenschicht mit den Sandsteinquadern; Ludovici erwähnt 1997, dass weitere Beobachtungen durch das MHG 1966 bei Fundamentierungsarbeiten gemacht wurden, wohl ebenfalls durch F. Westhusen; Hierbei sollen ein Findlingsfundament sowie eine Gruft dokumentiert worden sein, des Weiteren erfolgte die Freilegung von Fundamente an den Turmaußenseiten; Worauf die Angaben von Ludovici beruhen, ist unklar, Unterlagen hierzu fanden sich nicht.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\n2009-28\n\nVom 10.6. bis zum 26.6. 2008 wurden weitere Sondageschnitte im Nordschiff der Kirche angelegt, da Bodenverhältnisse und Gründungen für den eventuelle Einbau eines Kellers geklärt werden sollten. Die Arbeiten wurden von K. Christeleit (HMA) betreut.\nDie erste Sondage wurde an der nördlichen Seite der zweiten Säule von Westen im Nordschiff angelegt. Im östlichen Schnittbereich traten dabei die rechteckigen, ziegelgemauerten Wände einer Gruft zutage, die in Kalkmörtel verlegt und innen verputzt worden waren (zwischen 4,48 und 2,25 m üNN erhalten). Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der wohl aus dem 2. Weltkrieg stammte und neben Keramik und Spolien auch umgelagerte menschliche Knochen enthielt. Ein Fußboden war nicht nachweisbar, ockerfarben und grün glasierte Kacheln im Schutt können aber von einem solchen stammen.\nVor die Säule im westlichen Abschnitt der Fläche ist eine Ziegelmauer in Zementmörtel gesetzt, die eine deutliche Baunaht und einen Versprüng zur östlichen Gruftmauer aufweist. Verputz war nur im Bereich des Versprunges vorhanden, vermutlich gehört die Mauer ebenfalls zu einer Gruft. Entlang der östlichen Gruftmauer wurde im Südprofil an einer Stelle bis auf 1,8 m üNN gegraben, wobei eine getreppte Ziegelmauer in Klosterformat erfasst wurde, die sich offenbar weiter nach Westen fortsetzt. Sie ist wohl dem Säulenfundament zugehörig, auf das auch die Gruftmauern gesetzt wurden.\nDie zweite Sondage wurde auf der Innenseite der nördlichen Kirchenwand zwischen der zweiten und dritten Lisene angelegt. Hier wurde ebenfalls ab 4,46 m üNN eine rechteckige ziegelgemauerte und verputzte Gruft freigelegt, die bei 2,97 m üNN auf einer Findlingslage ruhte und innen vor die Kirchenmauer gesetzt war. Im nordöstlichen Bereich fanden sich auf der Mauer 2 cm dicke Fliesen aus Ziegel, die evtl. von einem ehemaligen Fußboden stammen. Die Findlinge gehören zur Fundamentierung der Kirchenmauer, ihre Zwischenräume waren mit feinem hellem Sand, Muschelschalen und kleineren Steinen ausgefüllt. Direkt darüber befand sich wohl der Gruftfußboden, in der nordöstlichen Schnittecke wurden davon noch eine dunkelgrüne und eine ockerfarbene Fliese angetroffen. Im südlichen Schnittbereich befand sich bei 3,0 m üNN eine O-W-verlaufende Ziegelmauer, die offenbar um einen nahe gelegenen großen Findlingsstein gemauert worden war. Die Verfüllung bestand auch in diesem Schnitt aus Bauschutt mit Keramik und Knochen. 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Die Gruft war mit Bauschutt verfüllt, der vereinzelt Keramik und menschliche Knochen enthielt.\nAuf Höhe 3,0 m üNN befand sich eine vermoderte Holzschicht, bei der es sich um einen Sargdeckel handeln kann, darunter wurden zahlreiche menschliche Skelettreste sowie unzerbrochene rote Ziegelsteine (wie Gruftmauer) angetroffen. Der Gruftboden wurde auf Höhe 2,4 m üNN sichtbar; es handelte sich um ockergelb und grün glasierte schachbrettartig verlegte Fliesen, die im südlichen Bereich fehlten und mit Kalkmörtel verfugt worden waren. Zwischen der Nordmauer der Gruft und Säule 3 wurde eine kleine Zwischenmauer freigelegt, die evtl. die Gruftnordmauer stützte.\nSchnitt 4 befand sich im Südschiff südwestlich der zweiten Säule und zwischen Säule 1 und 2. Auf Höhe von 3,93 m üNN wurden erneut Reste einer rechteckigen gemauerten Gruft angetroffen, deren Mauer durch Baumaßnahmen der Jahre 1966\/67 (Unterfangung eines Kirchenturmes mit Betonbalken) stark zerstört waren. In 4,0 m üNN fanden sich große bis sehr große Findlinge, die wohl zur Gründung des Kirchturmes gehörten (evtl. während besagter Baumaßnahmen entfernt?), außerdem in Höhe von 2,35 m üNN Reste des Gruftfußbodens, der dem aus Schnitt 3 entspricht. Schnitt 4 wurde im Folgenden Richtung Osten bis zum Absatz von Säule 2 erweitert. Hier wurden nach Entfernung eines Lüftungsschachtes Reste der östlichen Gruftmauer in 2,79 m üNN Höhe sichtbar - diese Mauer war direkt auf den Sockel von Säule 2 aufgesetzt, der aus sich treppenförmig verbreiterten Stufen geziegelt war. Es handelte sich dabei um Klosterformatziegel. Darunter befanden sich weitere große Findlinge, evtl. handelte es sich um zwei Lagen. Der Schnitt wurde jedoch nicht weiterabgetieft.\n\n2011-30\n\nVon Juli bis November 2011 wurden weitere Baumaßnahmen durch W. Scherf und I. Berg von der Grabungsfirma Archomedo begleitet. Darüber liegt jedoch nur eine Fundliste, jedoch kein Bericht vor (?).\nDas Fundmaterial umfasst Keramik, Ofenkeramik, Baukeramik, Tonpfeifenreste, Buntmetallreste, Reste von Glas, Nägeln, Blei, Marmor, Kalkputz mit Bemalung sowie von Figuren usw.\n\nVom 05.12. 2011 bis zu einem (nicht angegebenen) Zeitpunkt 2012 wurde die Sanierung der Kirche sowie Baumaßnahmen (u.a. die Anlage eines Fahrstuhlschachtes, eine Kellererweiterung, ein Fundament für die Kirchenorgel) im Kircheninneren durch K. Christeleit (Firma Arcontor) begleitet.\nWie bereits in den Grabungskampagnen davor wurde auch hier unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) eine Bauschuttschicht des 2. Weltkrieges angetroffen, unter dem die Mauern der Grüfte ab ca. 4,52 m üNN auftauchten. Die Grüfte waren mit Schutt verfüllt, der allerdings feiner und kleinteiliger als der Kriegsschutt war und evtl. von der französischen Besetzung herrührt, während derer man die Grüfte mit Erde und Schutt verfüllte, nachdem die Grabplatten des Fußbodens entfernt worden waren.\nDie Grüfte waren überwiegend rechteckig und unterschiedlich groß. Sie waren direkt aneinandergesetzt und möglichst raumausnutzend angelegt. Baulücken traten nur in Ausnahmefällen auf. K. Christeleit zufolge stimmen die Mauerbefunde weitenteils mit dem Gruftplan der Katharinenkirche von 1710 überein, allerdings sind auf diesem scheinbar nur übegeordnete Grüfte erfasst, nicht jedoch (nachträglich eingezogene) kleinere Unterteilungsmauern.\nDie Gruftmauern bestehen aus roten Backsteinen und sind sehr schmal, meist nur eine Ziegellänge oder -breite messend; es treten verschiedene Ziegelformate, jedoch zumeist kleinformatige Ziegel auf, die mit auffallend viel hellweißem, leicht kreidigem Kalkmörtel vermauert waren. Dieser Mörtel diente auch als Wandputz für die Gruftkammern. Rollschichten wurden an der Mauerunterkante nur selten angetroffen, zumeist waren die Mauern direkt auf eine Auffüllung aus Feinsand aufgesetzt. Läufer- und Binderlagen wechseln sich ab, eine besondere Regelmäßigkeit gibt es aber nicht.\nDie Gruftfußböden wurden zwischen 2,12 und 2,41 m üNN angetroffen, durchschnittlich jedoch auf Höhe 2,25 m üNN. Es handelte sich vornehmlich um Ziegelfliesen, die dunkelgrün und ockergelb glasiert worden waren und meist im Format 16 x 16 x 2,5 cm auftraten. Sie saßen auf einer Estrichschicht aus weißem Kalkmörtel auf, ganz ähnlich dem bei den Mauern verwendeten. Ein Großteil der Fußböden war so gestaltet, dass die Fliesen ein Schachbrettmuster ergaben, aber auch diagonale Muster waren vorhanden, sowie hauptsächlich aus grünen Fliesen bestehende Böden, die ohne Muster\/regelmäßigkeit von einzelnen gelben Fliesen unterbrochen wurden. Die Randbereiche wurden mit Fliesenbruchstücken ausgelegt.\nK. Christeleit beschreibt die Gestaltung der Gruftinnenräume als unsauber und rein zweckmäßig und führt dies auf ihre nur kurzzeitige Sichtbarkeit zurück.\nNeben Fliesen wurden für die Fußböden auch Elbsandsteinplatten und Ziegel verwendet. Ersteres (56-57 x 56-57 x 4,5 cm) konnte nur einmal beobachtet werden, auch hier waren die Lücken zur Mauer mit einfachen Fliesenbruchstücken gefüllt. Die Ziegelfußböden bestanden aus gelben und roten Ziegeln im selben Format wie die Mauersteine, hier wurde jedoch kein Mörtel verwendet. Darunter fand sich hellbrauner Feinsand. Die Backsteine waren versetzt zueinander in W-O-Richtung verlegt und im südlichen Bereich an der Gruftmauer mit N-S-ausgerichteten teilweise halbierten Ziegeln vervollständigt. Christeleit zufolge war die betreffende Gruft jedoch mit größeren Backsteinen in gelbem Mörtel zugemauert worden, sodass der rote Ziegelboden evtl. nicht original, sondern ein Ersatz für stabileren Baugrund ist.\nDie Fußböden waren überwiegend gut erhalten, allerdings gab es auch Bereiche mit großflächigen Störungen und eingetieften und verfüllten Gruben.\n\nEs wurden keine Bestattungen in situ ngetroffen. Reste waren teils in den Grüften in Form einer ca. 8 cm starken humosen Schicht über den Fußböden erhalten, die Holzreste, Ziegelgrus, Lehmlinsen und menschliche Skelettreste enthielt. Vermutlich ist sie auf stark vergangenes Sargholz sowie eindringendes Grundwasser und den Druck durch die Schuttschichten von oben zurückzuführen. Außerdem räumte die französische Besatzung zahlreiche Grüfte aus und nutzte die Kirche als Pferdestall.\n\nNördlich des heutigen Altars wurde bei den Erdarbeiten zur Anlage des neuen Orgelfundamentes eine Gruft aufgedeckt, die sich sehr von den übrigen genannten unterschied. K. Christeleit zufolge befand sich die Gruft laut dem Plan von 1710 noch innerhalb der Chorschranken und gehörte somit zu den dem Klerus sowie wohlhabenden Bürgern vorbehaltenen Bestattungsplätzen. Die Gruft besaß dementsprechend ein in Resten erhaltenes ziegelgemauertes Gewölbe sowie eine von zwei Mauern eingefasste Treppe aus vier Stufen. Allerdings wurde ein Höhenunterschied von 80 cm zwischen Treppe und Kirchenfußboden festgestellt, des Weiteren zwischen dem Gruftfußboden und der letzten Stufe. Hier war die östliche Gruftmauer im unteren Teil aus gelben Ziegeln (18 x 8 x 2,5 cm) gemauert, deren oberste Lage eine Neigung von 45° Richtung Westen\/Gruftkammer aufwies und somit ein Gefälle schuf, welches das Einlassen von Särgen erleichterte, sofern man nicht für jede Belegung das aufwändig konstruierte Gewölbe öffnen wollte. Der Gruftfuboden bestand aus einer Rollschicht aus gelben Ziegeln (18,5 x 8,5 x 4 cm), die mit einem bräunlichen Kalkestrich bedeckt war, er lag tiefer als der Boden der Grüfte im Südschiff. An der Südmauer waren in Höhe von 1,15 m über dem Boden drei Eisenhaken angebracht, deren genaue Funktion unklar ist.\n\nDie Grüfte datieren K. Christeleit zufolge in das 17.\/18. Jh. Ältere Bestattungen haben sich aufgrund einer Zerstörung durch eine Flut 1625 nicht erhalten.\n\nBei den Untersuchungen konnten außerdem diverse Fundamente dokumentiert werden.\nIm Bereich eines Konvektorgrabens zur Anlage von Heizungselementen usw. wurde das 4 m lange und 1, 95 m breite T-förmige Fundament des früheren Altars aufgedeckt, das aus mit weißem Kalkmörtel verbundenen Backsteinen bestand. Eine Gruft mit rotem Ziegelfußboden war ebenfalls mit größeren Ziegeln so zugemauert worden, dass ein trapezförmiges Fundament unbekannter Funktion entstand, welches sich südlich des die Kanzel tragenden Pfeilers befand. Evtl. handelt es sich hier um eine statische Sicherungsmaßnahme. Im nördlichen Chorbereich wurde ein quadratisches Fundament freigelegt, dessen Funktion ebenfalls nicht ergründet werden konnte.\nAnhand von Bohrungen konnte ermittelt werden, dass sich das Feldsteinfundament des Kirchenbaues in einer Tiefe von 1,5-1,4 m üNN bis 0,4-0,3 m üNN befindet. In den Bohrkernen wurden überwiegend Granite, aber auch Spuren von Basalten erkannt. Darunter befand sich Holz, welches von den Gründungspfählen und einem Balkenrost stammte, auf dem die Steine lagen. Holz ließ sich bis -4,9 m NN festellen. Es wurden Holzproben für eine dendrochronologische Datierung entnommen.\n\nIm Bereich des Orgelfundaments wurden quadratische Platten aus rotem Elbsandstein in situ angetroffen, die evtl. dem ehemaligen Kirchenfußboden zugeordnet werden können. Sie waren in graugelbem Sandmörtel verlegt, ihre geglättete Oberfläche lag 35 cm tiefer als der heutige Kirchenfußboden. Quadratische kleine Ziegelsetzungen auf dem darunter liegenden Schutt dienten evtl. als Stütze für den Fußboden. Eine genaue zeitliche Einordnung des Fußbodens war nicht möglich, da der Fuboden der Katharinenkirche aufgrund häufiger Überschwemmungen sowie des feuchten untergrundes häufig erneuert wurde. Zur Nutzungszeit der Grüfte bestand er fast ausschließlich aus Grabplatten, die jedoch währen der französischen Besetzung zerstört wurden. Möglich ist auch, dass die Steinplatten nur im Chorbereich verlegt waren.\nIm Konvektorgraben wurden außerdem Reste von grünen Bodenfliesen (renaissancezeitlich) zutage, die in einer Höhe von 4,54 m üNN an der stufenförmigen Basis einer profilierten Vorlage an der Kirchensüdwand befindlich waren und auf einer Estrichschicht aus hellgrauem Kalkmörtel lagen. Sie ähneln denen der Gruftfußböden und gehörten trotz ihrer erhöhten Lage laut Christeleit wohl ebenfalls zu einer Gruft.\n\nDas Fundmaterial aus der Kirche umfasst Fragmente der 1943 zerstörten barocken Marmorkanzel und deren figürlichem Schmuck sowie Reste der während der französischen Besetzung entfernten Grabplatten. Die Funde stammen hauptsächlich aus den verfüllten Grüften sowie aus der Schuttschicht unter dem heutigen Fußboden.\nAußerdem gefunden wurden zahlreiche profilierte Sandsteinspolien, Keramikfragmente (rote und gelbe Irdenware, graue Irdenware, Westerwälder Steinzeug, Tonpfeifen) sowie Sarggriffe und -bleche, Zinkblech, Austernschalen, fayence, Hohl- und Flachglas, Ofenkacheln, Fliesen, ein großer Eisenschlüssel sowie eine Bronzemünze und weitere unbestimmbare Bronzefragmente.\n\n2012-5\n\n\n\n\nKartierung anhand des Kirchengrundrisses auf Geobasisdaten: Digitale Karte FHH 1:5000, 2018.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n",
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Westhusen geöffnet; Die Gründung auf der Nordseite des Turmes besteht aus querliegenden Baumstämmen, auf denen ein 1 m starkes, in gelbem Sand verlegtes Feldsteinfundament errichtet wurde; Dieser Feldsteinpackung folgt ein getrepptes Mauerwerk aus Klosterformatziegeln, welches in 2,4 m üNN von einem mit Gipsmörtel gebundenen, aufgemauerten Hausteinsockel abgelöst wird; Etwa nördlich wurden außerdem Sargbestattungen festgestellt; Die Sondage an der Westseite erschloss die Gründung im Bereich der von 1732 bis 1737 vorgesetzten Barockfassade; Über Holzpfählen befanden sich hier sekundär verwendete waagerecht liegende Säulenfragmente und über diesen  lagen mit mit Gipsmörtel verbundenen Sandsteinquader; Eisenklammern verbanden die Säulenschicht mit den Sandsteinquadern; Ludovici erwähnt 1997, dass weitere Beobachtungen durch das MHG 1966 bei Fundamentierungsarbeiten gemacht wurden, wohl ebenfalls durch F. Westhusen; Hierbei sollen ein Findlingsfundament sowie eine Gruft dokumentiert worden sein, des Weiteren erfolgte die Freilegung von Fundamente an den Turmaußenseiten; Worauf die Angaben von Ludovici beruhen, ist unklar, Unterlagen hierzu fanden sich nicht.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\n2009-28\n\nVom 10.6. bis zum 26.6. 2008 wurden Sondageschnitte im Nordschiff der Kirche angelegt, da Bodenverhältnisse und Gründungen für den eventuelle Einbau eines Kellers geklärt werden sollten; Die Arbeiten wurden von K. Christeleit (HMA) betreut; Hierbei wurden ziegelgemauerte Grüfte angetroffen; Gefundene Fließen könnten zu ehemaligen Gruftböden gehört haben; Verfüllt waren die Grüfte mit Bauschutt, der Keramik Spolien und vereinzelte menschliche Knochen enthielt; Außerdem wurde eine Findlingslage angetroffen, die zur Fundamentierung der Kirchenmauern gehört haben dürfte; Es zeigte sich außerdem ein Brandhorizont, der auf die Zerstörungen während des 2. Weltkriegs zurück gehen dürfte.\n\n\n2010-28\n\nWeitere Sondageschnitte wurden im Zeitraum vom 27.01. bis zum 04.11. 2010 unter Leitung von E. Först und M. Altun geöffnet - diese wurden in Fortsetzung der von K. Christeleit betreuten Arbeiten als Schnitt 3 und 4 betitelt; Schnitt 3 wurde südlich der dritten Säule im Südschiff angelegt; Es kam eine ziegelgemauerte Gruft zutage, die mit Bauschutt verfüllt war; Auf Höhe 3,0 m üNN befand sich eine vermoderte Holzschicht, bei der es sich um einen Sargdeckel handeln kann, darunter wurden zahlreiche menschliche Skelettreste sowie unzerbrochene rote Ziegelsteine (wie Gruftmauer) angetroffen; Der Gruftboden wurde auf Höhe 2,4 m üNN sichtbar; es handelte sich um ockergelb und grün glasierte schachbrettartig verlegte Fliesen, die im südlichen Bereich fehlten und mit Kalkmörtel verfugt worden waren; Schnitt 4 befand sich im Südschiff südwestlich der zweiten Säule und zwischen Säule 1 und 2; Hier wurden erneut Reste einer rechteckigen gemauerten Gruft angetroffen, deren Mauer durch Baumaßnahmen der Jahre 1966\/67 (Unterfangung eines Kirchenturmes mit Betonbalken) stark zerstört waren; In 4,0 m üNN fanden sich große bis sehr große Findlinge, die wohl zur Gründung des Kirchturmes gehörten, außerdem in Höhe von 2,35 m üNN Reste des Gruftfußbodens.\n\n2011-30\n\nVon Juli bis November 2011 wurden weitere Baumaßnahmen durch W. Scherf und I. Berg von der Grabungsfirma Archomedo begleitet; Es konnten neuen Grüfte vollständig dokumentiert werden, von elf weiteren wurden Mauern aufgedeckt; Es gelang außerdem die Fundamentierung der im Krieg zerstörten Barockkanzel zu dokumentieren und Teile der Kanzel zu bergen, die sich im Kriegsschutt fanden; Das Fundmaterial umfasst Keramik, Ofenkeramik, Baukeramik, Tonpfeifenreste, Buntmetallreste, Reste von Glas, Nägeln, Blei, Marmor, Kalkputz mit Bemalung sowie von Figuren usw.; Grabungsunterlagen sind vorhanden; Am 1.12.2011 fand eine Baustellenbesichtigung durch J. Räther und W: Krüger statt; Ob es im Nachhinein zu weiteren archäologischen Maßnahmen gekommen ist, geht aus der OA nicht hervor.\n\n2012-5\n\nVom 05.12. 2011 bis zu einem (nicht angegebenen) Zeitpunkt 2012 wurde die Sanierung der Kirche sowie Baumaßnahmen (u.a. die Anlage eines Fahrstuhlschachtes, eine Kellererweiterung, ein Fundament für die Kirchenorgel) im Kircheninneren durch K. Christeleit (Firma Arcontor) begleitet.\nWie bereits in den Grabungskampagnen davor wurde auch hier unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) eine Bauschuttschicht des 2. Weltkrieges angetroffen, unter dem die Mauern der Grüfte ab ca. 4,52 m üNN auftauchten. Die Grüfte waren mit Schutt verfüllt, der allerdings feiner und kleinteiliger als der Kriegsschutt war und evtl. von der französischen Besetzung herrührt, während derer man die Grüfte mit Erde und Schutt verfüllte, nachdem die Grabplatten des Fußbodens entfernt worden waren.\nDie Grüfte waren überwiegend rechteckig und unterschiedlich groß. Sie waren direkt aneinandergesetzt und möglichst raumausnutzend angelegt. Baulücken traten nur in Ausnahmefällen auf. K. Christeleit zufolge stimmen die Mauerbefunde weitenteils mit dem Gruftplan der Katharinenkirche von 1710 überein, allerdings sind auf diesem scheinbar nur übegeordnete Grüfte erfasst, nicht jedoch (nachträglich eingezogene) kleinere Unterteilungsmauern.\nDie Gruftmauern bestehen aus roten Backsteinen und sind sehr schmal, meist nur eine Ziegellänge oder -breite messend; es treten verschiedene Ziegelformate, jedoch zumeist kleinformatige Ziegel auf, die mit auffallend viel hellweißem, leicht kreidigem Kalkmörtel vermauert waren. Dieser Mörtel diente auch als Wandputz für die Gruftkammern. Rollschichten wurden an der Mauerunterkante nur selten angetroffen, zumeist waren die Mauern direkt auf eine Auffüllung aus Feinsand aufgesetzt. Läufer- und Binderlagen wechseln sich ab, eine besondere Regelmäßigkeit gibt es aber nicht.\nDie Gruftfußböden wurden zwischen 2,12 und 2,41 m üNN angetroffen, durchschnittlich jedoch auf Höhe 2,25 m üNN. 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Hier war die östliche Gruftmauer im unteren Teil aus gelben Ziegeln (18 x 8 x 2,5 cm) gemauert, deren oberste Lage eine Neigung von 45° Richtung Westen\/Gruftkammer aufwies und somit ein Gefälle schuf, welches das Einlassen von Särgen erleichterte, sofern man nicht für jede Belegung das aufwändig konstruierte Gewölbe öffnen wollte. Der Gruftfuboden bestand aus einer Rollschicht aus gelben Ziegeln (18,5 x 8,5 x 4 cm), die mit einem bräunlichen Kalkestrich bedeckt war, er lag tiefer als der Boden der Grüfte im Südschiff. An der Südmauer waren in Höhe von 1,15 m über dem Boden drei Eisenhaken angebracht, deren genaue Funktion unklar ist.\n\nDie Grüfte datieren K. Christeleit zufolge in das 17.\/18. Jh. 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In den Bohrkernen wurden überwiegend Granite, aber auch Spuren von Basalten erkannt. Darunter befand sich Holz, welches von den Gründungspfählen und einem Balkenrost stammte, auf dem die Steine lagen. Holz ließ sich bis -4,9 m NN festellen. Es wurden Holzproben für eine dendrochronologische Datierung entnommen.\n\nIm Bereich des Orgelfundaments wurden quadratische Platten aus rotem Elbsandstein in situ angetroffen, die evtl. dem ehemaligen Kirchenfußboden zugeordnet werden können. Sie waren in graugelbem Sandmörtel verlegt, ihre geglättete Oberfläche lag 35 cm tiefer als der heutige Kirchenfußboden. Quadratische kleine Ziegelsetzungen auf dem darunter liegenden Schutt dienten evtl. als Stütze für den Fußboden. Eine genaue zeitliche Einordnung des Fußbodens war nicht möglich, da der Fuboden der Katharinenkirche aufgrund häufiger Überschwemmungen sowie des feuchten untergrundes häufig erneuert wurde. Zur Nutzungszeit der Grüfte bestand er fast ausschließlich aus Grabplatten, die jedoch währen der französischen Besetzung zerstört wurden. Möglich ist auch, dass die Steinplatten nur im Chorbereich verlegt waren.\nIm Konvektorgraben wurden außerdem Reste von grünen Bodenfliesen (renaissancezeitlich) zutage, die in einer Höhe von 4,54 m üNN an der stufenförmigen Basis einer profilierten Vorlage an der Kirchensüdwand befindlich waren und auf einer Estrichschicht aus hellgrauem Kalkmörtel lagen. Sie ähneln denen der Gruftfußböden und gehörten trotz ihrer erhöhten Lage laut Christeleit wohl ebenfalls zu einer Gruft.\n\nDas Fundmaterial aus der Kirche umfasst Fragmente der 1943 zerstörten barocken Marmorkanzel und deren figürlichem Schmuck sowie Reste der während der französischen Besetzung entfernten Grabplatten. Die Funde stammen hauptsächlich aus den verfüllten Grüften sowie aus der Schuttschicht unter dem heutigen Fußboden.\nAußerdem gefunden wurden zahlreiche profilierte Sandsteinspolien, Keramikfragmente (rote und gelbe Irdenware, graue Irdenware, Westerwälder Steinzeug, Tonpfeifen) sowie Sarggriffe und -bleche, Zinkblech, Austernschalen, fayence, Hohl- und Flachglas, Ofenkacheln, Fliesen, ein großer Eisenschlüssel sowie eine Bronzemünze und weitere unbestimmbare Bronzefragmente.\n\nKartierung anhand des Kirchengrundrisses auf Geobasisdaten: Digitale Karte FHH 1:5000, 2018.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n",
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Christeleit (Firma Arcontor) begleitet; Unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) wurde eine Bauschuttschicht des 2. 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Reste waren teils in den Grüften in Form einer ca. 8 cm starken humosen Schicht über den Fußböden erhalten, die Holzreste, Ziegelgrus, Lehmlinsen und menschliche Skelettreste enthielt; In einer Gruft nördlich des Altars wurde eine vierstufige Treppe beobachtet; Im Bereich eines Konvektorgrabens zur Anlage von Heizungselementen wurde das 4 m lange und 1, 95 m breite T-förmige Fundament des früheren Altars aufgedeckt, das aus mit weißem Kalkmörtel verbundenen Backsteinen bestand; Im nördlichen Chorbereich wurde ein quadratisches Fundament freigelegt, dessen Funktion nicht ergründet werden konnte; Anhand von Bohrungen konnte ermittelt werden, dass sich das Feldsteinfundament des Kirchenbaues in einer Tiefe von 1,5-1,4 m üNN bis 0,4-0,3 m üNN befindet; In den Bohrkernen wurden überwiegend Granite, aber auch Spuren von Basalten erkannt; Darunter befand sich Holz, welches von den Gründungspfählen und einem Balkenrost stammte, auf dem die Steine lagen; Holz ließ sich bis -4,9 m NN feststellen; Es wurden Holzproben für eine dendrochronologische Datierung entnommen; Im Bereich des Orgelfundaments wurden quadratische Platten aus rotem Elbsandstein in situ angetroffen, die evtl. dem ehemaligen Kirchenfußboden zugeordnet werden können; Das Fundmaterial aus der Kirche umfasst Fragmente der 1943 zerstörten barocken Marmorkanzel und deren figürlichem Schmuck sowie Reste der während der französischen Besetzung entfernten Grabplatten; Die Funde stammen hauptsächlich aus den verfüllten Grüften sowie aus der Schuttschicht unter dem heutigen Fußboden; Außerdem gefunden wurden zahlreiche profilierte Sandsteinspolien, Keramikfragmente (rote und gelbe Irdenware, graue Irdenware, Westerwälder Steinzeug, Tonpfeifen) sowie Sarggriffe und -bleche, Zinkblech, Austernschalen, Fayence, Hohl- und Flachglas, Ofenkacheln, Fliesen, ein großer Eisenschlüssel sowie eine Bronzemünze und weitere unbestimmbare Bronzefragmente; Die komplette Grabungsdokumentation ist vorhanden.\n\nKartierung anhand des Kirchengrundrisses auf Geobasisdaten: Digitale Karte FHH 1:5000, 2018.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n",
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Westhusen geöffnet; Die Gründung auf der Nordseite des Turmes besteht aus querliegenden Baumstämmen, auf denen ein 1 m starkes, in gelbem Sand verlegtes Feldsteinfundament errichtet wurde; Dieser Feldsteinpackung folgt ein getrepptes Mauerwerk aus Klosterformatziegeln, welches in 2,4 m üNN von einem mit Gipsmörtel gebundenen, aufgemauerten Hausteinsockel abgelöst wird; Etwa nördlich wurden außerdem Sargbestattungen festgestellt; Die Sondage an der Westseite erschloss die Gründung im Bereich der von 1732 bis 1737 vorgesetzten Barockfassade; Über Holzpfählen befanden sich hier sekundär verwendete waagerecht liegende Säulenfragmente und über diesen  lagen mit Gipsmörtel verbundenen Sandsteinquader; Eisenklammern verbanden die Säulenschicht mit den Sandsteinquadern; Ludowici erwähnt 1997, dass weitere Beobachtungen durch das MHG 1966 bei Fundamentierungsarbeiten gemacht wurden, wohl ebenfalls durch F. 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Christeleit (HMA) betreut; Hierbei wurden ziegelgemauerte Grüfte angetroffen; Gefundene Fließen könnten zu ehemaligen Gruftböden gehört haben; Verfüllt waren die Grüfte mit Bauschutt, der Keramik Spolien und vereinzelte menschliche Knochen enthielt; Außerdem wurde eine Findlingslage angetroffen, die zur Fundamentierung der Kirchenmauern gehört haben dürfte; Es zeigte sich außerdem ein Brandhorizont, der auf die Zerstörungen während des 2. Weltkriegs zurück gehen dürfte.\n\n2010-28\n\nWeitere Sondageschnitte wurden im Zeitraum vom 27.01. bis zum 04.11. 2010 unter Leitung von E. Först und M. Altun geöffnet - diese wurden in Fortsetzung der von K. Christeleit betreuten Arbeiten als Schnitt 3 und 4 betitelt; Schnitt 3 wurde südlich der dritten Säule im Südschiff angelegt; Es kam eine ziegelgemauerte Gruft zutage, die mit Bauschutt verfüllt war; Auf Höhe 3,0 m üNN befand sich eine vermoderte Holzschicht, bei der es sich um einen Sargdeckel handeln kann, darunter wurden zahlreiche menschliche Skelettreste sowie unzerbrochene rote Ziegelsteine (wie Gruftmauer) angetroffen; Der Gruftboden wurde auf Höhe 2,4 m üNN sichtbar; es handelte sich um ockergelb und grün glasierte schachbrettartig verlegte Fliesen, die im südlichen Bereich fehlten und mit Kalkmörtel verfugt worden waren; Schnitt 4 befand sich im Südschiff südwestlich der zweiten Säule und zwischen Säule 1 und 2; Hier wurden erneut Reste einer rechteckigen gemauerten Gruft angetroffen, deren Mauer durch Baumaßnahmen der Jahre 1966\/67 (Unterfangung eines Kirchenturmes mit Betonbalken) stark zerstört waren; In 4,0 m üNN fanden sich große bis sehr große Findlinge, die wohl zur Gründung des Kirchturmes gehörten, außerdem in Höhe von 2,35 m üNN Reste des Gruftfußbodens.\n\n2011-30\n\nVon Juli bis November 2011 wurden weitere Baumaßnahmen durch W. Scherf und I. Berg von der Grabungsfirma Archomedo begleitet; Es konnten neuen Grüfte vollständig dokumentiert werden, von elf weiteren wurden Mauern aufgedeckt; Es gelang außerdem die Fundamentierung der im Krieg zerstörten Barockkanzel zu dokumentieren und Teile der Kanzel zu bergen, die sich im Kriegsschutt fanden; Das Fundmaterial umfasst Keramik, Ofenkeramik, Baukeramik, Tonpfeifenreste, Buntmetallreste, Reste von Glas, Nägeln, Blei, Marmor, Kalkputz mit Bemalung sowie von Figuren usw.; Grabungsunterlagen sind vorhanden; Am 1.12.2011 fand eine Baustellenbesichtigung durch J. Räther und W: Krüger statt; Ob es im Nachhinein zu weiteren archäologischen Maßnahmen gekommen ist, geht aus der OA nicht hervor.\n\n2012-5\n\nVom 05.12. 2011 bis zu einem (nicht angegebenen) Zeitpunkt 2012 wurde die Sanierung der Kirche sowie Baumaßnahmen (u.a. die Anlage eines Fahrstuhlschachtes, eine Kellererweiterung, ein Fundament für die Kirchenorgel) im Kircheninneren durch K. Christeleit (Firma Arcontor) begleitet; Unter dem jüngsten Kirchenfußboden (5,08 m üNN) wurde eine Bauschuttschicht des 2. Weltkrieges angetroffen, unter dem die Mauern der Grüfte ab ca. 4,52 m üNN auftauchten; Die Grüfte waren mit Schutt verfüllt, der allerdings feiner und kleinteiliger als der Kriegsschutt war und evtl. von der französischen Besetzung herrührt, während derer man die Grüfte mit Erde und Schutt verfüllte, nachdem die Grabplatten des Fußbodens entfernt worden waren; Die Grüfte waren überwiegend rechteckig und unterschiedlich groß; Die Gruftmauern bestehen aus roten Backsteinen und sind sehr schmal, meist nur eine Ziegellänge oder -breite messend; Die Ziegel waren mit leicht kreidigem Kalkmörtel vermauert waren; Die Gruftfußböden bestanden aus schachtbrettartig verlegten Ziegelfliesen, die dunkelgrün und ockergelb glasiert worden waren und meist im Format 16 x 16 x 2,5 cm auftraten; Sie saßen auf einer Estrichschicht aus weißem Kalkmörtel; Neben Fliesen wurden für die Fußböden auch Elbsandsteinplatten und Ziegel verwendet; Es wurden keine Bestattungen in situ angetroffen. 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     "beschreibung" : "1953 wurde der Erweiterungsbau der Neuen Sparkasse am Adolphsplatz auf dem \"Alt Mühlengrundstück\" am Großen Burstah errichtet.\nAm 27.10. 1953 besichtigte R. Schindler die Baugrube und nahm die Profilwand eines zum Nachbargrundstück hin angelegten Schachtes auf.\nEs konnten zunächst 3,5 m mächtige Bauschuttschichten und Fundamentmauern beobachtet werden. Darunter folgte eine 60 cm starke Kultur-\/Dungschicht, die jedoch kein (datierendes) Fundmaterial enthielt. In einer Tiefe von 1,5 m üNN bis 0,7 m uNN bestand der Boden aus \"künstlich aufgetragenem Schlickboden (Klei), der besonders in den unteren Lagen von mehreren Lagen Faschinenholz durchsetzt und in der oberen Lage von einem eingeschütteten Sandhorizont unterbrochen ist\" (Bericht Schindler).\nDie sogenannten Faschinen stiegen nach Osten Richtung Alsterufer leicht an.\nSchindler zufolge handelt es sich \"um die Schichten des Dammes, der zum Zwecke des Mühlenstaus am Alsterufer errichtet war\", bzw. der \"zweifellos in das System des herzoglichen Mühlstaus des 12. Jh.\" einzuordnen ist (schindler 1960, 56). An einer anderen Stelle wurde ein nahezu identisches Profil freigebaggert, hier war eine senkrechte Spundwand aus 15 bis 20 cm dicken Rundstämmen anzutreffen, die von 0,8 m uNN bis 1,9m üNN zu verfolgen war. (Datierende) Funde wurden auch hier nicht gemacht.\nEin Arbeiter lieferte ein rheinisches Reliefkrügchen mit abgebrochenem Henkel und einer \"Darstellung von Adam und Eva\" ab, welches Schindler zufolge aus dem 15.\/16. Jh. stammt.\n",
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     "beschreibung" : "Vom 17.04. 1953 bis zum 15.07. 1954 erfolgte in der Großen Reichenstraße eine Forschungsgrabung des MHG auf einem Trümmergrundstück, unter örtlicher Leitung von H.G. Steffens. Durch die Grabung erhoffte man sich Aufschlüsse über das mittelalterliche Siedlungswesen nördlich des Reichenstraßenfleets.\nDafür wurde das entsprechende Grundstück zunächst von Trümmern befreit. \nDie Ausgrabungsmaßnahme wurde mit einem vierköpfigen Häftlingskommando durchgeführt.\nEin erster Sondageschnitt mit den Maßen 7,5 x 4 m wurde parallel zum Straßenverlauf am Fundament der Giebelwand der Hausruine geöffnet und schlussendlich auf eine Länge von 10 m erweitert. Der Schnitt wurde durchschnittlich auf 4,6 m abgetieft.\nGrößere Bereiche der Grabungsfläche waren rezent gestört, des Weiteren wurden die Grabungsarbeiten mehrmals durch schlechte Witterung sowie Strumflut und Hochwasser unterbrochen.\n\nStratigrafisch konnten elf Siedlungshorizonte mit verschiedenen Baubefunden nachgewiesen werden (Schindler 1960, 57).\nAls jüngste Schicht ist eine 4 bis 6 cm starke Brandschicht anzusehen, die auf einer 20 bis 30 cm starken lehmigen Schicht liegt. Es folgt der bereits von anderen Fundplätzen bekannte Schichtenaufbau mit einer dreistratigen Dungzone, einer sandigen Zwischenzone mit vier Siedlungsschichten sowie einem lehmigen Schichtenband mit den beiden ältesten Siedlungshorizonten. Zwischen der mittleren und ältesten Dungstrate befindet sich eine Brandschicht, des Weiteren konnten auch in der Sandschicht mehrere Brandschichtenbändern sowie stark holzkohlehaltige Sandschichten erkannt werden.\nAnstehend wurde Marschenklei aufgedeckt.\n\nAls neuzeitlich anzusprechen sind ein bis in die jüngste Dungschicht eingetieftes hölzernes Wasserrohr mit Bleimuffen sowie ein Ziegelfundament (Klosterformat), welches die Grabungsfläche in N-S-Richtung durchschnitt. In der Trümmerschicht unter der Mauer fand sich die Bleiplombe eines Kaffeesacks, die vermutlich ins 18. Jh. datiert.\n\nDie jüngste datierbare Schicht ist die bis zu 6 cm starke Brandschicht, die G.H. Steffens (1953\/55, 107) anhand der Funde in das letzte Viertel des 13. Jh. datiert, was scheinbar auch mit Angaben über eine Brandkatastrophe 1284 in einer historischen Quelle korreliert. In der darunter folgenden lehmigen Sandschicht wurden eine vergoldete Bronzenadel und eine vergoldete Bronzegürtelschnalle, Holzdauben, eine Haarnadel aus Knochen, ein Spinnwirtel sowie hartgebrannte graublaue oder schwarze Keramik gefunden. Baubefunde waren hier nicht vorhanden.\n\nIn der jüngsten Dungstrate befanden sich mehrere Feuerstellen. Andere bauliche Reste wurden offenbar durch das rezente Ziegelfundament zerstört.\nEs handelte sich um mehrere Steinsetzungen zwischen 1,5 und 2 m Dm, die teils mit Lehm verputzt waren. Neben Keramik des 12. und 13. Jh. wurden hier Spinnwirtel, ein verzierter Messergriff, Bügelscheren, ein eiserner Löffelbohrer und Reste von Dauben angetroffen.\n\nDie mittlere Dungschicht enthielt zwei doppelte, jeweils im Abstand von 10 cm gesetzte Holzpfostenreihen mit runden oder viereckigen, unten flach abgeschnittenen und 20 bis 80 cm messenden Pfosten, die man in Pfostenlöcher eingesetzt hat. Zwischen beiden Ständerreihen befanden sich hochkantliegende Bretter (aufgehende Hauswand?).\nIm westlichen Haus befand sich eine größere Steinsetzung, im östlichen Haus eine kleinere. Das Fundmaterial umfasst hier Keramik des 12. Jh. sowie Wetzsteine, hölzerne gedrechselte Messergriffe, Eisenmesser, das Fragment einer Bügelschere, einen kupfernen Kesselflicken, einen Eisendorn und Eisennägel.\n\nIn der ältesten Dungstraten wurden ebenfalls zwei Häuser festgestellt, die allerdings Flechtwände besaßen. Die Wand des westlichen Hauses bog an zwei Stellen rechtwinklig nach Westen um, in der nordöstlichen Ecke wurde außerdem ein Eichenständer angetroffen. Im östlichen Hausen wurden gleichfalls vierkantig behauene Ständer angetroffen, außerdem eine feste, aus Holzrinde bestehende Schicht im Hausinneren, bei der es sich wohl um einen Dielenbelag handelt. Zwischen der Hauswand und der Diele befand sich jedoch ein 2,5 m breiter Streifen Dung (bes. Pferdedung), der durch ein hochkant liegendes Brett und einen viereckig behauenen Pfosten von der Rindenlage getrennt war. Es handelt sich hier evtl. um einen Stallbereich. Steffens (1953\/55, 110) deutet den Befund als dreischiffiges Haus mit Vierhstall in der Kübbung. Die Keramik ordnet er in die Zeit zwischen 1125 und 1175 ein.\nAußerdem gefunden wurden ein Spinnwirtel, ein Schleifstein, das Bruchstück eines Mahlsteins aus Basaltlava sowie ein vergoldeter Reitersporn (\"Prachtsporn\") mit einem Stachel aus massivem Kupfer. \nUnterhalb dieser Schicht wurden stellenweise eine Brandschicht beobachtet.\n\nIn der jüngsten Strate der sandigen Zwischenschicht wurden zwei N-S-verlaufende Pfostenreihen angetroffen, die Steffens (1953\/55, 110-11) gleichfalls als Hauswände deutet. Im östlichen Haus wurde eine bis 20 cm starke Lehmschicht freigelegt, die einen Estrich darstellen kann. Im westlichen Haus wurde eine Steinpackung ohne klare Funktionszuweisung gefunden. Das keramische Fundmaterial datiert in die erste Hälfte des 12. Jh., während gleichzeitig Hausinventar wie Knochengeräte, Eisenmesser, Feuereisen, Basaltlavabruchstücke, Webgewichte und Holzdauben vorhanden waren.\nDer Schicht folgte eine Brandschicht.\n\nIn der zweiten Strate der Zwischenzone wurden außer Feuerstellen keine Hinweise auf Siedlungstätigkeiten gefunden. Einigen Keramikscherben zufolge, darunter Kugeltopfreste mit Standringboden und Pingsdorfer Ware, datiert Steffens (1953\/55, 111) die Schicht in das letzte Viertel des 11. Jh. Die Bruchstücke zweier Dreilagenkämme und eines \"Klappkamms\" stammen aus dieser Schicht, außerdem ein Glasring, Eisenmesser, Eisennägel, ein Schlefistein, eine Knochennadel, Scherben eines Gußtiegels und eine eiserne Pfeilspitze.\n\nZwischen der zweiten und der dritten Schicht dieses Horizontes konnte eine weitere Brandschicht aufgedeckt werden. Steffens vermerkt hier (1953\/55, 111-112), dass sich die Lage der Häuser und Hausgrenzen von Schicht zu Schicht ändert und von einer Parzellenkontinuität nicht die Rede sein kann.\nIn der dritten Strate wurden sechs Rundpfosten beobachtet, von denen vier ein 5,5 x 4 m großes Rechteck bildeten. Die zwei restlichen Pfosten standen zwischen den Ständern der südlichen und östlichen Wand. Die Pfosten waren in ausgehobene Pfostenlöcher eingelassen, die bis in den gewachsenen Boden reichten und als Unterlage Holzbretter aufwiesen, während die Ständer zusätzlich an den Seiten mit Bohlen und Brettern verkeilt waren. Alle Pfosten wiesen starke Brandspuren auf. Das Fundmaterial umfasst hier Keramik mit Wellenbandmuster, des Weiteren sind Eisenmesser, Kesselflicken, ein Eimerhenkel, Krampen, Hufnägel, eine Gürtelschnalle, eine Pfeilspitze und Bruchstücke einer Trense gefunden worden.\n\nIn der ältesten Strate der Zwischenzone wurden zwei viereckig behauene Ständer gefunden sowie ein weiterer Pfosten in der nordöstlichen Schnittecke. Weitere Baustrukturen waren nicht zu ermitteln. In der ungestörten Osthälfte des Schnittes wurde über der vierten Strate eine weitere Brandschicht beobachtet.\nIn dieser ältesten Schicht wurde außerdem eine Silbermünze geborgen, die zwischen 1020 und 1040 geprägt wurde.\nEs trat überdies Keramik mit Kerbleistenverzierung und Gurtfurchen auf, außerdem ein vergoldeter Fingerring, Bruchstücke von Kämmen und Nadeln und die verzierte Parierstange eines Dolches.\n\nDer jüngere Horizont der ältesten Siedlungsschicht weist besonders zahlreiche Besiedlungsspuren auf - es konnten Hausgrundrisse von drei Flechtwerkhäusern freigelegt werden, ein viertes befand sich im südwestlichen Teil des Schnittes quer über einer Bohlenlage, die sich vor der westlichen Profilwand  in N-S-Richtung durch die Grabungsfläche zog. Keiner der Hausgrundrisse konnte vollständig aufgedeckt werden. Das an der nördlichen Profilwand befindliche Haus zeigte Parallelen zu Fpl. 42, allerdings handelte es sich anders als in der Großen Bäckerstraße um ein reines Flechtwerkhaus (soweit feststellbar). Bei den anderen Hölzern waren nur die Stangenhölzer der Felchtwände erhalten, für die man unbearbeitetes Holz und Spaltbohlen verwendet hatte. Hausständer wurden nur bei einem Hausgrundriss an der östlichen Profilwand beobachtet. In der südwestlichen Schnittecke fanden sich große Mengen Dung, die auf ein Stallareal hindeuten. \nEs wurde hier Keramik des 10. Jh., vereinzelt gemischt mit Typen des 9. Jh. angetroffen. Außerdem umfasst das Fundmaterial der Schicht einen nicht näher einzuordnenden schaufelähnlichen Gegenstand aus Holz mit Bohrloch unter dem Griff, eine Glasperle sowie die Reste einer bronzenen Klappwaage. 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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1953-8\n\nHauptuntersuchung durch das MHG unter Mitwirkung von H. G. Steffens, L. Gabriel, F, Lienau und Häftlingen auf einem Trümmergrundstück in der Großen Reichenstraße;  Durch die Grabung erhoffte man sich Aufschlüsse über das mittelalterliche Siedlungswesen nördlich des Reichenstraßenfleets.\nDafür wurde das entsprechende Grundstück zunächst von Trümmern befreit. \nDie Ausgrabungsmaßnahme wurde mit einem vierköpfigen Häftlingskommando durchgeführt.\nEin erster Sondageschnitt mit den Maßen 7,5 x 4 m wurde parallel zum Straßenverlauf am Fundament der Giebelwand der Hausruine geöffnet und schlussendlich auf eine Länge von 10 m erweitert. 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Zwischen der mittleren und ältesten Dungstrate befindet sich eine Brandschicht, des Weiteren konnten auch in der Sandschicht mehrere Brandschichtenbändern sowie stark holzkohlehaltige Sandschichten erkannt werden.\nAnstehend wurde Marschenklei aufgedeckt.\n\nAls neuzeitlich anzusprechen sind ein bis in die jüngste Dungschicht eingetieftes hölzernes Wasserrohr mit Bleimuffen sowie ein Ziegelfundament (Klosterformat), welches die Grabungsfläche in N-S-Richtung durchschnitt. In der Trümmerschicht unter der Mauer fand sich die Bleiplombe eines Kaffeesacks, die vermutlich ins 18. Jh. datiert.\n\nDie jüngste datierbare Schicht ist die bis zu 6 cm starke Brandschicht, die G.H. Steffens (1953\/55, 107) anhand der Funde in das letzte Viertel des 13. Jh. datiert, was scheinbar auch mit Angaben über eine Brandkatastrophe 1284 in einer historischen Quelle korreliert. In der darunter folgenden lehmigen Sandschicht wurden eine vergoldete Bronzenadel und eine vergoldete Bronzegürtelschnalle, Holzdauben, eine Haarnadel aus Knochen, ein Spinnwirtel sowie hartgebrannte graublaue oder schwarze Keramik gefunden. Baubefunde waren hier nicht vorhanden.\n\nIn der jüngsten Dungstrate befanden sich mehrere Feuerstellen. Andere bauliche Reste wurden offenbar durch das rezente Ziegelfundament zerstört.\nEs handelte sich um mehrere Steinsetzungen zwischen 1,5 und 2 m Dm, die teils mit Lehm verputzt waren. Neben Keramik des 12. und 13. Jh. wurden hier Spinnwirtel, ein verzierter Messergriff, Bügelscheren, ein eiserner Löffelbohrer und Reste von Dauben angetroffen.\n\nDie mittlere Dungschicht enthielt zwei doppelte, jeweils im Abstand von 10 cm gesetzte Holzpfostenreihen mit runden oder viereckigen, unten flach abgeschnittenen und 20 bis 80 cm messenden Pfosten, die man in Pfostenlöcher eingesetzt hat. 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Das an der nördlichen Profilwand befindliche Haus zeigte Parallelen zu Fpl. 42, allerdings handelte es sich anders als in der Großen Bäckerstraße um ein reines Flechtwerkhaus (soweit feststellbar). Bei den anderen Hölzern waren nur die Stangenhölzer der Felchtwände erhalten, für die man unbearbeitetes Holz und Spaltbohlen verwendet hatte. Hausständer wurden nur bei einem Hausgrundriss an der östlichen Profilwand beobachtet. In der südwestlichen Schnittecke fanden sich große Mengen Dung, die auf ein Stallareal hindeuten. \nEs wurde hier Keramik des 10. Jh., vereinzelt gemischt mit Typen des 9. Jh. angetroffen. Außerdem umfasst das Fundmaterial der Schicht einen nicht näher einzuordnenden schaufelähnlichen Gegenstand aus Holz mit Bohrloch unter dem Griff, eine Glasperle sowie die Reste einer bronzenen Klappwaage. Des Weiteren wurden ein dreilagiger Knochenkamm sowie ein Kruzifix aus Knochen gefunden, darüber hinaus ein Webgewicht, Bruchstücke von Gußtiegeln, Schleifsteine, Eisengegenstände und ein Spinnwirtel.\n\nDer älteste Siedlungshorizont besaß nur im nördlichen und östlichen Schnittbereich Baureste, d.h. Stangenhölzer von zwei Flechtwandbauten. Neben dem nördlichen befand sich offenbar ein Stall, da auch hier eine Dungschicht anzutreffen war. Steffens (1953\/55, 116) datiert diesen Horizont aufgrund der Keramik in die zweite Hälfte des 9. Jh. 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Ludowici\n\n2003-14\n\nÜbergabe von Funden aus dem Nachlass Matthes an das HMA; Fundzettel in OA.\n\n2006-82\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Recherche über die ehemalige Nutzung von Funden aus Fpl. 49 im Zusammenhang mit Glasverarbeitung; Schriftverkehr; Publikation über einen Reitersporn von Fpl. 49.\n\n2013-338\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Recherche für eine geplante Masterarbeit von E. Kuschnia; Schriftverkehr.\n\nKartierung anhand von ",
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     "beschreibung" : "Bei der Ausgrabung konnte folgender Schichtverlauf beobachtet werden:\nAn oberster Stelle konnte eine 5-10 cm mächtige Sandschicht dokumentiert werden, die fundleer war. Darunter (ca. bei + 1,95 m NN) wurden mehrere (mindestens drei) Dungschichten aufgedeckt werden. Anschließend folgten durch Brandschichten getrennte überwiegend sandige Schichten. Innerhalb dieser Schichten wurden wellenverzierte Keramik und eine Scherbe mit Kreuzstempelornament und eine mit Gurtfurchen aufgefunden. Die beiden darauf folgenden ältesten Schichten waren mit einer großen Menge an Holzschnitzeln durchsetzt. Zudem wurden Scherben von Pingsdorfer Krügen gefunden.\nUnterhalb dieser ältesten Schichten folgte grauer Marschenschlick.\n\"Fast in sämtlichen Schichten\" (nähere Beschreibung in der OA nicht vorhanden) konnte gebrannter Lehm mit Flechtwandspuren festgestellt werden. In der ältesten Schicht konnten zudem Reste von Flechtwänden freigelegt werden.   ",
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     "beschreibung" : "1 Meter unter den alten Mauerfundamenten des zerbombten Hauses an der Ecke Schauenburger- und Pelzerstraße konnte F. Lienau eine dunkle Erdverfärbung im Profil feststellen. Dabei handelte es sich um eine in den anstehenden Sand eingetiefte Grube (oder Graben), die mit Scherben und Holzkohle verfüllt war.\nUnmittelbar über dieser Stelle war der Boden (wohl durch mittelalterliche Bebauung lt. Schindler) stark gestört. Innerhalb dieser Schicht wurden erhebliche Anreicherungen von Tierknochen aufgefunden.",
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     "beschreibung" : "Vom 12.04. bis Juni 1955 wurden auf dem Baugelände für den Neubau des Hauses \"Hamburger Adreßbuch\" zwei Schnitte durch F. Westhusen und H.G. Steffens untersucht. Der Fundplatz wurde als Fpl. 52 A bezeichnet.\nEs wurde ausschließlich in der nördlichen Hälfte des Grundstücks gegraben, da der südliche Bereich bereits stark gestört war.\nSchnitt 1 befand sich im nordöstlichen Teilabschnitt und war zunächst 2 x 2 m groß, bis man ihn schließlich um 1,5 m nach Süden erweiterte. \nSchnitt 2 befand sich im nordwestlichen Teilabschnitt und maß 3 x 3 m, konnte jedoch aufgrund der Baumaßnahmen nicht vollständig untersucht werden.\nIn beiden Schnitten wurde eine \"größtenteils ungestörte Folge der mittelalterlichen Schichten\" beobachtet, die vom 9. bis zum 13. Jh. reichte.  Schnitt 1 erbrachte außerdem Reste von Flechtwandhäusern des 9. und 10. Jh., wobei die Kulturschichten dem natürlichen Gelände folgend ein N-S- weisendes Gefälle besaßen. Es konnten mehrere, teils recht massive Brandschichten beobachtet werden, von denen R. Schindler die stratigrafisch älteste mit dem Brand der 845 zerstörten und nur wenige Meter nördlich der Fundstelle gelegenen \"Hammaburg-Palisade\" in Verbindung bringt (Schindler 1960, 58). Das Fundmaterial der Schnitte umfasste einheimische, aber auch rheinische Keramik, Scherben eines großen Tüllengefäßes, Bruchstücke eines durchlochten Bsaltlava-Mühlsteins mit Randwulst am Loch, einen zerbrochenen Fingerring aus Bernstein, Eisenschlacke und viele Kugeltopfscherben. Es wurden außerdem Bau- und Rundhölzer \"aller Art\" bis in die tieferen Schichten angetroffen.\nDie Grabungsfläche ergab außerdem einen \"bis zu 1,2 m - NN in den Marschenschlick eingetieften, aus Brettern zusammengefügten Brunnenschacht\" (Deutung fraglich), an dessen Grund ein Gefäßbruchstück des 9. Jh. gefunden wurde (Schindler 1960, 58):\n\nFpl. 52 B bezeichnet eine Fläche unmittelbar vor dem Haus des \"Hamburger Adreßbuchs\". Hier wurden bei Verlegung eines 6 m eingetieften Gashauptrohres Funde in verschiedenen Tiefen durch die Schachtarbeiter und Mitarbeiter des MHG gemacht, u.a. Kugeltopf- und Grapenscherben, kleine Salbentöpfchen \"mit metallischer Oberfläche\", rheinische Keramik, Holzdauben, ein gedrechselter hölzerner Wasserhahn, Holzlöffel, \"Knochenabfälle einer Kammmacherwerkstatt\", Spinnwirtel, \"geflochtene Mooszöpfe\", glasierte Scherben und Tierknochen. Darunter war auch das Bruchstück einer frühmittelalterlichen Tonlampe.",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1955-8\n\nBei Ausbaggerungen für den U-Bahntunnel Fungfernstieg-Meßburg wurde im Bauabschnitt VI, im Bereich Schmiedestraße\/Domstraße\/Alter Fischmarkt eine breite schluchtartige Vertiefung beobachtet, die eine Tiefe von bis zu 2,5 m aufwies und westlich des ersten Trockengrabens der Hammaburgbefestigung lag; Vermutlich handelte es sich um einen Hohlweg; Wohl im 11. Jh. erfolgte eine Auffüllung; Über der Füllschicht wurden die Bohlen eines Weges nachgewiesen; Weiter südlich fanden sich Reste von Flechtwerkwänden und Kulturabfälle; Das Fundmaterial bestand aus Keramik, Leder, Holz, bearbeitete Tierknochen und Schlackenstücke; Vorhanden sind ein Bericht, Artikel und Grabungs- und Lagepläne.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Bei Ausschachtungen wurden ein silberner Löffel mit christlicher Inschrift (\"SO HAT GOT DIE WELTD GELIEBT DASER SEINEN SON GAB\") und Rankenornament sowie die Hälfte einer polychrom glasierten Ofenkachel mit bärtiger Figur und Inschrift (\"H JOHAN I CHRF\") aufgefunden.",
     "lk_geoplugin" : 
     { "geometry_ids" : 
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     "kommentar_funde" : "1) silberner Löffel\n2) polychrom glasierte Ofenkachel\nFundbestand: MHG 1955:102-103",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2018-05-22\nBearbeiter: Ronja Mücke",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1956-627\n\nBei der Ausbaggerung einer Baugrube konnte Westhusen Befunde dokumentieren und Funde bergen; In einer dunkelhaltigen Kulturschicht ca. 1 m -NN, die nach Osten geneigt war, fanden sich hartgebrannte Topfscherben des 13.\/14. Jhd.; In einem anderen Teil der Baugrube wurde dicht unter einem Kopfsteinpflaster in einer Tiefe von 3 m eine Ziegelmauer (Klosterformat 20 x 14 x 9,5) entdeckt, die auf Rammpfählen stand; Seitlich von diesem Befund wurde ein Holzrost, das auf Feldsteinen lag, aufgefunden; In höheren Schichten war der Boden von Knüppellagen und Hölzern durchsetzt; In tieferen Schichten bestand der Boden aus Klei der mit Schwemmhölzern durchsetzt war; Das Fundmaterial bestand aus schwarzgrauen, hartgebrannten Topfscherben, der Daube eines Holzbechers, einem Eisennagel und Eisendraht; Vorhanden sind Grabungspläne, ein Bericht fehlt.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "26.06.1956:\nDer Brunnenkasten war aus Eichenbohlen errichtet und hatte eine viereckige Form. Die Bohlen hatten eine Länge von 1 m und eine Stärke von 6 cm. Der Brunnen war bis zu einer Höhe von 1,3 m freigelegt, ging aber nach Angaben noch mindestens 2 m weiter in den Boden hinein. Südlich vom Brunnen war der Brunnenschacht mit steiler Wand zu erkennen. Im nördlichen Teil verlief die Grube flach.\nInnerhalb der Brunnengrube fand F. Westhusen Bruchstücke von Dachziegeln und Lederreste.\nEinige Meter nördlich des Brunnens wurde eine Grube im anstehenden Lehm aufgefunden. Der Füllboden der Grube bestand aus Lehm, der Holzkohlestücke enthielt. Zudem befand sich westlich des Brunnens eine Grube, die mit Dung gefüllt war.\n26.07.1956:\nIn einer Tiefe von 1,75 m wurde ein Steinpflaster aufgefunden. Große Steine waren nebeneinander gelegt und die Zwischenräume mit kleineren Steinen ausgefüllt. Über der Steinpflasterung lag eine Brandschicht durchsetzt mit Tierknochen. Die freigelegte Fläche war 2,2 x 5,5 m groß.\nNördlich des Steinpflasters wurden Dungschichten aufgefunden.",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\n1950-5\n\nFund eines Rengeweihbeils bei Bohrungen an der Kaimauer für die Fundamentierung von Neubauten der Gasanstalt; Lage innerhalb einer Sandschicht ca. 10 m unter dem damaligen Elbbett; Rengeweihbeil ca. 52 cm lang, Datierung ins Paläolithikum; Fundzeichnung im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici; Fpl. im Katalog Stadtkataster aufgeführt, Kartierung mit Stand 05\/2018 jedoch nicht auffindbar.\n\nKartierung basiert auf LA 1947-5 Altstadt 110 111; genaue Lage unklar, da Beschreibung in OA ungenau und Kartierung Ludowici 1997 nicht vorhanden.",
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     "beschreibung" : "Innerhalb einer Sandschicht, die ca. 10 m unter dem damaligen Elbbett lag (12,4 m - NN) wurde ein 52 cm langes Rengeweihbeil aufgefunden. Das Beil hatte eine 7 cm lange Eissprosse als Klinge.",
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     "beschreibung" : "Innerhalb einer Sandschicht, die ca. 10 m unter dem damaligen Elbbett lag (12,4 m - NN) wurde ein 52 cm langes Rengeweihbeil aufgefunden. Das Beil hatte eine 7 cm lange Eissprosse als Klinge.\n\nLokalisierung des Fundplatzes problematisch. Angabe vom 5.5.1950: \"Bei Bohrungen für die Fundamentierung von Neubauten für die Gasanstalt...\"\nNach Schindler 1960, 41: \"Bei Anlage von Bohrpfählen an der Kaimauer...\"",
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     "beschreibung" : "1957-36\n\nEin beim Bau der Katharinenschule im herangefahrenen Schutt entdeckter Sandsteinblock hatte eine rechteckige Form und eine Seitenlänge von 56 cm, die Höhe beträgt 57 cm; Der Block weist eine Höhlung auf, die leicht oval ist (46 x 52 cm); Die Wandungen im Inneren sind glatt, während die Außenseite rau ist und Bearbeitungsspuren aufweist; Die Höhlung war mit Torf und humosem Boden ausgefüllt; Der Fund muss von anderer Stelle stammen; Das Deckblatt der OA erwähnt einen Bericht von Westhusen, dieser ist in der OA allerdings nicht mehr vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "kommentar_funde" : "Fundverbleib unbekannt",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2011-11-01\nBearbeiter: Brandt",
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     "funddatum" : 
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     "version" : "1" } },
   
   { "_objecttype" : "fundplatz_element",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2012-03-06\nBearbeiter: Thomas Hepfer",
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     "alte_id" : "fundplatz_element_archiv_6847_version_5_6847_5_f_2012-03-06 09:08:17_20",
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     "beschreibung" : "Der beim Bau der Katharinenschule im herangefahrenen Schutt entdeckte Sandsteinblock hatte eine rechteckige Form. F. Westhusen gibt in seinem Bericht nur eine Seitenlänge mit 56 cm an. Die Höhe des Blockes beträgt 57 cm. Der Block hat eine Höhlung, die leicht oval ist (46 x 52 cm). Die Wandungen im Inneren sind glatt, während die Außenseite rau ist und Bearbeitungsspuren aufweist.\nDie Höhlung war mit Torf und humosem Boden ausgefüllt.",
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     "beschreibung" : "Der Fundplatz wurde im Zuge des U-Bahn-Baus (Trasse Hauptbahnhof - Jungfernstieg) vom 23.9. 1958 bis zum 15.1. 1959 unter Leitung von R. Schindler und F. Westhusen ausgegraben, nachdem bereits im Bauabschnitt Alter Fischmarkt\/Messberg 1956 wichtige Beobachtungen gemacht worden waren (Fpl. 53 und 63).\n\nAus dem Bereich des Fundplatzes stammen außerdem keramische Lesefunde, die Herr Kröger 1955 in einem Brunnen zur Grundwasserabsenkung für den U-Bahn-Bau machte, sowie eine Bronzeplatte aus Bodenaushub, die Besucher der Hamburger Kusnthalle 1956 fanden. Im selben Jahr wurde außerdem ein \"mutmaßliches Schloßteil\" (OA) aus Eisen angekauft, welches bei Bohrungen für die U-Bahn gefunden worden war.\n\nDas Grabungsareal von 1958\/1959 orientierte sich an der Baugrube respektive der U-Bahn-Trasse. Es wurde in drei Abschnitte, d.h. Nord-, Mittel- und Südabschnitt eingeteilt. Der Nordabschnitt stellt dabei die Hauptgrabung dar, während die anderen Flächen teils nur baubegleitend untersucht werden konnten. Die Baugrube besaß eine Tiefe bis zu 10 m unter Straßenniveau. \n\nDie Grabungsfläche des Nordabschnitts wurde im Süden durch die nördliche Fleetuferbefestigung des 1877 zugeschütteten Reichstraßenfleetes gebildet. Die Befestigung bestand aus einer Bohlenwand, die auf Rammpfählen errichtet wurde. Die Bohlen sind 37 cm breit und 8 cm stark gewesen und besaßen auf beiden Längsseiten jeweils eine Nut von 5 x 2,5 cm Größe - beim Aneinanderfügen zweier Bohlen entsteht so eine 10 x 2,5 cm große Nut, die durch eine entsprechende Leiste zur Verbindung ausgefüllt wurde. Die Bohlenwand war bis zu einer Höhe von 2,5 m üNN erhalten und war rückseitig teils durch Eisenanker, teils durch Ankerbalken aus Holz (auf Zug\/Druck) versteift. Eine Gruppe Hölzer in der SO-Ecke des Abschnitts konnte als eine solche Versteifung angesprochen werden, sie bestand aus vierkantigen Rammpfählen und horizontalen Hölzern, die durch Verzahnungen verbunden waren. Der Eisenanker, der die Wand hier hält, ist vor der Wand mit einem starken Pfahl verbunden und 3 m hinter der Wand in einer Pfahlgruppe verankert.\nDes Weiteren konnten Teile einer steinernen Abflussrinne freigelegt werden, die auf 6 m Länge ein Gefälle von 38 cm aufwies und nach Süden zum Fleet ausgerichtet war. Sie bestand aus ausgemeißelten Steinblöcken, deren Aushöhlung oben 32 cm weit, am Grund dagegen 22,5 cm weit war und eine Bodenstärke von 10 cm besaß. Steinplatten von 43 x 115 x 15 cm Größe verschlossen die Rinne, wobei die Fugen mit außen angebrachten gelben Mauersteinen und Zementmörtel abgedichtet worden waren. Die Rinne lagerte auf Holzbohlen. Parallel zu ihr verliefen einige Hölzer, denen rechtwinklig weitere Hölzer angeschlossen waren. Teils war die Rinne hier eingebaut, teils überlagerten sie die Hölzer auch. Nördlich des Befundes lagen weitere Hölzer sowie einige große Steine, deren Höhenlage zwischen 3,0 und 1,8 m üNN schwankte. Das Planum 1 lag durchschnittlich bei 1,8 m üNN, Westhusen beschreibt den Boden als sandig und mit zahlreichen Lederresten durchsetzt.\nPlanum 2 war im südlichen Bereich durch Einbauten der Fleetbefestigung sehr stark gestört, im nördlichen Teilabschnitt war dagegen noch eine Brandschicht vorhanden. In der Nordwestecke der Fläche wurde eine \"Anlage parallel verlaufender Bohlen respektive Stämme\" angetroffen, deren nördlichste Bohle eine Neigung nach Osten (von 1,4 m üNN auf 1,27 m üNN) aufwies und auf mehreren starken Hölzern ruhte. \"Von besonderem Interesse war ein knorriger Stamm, der von einem mit Moos durchsetzten Rutengeflecht bedeckt war\", darunter wurde ein Pferdeschädel gefunden, der mit der Kalotte nach unten gelagert war. Vor der genannten Bohle befanden sich außerdem in 2m Abstand ein \"Stamm\" sowie zwischen den Befunden zahlreiche faustgroße Steine. Südlich des Stammes wurde eine Reihe dicht nebeneinander stehender Pfähle freigelegt.\nIn Planum 3 setzten sich die genannten Holzbefunde im nördlichen Teilbereich in Dungschichten fort, während südlich lange Stämme angetroffen wurden, die ebenfalls nach Osten absanken. \nMit Planum 4 wurden Sandschichten unter den Dunghorizonten erreicht, wobei außerdem eine \"torfige mit Holz durchsetzte Schicht\" im südlichen Abschnitt angetroffen wurde, in der ein kleines Steinpflaster freigelegt werden konnte.\nPlana 5 und 6 beschreiben die Sandschicht, die über dem gewachsenen Klei auflag. Darin enthalten war eine örtlich begrenzte schwarze Bänderung von -0,85 m NN bis -1,6 m NN in südlicher Richtung. Nach dem Abtragen der \"torfigen Schicht\" wurden Strukturen aus eingeschlagenen Pflöcken sichtbar, die sich in mehreren Reihen konzentrierten. Die südlichste zog in O-W-Richtung durch das Planum und bog nach Norden um. Eine zweite Reihe verlief in SW-Richtung auf die erste zu und \"vereinigte\" sich mit ihr. Die Pflöcke waren durchschnittlich 6 bis 8 cm stark.\nBeim weiteren Abtiefen in Planum 8 wurde erkennbar, dass sich die Spuren der Besiedlung in den südlichen Teilbereich der Fläche verlagerten. Hier wurden in einer Tiefe von -2,4 m NN zahlreiche Birken- und Erlenhölzer angetroffen sowie ein 10,6 m langer starker Eichenholzstamm. Laut Westhusen lässt \"die Lage des Stammes [...] vermuten, dass es der Grundbalken einer Anlage war, die zum Heraufziehen von Schiffen diente\", das Südende hatte sich offenbar ursprünglich im Wasser befunden.\n\nDas Ostprofil zeigte die nach Süden abfallenden Schichten. Auf dem anstehenden Sand lagerte eine weitere, mit Muscheln durchsetzte Sandschicht, die in Richtung Geest\/Norden dünner wird. Darüber wurde eine 1,6 m starke Kleischicht angetroffen, die im Norden einheitlich, Richtung Süden jedoch schwarz gebändert und mit Sandeinlagerungen versehen war. Die Kleischicht wurde von einer grauen Sandschicht überlagert, die teils in den Klei eingriff. Darüber lag eine torfige, holzhaltige Schicht, in der vereinzelt Tierknochen und wenig Keramik auftraten. Sie war durch eine starke Sandschicht von Dungschichten getrennt, die in den oberen Horizonten durch rezente(re) Bautätigkeiten beeinträchtigt wurden. Im nördlichen Bereich traten Brandschichten auf. Die jüngeren Auffüllschichten waren durch Ziegelbruch gekennzeichnet und enthielten teils Lederreste. In Höhe von 2,6 m üNN wurde eine Münze des Jahres 1628 gefunden.\nDie Schichtenabfolge wurde im allgemeinen im Westprofil bestätigt, nur war die Sandschicht über dem Klei nicht so stark ausgeprägt und verschwand stellenweise ganz. Die Dungschicht war teils auf einem Brandhorizont gelagert, der auch in einer benachbarten Grabung von 1956 angetroffen werden konnte.\n\n\n\n",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler; Fpl. 62 und 63 zusammen als Fpl. 53a bezeichnet.\n\n1958-1\n\nHauptuntersuchung durch das MHG unter Leitung von R. Schindler und F. Westhusen in Bauabschnitt VII des U-Bahn-Tunnels Jungfernstieg-Hauptbahnhof 1958-1959; Zuordnung \"Nordabschnitt\" und \"Mittelabschnitt\" zu Fpl. 62 und \"Südabschnitt\" zu Fpl. 63; Bericht Pollenanalyse für Fpl. 62 und 63 in OA Fpl. 62, gemeinsame Pläne und Zeichnungen im Planarchiv vorhanden.\n\n1958-2\n\nBei der Ausgrabung von Fpl. 62 durch R. Schindler und F. Westhusen Untersuchung des \"Nordabschnitts\" und \"Mittelabschnitts\" von Baufeld VII der U-Bahn-Trasse; allerdings nur im \"Nordabschnitt\" genauere Untersuchung möglich, in den anderen Bereichen teilweise nur Baustellenbeobachtung; Grabungspläne, Baupläne und Zeichnungen im Planarchiv vorhanden.\nErfassung der Uferzone des 1877 zugeschütteten Reichenstraßenfleets im \"Nordabschnitt\"; Dokumentation von zahlreichen Holzbaubefunden, Dungschichten, einer Uferbefestigung des Fleets aus Bohlen und Rammpfählen, einer möglichen Schiffsgleitanlage, eines kleinen Steinpflasters und einer Brandschicht, Datierung laut Schindler ins 9.-16. Jh.; bemerkenswert eine mächtige Ablagerungsschicht aus Lederabfällen, eine steinerne Rinne sowie Werkstattabfälle eines Kammmachers; nördlicher Uferstreifen des Reichenstraßenfleets im Mittelalter zumindest zeitweilig offenbar nicht bebaut.\nErfassung des Wasserlaufs und des südlichen Ufers des Reichenstraßenfleets im \"Mittelabschnitt\" der Grabung, durch die Dokumentation von mehreren Profilen Erkenntnisse über Entstehung und Entwicklung des Reichenstraßenfleets; auch hier Dungschichten und eine Brandschicht erkennbar; laut Schindler Deutung des Fleets als Befestigung eines ursprünglich natürlichen Arms der Bille.\nAus dem Bereich von Fpl. 62 bereits ältere Lesefunde vorhanden, darunter Keramikfunde durch Kröger in einem Brunnen zur Grundwasserabsenkung für den U-Bahn-Bau 1955, eine Bronzeplatte aus einem Bodenaushub durch Besucher der Hamburger Kunsthalle 1956 sowie ein durch das MHG angekauftes mutmaßliches Schloßteil aus Eisen 1956; unter den Funden der Grabung 1958 Keramik, Knochen, Kleinfunde, Lederreste, Münzen und zahlreiche weitere Funde.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Der Fundplatz wurde im Zuge des U-Bahn-Baus (Trasse Hauptbahnhof - Jungfernstieg) vom 23.9. 1958 bis zum 15.1. 1959 unter Leitung von R. Schindler und F. Westhusen ausgegraben, nachdem bereits im Bauabschnitt Alter Fischmarkt\/Messberg 1956 wichtige Beobachtungen gemacht worden waren (Fpl. 53 und 63).\n\nAus dem Bereich des Fundplatzes stammen außerdem keramische Lesefunde, die Herr Kröger 1955 in einem Brunnen zur Grundwasserabsenkung für den U-Bahn-Bau machte, sowie eine Bronzeplatte aus Bodenaushub, die Besucher der Hamburger Kusnthalle 1956 fanden. Im selben Jahr wurde außerdem ein \"mutmaßliches Schloßteil\" (OA) aus Eisen angekauft, welches bei Bohrungen für die U-Bahn gefunden worden war.\n\nDas Grabungsareal von 1958\/1959 orientierte sich an der Baugrube respektive der U-Bahn-Trasse. Es wurde in drei Abschnitte, d.h. Nord-, Mittel- und Südabschnitt eingeteilt. Der Nordabschnitt stellt dabei die Hauptgrabung dar, während die anderen Flächen teils nur baubegleitend untersucht werden konnten. Die Baugrube besaß eine Tiefe bis zu 10 m unter Straßenniveau. \n\nDie Grabungsfläche des Nordabschnitts wurde im Süden durch die nördliche Fleetuferbefestigung des 1877 zugeschütteten Reichstraßenfleetes gebildet. Die Befestigung bestand aus eine Bohlenwand, die auf Rammpfählen errichtet wurde. Die Boheln sind 37 cm breit und 8 cm stark gewesen und besaßen auf beieden Längsseiten jeweils eine Nut von 5 x 2,5 cm Größe - beim Aneinanderfügen zweier Bohlen entsteht so eine 10 x 2,5 cm große Nut, die durch eine entsprechende Leiste zur Verbindung ausgefüllt wurde. Die Bohlenand war bis zu einer Höhe von 2,5 m üNN erhalten und war rückseitig teils durch Eisenanker, teils durch Ankerbalken aus Holz (auf Zug\/Druck) versteift. Eine Gruppe Hölzer in der SO-Ecke des Abschnitts konnte als eine solche Versteifung angesprochen werden, sie bestand aus vierkantigen Rammpfählen und horizontalen Hölzern, die durch Verzahnungen verbunden waren. Der Eisenanker, der die Wand hier hält, ist vor der Wand mit einem starken Pfahl verbunden und 3 m hinter der Wand in einer Pfahlgruppe verankert.\nDes Weiteren konnten Teile einer steinernen Abflussrinne freigelegt werden, die auf 6 m Länge ein Gefälle von 38 cm aufwiest und nach Süden zum Fleet ausgerichtet war. Sie bestand aus ausgemeißelten Steinblöcken, deren Aushöhlung oben 32 cm weit, am Grund dagegen 22,5 cm weit war und eine Bodenstärke von 10 cm besaß. Steinplatten von 43 x 115 x 15 cm Größe verschlossen die Rinne, wobei die Fugen mit außen angebrachten gelben Mauersteinen und Zementmörtel abgedichtet worden waren. Die Rinne lagerte auf Holzbohlen. Parallel zu ihr verliefen einige Hölzer, denen rechtwinklig weitere Hölzer angeschlossen waren. Teils war die Rinne hier eingebaut, teils überlagerten sie die Hölzer auch. Nördlich des Befundes lagen weitere Hölzer sowie einige große Steine, deren Höhenlage zwischen 3,0 und 1,8 m üNN schwankte. Das Planum lag durchschnittlich bei 1,8 m üNN, Westhusen beschreibt den Boden als sandig und mit zahlreichen Lederresten durchsetzt.\n",
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     "kommentar_funde" : "Fundbestand: MHG 1955:229 (Keramik), MHG 1956:72 u. 108 (Bronzeplatte, Schlossteil), MHG 1958: 95-110 (Funde aus dem \"Mittelabschnitt\") und 111-323 (Funde aus dem \"Nordabschnitt\")",
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     "beschreibung" : "Vom 23.9. 1958 bis zum 15.1. 1959 erfolgten baubegleitende Befundfreilegungen durch R. Schindler und F. Westhusen vom MHG im Zuge des Baus der U-Bahn-Verbindung vom Jungfernstieg zum Hauptbahnhof. Schindler zufolge handelte es sich bei der untersuchten Fläche um den \"Südabschnitt\" bzw. den Bauabschnitt VII. Um eine wissenschaftlich wertvolle Plangrabung zu ermöglichen, wurde das Projekt durch die DFG finanziert.\nDer untersuchte Bereich umfasste eine 15 x 30 m große Fläche am Alten Fischmarkt, die Schindler als Nordabschnitt bezeichnet und die zusätzlich am nördlichen Ufer des Reichenstraßenfleetes gelegen war. Des Weiteren betroffen waren der sogenannte Mittelabschnitt mit dem ehemaligen Fleetbereich und dessen Südufer sowie der Südabschnitt von der Reichenstraße bis zum Gröningerstraßenfleet. Die beiden letztgenannten Abschnitte wurden nicht planmäßig ausgegraben, sondern baubegleitend untersucht.\n\nIm Nordabschnitt wurde in Planum I zunächst ein Teil der jüngsten Uferbefestigung des 1877 zugeschütteten Reichenstraßenfleetes angetroffen. Es handelte sich um starke vierkantbehauene Rammpfähle und liegende Hölzer, die teils mit Nuten und \"starken Absicherungen\" verankert waren und die sich als verlagerte Plankenwand des Fleetes herausstellten. Ursprünglich bestand die Uferbefestigung aus an den Längsseiten genuteten Eichenbohlen mit Querversteifungen, die auf Rammpfählen ruhten und über Eisenlager mit Pfählen hinter der Spundwand verbunden waren. Eine steinerne Abflussrinne mit Abdeckung und einem Stammsiehl wurde ebenfalls angetroffen, sie war auf hölzernen Bohlen gelagert. Der übrigen Boden soll mit im Rechteckverband liegenden Hölzern durchsetzt gewesen sein, deren Funktion nicht ermittelt werden konnte.\nIn Planum II wurden weitere Holzbaureste der Uferbefestigung angetroffen, außerdem ein Brandhorizont, der die gestörte Uferzone von dem ungestörten Nordbereich abgrenzte. In der Nordwestecke des Bauabschnitts wurde ein Hausrest angeschnitten, bei dem es sich um einen Flechtwandbau handelte. Östlich davon befand sich der Befund eines Holzhauses, von dem noch \"Pflöcke der Flechtwand, Steinansammlungen und große breite liegende Holzdielen\" erkannt wurden. Laut Schindlers Bericht wurde unter einem \"unbearbeiteten, knorrigen Stamm, der von einem mit Moos durchsetzten Rutengeflecht bedeckt war\", die umgedrehte Schädelkalotte eines Pferdes gefunden, die Schindler als Bauopfer anspricht.\nIn der Grabungsfläche wurden zahlreiche Lederreste gefunden sowie weitere Funde, die Schindler in das 13. Jh. einordnet.\nPlanum III erbrachte weitere ostwärts gerichtete Holzteile, d.h. \"rohe, starke Stämme, dreifach parallel gestaffelt und zum Teil mit eingeschlagenen Pflöcken oder vierkantigen Rammpfählen [...] gesichert\", bei denen es sich wohl um eine ältere Uferbefestigung des Fleetes mit hohem Wasserstand handelte. Weitere verkeilte Stämme wurden im Süden der Grabungsfläche freigelegt. Als Funde wurden hier Keramik mit Bleiglasur, grünglasierte Scherben, Dauben von Holzgefäßen, bearbeitete Geweih- und Knochenstücke, ein eiserner Schlüssel und Bruchstücke eines Dreilagenkammes geborgen.\nMit Planum IV werden die dung- und lederhaltigen Auftragsschichten durch ebenfalls teils aufgetragene Sandschichten abgelöst, die als eher fund- und holzarm beschrieben werden. Es wurde lediglich ein kleines Steinpflaster angetroffen.\nPlanum V und VI wiederum erbrachten eine torfige, mit Faserresten und Holzabfällen durchsetzte Schicht im Sandboden, die vereinzelt Fundmaterial des 9. Jh. enthielt. Schwarze Bänder in Höhen von 0,85 bis 1,6 m uNN deutet Schindler als Wasserstandsmarken des Fleetes. Die hier vorhandene Uferbefestigung bestand aus reihenweise ans Ufer gesteckten Pflöcken, deren Zwischenräume mit Flechtwerk ausgefüllt waren (\"eine Art Faschinen also\"). Im Nordwesten der Grabungsfläche verlaufen die Anlagen bogenförmig um eine Geländesenke herum, in der sich offenbar Regenwasser sammelte und durch einen in früheren Grabungen in der Umgebung erkannten Hohlweg abfloss. \nMit Planum VII wurde der gewachsene Kleiboden erfasst, in dem zahlreiche Hölzer, darunter auch ein starker Eichenstamm von 10,6 m Länge, vorhanden waren. Im Gegensatz zu regellos liegenden Birken- und Erlenhölzern war der Stamm an einigen Stellen durch eingeschlagene Holzpflöcke gesichert und wies eine Schräglage auf, sodass Schindler ihn als \"Gleitbahn für Wasserfahrzeuge, die mit Hilfe von Rollen auf dem Stamm ins Wasser gelassen wurden\" interpretiert. Er datiert den Stamm anhand im Schlick eingelagerter Funde in das 8. Jh.\nIn den Profilen des Bauabschnitts fällt besonders die Mächtigkeit der Auftrags- bzw. Auffüll- und Schuttschichten auf. Baureste sind nur wenige vorhanden. Das Fundmaterial umfasst vor allem Lederreste, d.h. Schuhsohlen, Oberleder, Riementeile und Materialverschnitt, durchgängig mit Ziegelbruch vermischt. Aus den tieferen Lagen der Leder-Schutt-Schicht wurde ein Hamburger Hohlpfennig Adolfs IV (1225-1239) geborgen. Auch historische Überlieferungen bringen den Alten Fischmarkt mit einem Standort für Schusterhandwerk in Verbindung. Die oberen Schuttschichten erbrachten außerdem einen Hamburger Doppelschilling aus dem 30jährigen Krieg (geprägt 1628), sodass die lederführenden Schichten vom 13. bis zum 17. Jh. reichen.\n\nIm Mittelabschnitt der Bahntrasse wurde die südliche Uferbefestigung des ehemaligen Fleetes erfasst, die aus einer mit Eisenankern abgesicherten, auf Rammpfählen ruhenden Quadermauer bestand. Ebenfalls erfasst wurde das Bohlenrost eines Hausfundamentes an der Fleetmauer. Die Quadermauer setzt sich nach Westen in Form einer ebenfalls auf Rammpfählen gelagerten Ziegelverblendmauer fort. Des Weiteren beschreibt Schindler ein \"Wirrwarr von Pfahlrammungen und tiefgehenden Fundamenten\", konnte aber außer einer hölzernen Wasserleitung keine älteren Bauhorizonte ausmachen.\nIn den Profilen konnte neben der künstlichen Befestigung des Reichenstraßenfleetes auch der ursprüngliche Verlauf des Flusslaufes ausgemacht werden sowie ein 8 m breiter und ca. 1 m hoher Schlickwall, \"wie er an Marschprielen für gewöhnlich zu beobachten ist\" und der von periodischen Überschwemmungen herrührt.\n\nIm Bereich des Südabschnittes wurde das Gelände zwischen dem Reichenstraßenfleet und dem Gröningerstraßenfleet erfasst, bei dem es sich um eine von Rinnen und Senken überzogene Marscheninsel handelte. In einer der Senken wurden zwischen Auffüllungsschichten aus Dung- und Klei drei Schichten \"Knüppelhölzer\" bzw. Strauchwerk und Reisig beobachtet. Schindler zufolge kann es sich um eingespültes Material oder aber um einen Reisig- bzw. Knüppelweg handeln.\nEin weiterer 1,6 m breiter Gehweg aus Erlen- und Birkenknüppeln diente als Zugang eines Hauses. Des Weiteren wurde ein Bohlenweg aus einem Unterzug mit daraufliegenden Rundhölzern von 1,35 m Länge erfasst, der zwei Bauphasen aufwies. Der älteste Bohlenbelag war nur lückenhaft erhalten und lag ca. 40 cm tiefer als der jüngere. Die Horizonte waren durch Lehm- und Dungschichten sowie durch einen Brandhorizont getrennt. Die Baggerarbeiten schnitten außerdem noch vier bzw. fünf Hausgrundrisse an. Die an der westlichen Schnittwand befindlichen Häuser waren N-S-orientiert, die an der östlichen Seite jedoch O-W.\nHaus 1 besaß noch Reste der Wandpfosten mit Flechtwerk und Lehmbewurf, außerdem konnte hier eine aus rotgebranntem Lehm bestehende Feuerstelle freigelegt werden sowie Reste der Holzdielen im Hausinneren, die auf einer Lage Reisig lagerten.\nHaus 2 war in ähnlicher Weise erhalten, zu diesem Gebäude gehörte offenbar der bereits erwähnte Gehweg aus Reisig und Knüppelhölzern. Hier gefundene Scherben datieren laut Schindler in das 12. Jh., außerdem wurden ein eiserner Sporn, ein Rinderschädel und ein eisernes Messer gefunden. Beim Entfernen des Baubefundes von Haus 2 trat darunter ein gleichartig ausgerichteter älterer Hausbefund zutage. Dieses Haus 5 war auf dem gewachsenen Kleiboden errichtet worden und besaß eine Holzschwelle als Hauseingang an der südlichen Schmalseite, unter der ein Pferdeschädel gefunden wurde.\nHaus 3 bestand ebenfalls aus Pflockreihen mit Flechtwerkresten. Haus 4 war nur in Form einiger Wandpflöcke sowie einiger Dielenbretter im Hausinneren erhalten.\nDa alle genannten Häuser auf dem gewachsenen Kleiboden errichtet wurden und das Fundmaterial an den Anfang des 12. Jh. deutet, interpretiert Schindler sie als Zeichen einer Neubesiedlung des betreffenden Gebietes, die planmäßig ausgeführt wurde und sich von der eher regellosen älteren Bebauung des 9. und 10. Jh. an anderen Stellen unterscheidet.\n\nDas Fundmaterial umfasst u.a. Werkstattabfälle eines Kammmachers, Tierknochen, Wetzsteine, Daubenreste, Holzgefäße, eiserne Messer, eine eiserne Lanzenspitze, Eisenschlacke sowie andere Reste gewerblicher Herkunft. Schindler erwähnt besonders einen bronzenen Schreibgriffel, zwei Bleigewichte und vier Bruchstücke von tönernen Öllampen. Des Weiteren wurden ein eiserner Kienspanhalter mit gedrehtem Griffende, Knochenkämme, eiserne Schlüssel, Spinnwirtel, Hufeisen und eine eiserne Schafschere geborgen. Das keramische Material reicht vom 8. Jh. bis in die Neuzeit (Fleetverfüllung).\n\nSchindler zufolge lässt sich der Marktcharakter des Alten Fischmarktes archäologisch nicht sicher nachweisen, stattdessen sind Spuren für eine Ansiedlung von Ledergewerbe in der Überzahl. Der zum Fleet hin orientierte Bereich war zumeist unbebaut und wurde mit Schutt- und Abfallschichten aufgefüllt. Hausreste sind in lockerer Gruppierung als randliche Bebauung des Gebietes bis zum 9. Jh. nachzuweisen. Im östlichen Bereich des Reichenstraßenfleetes beginnt die Aufsiedlung jedoch erst mit dem 12. Jh., die betreffenden Gebäude zeigen eine strengere und regelmäßigere Ausrichtung.\n\nVom 17.08. 1989 bis zum 13.3. 1991 wurden zwei weitere Flächen durch F. Lüth vom HMA untersucht, als vor Ort die Baugrube für das Bauprojekt \"Dovenhof\" ausgehoben wurde. Ein Grabungsbericht liegt nicht vor.\nVerschiedenen Artikeln in der AiD zufolge (Lüth 1990) wurden bis 1990 an der Großen Reichenstraße nahezu 10.000 m² Fläche untersucht, die Aufschluss über die mittelalterliche Landgewinnung brachten. Demnach wurden im 12. Jh. lange Dämme aus Dung aufgeschüttet, die von Holzkonstruktionen gehalten wurden. Zwischen den N-S-orientierten Dämmen lagen offene Gräben, die das Marschland entwässerten. Auf einem der Dämme wurden die Fundamente einer Kemenate aus der Zeit um 1202 aufgedeckt. In der Neuzeit schüttete man die trockengefallenen Gräben zu und überbaute die mittelalterlichen Parzellen. Das Parzellierungsschema blieb zunächst erhalten und wurde erst durch moderne Großbauten aufgelöst.\nEine ebenso große Fläche sollte außerdem an der Kleinen Reichenstraße untersucht worden, Hier wurde unter mehreren neuzeitlichen Hofpflastern der Rest eines Fachwerkbaus freigelegt, der einen frühneuzeitlichen Bau überlagerte. Von dem Fachwerkbau waren nur die Schwellensteine erhalten, die im Süden und Westen in ein bestehendes Backsteinmauerwerk eingelassen sind, im Osten aber auf einem älteren gefliesten Fußboden leigen. Das ältere Gebäude mit dem Fliesenfußboden ist aus großformatigen Backstienen errichtet und datiert über Keramikfunde in das späte 15. Jh.\nAuch an der Kleinen Reichenstraße wurden die Dammkonstruktionen zur Landgewinnung aufgedeckt, die hier allerdings nur knapp 1m Höhe erreichten und an den Außenseiten mit einer dichten Reisigschicht befestigt waren.",
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     "beschreibung" : "Vom 23.09.1958 bis zum 15.01.1959 erfolgten baubegleitende Befundfreilegungen durch R. Schindler und F. Westhusen vom MHG im Zuge des Baus der U-Bahn-Verbindung vom Jungfernstieg zum Hauptbahnhof. Schindler zufolge handelte es sich bei der untersuchten Fläche um den \"Südabschnitt\" bzw. den Bauabschnitt VII. Um eine wissenschaftlich wertvolle Plangrabung zu ermöglichen, wurde das Projekt durch die DFG finanziert.\nDer untersuchte Bereich umfasste eine 15 x 30 m große Fläche am Alten Fischmarkt, die Schindler als Nordabschnitt bezeichnet und die zusätzlich am nördlichen Ufer des Reichenstraßenfleetes gelegen war. Des Weiteren betroffen waren der sogenannte Mittelabschnitt mit dem ehemaligen Fleetbereich und dessen Südufer sowie der Südabschnitt von der Reichenstraße bis zum Gröningerstraßenfleet. Die beiden letztgenannten Abschnitte wurden nicht planmäßig ausgegraben, sondern baubegleitend untersucht.\n\nIm Nordabschnitt wurde in Planum I zunächst ein Teil der jüngsten Uferbefestigung des 1877 zugeschütteten Reichenstraßenfleetes angetroffen. Es handelte sich um starke vierkantbehauene Rammpfähle und liegende Hölzer, die teils mit Nuten und \"starken Absicherungen\" verankert waren und die sich als verlagerte Plankenwand des Fleetes herausstellten. Ursprünglich bestand die Uferbefestigung aus an den Längsseiten genuteten Eichenbohlen mit Querversteifungen, die auf Rammpfählen ruhten und über Eisenlager mit Pfählen hinter der Spundwand verbunden waren. Eine steinerne Abflussrinne mit Abdeckung und einem Stammsiehl wurde ebenfalls angetroffen, sie war auf hölzernen Bohlen gelagert. Der übrigen Boden soll mit im Rechteckverband liegenden Hölzern durchsetzt gewesen sein, deren Funktion nicht ermittelt werden konnte.\nIn Planum II wurden weitere Holzbaureste der Uferbefestigung angetroffen, außerdem ein Brandhorizont, der die gestörte Uferzone von dem ungestörten Nordbereich abgrenzte. In der Nordwestecke des Bauabschnitts wurde ein Hausrest angeschnitten, bei dem es sich um einen Flechtwandbau handelte. Östlich davon befand sich der Befund eines Holzhauses, von dem noch \"Pflöcke der Flechtwand, Steinansammlungen und große breite liegende Holzdielen\" erkannt wurden. Laut Schindlers Bericht wurde unter einem \"unbearbeiteten, knorrigen Stamm, der von einem mit Moos durchsetzten Rutengeflecht bedeckt war\", die umgedrehte Schädelkalotte eines Pferdes gefunden, die Schindler als Bauopfer anspricht.\nIn der Grabungsfläche wurden zahlreiche Lederreste gefunden sowie weitere Funde, die Schindler in das 13. 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Dieses Haus 5 war auf dem gewachsenen Kleiboden errichtet worden und besaß eine Holzschwelle als Hauseingang an der südlichen Schmalseite, unter der ein Pferdeschädel gefunden wurde.\nHaus 3 bestand ebenfalls aus Pflockreihen mit Flechtwerkresten. Haus 4 war nur in Form einiger Wandpflöcke sowie einiger Dielenbretter im Hausinneren erhalten.\nDa alle genannten Häuser auf dem gewachsenen Kleiboden errichtet wurden und das Fundmaterial an den Anfang des 12. Jh. deutet, interpretiert Schindler sie als Zeichen einer Neubesiedlung des betreffenden Gebietes, die planmäßig ausgeführt wurde und sich von der eher regellosen älteren Bebauung des 9. und 10. Jh. an anderen Stellen unterscheidet.\n\nDas Fundmaterial umfasst u.a. Werkstattabfälle eines Kammmachers, Tierknochen, Wetzsteine, Daubenreste, Holzgefäße, eiserne Messer, eine eiserne Lanzenspitze, Eisenschlacke sowie andere Reste gewerblicher Herkunft. Schindler erwähnt besonders einen bronzenen Schreibgriffel, zwei Bleigewichte und vier Bruchstücke von tönernen Öllampen. Des Weiteren wurden ein eiserner Kienspanhalter mit gedrehtem Griffende, Knochenkämme, eiserne Schlüssel, Spinnwirtel, Hufeisen und eine eiserne Schafschere geborgen. Das keramische Material reicht vom 8. Jh. bis in die Neuzeit (Fleetverfüllung).\n\nSchindler zufolge lässt sich der Marktcharakter des Alten Fischmarktes archäologisch nicht sicher nachweisen, stattdessen sind Spuren für eine Ansiedlung von Ledergewerbe in der Überzahl. Der zum Fleet hin orientierte Bereich war zumeist unbebaut und wurde mit Schutt- und Abfallschichten aufgefüllt. Hausreste sind in lockerer Gruppierung als randliche Bebauung des Gebietes bis zum 9. Jh. nachzuweisen. Im östlichen Bereich des Reichenstraßenfleetes beginnt die Aufsiedlung jedoch erst mit dem 12. Jh., die betreffenden Gebäude zeigen eine strengere und regelmäßigere Ausrichtung.\n\nVom 17.08.1989 bis zum 13.03.1991 wurden zwei weitere Flächen durch F. Lüth vom HMA untersucht, als vor Ort die Baugrube für das Bauprojekt \"Dovenhof\" ausgehoben wurde. Ein Grabungsbericht liegt nicht vor.\nVerschiedenen Artikeln in der AiD zufolge (Lüth 1990) wurden bis 1990 an der Großen Reichenstraße nahezu 10.000 m² Fläche untersucht, die Aufschluss über die mittelalterliche Landgewinnung brachten. Demnach wurden im 12. Jh. lange Dämme aus Dung aufgeschüttet, die von Holzkonstruktionen gehalten wurden. Zwischen den N-S-orientierten Dämmen lagen offene Gräben, die das Marschland entwässerten. Auf einem der Dämme wurden die Fundamente einer Kemenate aus der Zeit um 1202 aufgedeckt. In der Neuzeit schüttete man die trockengefallenen Gräben zu und überbaute die mittelalterlichen Parzellen. 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Westhusen vom MHG im Zuge des Baus der U-Bahn-Verbindung vom Jungfernstieg zum Hauptbahnhof. Schindler zufolge handelte es sich bei der untersuchten Fläche um den \"Südabschnitt\" bzw. den Bauabschnitt VII. Um eine wissenschaftlich wertvolle Plangrabung zu ermöglichen, wurde das Projekt durch die DFG finanziert.\nDer untersuchte Bereich umfasste eine 15 x 30 m große Fläche am Alten Fischmarkt, die Schindler als Nordabschnitt bezeichnet und die zusätzlich am nördlichen Ufer des Reichenstraßenfleetes gelegen war. Des Weiteren betroffen waren der sogenannte Mittelabschnitt mit dem ehemaligen Fleetbereich und dessen Südufer sowie der Südabschnitt von der Reichenstraße bis zum Gröningerstraßenfleet. Die beiden letztgenannten Abschnitte wurden nicht planmäßig ausgegraben, sondern baubegleitend untersucht.\n\nIm Nordabschnitt wurde in Planum I zunächst ein Teil der jüngsten Uferbefestigung des 1877 zugeschütteten Reichenstraßenfleetes angetroffen. Es handelte sich um starke vierkantbehauene Rammpfähle und liegende Hölzer, die teils mit Nuten und \"starken Absicherungen\" verankert waren und die sich als verlagerte Plankenwand des Fleetes herausstellten. Ursprünglich bestand die Uferbefestigung aus an den Längsseiten genuteten Eichenbohlen mit Querversteifungen, die auf Rammpfählen ruhten und über Eisenlager mit Pfählen hinter der Spundwand verbunden waren. Eine steinerne Abflussrinne mit Abdeckung und einem Stammsiehl wurde ebenfalls angetroffen, sie war auf hölzernen Bohlen gelagert. Der übrigen Boden soll mit im Rechteckverband liegenden Hölzern durchsetzt gewesen sein, deren Funktion nicht ermittelt werden konnte.\nIn Planum II wurden weitere Holzbaureste der Uferbefestigung angetroffen, außerdem ein Brandhorizont, der die gestörte Uferzone von dem ungestörten Nordbereich abgrenzte. In der Nordwestecke des Bauabschnitts wurde ein Hausrest angeschnitten, bei dem es sich um einen Flechtwandbau handelte. 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Als Funde wurden hier Keramik mit Bleiglasur, grünglasierte Scherben, Dauben von Holzgefäßen, bearbeitete Geweih- und Knochenstücke, ein eiserner Schlüssel und Bruchstücke eines Dreilagenkammes geborgen.\nMit Planum IV werden die dung- und lederhaltigen Auftragsschichten durch ebenfalls teils aufgetragene Sandschichten abgelöst, die als eher fund- und holzarm beschrieben werden. Es wurde lediglich ein kleines Steinpflaster angetroffen.\nPlanum V und VI wiederum erbrachten eine torfige, mit Faserresten und Holzabfällen durchsetzte Schicht im Sandboden, die vereinzelt Fundmaterial des 9. Jh. enthielt. Schwarze Bänder in Höhen von 0,85 bis 1,6 m uNN deutet Schindler als Wasserstandsmarken des Fleetes. Die hier vorhandene Uferbefestigung bestand aus reihenweise ans Ufer gesteckten Pflöcken, deren Zwischenräume mit Flechtwerk ausgefüllt waren (\"eine Art Faschinen also\"). Im Nordwesten der Grabungsfläche verlaufen die Anlagen bogenförmig um eine Geländesenke herum, in der sich offenbar Regenwasser sammelte und durch einen in früheren Grabungen in der Umgebung erkannten Hohlweg abfloss. \nMit Planum VII wurde der gewachsene Kleiboden erfasst, in dem zahlreiche Hölzer, darunter auch ein starker Eichenstamm von 10,6 m Länge, vorhanden waren. Im Gegensatz zu regellos liegenden Birken- und Erlenhölzern war der Stamm an einigen Stellen durch eingeschlagene Holzpflöcke gesichert und wies eine Schräglage auf, sodass Schindler ihn als \"Gleitbahn für Wasserfahrzeuge, die mit Hilfe von Rollen auf dem Stamm ins Wasser gelassen wurden\" interpretiert. Er datiert den Stamm anhand im Schlick eingelagerter Funde in das 8. Jh.\nIn den Profilen des Bauabschnitts fällt besonders die Mächtigkeit der Auftrags- bzw. Auffüll- und Schuttschichten auf. Baureste sind nur wenige vorhanden. Das Fundmaterial umfasst vor allem Lederreste, d.h. Schuhsohlen, Oberleder, Riementeile und Materialverschnitt, durchgängig mit Ziegelbruch vermischt. Aus den tieferen Lagen der Leder-Schutt-Schicht wurde ein Hamburger Hohlpfennig Adolfs IV (1225-1239) geborgen. Auch historische Überlieferungen bringen den Alten Fischmarkt mit einem Standort für Schusterhandwerk in Verbindung. Die oberen Schuttschichten erbrachten außerdem einen Hamburger Doppelschilling aus dem 30jährigen Krieg (geprägt 1628), sodass die lederführenden Schichten vom 13. bis zum 17. Jh. reichen.\n\nIm Mittelabschnitt der Bahntrasse wurde die südliche Uferbefestigung des ehemaligen Fleetes erfasst, die aus einer mit Eisenankern abgesicherten, auf Rammpfählen ruhenden Quadermauer bestand. Ebenfalls erfasst wurde das Bohlenrost eines Hausfundamentes an der Fleetmauer. Die Quadermauer setzt sich nach Westen in Form einer ebenfalls auf Rammpfählen gelagerten Ziegelverblendmauer fort. Des Weiteren beschreibt Schindler ein \"Wirrwarr von Pfahlrammungen und tiefgehenden Fundamenten\", konnte aber außer einer hölzernen Wasserleitung keine älteren Bauhorizonte ausmachen.\nIn den Profilen konnte neben der künstlichen Befestigung des Reichenstraßenfleetes auch der ursprüngliche Verlauf des Flusslaufes ausgemacht werden sowie ein 8 m breiter und ca. 1 m hoher Schlickwall, \"wie er an Marschprielen für gewöhnlich zu beobachten ist\" und der von periodischen Überschwemmungen herrührt.\n\nIm Bereich des Südabschnittes wurde das Gelände zwischen dem Reichenstraßenfleet und dem Gröningerstraßenfleet erfasst, bei dem es sich um eine von Rinnen und Senken überzogene Marscheninsel handelte. In einer der Senken wurden zwischen Auffüllungsschichten aus Dung- und Klei drei Schichten \"Knüppelhölzer\" bzw. Strauchwerk und Reisig beobachtet. Schindler zufolge kann es sich um eingespültes Material oder aber um einen Reisig- bzw. Knüppelweg handeln.\nEin weiterer 1,6 m breiter Gehweg aus Erlen- und Birkenknüppeln diente als Zugang eines Hauses. Des Weiteren wurde ein Bohlenweg aus einem Unterzug mit daraufliegenden Rundhölzern von 1,35 m Länge erfasst, der zwei Bauphasen aufwies. Der älteste Bohlenbelag war nur lückenhaft erhalten und lag ca. 40 cm tiefer als der jüngere. Die Horizonte waren durch Lehm- und Dungschichten sowie durch einen Brandhorizont getrennt. Die Baggerarbeiten schnitten außerdem noch vier bzw. fünf Hausgrundrisse an. Die an der westlichen Schnittwand befindlichen Häuser waren N-S-orientiert, die an der östlichen Seite jedoch O-W.\nHaus 1 besaß noch Reste der Wandpfosten mit Flechtwerk und Lehmbewurf, außerdem konnte hier eine aus rotgebranntem Lehm bestehende Feuerstelle freigelegt werden sowie Reste der Holzdielen im Hausinneren, die auf einer Lage Reisig lagerten.\nHaus 2 war in ähnlicher Weise erhalten, zu diesem Gebäude gehörte offenbar der bereits erwähnte Gehweg aus Reisig und Knüppelhölzern. Hier gefundene Scherben datieren laut Schindler in das 12. Jh., außerdem wurden ein eiserner Sporn, ein Rinderschädel und ein eisernes Messer gefunden. Beim Entfernen des Baubefundes von Haus 2 trat darunter ein gleichartig ausgerichteter älterer Hausbefund zutage. Dieses Haus 5 war auf dem gewachsenen Kleiboden errichtet worden und besaß eine Holzschwelle als Hauseingang an der südlichen Schmalseite, unter der ein Pferdeschädel gefunden wurde.\nHaus 3 bestand ebenfalls aus Pflockreihen mit Flechtwerkresten. Haus 4 war nur in Form einiger Wandpflöcke sowie einiger Dielenbretter im Hausinneren erhalten.\nDa alle genannten Häuser auf dem gewachsenen Kleiboden errichtet wurden und das Fundmaterial an den Anfang des 12. Jh. deutet, interpretiert Schindler sie als Zeichen einer Neubesiedlung des betreffenden Gebietes, die planmäßig ausgeführt wurde und sich von der eher regellosen älteren Bebauung des 9. und 10. Jh. an anderen Stellen unterscheidet.\n\nDas Fundmaterial umfasst u.a. Werkstattabfälle eines Kammmachers, Tierknochen, Wetzsteine, Daubenreste, Holzgefäße, eiserne Messer, eine eiserne Lanzenspitze, Eisenschlacke sowie andere Reste gewerblicher Herkunft. 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Jh., die betreffenden Gebäude zeigen eine strengere und regelmäßigere Ausrichtung.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\n2005-67\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage E. Först an M. Weidner über im Magazin wiederentdecktes Fundmaterial von Fpl. 63.\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1959-57\n\nBaustellenbeobachtung durch F. Westhusen (MHG) beim Bau der U-Bahn am Meßberg; Fund und Bergung eines gut erhaltenen Einbaums in der U-Bahn-Baugrube aus 12 m Tiefe unter der heutigen Straßenoberfläche; Einbaum mit einer Länge von 5,80 m und einer Breite von 1 m, aus einem Eichenstamm hergestellt; einzelne Risse durch aufgesetzte Holzstücke repariert und mit Moos abgedeckt; Stützung des Bootskörpers durch mehrere Spanten im Innern; Bug und Heck erhalten, v. a. Bug spitz zulaufend; durch C14-Methode Datierung auf 1515 n. Chr. (+50\/-50 Jahre); unter den weiteren Funden in der Nähe Keramikscherben, eine Bodenfliese und ein hölzerner Gefäßboden; Einbaum nach Schäden durch Austrocknung und mangelnde Konservierung schließlich repariert und ab den 1980-er Jahren ausgestellt. \n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung auf Grundlage des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1959-57\n\nBaustellenbeobachtung durch F. Westhusen (MHG) beim Bau der U-Bahn am Meßberg; Fund und Bergung eines gut erhaltenen Einbaums in der U-Bahn-Baugrube aus 12 m Tiefe unter der heutigen Straßenoberfläche; Einbaum mit einer Länge von 5,80 m und einer Breite von 1 m, aus einem Eichenstamm hergestellt; einzelne Risse durch aufgesetzte Holzstücke repariert und mit Moos abgedeckt; Stützung des Bootskörpers durch mehrere Spanten im Innern; Bug und Heck erhalten, v. a. Bug spitz zulaufend; durch C14-Methode Datierung auf 1515 n. Chr. (+50\/-50 Jahre); unter den weiteren Funden in der Nähe Keramikscherben, eine Bodenfliese und ein hölzerner Gefäßboden; Einbaum nach Schäden durch Austrocknung und mangelnde Konservierung schließlich repariert und ab den 1980-er Jahren ausgestellt. \n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung auf Grundlage des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Bei dem aufgefundenen Schiffswrack handelt es sich um einen Einbaum, der eine Länge von 5,80 m und eine Breite von 1 m hat und aus einem Eichenstamm hergestellt wurde. Der Einbaum lag in Nord- Süd- Richtung, wobei der Steven im Norden bei 7 m -NN und das Heck im Süden bei 8 m -NN lag.\nAn einigen Stellen wies der Einbaum Risse auf, die durch aufgesetzte Holzstücke repariert wurden. Die Flickstellen wurden mit Moos abgedeckt. \nMit Hilfe der C14 Methode konnte der jüngste Jahrring des Einbaumes auf 1515 (+- 50) n. Chr. ermittelt werden. Eine dendrochronologische Untersuchung erbrachte kein Ergebnis.\nNachdem der Einbaum geborgen war, verschlechterte sich der Erhaltungszustand, da dieser austrocknete und im Aufrag des MHG durchgesägt wurde.",
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     "beschreibung" : "Am Fundplatz befindet sich die 1255 erstmals urkundlich erwähnte Kirche St. Jacobi, über die archäologisch nur wenig bekannt ist.\nDie OA erwähnt eine \"Aufgrabung\" 1926, in deren Verlauf ein \"Grabgewölbe\" aufgedeckt wurde. 1956 fand man in einer Gruft unter der Kirche das Randstück eines Taternpottes (Jydepottkeramik).\nArchäologische Untersuchungen wurden am 10., 11. und 27.11. 1958 durch das MHG unter Leitung von F. Westhusen durchgeführt, es handelte sich um eine \"Grabung im gotischen Chor der Kirche an der Stelle des Altares\", bei der ein Nord- und ein Ostprofil aufgenommen wurden:\n\nIm Nordprofil stellte Westhusen unter einem Plattenbelag (Platten 38 x 38 x 2 cm) eine kompakte Schicht aus Beton und Ziegelbrocken fest, die ein älteres Altarfundament überdeckte. Das Fundament wurde aus einem sechseckigen Rahmenbau gebildet, der aufgehendes Mauerwerk aus kleinen roten und gelben Ziegeln (17 x 8 x 4 cm) besaß. Das Mauerwerk lag in sieben Schichten vor, die oberen fünf waren verputzt. An der Oberkante des Fundamentes wurden Ausschnitte festgestellt, die zur Aufnahme des Altaraufbaus dienten und jeweils ca. 4 cm maßen. Das Fundament befand sich auf einer Lage von marmorplatten (42 x 42 x 6 cm), deren glatte Seite nach unten zeigte. Darunter befindliche Mauersteinschichten fielen nach Osten ab (auf einer Länge von 1,4 m um 14 cm), sodass Rollsteinschichten und Läuferschichten zum Ausgleich des Niveaus vorhanden waren. Die unterste Mauerschicht aus Klosterformatziegeln war rautenförmig (?) ohne Bindemittel auf eine 7 cm starke Sandschicht aufgebracht worden, laut Westhusen ist dies der \"älteste Fußboden an dieser Stelle\".\nUnter der Sandschicht befanden sich eine 30 cm starke Aufschüttung mit Ziegelbrocken und Kalkresten sowie eine Schicht von \"vollständig durchwühltem, nach unten zu lehmig werdenden Boden\" von 80 cm Stärke. In letzterer wurden in den oberen Bereichen Ziegelbrocken, nach unten zu \"Menschenknochen und Verfärbungen von Särgen\" angetroffen. 2,2 m unter der Plattenoberfläche wurde der anstehende Boden erreicht.\n\nIm Ostprofil bestätigte sich die beschriebene Schichtenfolge, nur stieg hier der \"Friedhofsboden\" nach Süden an. Am Grund dieser Schicht befanden sich zwei Gräber im anstehenden Boden. Sie waren O-W-ausgerichtet. Das südliche Grab zeigte sich als eckige Verfärbung mit randlichen Spuren von Holz (Sarg), das nördliche war dagegen als flache Mulde in den Boden eingebracht worden.\n\nAus der \"Friedhofsschicht\" stammt außerdem ein Gefäßfragment aus Siegburger Steinzeug.\n\nEin zweiter Schnitt in O-W-Richtung in der Längsachse des Chores ergab, dass 80 cm vor dem Altar der \"Rautenfußboden\" durch Grufteinbauten abgelöst wurde, die unmittelbar über dem anstehenden Boden errichtet worden waren. Die Grüfte sind aus Mauersteinen ( 22 x 10 x 5 cm) mit Zementmörtel errichtet, ihre Verfüllung war mit glasierten Scherben, Kalkresten, Ziegelbruch, Muschelschalen und Austern durchsetzt.\n\nVom 10.10. bis zum 22.10.2012 konnte im Rahmen einer Sondage (Schürfung) im Westbereich der St. Jacobi-Kirche an der St. Jacobikirchhof\/Steinstraße  (Hamburg-Mitte, Altstadt Nord) das Turmfundament archäologisch untersucht werden. Die Maßnahme wurde von M. Altun, J. Luttmann und A. Meyer durchgeführt.\nAufgrund vermehrter Rissbildung in der westlichen Außenmauer und der Turmmauer der St. Jacobi-Kirche wurde eine solche Schürfung durch die Kirchenverwaltung bzw. das Kirchenbauamt in Auftrag gegeben, um Aufschluss über den Zustand des Turmfundamentes zu erhalten.\n\nDie Sondagefläche ist an der Westseite der Kirche unmittelbar an der Außenmauer des Turmes nördlich des dortigen Kirchentores gelegen.\nDie erste Aufgrabung der Fa. Eggers wurde am 10.10.2012  begonnen, musste jedoch aufgrund einer fehlenden Genehmigung zur Nutzung des Baggers gegen Mittag eingestellt werden. Jedoch wurde bereits bei Ausnehmen des ersten Meters eine große Menge menschlichen Skelettmaterials beobachtet, welches auf einen bereits massiv gestörten Friedhofshorizont hinwies.\nDie Arbeiten wurden am 16.10.2012 fortgeführt. Die Maße der geöffneten Grabungsfläche betrugen an der Oberfläche ca. 4,5 x 2,2 m, jedoch verjüngten sich diese nach unten. Die Tiefe des Schnittes betrug ca. 3,3 m von der Straßenoberfläche.\nDie Fläche war massiv gestört durch rezent verlegte Leitungen und Rohre. Von Nord nach Süd verlief ein massiver Betonblock, der als Ummantelung für eine aktive Fernwärmeleitung diente. Diese Betonpackung besaß keine Baugrube, sondern wurde offenbar als Ganzes gegossen. Des Weiteren wurde eine Nord-Süd verlaufende Eisenleitung unbekannter Nutzung verzeichnet sowie einige Kabel in gleicher Richtung, die zur Außenbeleuchtung der Kirche gehörten. Die Anlage der Beleuchtung verursachte eine massive Störung in Form einer sandigen Verfüllung, in der sich außerdem ein altes, nicht mehr genutztes Tonrohr befand.\n\nIm Ostprofil konnte ein treppenförmiges Ziegelfundament dokumentiert werden, welches offenbar nachträglich vor die Turmmauer gesetzt worden war. Es ruht auf einigen großen Findlingen, die mit einer Verfüllungsschicht aus Ziegelbruch auf dem gewachsenen Boden aufliegen bzw. in diesen eingetieft wurden.\nDas Fundament stört ebenso wden Bestattungshorizont, der sich als Knochenpackung stark fragmentierten Skelettmaterials in der gesamten Fläche verfolgen ließ.\nDarunter war eine längere Schichtenfolge von Sand- und Lehmschichten erkennbar. Besonders auffällig waren einige Schichten, bei denen es sich offenbar um mittelalterliche Laufhorizonte handelt, die sich im Profil als sehr dunkle, fast schwarze und stark holzkohlehaltige Schichten von lehmig-schmieriger Konsistenz zeigten. Sie waren durch lehmige Schichten (Fußböden?)  voneinander getrennt und stellen offenbar frühe Bauhorizonte dar.\nEine spätere Auswertung ergab, dass es sich um mind. zwei Lehmfußböden mit aufliegenden Laufhorizonten handelte, die von älteren Fachwerkgebäuden stammten.\nDes Weiteren konnte im Ostprofil iein Pfosten mit dazugehöriger Pfostengrube beobachtet werden. Der Pfosten war bereits stark vergangen und enthielt nur in den unteren zwei Dritteln Holzreste. Von diesen wurde eine Probe zur C14-Bestimmung entnommen. Direkt angrenzend wurde im Nordprofil eine weitere Pfostengrube erkannt, die allerdings keine Spuren eines ehemals vorhandenen Pfostens zeigte. Darüber konnte ein größeres Holzstück beobachtet werden, welches entweder zu einem zufällig vorhanden größeren Ast oder aber zu dem Rest eines Balkens gehörte. Eine Verbindung zum Findlingsfundament des Turmes ist nicht ersichtlich.\nIm Südprofil wurde eine weitere grubenförmige Störung unter dem Bestattungshorizont dokumentiert, aus dieser stammt eine größere Scherbe grauer Irdenware.\n\nZusammenfassend ist festzuhalten, dass der Bestattungshorizont vom 1803 aufgelassenen Kirchfriedhof stammt, der ein wenigstens 0,5 m starkes Kulturschichtenpaket überdeckte. Die Baugrube des getreppten Ziegelfundaments stört alle diese Schichten und ist damit jüngeren Datums. Vermutlich diente es zur Stabilisierung des spätmittelalterlichen Kirchenturms. EIne Bohlenlage unter dem Feldsteinfundament wurde nicht erfasst.\n\n\n\n\n\n\n",
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     "beschreibung" : "Am Fundplatz befindet sich die 1255 erstmals urkundlich erwähnte Kirche St. Jacobi, über die archäologisch nur wenig bekannt ist.\nDie OA erwähnt eine \"Aufgrabung\" 1926, in deren Verlauf ein \"Grabgewölbe\" aufgedeckt wurde. 1956 fand man in einer Gruft unter der Kirche das Randstück eines Taternpottes (Jydepottkeramik).\nArchäologische Untersuchungen wurden am 10., 11. und 27.11. 1958 durch das MHG unter Leitung von F. Westhusen durchgeführt, es handelte sich um eine \"Grabung im gotischen Chor der Kirche an der Stelle des Altares\", bei der ein Nord- und ein Ostprofil aufgenommen wurden:\n\nIm Nordprofil stellte Westhusen unter einem Plattenbelag (Platten 38 x 38 x 2 cm) eine kompakte Schicht aus Beton und Ziegelbrocken fest, die ein älteres Altarfundament überdeckte. Das Fundament wurde aus einem sechseckigen Rahmenbau gebildet, der aufgehendes Mauerwerk aus kleinen roten und gelben Ziegeln (17 x 8 x 4 cm) besaß. Das Mauerwerk lag in sieben Schichten vor, die oberen fünf waren verputzt. An der Oberkante des Fundamentes wurden Ausschnitte festgestellt, die zur Aufnahme des Altaraufbaus dienten und jeweils ca. 4 cm maßen. Das Fundament befand sich auf einer Lage von marmorplatten (42 x 42 x 6 cm), deren glatte Seite nach unten zeigte. Darunter befindliche Mauersteinschichten fielen nach Osten ab (auf einer Länge von 1,4 m um 14 cm), sodass Rollsteinschichten und Läuferschichten zum Ausgleich des Niveaus vorhanden waren. Die unterste Mauerschicht aus Klosterformatziegeln war rautenförmig (?) ohne Bindemittel auf eine 7 cm starke Sandschicht aufgebracht worden, laut Westhusen ist dies der \"älteste Fußboden an dieser Stelle\".\nUnter der Sandschicht befanden sich eine 30 cm starke Aufschüttung mit Ziegelbrocken und Kalkresten sowie eine Schicht von \"vollständig durchwühltem, nach unten zu lehmig werdenden Boden\" von 80 cm Stärke. In letzterer wurden in den oberen Bereichen Ziegelbrocken, nach unten zu \"Menschenknochen und Verfärbungen von Särgen\" angetroffen. 2,2 m unter der Plattenoberfläche wurde der anstehende Boden erreicht.\n\nIm Ostprofil bestätigte sich die beschriebene Schichtenfolge, nur stieg hier der \"Friedhofsboden\" nach Süden an. Am Grund dieser Schicht befanden sich zwei Gräber im anstehenden Boden. Sie waren O-W-ausgerichtet. Das südliche Grab zeigte sich als eckige Verfärbung mit randlichen Spuren von Holz (Sarg), das nördliche war dagegen als flache Mulde in den Boden eingebracht worden.\n\nAus der \"Friedhofsschicht\" stammt außerdem ein Gefäßfragment aus Siegburger Steinzeug.\n\nEin zweiter Schnitt in O-W-Richtung in der Längsachse des Chores ergab, dass 80 cm vor dem Altar der \"Rautenfußboden\" durch Grufteinbauten abgelöst wurde, die unmittelbar über dem anstehenden Boden errichtet worden waren. Die Grüfte sind aus Mauersteinen ( 22 x 10 x 5 cm) mit Zementmörtel errichtet, ihre Verfüllung war mit glasierten Scherben, Kalkresten, Ziegelbruch, Muschelschalen und Austern durchsetzt.\n\nVom 10.10. bis zum 22.10.2012 konnte im Rahmen einer Sondage (Schürfung) im Westbereich der St. Jacobi-Kirche an der St. Jacobikirchhof\/Steinstraße  (Hamburg-Mitte, Altstadt Nord) das Turmfundament archäologisch untersucht werden. Die Maßnahme wurde von M. Altun, J. Luttmann und A. Meyer durchgeführt.\nAufgrund vermehrter Rissbildung in der westlichen Außenmauer und der Turmmauer der St. Jacobi-Kirche wurde eine solche Schürfung durch die Kirchenverwaltung bzw. das Kirchenbauamt in Auftrag gegeben, um Aufschluss über den Zustand des Turmfundamentes zu erhalten.\n\nDie Sondagefläche ist an der Westseite der Kirche unmittelbar an der Außenmauer des Turmes nördlich des dortigen Kirchentores gelegen.\nDie erste Aufgrabung der Fa. Eggers wurde am 10.10.2012  begonnen, musste jedoch aufgrund einer fehlenden Genehmigung zur Nutzung des Baggers gegen Mittag eingestellt werden. Jedoch wurde bereits bei Ausnehmen des ersten Meters eine große Menge menschlichen Skelettmaterials beobachtet, welches auf einen bereits massiv gestörten Friedhofshorizont hinwies.\nDie Arbeiten wurden am 16.10.2012 fortgeführt. Die Maße der geöffneten Grabungsfläche betrugen an der Oberfläche ca. 4,5 x 2,2 m, jedoch verjüngten sich diese nach unten. Die Tiefe des Schnittes betrug ca. 3,3 m von der Straßenoberfläche.\nDie Fläche war massiv gestört durch rezent verlegte Leitungen und Rohre. Von Nord nach Süd verlief ein massiver Betonblock, der als Ummantelung für eine aktive Fernwärmeleitung diente. Diese Betonpackung besaß keine Baugrube, sondern wurde offenbar als Ganzes gegossen. Des Weiteren wurde eine Nord-Süd verlaufende Eisenleitung unbekannter Nutzung verzeichnet sowie einige Kabel in gleicher Richtung, die zur Außenbeleuchtung der Kirche gehörten. Die Anlage der Beleuchtung verursachte eine massive Störung in Form einer sandigen Verfüllung, in der sich außerdem ein altes, nicht mehr genutztes Tonrohr befand.\n\nIm Ostprofil konnte ein treppenförmiges Ziegelfundament dokumentiert werden, welches offenbar nachträglich vor die Turmmauer gesetzt worden war. Es ruht auf einigen großen Findlingen, die mit einer Verfüllungsschicht aus Ziegelbruch auf dem gewachsenen Boden aufliegen bzw. in diesen eingetieft wurden.\nDas Fundament stört ebenso wden Bestattungshorizont, der sich als Knochenpackung stark fragmentierten Skelettmaterials in der gesamten Fläche verfolgen ließ.\nDarunter war eine längere Schichtenfolge von Sand- und Lehmschichten erkennbar. Besonders auffällig waren einige Schichten, bei denen es sich offenbar um mittelalterliche Laufhorizonte handelt, die sich im Profil als sehr dunkle, fast schwarze und stark holzkohlehaltige Schichten von lehmig-schmieriger Konsistenz zeigten. Sie waren durch lehmige Schichten (Fußböden?)  voneinander getrennt und stellen offenbar frühe Bauhorizonte dar.\nEine spätere Auswertung ergab, dass es sich um mind. zwei Lehmfußböden mit aufliegenden Laufhorizonten handelte, die von älteren Fachwerkgebäuden stammten.\nDes Weiteren konnte im Ostprofil iein Pfosten mit dazugehöriger Pfostengrube beobachtet werden. Der Pfosten war bereits stark vergangen und enthielt nur in den unteren zwei Dritteln Holzreste. Von diesen wurde eine Probe zur C14-Bestimmung entnommen. Direkt angrenzend wurde im Nordprofil eine weitere Pfostengrube erkannt, die allerdings keine Spuren eines ehemals vorhandenen Pfostens zeigte. Darüber konnte ein größeres Holzstück beobachtet werden, welches entweder zu einem zufällig vorhanden größeren Ast oder aber zu dem Rest eines Balkens gehörte. Eine Verbindung zum Findlingsfundament des Turmes ist nicht ersichtlich.\nIm Südprofil wurde eine weitere grubenförmige Störung unter dem Bestattungshorizont dokumentiert, aus dieser stammt eine größere Scherbe grauer Irdenware.\n\nZusammenfassend ist festzuhalten, dass der Bestattungshorizont vom 1803 aufgelassenen Kirchfriedhof stammt, der ein wenigstens 0,5 m starkes Kulturschichtenpaket überdeckte. Die Baugrube des getreppten Ziegelfundaments stört alle diese Schichten und ist damit jüngeren Datums. Vermutlich diente es zur Stabilisierung des spätmittelalterlichen Kirchenturms. EIne Bohlenlage unter dem Feldsteinfundament wurde nicht erfasst.\n\n\n\n\n\n\n",
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     "beschreibung" : "1959:\nDie Befunde sind im Grabungsbericht von F. Westhusen wie folgt beschrieben:\n\"Haus 1\":\nDieses Haus lag mittig in der Baugrube und westlich von \"Haus 2\". Es wurde z.T. durch einen Raupenschieber beim Ausheben der Baugrube beschädigt. \nEs handelte sich dabei um ein Blockhaus. Die Balkenenden der Ost- und Südwand (dort noch am besten erhalten) waren 20 cm vor dem Ende mit Auskerbungen versehen und dann zusammengefügt worden. Zwischen den Stämmen (alle ungeschält) lag eine dünne Kleischicht. Die Ostwand war am nördlichen Ende durch eine Reihe von Hölzern außen verkeilt. Unterhalb dieser Hölzer befand sich eine Eichenbohle, die zwei Durchbohrungen und eine weitere unvollendete Bohrung aufwies. Der Boden des Hauses war mit Holzlagen, die teilweise in Nord- Süd und teilweise in Ost- West- Richtung verliefen, ausgelegt (hatte eine Durchschnittshöhe von 0,25 m +NN). Darunter befand sich eine Lage von Knüppeln.\nDer nördliche Teil des Hauses lag bei 0,20 m +NN, während der südliche Teil bei 0,60 m -NN lag. \nF. Westhusen gibt den Grundriss des Hauses mit 5,6 m x 7 m an.\n\"Haus 2\":\nAuch dieses Haus wurde im Blockbautechnik errichtet und liegt östlich des \"Haus 1\". F. Westhusen schätzt den Grundriss auf 6m x 9m. Eine genaue Angabe war nicht möglich, da der nördliche Teil stark zerstört war und der östliche Teil außerhalb der Baugrube lag. Der Südgrundbalken war durch Eichenpfähle fixiert. Die Höhe der Dielenbalken betrug 0,25-0,30 m -NN. Unterhalb dieses Hauses befanden sich aber keine Knüppelunterlagen. Unterhalb der südlichen Wand konnte ein Hundeschädel aufgefunden werden. Auch hier waren, wie bei \"Haus 1\" alle benutzen Stämme ungeschält. \n\"Treppe und Landungsbrücke\":\nIn diesem Bereich, der nur 1,1 m südlich des \"Hauses 2\" liegt, wurden angespitzte Spaltbohlen aufgefunden, die schräg in den Boden gerammt und dicht in einer Reihe nebeneinander gelegt wurden. Lt. F. Westhusen hat der darunter liegende (Grund)Balken als Widerlager für die Bohlen gedient.\nAuf die Spaltbohlen, die nach Norden geneigt waren, waren in Abständen Rundhölzer aufgelegt (F. Westhusen interpretiert diese als Stufenvorderkante). Eine Verbindung zwischen den Rundhölzern und den Bohlen konnte nicht beobachtet werden.\n1,5 m südlich dieses Befundes hat man erneut in den Boden eingeschlagene Hölzer (in diesem Fall Rundhölzer) gefunden. Zudem will F. Westhusen auch hier eine Bohlenlage beobachtet haben. Dieser Befund war allerdings stark zerstört. F. Westhusen interpretiert diesen als Landungsbrücke.\n1964:\nIn der OA ist für dieses Jahr kein Bericht vorhanden. Auf dem Deckblatt wird lediglich vermerkt, dass \"Hölzer (offenbar Pfosten und Balken) beim Aushub eines Sielgrabens am Dornbusch in Richtung Rolandsbrücke\" beobachtet und eingemessen werden konnten. Im Planarchiv ist allerdings eine Akte für Fpl. 66 vorhanden, die eine Karte mit der genauen Lage der \"Hölzer\" beinhaltet.",
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     "beschreibung" : "Innerhalb der Baugrube für den Neubau der Commerzbank AG wurde von F. Westhusen vom 21.4. bis zum 13.07. 1960 eine Ausgrabung durchgeführt. Zwischenzeitlich wurden sowohl die gesamte Baugrube als auch die Grabungsfläche durch Hochwasser überschwemmt. Nach dem 13.07.1960 beschränkten sich die Tätigkeiten von F. Westhusen auf die Beobachtung der Bauvorgänge.\nDie Baugrube\/Grabungsfläche lag südlich der Großen Reichenstraße und wurde im östlichen Teil von der Domstraße begrenzt. Das Gelände lag ursprünglich in der Stadtmarsch und wurde durch Reichenstraßenfleet und Grönigerfleet begrenzt. Für das Nordufer des Reichenstraßenfleetes waren in vorhergehenden Ausgrabungen bereits Siedlungsspuren des 10. Jh. nachgewiesen worden, das Südufer betreffend sollte die vorliegende Untersuchung Klarheit bringen.\nZu Beginn der archäologischen Arbeiten war die Baugrube bereits 4 m unter Straßenniveau ausgehoben. Westhusen teilte die Fläche in acht Abschnitte (A-H) ein. Entlang einer \"Grundlinie\" und eines Hauptmesspunktes wurde ein Quadrantenraster (Quadratmeter) mit Bezifferung nach Himmelsrichtungen (N, S, W, O) und jeweiliger Meterzahl angelegt.\n\nIn Grabungsabschnitt A  wurde im Norden eine laut Westhusen im späten Mittelalter (15. Jh.) aufgebrachte Sandschicht angetroffen, die stellenweise ein Ziegelsteinpflaster im Klosterformat enthielt.\nEs wurden mehrere Profile angelegt.\nEin Grabenprofil zwischen den Vermessungspunkten S 30 und 34 war zwischen 1,6 und 1,2 m üNN durch eine rezent verursachte Bauschuttschicht gestört. Darunter befanden sich zwei unterschiedliche Dungschichten: Die obere war stark mit Holzresten durchsetzt, während die untere größere Anteile an Schlick aufwies.\nDer anstehende Kleiboden war bei S 34 in 0,6 m üNN anzutreffen, fällt aber nach Norden stark ab (0,1 m üNN bei S 31). Eine Ziegelsteinfüllung (Klosterformat) war in den Kleiboden eingetieft, nördlich davon wurde eine dünne Reisigschicht auf der Kleioberkante beobachtet.\nDrei weitere Profilabschnitte wurden mit Profil I, II und III beziffert.\nProfil I (S 41,6 bis S 43) zeigt die anstehende Kleischicht bei 0,86 m üNN - in einer Höhe von 0,4 bis 0,5 m üNN wurde sie von einer \"Knüppellage\" unterbrochen, des Weiteren beobachtete Westhusen ein \"eingelagertes dunkles Band\". Die dunkle Verfärbung der oberen Kleischicht deutet auf eine ehemalige Vegetationsschicht hin. Die darüberliegenden Dungschichten waren mit Holz durchsetzt \"und Spuren einer dauernden Besiedlung treten erst bei 1,2 m üNN auf\".\nProfil II (S37,4 bis S 38,4) bestätigte den Abfall der Kleischicht nach Norden, während in Profil III (S 30 bis S 32) der anstehende Boden erst unter NN erreicht wird. Westhusen zufolge war hier jedoch eine mit Holz durchsetzte bräunliche Kleischicht in einer durchschnittlichen Stärke von 40 cm aufgetragen worden, sowie zwischen 0,4 und 0,7 m üNN eine holzhaltige Dungschicht. Darüber lag eine weitere Dungschicht von 0,7 bis 1,6 m üNN, in der ab 1,0 m üNN die ersten Baureste gefunden wurden.\nWesthusen folgerte aus der fehlende Vegetationsschicht des Kleibodens im Grabenprofil und im Profil III, dass hier eine starke Abgrabung des anstehenden Bodens stattgefunden habe.\nIn der untersten Auftragungsschicht von Profil II wurden u.a. zwei glasierte Scherben gefunden, die Westhusen in das 13. Jh. setzt, desgleichen in Profil II sowie in Profil I (in einer Höhe von 1,0 m üNN mit einem Kupferblech zusammen gefunden).\nDie erwähnten Bebauungsreste in Profil III umfassen eine Nord-Süd-verlaufende Flechtwand und eine Ost-West-ausgerichtete Bohlenreihe.\n\nIn der Fläche A wurde außerdem der teils erhaltene Grundriss eines Hauses mit einem im Norden anschließenden Stall gefunden. Die Länge des Gebäudes kann laut Westhusen 6,5 m betragen haben, die Breite gibt er mit 4,0 bis 4,5 m an.\nDer Nordostteil des Hauses war besonders gut erhalten - die Ostwand bestand aus genuteten Bohlen, die in einen Ständer eingezapft worden waren. Die Nordwand war nur auf einer Bohlenlänge erhalten. Die Wandbohlen waren zwischen 1 und 2 m lang und zwischen 20 und 30 cm breit bzw. 6 bis 10 cm stark. Die Südwand wurde ebenfalls durch eine 5 m lange Bohel markiert, die Südostecke wurde durch zwei im Winkel zueinander gesetzte und rechteckig zugeschlagene Balken gebildet. Im Hausinneren wurden verschieden lange Hölzer in Nord-Süd-Richtung angetroffen, die als Unterzüge für Ost-West-verlaufende Dielenbohlen dienten, zwischen denen stellenweise eingeschlagene Pflöcke zur Stabilisation befindlich waren. Auf den Dielen wurde der Boden eines Fasses sowie daneben ein \"Butterstecher\" mit Hausmarke gefunden, des Weiteren eine Holzscheibe mit mit Löchern (Butterfaßrest) sowie eine große Menge Holzdauben und Böden kleiner Holzgefäße.\nUnter den Dielen wurde außerdem das Skelett eines Hundes freigelegt, welches teils sekundär verlagert war (Ratten, Bauaktivität). Scherbenmaterial aus dem Gebäude datiert laut Westhusen in das 14. Jh.\nDer nördlich gelegene Stallteil wies eine N-S-verlaufende Jaucherinne aus einem Eichenstamm (Dm 33 cm außen, 6,5 m L) mit einer Fortsetzung aus rinnenförmig angeordneten Brettern auf sowie stark konzentrierte Dungmassen. Darin befanden sich ein Bleigewicht und die Rückenplatten eines Störs, außerdem ein Fischunterkiefer und Muscheln.\n\nGrabungsabschnitt B wies in 1,24 m üNN die Reste einer Flechtwand auf, die mit einer Randscherbe des 13. Jh. vergesellschaftet war. Im Planum wurden überwiegend O-W-ausgerichtete Hölzer angetroffen, die in der holzführenden Dungschicht befindlich und durch eingeschlagene Pflöcke fixiert waren. Das Scherbenmaterial von dunkelgrauer, ahrtgebrannter Ware ordnet Westhusen ähnlich wie die erstgenannte Scherbe ein. Ein hier angelegtes Profil von S 21,2 bis S 25,5 zeigt die bereits zuvor erwähnten Störungen bzw. Schichtenabfolgen.\n\nIn Grabungsabschnitt C erkannte Westhusen vier Besiedlungshorizonte. \nIm oberen Horizont bei 1,4 m üNN befanden sich eine N-S-ausgerichtete Reisigmatte und verschiedene Hölzer, die teils Brandspuren aufwiesen. Darunter wurden erste Scherben der zweiten Hälfte des 13. Jh. gefunden, zu denen die Reste einer O-W-verlaufenden Flechtwand gehörten.\nEin zweiter Horizont wurde durch eine Brandschicht bei 1,2 m üNN gekennzeichnet. Hier fanden sich die Reste eines verbrannten Hauses mit den Resten einer Herdstelle. Noch vorhandene Wandbohlen und Pflöcke waren stark verkohlt, der genaue Hausuafbau konnte nicht rekonstruiert werden.\nIn der Brandschicht selbst wurden viele Eisenfunde, darunter besonders viele klammerförmige Objekte sowie verschiedene Nägel (lang mit großem Kopf und rechteckig ohne Kopf), angetroffen. Das Scherbenmaterial stammt überwiegend von \"größeren Gebrauchsgefäßen\", es sind aber auch einige glasierte Scherben vorhanden. Westhusen ordnet sie in das 13. Jh., evtl. auch in das späte 12. Jh. ein.\nIn der Nordwestecke des Gebäudes befanden sich größere Mengen verkohlten Getreides. Des Weiteren wurden in der Brandschicht ausnehmend viele Schalen der Flussmuschel bemerkt.\nDen dritten Horizont datiert Westhusen anhand einer Randscherbe in die zweite Hälfte des 12. Jh. In der braunen torfigen Schicht befand sich eine Matte aus Knüppeln und Reisig. Die Knüppel von 6 bis 8 cm Dm lagen im Abstand von ca. 30 cm zueinander und wurden durch Reisiggeflecht miteinander verbunden.\nDer vierte Horizont bestand aus einer Konzentration eingeschlagener Holzpflöcke im Nordwestteil der Grabungsfläche, die bis in eine Schicht aufgetragenen Kleiboden reichten.\nIm O-W-Profil an der Nordseite wurde eine muldenförmige Eingrabung (UK 0,8 m üNN) dokumentiert, die mit einer O-W-verlaufenden Lage Reisig ausgelegt war.\n\nGrabungsabschnitt D erbrachte in einer Höhe von 1,3 m üNN einen O-W-verlaufenden Reisigweg an der Südseite des Abschnitts. 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Westhusen zufolge wurde mit der Grabung das Gebiet südlich der ehemaligen Uferzone des Flusslaufes\/Reichenstraßenfleets erfasst. Demnach wurde es bis zum 12. Jh. immer wieder überspült, die Vegetation deutet auf eine feuchte Sauergraswiese hin - die \"Knüppelwege und Faschinenlager\" würden aber auf eine Nutzung als Viehweide deuten. Am Ende des 12. bzw. am Anfang des 13. Jh. sei das Gebiet dann durch den Auftrag von Marschenklei aufgehöht worden, welcher im südlichen Teil des Geländes entnommen worden war. Die eigentliche Besiedlung hat dann laut Westhusen im 13. Jh. stattgefunden, bis zum letzten fassbaren Gebäude des 14. Jh.\n\n\n\n\n\n\n \n\n\n",
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     "beschreibung" : "Innerhalb der Baugrube für den Neubau der Commerzbank AG wurde von F. Westhusen vom 21.04. bis zum 13.07.1960 eine Ausgrabung durchgeführt. Zwischenzeitlich wurden sowohl die gesamte Baugrube als auch die Grabungsfläche durch Hochwasser überschwemmt. Nach dem 13.07.1960 beschränkten sich die Tätigkeiten von F. Westhusen auf die Beobachtung der Bauvorgänge.\nDie Baugrube\/Grabungsfläche lag südlich der Großen Reichenstraße und wurde im östlichen Teil von der Domstraße begrenzt. Das Gelände lag ursprünglich in der Stadtmarsch und wurde durch Reichenstraßenfleet und Gröningerfleet begrenzt. Für das Nordufer des Reichenstraßenfleetes waren in vorhergehenden Ausgrabungen bereits Siedlungsspuren des 10. Jh. nachgewiesen worden, das Südufer betreffend sollte die vorliegende Untersuchung Klarheit bringen.\nZu Beginn der archäologischen Arbeiten war die Baugrube bereits 4 m unter Straßenniveau ausgehoben. Westhusen teilte die Fläche in acht Abschnitte (A-H) ein. 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Eine Ziegelsteinfüllung (Klosterformat) war in den Kleiboden eingetieft, nördlich davon wurde eine dünne Reisigschicht auf der Kleioberkante beobachtet.\nDrei weitere Profilabschnitte wurden mit Profil I, II und III beziffert.\nProfil I (S 41,6 bis S 43) zeigt die anstehende Kleischicht bei 0,86 m üNN - in einer Höhe von 0,4 bis 0,5 m üNN wurde sie von einer \"Knüppellage\" unterbrochen, des Weiteren beobachtete Westhusen ein \"eingelagertes dunkles Band\". Die dunkle Verfärbung der oberen Kleischicht deutet auf eine ehemalige Vegetationsschicht hin. Die darüberliegenden Dungschichten waren mit Holz durchsetzt \"und Spuren einer dauernden Besiedlung treten erst bei 1,2 m üNN auf\".\nProfil II (S37,4 bis S 38,4) bestätigte den Abfall der Kleischicht nach Norden, während in Profil III (S 30 bis S 32) der anstehende Boden erst unter NN erreicht wird. 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     "beschreibung" : "1968-40\n\nIm Februar 1961 beobachtete F. Westhusen am Speersort bei Ausschachtungsarbeiten für eine Rohrpostleitung in 2 m Tiefe unter Straßenniveau große Steinblöcke, die laut D. Bohnsack vermutlich zum Fundament des Bischofsturms gehören; Der Fundplatz wird in der OA unter Fpl. 68 A geführt.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "kommentar_funde" : "In 2 m Tiefe (nähere Angaben fehlen in der OA) konnten große Steinblöcke von beobachtet werden. F. Westhusen weist diese der alten Steinstraße zu. D. Bohnsack",
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     "beschreibung" : "Vom 21.09. bis zum 18.11. 1961 konnten in der Baugrube zum Bau der Raiffeisenbank mittelalterliche und neuzeitliche Siedlungssschichten unter F. Westhusen bzw. R. Zulkowski dokumentiert werden. Dies geschah hauptsächlich durch die Aufnahme einiger Profile und \"Fundbeobachtungen\" während der laufenden Bauarbeiten, da die Arbeitsgeschwindigkeit und die Ausschachtung der Fläche mit schwerem Gerät eine Flächengrabung nicht erlaubte.\n\nDie betreffenden Fläche liegt mittig der Fundplätze HH-Altstadt 33 und 38, die beide Befunde älterer Uferbefestigungen des ehemaligen Reichenstraßenfleetes erbrachten.\nIm Grabungs- bzw. Bauareal wurden im nördlichen Teilbereich die anstehende Geest, im südlichen Abschnitt der ehemalige Fleetbereich sowie im mittleren Bereich \"die alte Stadtmarsch\" angetroffen. Der höchste gemessene Punkt auf der Geest lag bei 3,7 m üNN, von hier aus fiel das Gelände auf einer Länge von 17,5 m um ,7 m ab. Im Geestbereich wurde vorwiegend Sand angetroffen. Der Marschenklei im mittleren Schnittbereich lag am Übergang zur Geest auf einer gebänderten Sandschicht zwischen 0,5 m üNN und 0,2 m uNN, die Stärke der Kleischicht nahm dann von Nord nach Süd zu. Im Uferbereich des Fleetes war der Kleiboden mit zahlreichen Holzresten durchsetzt (nach Westhusen wohl ein alter Spülsaum), an einer Stelle konnte sogar eine Ablagerung von Baumstämmen, darunter überwiegend Eiche, beobachtet werden, des Weiteren an verschiedenen Stellen auch Anhäufungen von Muschelschalen (u.a. Teichkegelmuschel, Flußmuschel, Große Kegelmuschel, Sumpfdeckelschnecke).\n\nAuf einer Länge von 4,6 m konnte ein Ost-West-Profil aufgenommen werden, welches von 0,5 m uNN bis 1,6 m üNN reichte. Die obere Grenze des \"Schlicks\" (Westhusen meint wohl den Klei) lag bei 0,2 m üNN. Diese Schicht wurde durch Holzeinschwemmungshorizonte unterbrochen, die leicht nach Westen abfielen. Auf dem \"Schlick\" lagen durch breite Sandschichten getrennte Siedlungshorizonte, die \"aus einer braunen torfigen Masse bestanden. Zwischen 0,5 und 0,6 m üNN war in eine dieser Schichten ein Mooslager eingebettet, sie war außerdem durchsetzt mit keramischen Resten des 9. Jh. Aus einer Sandschicht zwischen 0,65 und 0,75 m üNN stammen einige Scherben, die Westhusen als \"jünger\" aussehend beschreibt, aber gleichzeitig ebenfalls ins 9. Jh. datiert. Stark holzdurchsetzte, torfige Schichten ließen sich dagegen dem 10. Jh. zuschreiben. In dieser Tiefe wurden bereits weniger Sandaufträge angetroffen. Im östlichen Profilabschnitt wurde in einer Tiefe von 0,85 m üNN eine dünne Ascheschicht registriert, die Scherben des 10. Jh. enthielt sowie eine Scherbe mit slawischen Wellenlinien und offenbar mit einer weiter östlich im Profil sitzenden Brandshicht in Verbindung stand, die \"sehr viel hellgraue Asche\" führte, aber fundfrei war.\nEine zweite Brandschicht in der Höhe 1,2 bis 1,3 m üNN war ebenfalls fundfrei, jedoch befand sich unmittelbar darunter eine Scherbe des 11. Jh. Oberhalb der Schicht konnten mehrere Scherben, u.a. von Pingsdorfer Ware, gefunden werden, des Weiteren ein Gewebefragment eines groben Wollgewebes mit einem doppelt gezwirnten Faden aus feiner Wolle mit Grannenhaaren. Die oberste Schicht des Profils war mit verziegeltem Lehm durchsetzt, der teils Rutenabdrücke aufwies. In einer Höhe von 1,85 m üNN (?) wurde außerdem eine Scherbe des 12. Jh. gefunden.\n\nDas Nord-Süd-Profil verlief über 19 m Länge und ähnelte im Nordabschnitt zwischen 0 und 7,6 m dem O-W-Profil. Die unteren Torfschichten wurden hier durch eine Scherbe (0,25 m üNN) in das 9. Jh. datiert. Westhusen bemerkte in derselben Schicht außerdem Stücke aufgerollter Birkenrinde, Die im O-W-Profil angetroffenen Brandschichten traten hier ebenfalls auf, die untere bei 0,5 m üNN, die obere stark ausgeprägt in einer Höhe von 1,3 m üNN. Die darüber liegende torfige Schicht bei 1,4 m üNN enthielt auffällig viele Gehäuse der Gartenbänderschnecke. Im mittleren Profilabschnitt fiel ein Lager aus nicht entrindeten Kiefernstämmen auf, die in ca. 0,4 m üNN Höhe angetroffen wurden und in O-W-Richtung gelagert waren. Ihr Durchmesser variierte zwischen 10 und 20 cm. Im Süden waren die Stämme mehrfach geschichtet, des Weiteren wurde 1,2 m südlich dieses Befundes ein weiteres Lager 20 bis 30 cm starker Stämme angetroffen, die offenbar zu einer sich südlich anschließenden Uferbefestigung gehörten. Sie bestand aus reihenweise schräg eingeschlagenen 8 bis 10 cm starken und unten angespitzten Pflöcken, zwischen denen waagerechte \"Knüppel\" lagen. Die Anlage stieg dem Gelände entsprechend von Süden nach Norden an. Die gesamte Anlage ist von einer 20 cm starken \"Schlickschicht\" bedeckt, auf die wiederum eine torfige Schicht folgte und im Norden 20 cm, im Süden dagegen 60 cm stark war. Es folgten wechselhaft gelagerte Schichten aus Lehm, Dung mit Holz, Sand und Dung. Die unterste Dungschicht wurde durch eine Scherbe dem 11. Jh. zugeordnet. Auf ihr lag ein Steinpflaster aus faustgroßen Steinen, welches mit einer Sandschicht bedeckt war. Im südlichen Teilabschnitt des Profils befand sich in Höhe von 1,0 m üNN eine ovale Brandverfärbung, die an der Unterkante von einer versinterten Ascheschicht begrenzt wurde und Holzkohle mit zahlreichen verbrannten Getreideresten enthielt. Eine entnommene Probe zeigte, dass es sich hauptsächlich um Gerste handelte, aber auch Hafer, Rispenhirse, Floh-Knöterich und ein Apfelkern vertreten waren. Neben einzelnen Körnern traten auch Ährenbruchstücke, Ährenspindeln und Halmknoten auf.\nIm dritten Profilabschnitt wurde die jüngste Fleetbefestigung des 1877 zugeschütteten Reichenstraßenfleetes angeschnitten. Der alte Flußboden wurde in einer Tiefe von 1,4 m uNN, es handelte sich um mit Holzresten durchsetzten und schwarzgebänderten Sand. Im Sand und im darüber liegenden Klei wurden größere Mengen der Dicken Flußmuschel und der Großen Kugelmuschel festgestellt. Über dem Kleiboden in 0,9 m uNN Tiefe lag eine Scherbe des frühen 12. Jh. im aufgeschütteten Boden.\n\nDer südliche Baugrubenabschnitt umfasste wie eingangs erwähnt den ehemaligen Fleetbereich - die Südgrenze des Fleetes fiel mit der Baugrubenkante an der Großen Reichenstraße zusammen, die freie Fleetfläche war durchschnittlich 6 m breit. Die Fläche war mit hölzernen Rammpfählen nach 1877 errichteter Häuser durchsetzt. 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Jh.\nDie Bauarbeiter sammelten diverse keramische Lesefunde, des Weiteren wurden ein doppelter Dreilagenkamm sowie ein einteiliger Zweilagenkamm gefunden. An der Ostseite der Baugrube wurde bei Baggerarbeiten eine weitere Brandschicht mit verkohltem Getreide angeschnitten. Sie enthielt nur gedroschenes Getreide von Gerste, Roggen, wenig Weizen und sehr wenig Hafer. Die Brandschicht enthielt außerdem Lehmziegelbrocken.\n\nDie Untersuchung konnte nachweisen, dass in der unmittelbaren Uferzone des Fleetes keine Bebauung vorhanden war (\"in der älteren Zeit\"). Die Lager aus Kiefernstämmen ordnet Westhusen als Uferbrückenkonstruktion ein, wie sie R. Schindler auch für Fpl. 33 annimmt (hier aus Buchenstämmen). \n\n\n\n\n\n",
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     "beschreibung" : "Vom 27.4. bis zum 25.6. 1962 erhielt das MHG eine weitere Gelegenheit, eine Fläche an der Großen Reichenstraße archäologisch zu untersuchen. Anlass war der Aushub einer \"Park-Garage\", sodass zwei Profile dokumentiert und drei Sondageschnitte geöffnet werden konnten. Die Untersuchungen wurden von F. Westhusen und R. Zulkowski durchgeführt.\nDas Gelände vor Ort fiel von Norden (1,9 m üNN bei Planum 1) nach Süden (0,9 m üNN) ab. Die Arbeiten wurden durch die vorangegangene Flutkatastrophe vom 17.2. 1962 beeinträchtigt, außerdem hatte das Einrammen der Träger für die Baugrubenwand einen Öltank beschädigt, dessen Inhalt in den offenen Grabungsflächen versickert war.\n\nZu Beginn der archäologischen Untersuchung wurde zunächst das Nord-Süd-Profil 1 angelegt. Das obere Drittel des Profils, zwischen 6,5 und 3,5 m üNN, wurde durch Kriegsschutt und Fundamentmauern bestimmt, wobei letztere teils Ziegel im Klosterformat sowie \"im Format des 17. Jh. 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Westhusen bringt sie nach Schindler mit \"Speicherbauten\" in Verbindung.\n\nIm Nordteil des Profiles konnte eine \"aus Steinen zusammengesetzte\" Feuerstelle mit einer ausgeprägten Holzkohle- und Ascheschicht dem 12. Jh. zugewiesen werden. In dieser Brandschicht fand sich eine Holzschale, die allerdings durch Baggerarbeiten bereits halb zerstört war. Eine \"Eingrabung\", die ältere Schichten störte und mit Sand verfüllt war, gehörte ebenfalls diesem Zeithorizont an.\nUnter dem Horizont des 12. Jh. schloss sich eine durchgehende Brandschicht an, die Westhusen dem 11. Jh. zuschreibt. Darunter lagen Sand- und Lehmauftragsschichten, die teils mit Dung oder humosen Sanden durchsetzt waren und die \"torfigen\" holzdurchsetzten Schichtend es 10. Jh. überlagerten. Letztere wurden durch größere Mengen von Gartenbänderschnecken gekennzeichnet, wie sie bereits auf Fpl. 69 aufgefallen waren.\nDarunter lagen eine weitere, dünne Brandschicht und ein \"starker\" Sandauftrag, Scherbenfunde datieren beide Schichten in das 9. Jh. Dazu gehört auch eine \"stark mit Holz durchsetzte Schicht, die nur an einigen Stellen auftritt\" und die unmittelbar über dem anstehenden Kleiboden lag.\n\nPlana wurden in drei Abschnitten aufgenommen. Die Baugrube wurde bis ca. 2,3 m üNN ausgehoben, was dazu führte, dass \"ungestörte Schichten erst in einer verhältnismäßig großen Tiefe angetroffen wurden\". \nPlanum 1 zeigte wie bereits eingangs erwähnt einen Abfall von Nord nach Süd von 1,90 bis 0,9 m üNN, fiel jedoch auch nach Westen hin ab. In Abschnitt 1 lagen hier Holzreste ohne Zusammenhang, in Abschnitt 3 wurden dagegen Hölzer bemerkt, die im rechten Winkel zusammenlagen und teils mit Steinen unterfüttert waren. 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     "beschreibung" : "Vom 27.4. bis zum 25.6.1962 erhielt das MHG eine weitere Gelegenheit, eine Fläche an der Großen Reichenstraße archäologisch zu untersuchen. Anlass war der Aushub einer \"Park-Garage\", sodass zwei Profile dokumentiert und drei Sondageschnitte geöffnet werden konnten. Die Untersuchungen wurden von F. Westhusen und R. Zulkowski durchgeführt.\nDas Gelände vor Ort fiel von Norden (1,9 m üNN bei Planum 1) nach Süden (0,9 m üNN) ab. Die Arbeiten wurden durch die vorangegangene Flutkatastrophe vom 17.2. 1962 beeinträchtigt, außerdem hatte das Einrammen der Träger für die Baugrubenwand einen Öltank beschädigt, dessen Inhalt in den offenen Grabungsflächen versickert war.\n\nZu Beginn der archäologischen Untersuchung wurde zunächst das Nord-Süd-Profil 1 angelegt. Das obere Drittel des Profils, zwischen 6,5 und 3,5 m üNN, wurde durch Kriegsschutt und Fundamentmauern bestimmt, wobei letztere teils Ziegel im Klosterformat sowie \"im Format des 17. Jh. 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Westhusen bringt sie nach Schindler mit \"Speicherbauten\" in Verbindung.\n\nIm Nordteil des Profiles konnte eine \"aus Steinen zusammengesetzte\" Feuerstelle mit einer ausgeprägten Holzkohle- und Ascheschicht dem 12. Jh. zugewiesen werden. In dieser Brandschicht fand sich eine Holzschale, die allerdings durch Baggerarbeiten bereits halb zerstört war. Eine \"Eingrabung\", die ältere Schichten störte und mit Sand verfüllt war, gehörte ebenfalls diesem Zeithorizont an.\nUnter dem Horizont des 12. Jh. schloss sich eine durchgehende Brandschicht an, die Westhusen dem 11. Jh. zuschreibt. Darunter lagen Sand- und Lehmauftragsschichten, die teils mit Dung oder humosen Sanden durchsetzt waren und die \"torfigen\", holzdurchsetzten Schichten des 10. Jh. überlagerten. 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Laut Westhusen könnten sie \"einem Wasserschutzbau\" angehört haben. Nahezu alle Hölzer und Pflöcke waren aus Erlenholz, es wurde leidglich ein Eichenholz in Abschnitt 3 bemerkt.\nIn einer Höhe von 2,03 m üNN wurde vor dem nördlichen Profilabschnitt eine Feuerstelle aufgedeckt, die \"an der Oberfläche mit kleinen Steinen ausgesetzt\" war. Darin sowie in der näheren Umgebung lagen Pfahlmuschelschalen und aufgerollte Birkenrinde.\nPlanum 2 (zwischen 2,0 m und 0,02 m üNN) wies an der Nordostecke von Abschnitt 1 ein angekohltes Erlenrundholz auf, welches mit drei Pflöcken befestigt war und in einer Sandschicht lag, zu der auch ein Kifernstamm mittig des Abschnitts gezählt werden konnte. Ein Eichenstamm in der Südwestecke von Abschnitt 1 lag im anstehenden Kleiboden und gehörte damit nicht zu dieser Anlage, die sich in Abschnitt 2 mit einer O-W-orientierten Erlenspaltbohle fortsetzte und ebenfalls durch Pflöcke fixiert war. 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     "beschreibung" : "1962-11\n\nHauptuntersuchung durch F. Westhusen und R. Zulkowski (MHG) beim Aushub der Baugrube für eine Parkgarage; Anlage von drei Sondageschnitten und Dokumentation von zwei Profilen; archäologische Arbeit problematisch durch Schäden der vorangegangenen Flutkatastrophe sowie durch einen ausgelaufenen Öltank; Berichte, Fotos und Zeitungsartikel in OA, Grabungspläne, Profile und Fundzeichnungen im Planarchiv vorhanden.\nBei der Untersuchung Beobachtung von Kriegsschutt und neuzeitlichen Bauresten in den oberen Schichten, ungestörte Schichten erst ab dem 14. Jh. und davor; Dokumentation von Sand- und Lehmaufträgen mit verschiedenen Brandschichten aus dem 14. Jh., Pfahlresten von Speicherbauten, einer Feuerstelle mit Brandschicht aus dem 12. Jh., einer Mulde mit \"Knüppelmatte\" aus dem 12. Jh. sowie verschiedener Auftragsschichten aus Lehm und Sand mit Brandschichten aus dem 10.\/11. Jh.; die untersten Schichten datieren ins 9. Jh., besondere Befunde sind eine stark mit Holz durchsetzte Schicht direkt über dem anstehenden Kleiboden sowie eine Konstruktion aus Bohlen und Pfählen, laut Westhusen eine Steganlage zum Wasser; unterhalb der Steganlage zahlreiche Funde von Fischen und botanischen Resten.\nUnter den Funden aus der Untersuchung zahlreiche Kleinfunde (darunter eine Knochenflöte und Dreilagenkämme), Holzfunde, botanische Reste, verkohltes Getreide, Tierknochen, Fischschuppen und große Mengen Keramik; verkohltes Getreide durch M. Hopf (RGZM) analysiert.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Vom 30.8. – 28.12.1962, 11.4. – 24.12.1963, 15.5. – 16.7.1964 sowie im Juni 1965 und 1966 wurden Ausgrabungen durch das MHG unter F. Westhusen  im Zuge der Wiederbebauung des Grundstückes mit dem späteren Gemeindehaus St. Petri durchgeführt.\nBei Ausschachtungsarbeiten waren zunächst große Findlinge entdeckt worden, die man für verschlepptes Material aus dem Bereich der Streinstraße hielt. Es stellte sich dann jedoch heraus, dass es sich um ein 19 bis 19,5 m im Durchmesser messendes Fundament eines unbekannten Gebäudes handelte. Die Fundamentstärke betrug knapp 4 m. Die Anlage war aus unbehauenen Findlingen in \"Marschenschlickbindung\" errichtet, außerdem spricht der Grabungsbericht von 1962 von unterschiedlicher Untergrundbeschaffenheit: Im Osten ruhte das Fundament auf Lehm, im Westen dagegen auf Sand - letzterer Bereich war wesentlich tiefer gegründet. Hier wurde außerdem ein nach außen vorspringender Fundamentsockel angetroffen. Das Fundament besitzt eine Außenschale aus besonders großen Findlingen und eine Innenschale aus gespaltenen Steinen, die mit der glatten Seite nach innen positioniert sind. Im Westteil befindet sich zwischen den Steinen eine Art Pflaserung aus kleinen Steinen in Lehmbettung, die vermutlich für folgende, heute nicht mehr vorhandene Steine als Ausgleichsschicht diente. Pfostensüuren in der Fundamentpackung zeugen offenbar von ehemals vorhandenen Gerüsstellagen beim Bau (Bohnsck spricht hier von einem hölzernen überdachten \"Wehrgang\"). Die Höhenmaße der Anlage varriieren zwischen 8,45 bis 8,18 m an der Unterkante sowie zwischen 9,2 und 8,52 m auf der Oberkante.\nAn die Fundamentkonstruktion grenzt direkt ein Brunnen von 4,5 m Durchmesser an, der eine lichte Weite von 1,1 m besaß und von 9,26 bis 5,1 m Tiefe reichte. Die Brunnenfassung bindet in das Fundament ein. Die unterste Schicht des Brunnens war ein Zweigrost, darüber folgte eine Holzsschicht, Holzkohle, Sand mit vereinzelten Steinen sowie die spätere Verfüllung aus größeren und kleineren Steinen mit vereinzelten Ziegelbrocken. Darin befand sich auch ein prähistorischer Mahlstein.\nHöher aufgehende Schichten des Baus waren bereits durch rezente Bebauung zerstört.\nDer Innendurchmesser des kreisförmigen Fundaments maß ca. 11 m. Einem Bericht von D. Bohnsack datiert die bei der Grabung geborgene Keramik in das 11. Jh. und vermutet in der Anlage das sogenannte \"steinerne Haus\" des Erzbischofs Bezelin-Alebrand (1035-1043), welches bei Adam von Bremen erwähnt ist. davon ausgehend wurde der Befund fortan als \"Bischofsturm\" bzw. \"Bischofsburg\" bezeichnet.\nUntersuchungen in der näheren Umgebung ergaben jedoch, dass östlich des Turmfundaments sowohl der Wallfuß des Heidenwalls als auch eine O-W-verlaufende Steinmauer sowie Reste eines Sodenwalls befindlich waren, des Weiteren wurden laut OA einige Gruben angetroffen. im Westen war ein Graben vorgelagert. Die Datierung wurde auf das 12 Jh. korrigiert. Eine Deutung als Torturm der ersten Stadtbefestigung erscheint somit möglich.\n\nBei der Neubebauung des Geländes wurde Rücksicht auf die archäologische Situation genommen und das Fundament im Keller des Neubaus erhalten.\n\nVom 11.5. bis zum 15.10. 2009 wurden baubegleitende Maßnahmen durch Mitarbeiter des HMA bzw. der Bodendenkmalpflege Hamburg durchgeführt, als ein Bauprojekt mit Tiefgarage an der Kreuslerstraße 4 realisiert wurde.\nDabei wurde der Fundamentkreis zunächst mit Stoffbahnen abgedeckt und dann mit 1 m Feinsand bedeckt. Um ein Abrutschen der Steine in die 4,6 m tiefere Baugrube zu verhindern, wurden um den Steinkreis herum Doppel-T-Träger eingebracht und die Zwischenräume mit Holzbohlen und U-Profilen verbaut. Dabei wurden immer wieder steine herausgelöst und von den Arbeiter wahllos in der Umgebung abgelegt. Die Aushubarbeiten selbst bewirkten trotz der Sicherung Verschiebungen und Zerrüttungen des Steingefüges. Da die Baufirma wenig Kooperationsbereitschaft zeigte, wurden notwendige Aushubarbeiten zur Dokumentation und Vermessung der Steine letztlich von Mitarbeitern der Bodendenkmalpflege selbst durchgeführt. Bei Anlage von drei Betonpfeilern im Bereich des Fundaments mussten die Findlingssteine jeweils auf einer Fläche von ca. 2,5 m um die entsprechenden Stellen entfernt werden. Sie wurden zuvor nummeriert und gesondert gelagert. das Entfernen der Steine durch den Bagger war außerdem mit Beschädigungen verbunden.\nDurch das Fortschreiten der Arbeiten wurde ersichtlich, dass der Steinkreis im östlichen Bereich auf gut 10,5 m Länge zerstört werden würde. Die Veranwortung hierfür wurde von dem zuständigen Landesarchäologen Hr. Dr. Weiß übernommen.\n\nDer verbleibende Teil des Bischofsturms ist heute als Außenstelle des Helms-Museums bzw. als Schauraum in das Untergeschoss eines Cafès der Bäckereikette Dat Backhus integriert und kann während dessen Öffnungszeiten besichtigt werden.\n\n",
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Bohnsack im Zuge der Wiederbebauung des Grundstückes mit dem späteren Gemeindehaus St. Petri durchgeführt;  Fortführung der Grabungsmaßnahme in den Folgejahren 11.4. – 24.12.1963, 15.5. – 10.6.1964 und 10. – 16.7.1964 sowie im Juni 1965 und vermutlich auch im Jahr 1966; Bei Ausschachtungsarbeiten zunächst Entdeckung großer Findlinge eines 19 bis 19,5 m im Durchmesser messendes Fundamentes; Die Fundamentstärke betrug knapp 4 m; Die Anlage war aus unbehauenen Findlingen in \"Marschenschlickbindung\" errichtet; Im Osten ruhte das Fundament auf Lehm, im Westen dagegen auf Sand, letzterer Bereich war wesentlich tiefer gegründet; Hier wurde außerdem ein nach außen vorspringender Fundamentsockel angetroffen; Das Fundament besitzt eine Außenschale aus besonders großen Findlingen und eine Innenschale aus gespaltenen Steinen, die mit der glatten Seite nach innen positioniert sind; Im Westteil befindet sich zwischen den Steinen eine Art Pflasterung aus kleinen Steinen in Lehmbettung, die vermutlich für darüber liegende, heute nicht mehr vorhandene Steine als Ausgleichsschicht diente; Pfostenspuren in der Fundamentpackung zeugen offenbar von ehemals vorhandenen Gerüststellagen beim Bau (Bohnsack spricht hier von einem hölzernen überdachten \"Wehrgang\"); An die Fundamentkonstruktion grenzt direkt ein Brunnen von 4,5 m Durchmesser an, der eine lichte Weite von 1,1 m besaß und von 9,26 bis 5,1 m Tiefe reichte; Die steinerne Brunnenfassung bindet in das Fundament ein; Die unterste Schicht des Brunnens war ein Zweigrost, darüber folgte eine Holzsschicht, Holzkohle, Sand mit vereinzelten Steinen sowie die spätere Verfüllung aus größeren und kleineren Steinen mit vereinzelten Ziegelbrocken; Darin befand sich auch ein prähistorischer Mahlstein; Höher aufgehende Schichten des Baus waren bereits durch rezente Bebauung zerstört; Der Innendurchmesser des kreisförmigen Fundaments maß ca. 11 m; Einem Bericht von D. 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Westhusen.\n\n1971-46\n\nIn der OA diverse Unterlagen zu Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit der Präsentation der Überreste des Turmes.\n\n1992-134\n\nIn der OA Unterlagen zur Öffentlichkeitsarbeit.\n\n1997-63\n\nKartierung des Fundplatzes durch Ludowici.\n\n2008-72\n\nVerfahrensbeteiligung und Beauflagung im Zusammenhang mit dem Abbruch und Neubau des Gebäudes über den Turmresten; Unter anderem Auflage den Baubefund erst mittels 3D-Laserscan zu dokumentieren; Die Dokumentation wurde durch die Firma ArcTron durchgeführt, die entsprechenden Unterlagen finden sich ebenfalls unter der Vorgangsnummer 2008-72.\n\n2009-165\n\nVom 11.5. bis zum 15.10. 2009 wurden baubegleitende Maßnahmen durch Mitarbeiter des HMA bzw. der Bodendenkmalpflege Hamburg durchgeführt, als ein Bauprojekt mit Tiefgarage an der Kreuslerstraße 4 realisiert wurde, bei dem das zuvor über dem Turmfundament befindliche Gebäude Abgerissen und ein Neubau errichtet wurde; Dabei wurde der Fundamentkreis zunächst mit Stoffbahnen abgedeckt und dann mit 1 m Feinsand bedeckt; Um ein Abrutschen der Steine in die 4,6 m tiefere Baugrube zu verhindern, wurden um den Steinkreis herum Doppel-T-Träger eingebracht und die Zwischenräume mit Holzbohlen und U-Profilen verbaut; Durch die Baumaßnahmen wurde das Turmfundament stark in Mitleidenschaft gezogen;  Der verbleibende Teil des Bischofsturms ist heute als Außenstelle des Helms-Museums bzw. als Schauraum in das Untergeschoss eines Cafès der Bäckereikette Dat Backhus integriert und kann während dessen Öffnungszeiten besichtigt werden.\n\n2011-169\n\nUnterlagen zur Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit der Eröffnung der Museumsaußenstelle \"Bischofsturm\".\n\n2016-268\n\nBeauflagung im Rahmen eines Leitungstrassenbaus; Außerdem in der OA Korrespondenz aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit.\n\n",
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Jh.; Er vermutete in der Anlage das sogenannte \"steinerne Haus\" des Erzbischofs Bezelin-Alebrand (1035-1043), welches bei Adam von Bremen erwähnt ist; Aus diesem Grund wurde der Befund fortan als \"Bischofsturm\" bzw. \"Bischofsburg\" bezeichnet; Untersuchungen in der näheren Umgebung ergaben, dass östlich des Turmfundaments sowohl der Wallfuß des Heidenwalls als auch eine O-W-verlaufende Steinmauer sowie Reste eines Sodenwalls befindlich waren, des Weiteren wurden einige Gruben angetroffen; Die Datierung wurde später auf das 12 Jh. korrigiert; Eine Deutung als Torturm der ersten Stadtbefestigung erscheint somit möglich.\n\n1963-34\n\nFortsetzung der Grabungsmaßnahme des Vorjahres im Zeitraum 11.4. – 24.12.1963.\n\n1964-40\n\nFortsetzung der Grabungsmaßnahme während des Zeitraums 15.5. – 10.6.1964 und 10. – 16.7.1964.\n\n1965-40\n\nWeitere Grabung im Juni 1965.\n\n1966-35\n\nOffenbar weitere Maßnahme an der Fundstelle durch Westhusen; Es liegen zwei Wandscherben mit den Inv.-Nr. MHG 1966:81-82 vor; Offenbar auch Auffindung von Kalkmörtel; Unter der Vorgangsnummer in der OA außerdem verschiedene Korrespondenz aus den 60er Jahren abgelegt.\n\n1969-79\n\nBei der späteren Neubebauung des Geländes wurde Rücksicht auf die archäologische Situation genommen und das Fundament im Keller des Neubaus erhalten und ein Schauraum eingerichtet, dessen Eröffnung im Jahr 1969 erfolgte; Das Inventarbuch erwähnt außerdem die Einlieferung einer Lehmprobe durch F. 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     "beschreibung" : "Im Mai 1914 wurde am Glockengießerwall ein Teilabschnitt eines runden Turmes freigelegt und durch Hr. Faber und\/oder Hr. Melhop vermessen und zeichnerisch dokumentiert. Das Mauerwerk des Turmes bestand aus Ziegeln in Kalkmörtel, die mit Findlingen durchsetzt waren. Das äußere Mauerwerk war mit Glasursteinen gemustert. \nIm Turminneren wurden eichene Bohlen festgestellt (6-8 cm stark), \"die wahrscheinlich einen Fußboden des Turmes gebildet haben und von der daraufliegenden Bodenlast durchgebogen und versackt sind\". Ebenfalls angetroffen wurden an dieser Stelle 30 x 32 cm messende Balken, die das Gebälk für den Fußboden gebildet haben sowie eichene Schwellen von 20 x 20 cm, \"die als Auflager für die Balkenenden gedient haben\" und durch 20 x 20 cm messende eichene Pfosten gestützt wurden. Die Tiefe der Pfosten und Fundamente konnte nicht ermittelt werden.\nDer Bericht vermerkt weiterhin: \"Das Innere des Turmes ist angefüllt mit in Fäulnis übergegangenen, übelriechenden organischen Abfallstoffen wie Knochen, Hörnern, ledernem Fußzeug u. dergl. Es fanden sich darin auch 4 steinerne Kugeln von ca. 12 cm Dm.\" Außerhalb des Turmes wurde gelber Lehm (gewachsen?) angetroffen.\n\nAm 02.04.1964 meldete Hr. Kropp, dass bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau des Wallringtunnels Fundamentmauern freigelegt worden seien. Die Fundstelle wurde durch F. Westhusen besichtigt, der feststellte, dass es sich um Findlingsblöcke in 2m Tiefe handelte, die verstreut lagen und über denen sich Ziegelmauerwerk im Klosterformat befand.\nVom 23.04. bis zum 30.04.1964 wurde der Befund durch Westhusen dokumentiert, nachdem Rammarbeiten durch das umfangreiche Mauerwerk massiv behindert worden waren. Nach der Anlage von Baggerschlitzen und vergeblichen Versuchen, das Mauerwerk zu sprengen, entschloss man sich, die Anlage komplett abzutragen.\nDer Turm hatte laut Westhusens Dokumentation einen äußeren Durchmesser von 18,5 m mit einer Wandstärke von 4,25 m. Der Innenraum maß 10 m. Auf der Südwestseite des Turmes führte eine Treppe in der Mauer in die Tiefe, die am untersten Ende rechtwinklig abknickte und in den Turminnenraum führte. Die Stufen waren ebenfalls ziegelgemauert und waren jeweils 1 m lang, 40 cm breit und 20 cm hoch. Die Decke über dem Treppengang war flach gewölbt. Unterhalb der Umbiegung wurde in der Außenwand eine Schießscharte angetroffen, die nach Südosten gerichtet und innen 50 cm, außen aber nur 10 cm breit war. Über 50 cm hohen Wand war die Scharte mit einem flachen Gewölbe mit einer Scheitelhöhe von 15 cm verschlossen. Die inneren Kanten waren aus Formsteinen mit abgerundeten Ecken erbaut. Die Unterkante der Schießscharte lag 1,17 m über der darunter befindlichen Stufe.\nUnter der Treppe sowie auf der Ost- und Westseite waren in der Mauer flachgewölbte Räume von 5,5 x 1,75 m anzutreffen. Ein Zugang wurde nur jeweils für den Ost- und Westraum in Form eines offenbar nach außen führenden schräg angelegten und 30 cm messenden Schachtes festgestellt.\nDer Turm bestand aus Ziegelsteinen im Klosterformat (29 x 12 x 8 cm), die mit Gipsmörtel vermauert waren. Das Mauerwerk war mit Findlingssteinen durchsetzt, jedoch wurden keine Glasursteine wie bei Melhop beschrieben aufgefunden.\nIm Innenraum des Turmes  befanden sich aber die beschriebenen Hölzer.\nDer untere Teil des Bauwerks war mit Granitquadern verblendet.\nBei weiteren Abbauarbeiten des Turmstumpfes am 16. und 17.02.1965 wurde festgestellt, dass die Quader durch Klammern untereinander verbunden waren, die aus einem 1,5 cm starken Flacheisenband bestanden, das 5 cm breit und 30 cm lang war. An beiden Enden befand sich ein in die Quader eingelassener Dorn und die Steine waren mit einer flachen Rinne versehen, in die das Eisenband gebettet wurde. Die Quader waren 30 cm stark bei variierender Länge und Höhen zwischen 40 und 55 cm.\nEs konnte noch eine zugemauerte Nische entdeckt werden, die 2,8 m lang, außen 1 m und an der Rückwand 2,5 m breit war. Der Nischenraum war gewölbt. Im vorderen Wandteil war auf jeder Seite ein 20 cm breiter und 25 cm tiefer Schlitz ausgespart, der 1,25 m Länge besaß und wohl zur Aufnahme von Holzbalken als Geschützunterlage diente.\nDie Sohle des Turmes wurde bei 4,6 m üNN erreicht. Sie ruhte auf einem Holzrost aus 30 x 40 cm starken Hölzern, die wiederum auf Rammpfählen von ca. 3 m L. und 20 bis 25 cm Dm. lagerten.\n\nWesthusen zufolge handelt es sich demnach um einen Turmbau, dessen Ziegelmauererk auf einer Holzunterlage stand und der bis 10,10 m üNN mit Granit verblendet war. Die Verblendung wurde auf Höhe 9,6 m üNN durch einen Fries aus Rundstab und Hohlkehle unterbrochen, dem eine Granitquaderschicht folgte und dieser wiederum das Ziegelmauerwerk. Einer der Granitquader gelangte in den Vorgarten des Denkmalschutzamtes am Harvestehuderweg.\n\nDas Bauwerk wurde als Zwinger des Spitaltores identifiziert, der zwischen 1497 und 1500 errichtet wurde. Um 1617 wurde der Turm in die Bastionen miteinbezogen und diente als Pulverturm. 1773 trug man den die Bastion überragenden Turmteil ab und nutzte das Turminnere als Abfallgrube.",
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     "beschreibung" : "Im Mai 1914 wurde am Glockengießerwall ein Teilabschnitt eines runden Turmes freigelegt und durch Hr. Faber und\/oder Hr. Melhop vermessen und zeichnerisch dokumentiert. Das Mauerwerk des Turmes bestand aus Ziegeln in Kalkmörtel, die mit Findlingen durchsetzt waren. Das äußere Mauerwerk war mit Glasursteinen gemustert. \nIm Turminneren wurden eichene Bohlen festgestellt (6-8 cm stark), \"die wahrscheinlich einen Fußboden des Turmes gebildet haben und von der daraufliegenden Bodenlast durchgebogen und versackt sind\". Ebenfalls angetroffen wurden an dieser Stelle 30 x 32 cm messende Balken, die das Gebälk für den Fußboden gebildet haben sowie eichene Schwellen von 20 x 20 cm, \"die als Auflager für die Balkenenden gedient haben\" und durch 20 x 20 cm messende eichene Pfosten gestützt wurden. Die Tiefe der Pfostenund Fundamente konnte nicht ermittelt werden.\nDer Bericht vermerkt weiterhin: \"Das Innere des Turmes ist angefüllt mit in Fäulnis übergegangenen, übelriechenden organischen Abfallstoffen wie Knochen, Hörnern, ledernem Fußzeug u. dergl. Es fanden sich darin auch 4 steinerne Kugeln von ca. 12 cm Dm.\" Außerhalb des Turmes wurde gelber Lehm (gewachsen?) angetroffen.\n\nAm 2.04. 1964 meldete Hr. Kropp, dass bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau des Wallringtunnels Fundamentmauern freigelegt worden seien. Die Fundstelle wurde durch F. Westhusen besichtigt, der feststellte, dass es sich um Findlingsblöcke in 2m Tiefe handelte, die verstreut lagen und über denen sich Ziegelmauerwerk im Klosterformat befand.\nVom 23.04. bis zum 30.04. 1964 wurde der Befund durch Westhusen dokumentiert, nachdem Rammarbeiten durch das umfangreiche Mauerwerk massiv behindert worden waren. Nach der Anlage von Baggerschlitzen und vergeblichen Versuchen, das Mauerwerk zu sprengen, entschloss man sich, die Anlage komplett abzutragen.\nDer Turm hatte laut Westhusens Dokumentation einen äußeren Durchmesser von 18,5 m mit einer Wandstärke von 4,25 m. Der Innenraum maß 10 m. Auf der Südwestseite des Turmes führte eine Treppe in der Mauer in die Tiefe, die am untersten Ende rechtwinklig abknickte und in den Turminnenraum führte. Die Stufen waren ebenfalls ziegelgemauert und waren jeweils 1 m lang, 40 cm breit und 20 cm hoch. Die Decke über dem Treppengang war flach gewölbt. Unterhalb der Umbiegung wurde in der Außenwand eine Schießscharte angetroffen, die nach Südosten gerichtet und innen 50 cm, außen aber nur 10 cm breit war. Über 50 cm hohen Wand war die Scharte mit einem flachen Gewölbe mit einer Scheitelhöhe von 15 cm verschlossen. Die inneren Kanten waren aus Formsteinen mit abgerundeten Ecken erbaut. Die Unterkante der Schießscharte lag 1,17 m über der darunter befindlichen Stufe.\nUnter der Treppe sowie auf der Ost- und Westseite waren in der Mauer flachgewölbte Räume von 5,5 x 1,75 m anzutreffen. Ein Zugang wurde nur jeweils für den Ost- und Westraum in Form eines offenbar nach außen führenden schräg angelegten und 30 cm messenden Schachtes festgestellt.\nDer Turm bestand aus Ziegelsteinen im Klosterformat (29 x 12 x 8 cm), die mit Gipsmörtel vermauert waren. Das Mauerwerk war mit Findlingssteinen durchsetzt, jedoch wurden keine Glasursteine wie bei Melhop beschrieben aufgefunden.\nIm Innenraum des Turmes  befanden sich aber die beschriebenen Hölzer.\nDer untere Teil des Bauwerks war mit Granitquadern verblendet.\nBei weiteren Abbauarbeiten des Turmstumpfes am 16. und 17.02. 1965 wurde festgestellt, dass die Quader durch Klammern untereinander verbunden waren, die aus einem 1,5 cm starken Flacheisenband bestanden, das 5 cm breit und 30 cm lang war. An beiden Enden befand sich ein in die Quader eingelassener Dorn und die Steine waren mit einer flachen Rinne versehen, in die das Eisenband gebettet wurde. Die Quader waren 30 cm stark bei variierender Länge und Höhen zwischen 40 und 55 cm.\nEs konnte noch eine zugemauerte Nische entdeckt werden, die 2,8 m lang, außen 1 m und an der Rückwand 2,5 m breit war. Der Nischenraum war gewölbt. Im vorderen Wandteil war auf jeder Seite ein 20 cm breiter und 25 cm tiefer Schlitz ausgespart, der 1,25 m Länge besaß und wohl zur Aufnahme von Holzbalken als Geschützunterlage diente.\nDie Sohle des Turmes wurde bei 4,6 m üNN erreicht. Sie ruhte auf einem Holzrost aus 30 x 40 cm starken Hölzern, die wiederum auf Rammpfählen von ca. 3 m Länge und 20 bis 25 cm Dm lagerten.\n\nWesthusen zufolge handelt es sich demnach um einen Turmbau, dessen Ziegelmauererk auf einer Holzunterlage stand und der bis 10,10 m üNN mit Granit verblendet war. Die Verblendung wurde auf Höhe 9,6 m üNN durch einen Fires aus Rundstab und Hohlkehle unterbrochen, dem eine Granitquaderschicht folgte und dieser wiederum das Ziegelmauerwerk. Einer der Granitquader gelangte in den Vorgarten des Denkmalschutzamtes Havestehuderweg.\n\nDas Bauwerk wurde als Zwinger des Spitaltores identifiziert, der zwischen 1497 und 1500 errichtet wurde. Um 1617 wurde der Turm in die Bastionen miteinbezogen und diente als Pulverturm. 1773 trug man den die Bastion überragenden Turmteil ab und nutzte das Turminnere als Abfallgrube.",
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     "beschreibung" : "Der Fundplatz liegt im Bereich des Georgsplatzes, der als freirer Platz erst seit 1846 in Hamburg existiert, nachdem die vorherige Bebauung dem Großen Brand von 842 zum Opfer gefallen war.\nIm Zuge des U-Bahn-Baus besichtigte F. Westhusen dort am 6.2. 1964 eine angeschnittenen Dungschicht, die \"süßlich\" wie eine Kloake roch und zahlreiche Kirschkerne der Sauerkirsche enthielt.\nVom Fundplatz stammen außerdem noch \"Ofenbruchstücke und Scherben\", die am 20.3. geborgen wurden (?), aber nicht inventarisiert sind.\n\nLaut OA (ohne Bericht) dokumentierte Westhusen am 27.5. außerdem eine \"trogförmige hölzerne Wasserleitung aus Eiche\"; des Weiteren beobachteten \"Geologen\" am 2.6. mehrere Holzpfähle und Pfahlreihen.",
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     "beschreibung" : "Der Fundplatz liegt im Bereich des Georgsplatzes, der als freirer Platz erst seit 1846 in Hamburg existiert, nachdem die vorherige Bebauung dem Großen Brand von 1842 zum Opfer gefallen war.\nIm Zuge des U-Bahn-Baues besichtigte F. Westhusen dort am 06.02.1964 eine angeschnittenen Dungschicht, die \"süßlich\" wie eine Kloake roch und zahlreiche Kirschkerne der Sauerkirsche enthielt.\nVom Fundplatz stammen außerdem noch \"Ofenbruchstücke und Scherben\", die am 20.03. geborgen wurden (?), aber nicht inventarisiert sind.\n\nLaut OA (ohne Bericht) dokumentierte Westhusen am 27.5. außerdem eine \"trogförmige hölzerne Wasserleitung aus Eiche\"; des Weiteren beobachteten \"Geologen\" am 2.6. mehrere Holzpfähle und Pfahlreihen.",
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     "beschreibung" : "1964-7\n\nBaustellenbeobachtung durch F. Westhusen beim Bau der U-Bahn im Bereich Georgsplatz; Beobachtung einer angeschnittenen Dungschicht mit zahlreichen Kernen der Sauerkirsche; Geruch laut Westhusen süßlich wie bei einer Kloake; kurze Zeit später Bergung von Ofenbruchstücken und Scherben durch unbekannt sowie Dokumentation einer trogförmigen Wasserleitung aus Eiche durch Westhusen; außerdem Beobachtung mehrerer Holzpfähle und Pfahlreihen durch Geologen; in OA außer Notizen Westhusen und Bericht Denkmalamt über die Bebauung des Georgsplatzes kaum weitere Informationen, Verbleib Funde unbekannt; Baupläne der U-Bahn im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1966-32\n\nNach dem Abbruch des Hauses Grimm 12 führte F. Westhusen in der Zeit vom 6.5. bis zum 24.5. 1966 eine Untersuchung des Geländes durch; Hierbei wurde ein Fundament aus Findlingen festgestellt, das bis auf das Nachbargrundstück Grimm 14 reichte; Gefunden wurden einige Kachelscherben; Zusätzlich wurden auf dem Gelände sechs Bohrungen abgeteuft; Vorhanden sind ein Grabungsbericht, Fotos und Grabungspläne; In der OA befindet sich außerdem ein ausführlicher Bericht des Staatsarchivs zur Geschichte des Grundstücks Grimm 12.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Nach dem Abbruch des Hauses Grimm 12 führte F. Westhusen in der Zeit vom 6.5. bis zum 24.5. 1966 eine Untersuchung des Geländes durch.\nAuf dem anstehenden Klei lag eine doppelte Reihe Findlinge, die in eine Schicht Ziegelbruch eingebettet waren. Die Reihe verlief von Ost nach West im Abstand von 70 bis 95 cm zur Grundmauer des Nachbargrundstücks Grimm 14. Die Nord-Süd-verlaufende anschließende Findlingsreihe war nur lückenhaft erhalten und konnte hauptsächlich aufgrund einer Bodenverfärbung erkannt werden. Eine Vermörtelung der Feldsteine war nicht festzustellen. Im Südwestwinkel des Befundes wurden die Reste eines Steinpflasters aus kleinen Steinen in hellem Sand aufgedeckt. Das Fundament verläuft offenbar unter dem Gebäude des Nachbargrundstücks weiter, nachdem sie im Westen rechtwinklig nach Süden umbog.\nWesthusen stellte einige grün und gelb glasierte Kachelbruchstücke zwischen den Findlingen fest.\nZusätzlich wurden auf dem Gelände sechs Bohrungen abgeteuft: Der anstehende Marschenklei wurde zwischen 1,6 und 1,3 m üNN angetroffen, darüber lagerten Lehm- und Ziegelbruchschichten sowie gemischter kleiiger Boden, teils mit Holzresten und Holzkohle. Im Osten wurde über dem Kleiboden eine nach Westen auslaufende Sandschicht angetroffen.",
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     "beschreibung" : "Im Januar 1965 wurde die bestehende HEW-Bebauung in der Große Reichenstraße 35-43 abgebrochen, der Kellerraum blieb erhalten. Das betreffende Gelände wurde von August bis September 1966 archäologisch unter Leitung von F. Westhusen untersucht, zuvor wurden im Herbst 1965 einige Probebohrungen abgeteuft:\nEs wurden 16 Bohrsondagen durchgeführt. Dabei wurden unterschiedliche Auftragsschichten aus Lehm sowie Dungschichten, teils mit Holzresten und Ziegelschutt, angetroffen. Stellenweise stieß man außerdem auf Schuttreste sowie Ziegelmauerwerk.\n\nFür die Ausgrabungsmaßnahme war eine Fläche von 2,3 x 2 m vorgesehen, jedoch zeigte sich der \"vor der Grundmauer liegende Teil\" als tiefgründig gestört, sodass letztlich eine Fläche von2,3 x 1,1 m verblieb. Die noch vorhandene Kellersohle der rezenten Bebauung lag bei + 3,64 m NN und bestand aus einem 4 cm starken Betonestrich, der eine 10 cm starke Magerbetonschicht und ein 70 cm dicker Auftrag aus lehmigem Sand folgten.\nZwischen 2,8 und 2,4 m üNN befand sich eine mit Ziegelbruch drchsetzte Lehmschicht, deren Unterkante laut Westhusen die Grenze der ehemaligen Baugrube kennzeichnete. Aus dieser Schicht wurden einige glasierte und unglasierte Scherben geborgen.\nAb 2,3 m üNN war laut Westhusen eine \"ungestörte Schichtenfolge\" vorhanden.\n\nIn Planum I wurde eine 2 x 10 cm messende Vierkantbohle angetroffen, auf deren nördlicher Seite blauer Lehm lag, auf der südlichen Seite dagegen torfiger Lehm. Das Planum war mit Hölzern bedeckt, darunter Spaltbohlen, Kantholz, Bohlen und ein unbehauener Stamm. Die Hölzer zeigten teils Brandspuren. Beim Vertiefen des Planums zeigte sich eine 10 cm tiefe Ausklingung und eine halbrunde Nut an der Vierkantbohle; außerdem wurden Holzkohlereste und ein Ziegel im Klosterformat angetroffen. In der blauen Lehmschicht nördlich der Vierkantbohle befanden sich Feldsteine, außerdem wurde er im Osten durch eine senkrecht eingesetzte Spaltbohle begrenzt.\nDie Zweiteilung des Planums wurde ebenfalls in Planum II bemerkt, hier teilt ein Kiefernstamm mit Rinde den jetzt grauen Lehm von der restlichen Schicht. Der Kiefernstamm war mit Hölzern unterlagert, die auf einer Holzkohleschicht lagen. Im Süden des Planums wurde eine Flechtwand angetroffen.\nPlanum III ergab eine \"Strauchmatte\" in 1,58 m ÜNN Tiefe. Die Bodenzusammensetzung änderte sich in Planum IV, Westhusen bezeichnet den sandigen und mit Humusanteilen versetzten Boden als \"Waldboden\", aus dem er eine Kiefernwurzel entfernte.\nPlanum V war brauner trofiger Boden, der von \"zahlreichen senkrechten Pflöcken durchsetzt [war], die scheinbar zum Halt einer NN-SO-verlaufenden Strauchmatte gehörten\". Es wurden beim weiteren Abtiefen Spuren des anstehenden Kleibodens mit der ehemaligen Vegeationsschicht angetroffen. In Planum VI wurden \"Futterhölzer\" unter einem Balken bemerkt, des Weiteren trat torfiger Boden in Erscheinung, der stark mit Hölzern durchsetzt war. Planum VII bestätigte einen bereits vorher bemerkten starken Geländeabfall. Hier konnte eine Pfahlreihe aus vierkantigen Eichenhölzern freigelegt werden.\nAls Funde wurden jeweils Keramikscherben sowie vereinzelt Metallreste geborgen.\nDer Geländeabfall wurde durch die Profile des Schnittes bestätigt. Im O-W-Profil wurden \"immer wieder Strauchmatten\" bemerkt, \"die dem abrutschenden Boden einen Halt geben sollten\". Westhusen schreibt einige Holzbeunde demselben Zweck zu. \nWesthusen zufolge datiert die gefundene Keramik von der 1. Hälfte des 12. Jh. bis in die 2. Hälfte des 13. Jh. Außerdem wurden Kalkfunde \"[bis] Mitte des 12. Jh.\" festgestellt werden.\nDie Ortsakte führt diesen Bereich des Fundplatzes als Fpl. 77A.\n\nVon 1988 bis 1990 wurde das Grundstück im Vorfeld eines Bauvorhabens (\"Zürich-Haus\") durch das HMA unter Leitung von F. Lüth ausgegraben. Ein Bericht über diese Maßnahme liegt nicht vor.\nDer OA zufolge wurden hier mit Lehm und Abfällen gefüllte und der mittelalterlichen Landgewinnung dienende \"Kästen\" (ca. 8 x 70 m) mit jeweils rund 1,5 m hoher Holzverschalung ausgegraben, die in nord-südlicher Richtung vom Geestsporn aus in die Marsch verliefen. \nBaubefunde datierten ab dem 13. Jh.\nDas Fundmaterial umfasste neben Keramik auch Kleinfunde, Lederreste und Tierknochen. Außerdem liegen für Fpl. 77 (B) Untersuchungen über textile Reste vor, darunter unversponnene (evtl. natürliche) Fasern, bei denen es sich um Schafwolle handelte, sowie ein sehr feiner, schwarz gefärbter 2\/1-Köper aus Wolle, der in eingeschwemmtem Material in einer Wasserleitung gefunden wurde und offenbar in das 18. Jh. datiert (S. Möller-Wiering).\nAus der Grabung stammt auch ein nahezu vollständiges Pferdeskelett.",
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     "beschreibung" : "Im Januar 1965 wurde die bestehende HEW-Bebauung in der Große Reichenstraße 35-43 abgebrochen, der Kellerraum blieb erhalten. Das betreffende Gelände wurde von August bis September 1966 archäologisch unter Leitung von F. Westhusen untersucht, zuvor wurden im Herbst 1965 einige Probebohrungen abgeteuft:\nEs wurden 16 Bohrsondagen durchgeführt. Dabei wurden unterschiedliche Auftragsschichten aus Lehm sowie Dungschichten, teils mit Holzresten und Ziegelschutt, angetroffen. Stellenweise stieß man außerdem auf Schuttreste sowie Ziegelmauerwerk.\n\nFür die Ausgrabungsmaßnahme war eine Fläche von 2,3 x 2 m vorgesehen, jedoch zeigte sich der \"vor der Grundmauer liegende Teil\" als tiefgründig gestört, sodass letztlich eine Fläche von2,3 x 1,1 m verblieb. Die noch vorhandene Kellersohle der rezenten Bebauung lag bei + 3,64 m NN und bestand aus einem 4 cm starken Betonestrich, der eine 10 cm starke Magerbetonschicht und ein 70 cm dicker Auftrag aus lehmigem Sand folgten.\nZwischen 2,8 und 2,4 m üNN befand sich eine mit Ziegelbruch drchsetzte Lehmschicht, deren Unterkante laut Westhusen die Grenze der ehemaligen Baugrube kennzeichnete. Aus dieser Schicht wurden einige glasierte und unglasierte Scherben geborgen.\nAb 2,3 m üNN war laut Westhusen eine \"ungestörte Schichtenfolge\" vorhanden.\n\nIn Planum I wurde eine 2 x 10 cm messende Vierkantbohle angetroffen, auf deren nördlicher Seite blauer Lehm lag, auf der südlichen Seite dagegen torfiger Lehm. Das Planum war mit Hölzern bedeckt, darunter Spaltbohlen, Kantholz, Bohlen und ein unbehauener Stamm. Die Hölzer zeigten teils Brandspuren. Beim Vertiefen des Planums zeigte sich eine 10 cm tiefe Ausklingung und eine halbrunde Nut an der Vierkantbohle; außerdem wurden Holzkohlereste und ein Ziegel im Klosterformat angetroffen. In der blauen Lehmschicht nördlich der Vierkantbohle befanden sich Feldsteine, außerdem wurde er im Osten durch eine senkrecht eingesetzte Spaltbohle begrenzt.\nDie Zweiteilung des Planums wurde ebenfalls in Planum II bemerkt, hier teilt ein Kiefernstamm mit Rinde den jetzt grauen Lehm von der restlichen Schicht. Der Kiefernstamm war mit Hölzern unterlagert, die auf einer Holzkohleschicht lagen. Im Süden des Planums wurde eine Flechtwand angetroffen.\nPlanum III ergab eine \"Strauchmatte\" in 1,58 m ÜNN Tiefe. Die Bodenzusammensetzung änderte sich in Planum IV, Westhusen bezeichnet den sandigen und mit Humusanteilen versetzten Boden als \"Waldboden\", aus dem er eine Kiefernwurzel entfernte.\nPlanum V war brauner trofiger Boden, der von \"zahlreichen senkrechten Pflöcken durchsetzt [war], die scheinbar zum Halt einer NN-SO-verlaufenden Strauchmatte gehörten\". Es wurden beim weiteren Abtiefen Spuren des anstehenden Kleibodens mit der ehemaligen Vegeationsschicht angetroffen. In Planum VI wurden \"Futterhölzer\" unter einem Balken bemerkt, des Weiteren trat torfiger Boden in Erscheinung, der stark mit Hölzern durchsetzt war. Planum VII bestätigte einen bereits vorher bemerkten starken Geländeabfall. Hier konnte eine Pfahlreihe aus vierkantigen Eichenhölzern freigelegt werden.\nAls Funde wurden jeweils Keramikscherben sowie vereinzelt Metallreste geborgen.\nDer Geländeabfall wurde durch die Profile des Schnittes bestätigt. Im O-W-Profil wurden \"immer wieder Strauchmatten\" bemerkt, \"die dem abrutschenden Boden einen Halt geben sollten\". Westhusen schreibt einige Holzbeunde demselben Zweck zu. \nWesthusen zufolge datiert die gefundene Keramik von der 1. Hälfte des 12. Jh. bis in die 2. Hälfte des 13. Jh. Außerdem wurden Kalkfunde \"[bis] Mitte des 12. Jh.\" festgestellt werden.\nDie Ortsakte führt diesen Bereich des Fundplatzes als Fpl. 77A.\n\nVon 1988 bis 1990 wurde das Grundstück im Vorfeld eines Bauvorhabens (\"Zürich-Haus\") durch das HMA unter Leitung von F. Lüth ausgegraben. Ein Bericht über diese Maßnahme liegt nicht vor.\nDer OA zufolge wurden hier mit Lehm und Abfällen gefüllte und der mittelalterlichen Landgewinnung dienende \"Kästen\" (ca. 8 x 70 m) mit jeweils rund 1,5 m hoher Holzverschalung ausgegraben, die in nord-südlicher Richtung vom Geestsporn aus in die Marsch verliefen. \nBaubefunde datierten ab dem 13. Jh.\nDas Fundmaterial umfasste neben Keramik auch Kleinfunde, Lederreste und Tierknochen. Außerdem liegen für Fpl. 77 (B) Untersuchungen über textile Reste vor, darunter unversponnene (evtl. natürliche) Fasern, bei denen es sich um Schafwolle handelte, sowie ein sehr feiner, schwarz gefärbter 2\/1-Köper aus Wolle, der in eingeschwemmtem Material in einer Wasserleitung gefunden wurde und offenbar in das 18. Jh. datiert (S. Möller-Wiering).\nAus der Grabung stammt auch ein nahezu vollständiges Pferdeskelett.\n\nKartierung anhand Karteneintrag Ludiwici 1997.",
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Westhusen untersucht, zuvor wurden im Herbst 1965 einige Probebohrungen vorgenommen; Es wurden 16 Bohrsondagen durchgeführt; Dabei Feststellung von Auftragsschichten aus Lehm sowie Dungschichten, teils mit Holzresten und Ziegelschutt; Stellenweise stieß man außerdem auf Schuttreste sowie Ziegelmauerwerk; Für die Ausgrabungsmaßnahme war eine Fläche von 2,3 x 2 m vorgesehen, jedoch zeigte sich der \"vor der Grundmauer liegende Teil\" als tiefgründig gestört, sodass letztlich eine Fläche von 2,3 x 1,1 m verblieb; Die noch vorhandene Kellersohle der rezenten Bebauung lag bei + 3,64 m NN und bestand aus einem 4 cm starken Betonestrich, der eine 10 cm starke Magerbetonschicht und ein 70 cm dicker Auftrag aus lehmigem Sand folgten; Zwischen 2,8 und 2,4 m üNN befand sich eine mit Ziegelbruch durchsetzte Lehmschicht, deren Unterkante laut Westhusen die Grenze der ehemaligen Baugrube kennzeichnete; Aus dieser Schicht wurden einige glasierte und unglasierte Scherben geborgen; Ab 2,3 m üNN war laut Westhusen eine \"ungestörte Schichtenfolge\" vorhanden; In Planum I wurde eine 2 x 10 cm messende Vierkantbohle angetroffen, auf deren nördlicher Seite blauer Lehm lag, auf der südlichen Seite dagegen torfiger Lehm; Das Planum war mit Hölzern bedeckt, darunter Spaltbohlen, Kantholz, Bohlen und ein unbehauener Stamm; Die Hölzer zeigten teils Brandspuren; Beim Vertiefen des Planums zeigte sich eine 10 cm tiefe Ausklingung und eine halbrunde Nut an der Vierkantbohle; außerdem wurden Holzkohlereste und ein Ziegel im Klosterformat angetroffen; In der blauen Lehmschicht nördlich der Vierkantbohle befanden sich Feldsteine, außerdem wurde er im Osten durch eine senkrecht eingesetzte Spaltbohle begrenzt; Die Zweiteilung des Planums wurde ebenfalls in Planum II bemerkt, hier teilt ein Kiefernstamm mit Rinde den jetzt grauen Lehm von der restlichen Schicht; Der Kiefernstamm war mit Hölzern unterlagert, die auf einer Holzkohleschicht lagen; Im Süden des Planums wurde eine Flechtwand angetroffen; Planum III ergab eine \"Strauchmatte\" in 1,58 m ÜNN Tiefe; Die Bodenzusammensetzung änderte sich in Planum IV, Westhusen bezeichnet den sandigen und mit Humusanteilen versetzten Boden als \"Waldboden\", aus dem er eine Kiefernwurzel entfernte; Planum V war brauner trofiger Boden, der von \"zahlreichen senkrechten Pflöcken durchsetzt [war], die scheinbar zum Halt einer NN-SO-verlaufenden Strauchmatte gehörten\"; Es wurden beim weiteren Abtiefen Spuren des anstehenden Kleibodens mit der ehemaligen Vegeationsschicht angetroffen; In Planum VI wurden \"Futterhölzer\" unter einem Balken bemerkt, des Weiteren trat torfiger Boden in Erscheinung, der stark mit Hölzern durchsetzt war; Planum VII bestätigte einen bereits vorher bemerkten starken Geländeabfall; Hier konnte eine Pfahlreihe aus vierkantigen Eichenhölzern freigelegt werden; Als Funde wurden jeweils Keramikscherben sowie vereinzelt Metallreste geborgen; Der Geländeabfall wurde durch die Profile des Schnittes bestätigt; Im O-W-Profil wurden \"immer wieder Strauchmatten\" bemerkt, \"die dem abrutschenden Boden einen Halt geben sollten\"; Westhusen schreibt einige Holzbeunde demselben Zweck zu; Westhusen zufolge datiert die gefundene Keramik von der 1. Hälfte des 12. Jh. bis in die 2. Hälfte des 13. Jh.; Außerdem wurden Kalkfunde \"[bis] Mitte des 12. Jh.\" festgestellt werden; Die Ortsakte führt diesen Bereich des Fundplatzes als Fpl. 77A.\n\n1988-5\n\nVon 1988 bis 1990 wurde das Grundstück im Vorfeld eines Bauvorhabens (\"Zürich-Haus\") durch das HMA unter Leitung von F. Lüth ausgegraben; Ein Grabungsbericht über diese Maßnahme liegt nicht vor; Der OA zufolge wurden hier mit Lehm und Abfällen gefüllte und der mittelalterlichen Landgewinnung dienende \"Kästen\" (ca. 8 x 70 m) mit jeweils rund 1,5 m hoher Holzverschalung ausgegraben, die in nord-südlicher Richtung vom Geestsporn aus in die Marsch verliefen; Baubefunde datierten ab dem 13. Jh.; Das Fundmaterial umfasste neben Keramik auch Kleinfunde, Lederreste und Tierknochen; Außerdem liegen für Fpl. 77 (B) Untersuchungen über textile Reste vor, darunter unversponnene (evtl. natürliche) Fasern, bei denen es sich um Schafwolle handelte, sowie ein sehr feiner, schwarz gefärbter 2\/1-Köper aus Wolle, der in eingeschwemmtem Material in einer Wasserleitung gefunden wurde und offenbar in das 18. Jh. datiert (S. Möller-Wiering); Aus der Grabung stammt auch ein nahezu vollständiges Pferdeskelett.\n\n1989-1\n\nFortsetzung der Grabung des Vorjahres.\n\n1990-92\n\nFortsetzung der Grabung des Vorjahres.\n\n1994-52\n\n\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludovici.\n\n2002-114\n\nRestaurierung von Textilien.\n\n2010-83\n\nÖffentlichkeitsarbeit, betreffend wissenschaftliche Auswertung der Grabungsergebnisse.\n\n2016-274\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Mails E. Först und D. Rieger\n\nKartierung anhand Karteneintrag Ludiwici 1997.",
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     "beschreibung" : "1965-4\n\nIm Januar 1965 wurde die bestehende HEW-Bebauung in der Große Reichenstraße 35-43 abgebrochen, der Kellerraum blieb erhalten; Das betreffende Gelände wurde von August bis September 1966 archäologisch unter Leitung von F. Westhusen untersucht, zuvor wurden im Herbst 1965 einige Probebohrungen vorgenommen; Es wurden 16 Bohrsondagen durchgeführt; Dabei Feststellung von Auftragsschichten aus Lehm sowie Dungschichten, teils mit Holzresten und Ziegelschutt; Stellenweise stieß man außerdem auf Schuttreste sowie Ziegelmauerwerk; Für die Ausgrabungsmaßnahme war eine Fläche von 2,3 x 2 m vorgesehen, jedoch zeigte sich der \"vor der Grundmauer liegende Teil\" als tiefgründig gestört, sodass letztlich eine Fläche von 2,3 x 1,1 m verblieb; Die noch vorhandene Kellersohle der rezenten Bebauung lag bei + 3,64 m NN und bestand aus einem 4 cm starken Betonestrich, der eine 10 cm starke Magerbetonschicht und ein 70 cm dicker Auftrag aus lehmigem Sand folgten; Zwischen 2,8 und 2,4 m üNN befand sich eine mit Ziegelbruch durchsetzte Lehmschicht, deren Unterkante laut Westhusen die Grenze der ehemaligen Baugrube kennzeichnete; Aus dieser Schicht wurden einige glasierte und unglasierte Scherben geborgen; Ab 2,3 m üNN war laut Westhusen eine \"ungestörte Schichtenfolge\" vorhanden; In Planum I wurde eine 2 x 10 cm messende Vierkantbohle angetroffen, auf deren nördlicher Seite blauer Lehm lag, auf der südlichen Seite dagegen torfiger Lehm; Das Planum war mit Hölzern bedeckt, darunter Spaltbohlen, Kantholz, Bohlen und ein unbehauener Stamm; Die Hölzer zeigten teils Brandspuren; Beim Vertiefen des Planums zeigte sich eine 10 cm tiefe Ausklingung und eine halbrunde Nut an der Vierkantbohle; außerdem wurden Holzkohlereste und ein Ziegel im Klosterformat angetroffen; In der blauen Lehmschicht nördlich der Vierkantbohle befanden sich Feldsteine, außerdem wurde er im Osten durch eine senkrecht eingesetzte Spaltbohle begrenzt; Die Zweiteilung des Planums wurde ebenfalls in Planum II bemerkt, hier teilt ein Kiefernstamm mit Rinde den jetzt grauen Lehm von der restlichen Schicht; Der Kiefernstamm war mit Hölzern unterlagert, die auf einer Holzkohleschicht lagen; Im Süden des Planums wurde eine Flechtwand angetroffen; Planum III ergab eine \"Strauchmatte\" in 1,58 m ÜNN Tiefe; Die Bodenzusammensetzung änderte sich in Planum IV, Westhusen bezeichnet den sandigen und mit Humusanteilen versetzten Boden als \"Waldboden\", aus dem er eine Kiefernwurzel entfernte; Planum V war brauner trofiger Boden, der von \"zahlreichen senkrechten Pflöcken durchsetzt [war], die scheinbar zum Halt einer NN-SO-verlaufenden Strauchmatte gehörten\"; Es wurden beim weiteren Abtiefen Spuren des anstehenden Kleibodens mit der ehemaligen Vegeationsschicht angetroffen; In Planum VI wurden \"Futterhölzer\" unter einem Balken bemerkt, des Weiteren trat torfiger Boden in Erscheinung, der stark mit Hölzern durchsetzt war; Planum VII bestätigte einen bereits vorher bemerkten starken Geländeabfall; Hier konnte eine Pfahlreihe aus vierkantigen Eichenhölzern freigelegt werden; Als Funde wurden jeweils Keramikscherben sowie vereinzelt Metallreste geborgen; Der Geländeabfall wurde durch die Profile des Schnittes bestätigt; Im O-W-Profil wurden \"immer wieder Strauchmatten\" bemerkt, \"die dem abrutschenden Boden einen Halt geben sollten\"; Westhusen schreibt einige Holzbeunde demselben Zweck zu; Westhusen zufolge datiert die gefundene Keramik von der 1. Hälfte des 12. Jh. bis in die 2. Hälfte des 13. Jh.; Außerdem wurden Kalkfunde \"[bis] Mitte des 12. Jh.\" festgestellt werden; Die Ortsakte führt diesen Bereich des Fundplatzes als Fpl. 77A.\n\n1988-5\n\nVon 1988 bis 1990 wurde das Grundstück im Vorfeld eines Bauvorhabens (\"Zürich-Haus\") durch das HMA unter Leitung von F. Lüth ausgegraben; Ein Grabungsbericht über diese Maßnahme liegt nicht vor; Der OA zufolge wurden hier mit Lehm und Abfällen gefüllte und der mittelalterlichen Landgewinnung dienende \"Kästen\" (ca. 8 x 70 m) mit jeweils rund 1,5 m hoher Holzverschalung ausgegraben, die in nord-südlicher Richtung vom Geestsporn aus in die Marsch verliefen; Baubefunde datierten ab dem 13. Jh.; Das Fundmaterial umfasste neben Keramik auch Kleinfunde, Lederreste und Tierknochen; Außerdem liegen für Fpl. 77 (B) Untersuchungen über textile Reste vor, darunter unversponnene (evtl. natürliche) Fasern, bei denen es sich um Schafwolle handelte, sowie ein sehr feiner, schwarz gefärbter 2\/1-Köper aus Wolle, der in eingeschwemmtem Material in einer Wasserleitung gefunden wurde und offenbar in das 18. Jh. datiert (S. Möller-Wiering); Aus der Grabung stammt auch ein nahezu vollständiges Pferdeskelett.\n\n1989-1\n\nFortsetzung der Grabung des Vorjahres.\n\n1990-92\n\nFortsetzung der Grabung des Vorjahres.\n\n1994-52\n\n\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludovici.\n\n2002-114\n\nRestaurierung von Textilien.\n\n2010-83\n\nÖffentlichkeitsarbeit, betreffend wissenschaftliche Auswertung der Grabungsergebnisse.\n\n2016-274\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Mails E. Först und D. Rieger\n\nKartierung anhand Karteneintrag Ludiwici 1997.",
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Hälfte des 12. Jh. bis in die 2. Hälfte des 13. Jh.; Außerdem wurden Kalkfunde \"[bis] Mitte des 12. Jh.\" festgestellt werden; Die Ortsakte führt diesen Bereich des Fundplatzes als Fpl. 77A; Vorhanden sind ein Grabungsbericht, Pläne und Bohrprofile. \n\n1988-5\n\nVon 1988 bis 1990 wurde das Grundstück im Vorfeld eines Bauvorhabens (\"Zürich-Haus\") durch das HMA unter Leitung von F. Lüth ausgegraben; Der OA zufolge wurden hier mit Lehm und Abfällen gefüllte und der mittelalterlichen Landgewinnung dienende \"Kästen\" (ca. 8 x 70 m) mit jeweils rund 1,5 m hoher Holzverschalung ausgegraben, die in nord-südlicher Richtung vom Geestsporn aus in die Marsch verliefen; Baubefunde datierten ab dem 13. Jh.; Das Fundmaterial umfasste neben Keramik auch Kleinfunde, Lederreste und Tierknochen; Außerdem liegen für Fpl. 77 (B) Untersuchungen über textile Reste vor, darunter unversponnene (evtl. natürliche) Fasern, bei denen es sich um Schafwolle handelte, sowie ein sehr feiner, schwarz gefärbter 2\/1-Köper aus Wolle, der in eingeschwemmtem Material in einer Wasserleitung gefunden wurde und offenbar in das 18. Jh. datiert (S. Möller-Wiering); Aus der Grabung stammt auch ein nahezu vollständiges Pferdeskelett; Ein Grabungsberichliegt nicht vor, allerdings ein Text zum Fundplatz von R. Busch sowie verschiedene Zeitungsartikel, Pläne sind vorhanden.\n\n1989-1\n\nFortsetzung der Grabung des Vorjahres.\n\n1990-92\n\nFortsetzung der Grabung des Vorjahres.\n\n1994-52\n\nÜbersichtsplan der Hölzer aus der Grabung von F. Lüth.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludovici.\n\n2002-114\n\nUntersuchung von Textilien aus der Grabung von Lüth durch S. Möller-Wiering; Konservierung der Textilien durch B. 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     "beschreibung" : "Bei Ausschachtungsarbeiten auf der Baustelle \"Großgarage Neue Gröningerstraße\" wurde auf 1 m NN ein Holzbalken von 20 cm Durchmesser entdeckt. Die Dokumentatione rfolgte durch Reinhold Zulkowski vom MHG.\nDer Balken bestand aus einem unbehauenen Baumstamm, der in Folge von Feuchtigkeitseinwirkung von unten \"etwas morsch und ausgehöhlt\" war. Der Balken verlief auf 2 m Breite quer durch den Schacht und konnte über dessen Grenzen hinaus nicht weiter vefolgt werden. An der Nordseite lagerte er auf Ziegeln im Klosterformat und auf der Südseite auf einem Feldstein. Dazwischen befand sich eine Sandschicht. Über dem Balken wurde eine 40 cm starke \"Steinschicht\" aus Ziegeln im Klosterformat angetroffen. Darauf lag eine 10 cms tarke Betonschicht, die als Fundament \"normaler Mauersteine\" diente.\nDer Balken diente somit als Schwellfundament einer Backsteinmauer im Klosterformat.",
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     "beschreibung" : "Bei Ausschachtungsarbeiten auf der Baustelle \"Großgarage Neue Gröningerstraße\" wurde auf 1 m NN ein Holzbalken von 20 cm Durchmesser entdeckt. Die Dokumentatione rfolgte durch Reinhold Zulkowski vom MHG.\nDer Balken bestand aus einem unbehauenen Baumstamm, der in Folge von Feuchtigkeitseinwirkung von unten \"etwas morsch und ausgehöhlt\" war. Der Balken verlief auf 2 m Breite quer durch den Schacht und konnte über dessen Grenzen hinaus nicht weiter vefolgt werden. An der Nordseite lagerte er auf Ziegeln im Klosterformat und auf der Südseite auf einem Feldstein. Dazwischen befand sich eine Sandschicht. Über dem Balken wurde eine 40 cm starke \"Steinschicht\" aus Ziegeln im Klosterformat angetroffen. Darauf lag eine 10 cm starke Betonschicht, die als Fundament \"normaler Mauersteine\" diente.\nDer Balken diente somit als Schwellfundament einer Backsteinmauer im Klosterformat.",
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     "beschreibung" : "1963-33\n\nBaustellenbeobachtung durch R. Zulkowski (MHG) bei Ausschachtungsarbeiten auf der Baustelle \"Großgarage Neue Gröningerstraße\"; Profildokumentation nach dem Fund eines Holzbalkens von 20 cm Durchmesser, Verlauf quer durch den Schacht; Balken an der Nordseite auf Ziegeln im Klosterformat und an der Südseite auf einem Feldstein, dazwischen eine Sandschicht; über dem Balken eine \"Steinschicht\" aus Ziegeln im Klosterformat, darüber wiederum eine Betonschicht; ursprüngliche Nutzung Balken als Schwellfundament einer Backsteinmauer im Klosterformat; Lage- und Profilzeichnung im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici; Fpl. im Katalog Stadtkataster aufgeführt, Kartierung mit Stand 05\/2018 jedoch nicht auffindbar.\n\nKartierung basiert auf LA 1947-5 Altstadt 110 111 und der nicht georeferenzierbaren Lagezeichnung im Planarchiv; Lage Fpl. in Kartierung nach der Lagezeichnung korrigiert, Lageangabe in OA weicht davon ab.",
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     "beschreibung" : "1969-75\n\nBaustellenbeobachtung durch F. Westhusen und H. Stumpf beim Aushub der Baugrube für den Erweiterungsbau der Post; Dokumentation von zwei Profilen in der Baugrube; Beobachtung von verschiedenen Lehm- und Sandschichten sowie Überresten eines torfhaltigen Bodens; in den Sandschichten zahlreiche Überreste von Muscheln; Fund von zwei Scherben dünnwandiger hartgebrannter Keramik sowie einer glasierten Scherbe; laut Westhusen Bereich möglicherweise die Umbiegung des alten Alsterlaufes nach Osten; Bericht in OA, Profilzeichnungen im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung auf Grundlage des Lageplans 1969-75 Altstadt 79 OA 8.",
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     "beschreibung" : "1980-36\n\nFund eines Felsgesteinbeils durch Baggerfahrer L. Thorenz im Baggeraushub aus der Kleinen Alster zwischen Reesendamm und Alsterarkaden; Fund ein dünnnackiges Flachbeil aus Grünstein mit Beschädigungen an der Schneide und starken Schlagspuren am Nacken, Politur deutlich erkennbar; Ankauf Fund durch die Bodendenkmalpflege.\n\n1980-35\n\nWeitere Lesefunde im Aushub aus der Kleinen Alster durch die Bodendenkmalpflege während der Ausgrabung auf dem Domplatz; unter den Funden Keramik, Metallfragmente, Glas und Tonpfeifenreste; Verbleib unbekannt.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici; Fpl. im Katalog Stadtkataster aufgeführt, allerdings nicht kartiert.\n\nKartierung anhand von LA 1947-5 Altstadt 110 111 schematisch; genaue Lage Fpl. unklar, da sekundär verlagert, Funde könnten auch aus dem nördlichen Bereich der Kleinen Alster stammen.",
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     "beschreibung" : "1988-18\n\nDer Fundplatz wurde vom 7. 11. bis zum 11.12. 1988 durch due Bodendenkmalpflege Hamburg unter Leitung von P. Schmitz ausgegraben. Zuvor war die Altbebauung abgerissen und das Gelände abgebohrt worden. An dieser Stelle sollte die Deutsch-Iranische Handelsbank entstehen.\n\nBereits im ersten Unterfangungsloch wurde an der Westfassade des ehemaligen Hauses Niedernstraße 19 im Südprofil ein ca. 1,4 m langes und auf Spickpfählen ruhendes Ziegelfundament mit Kalkvermörtelung beobachtet. Die Pfähle waren in den aufgefüllten Dung- und Kleiuntergrund gerammt, ihre Oberkante lag bei 2 m üNN. Die Ziegel besaßen das Format 26 x 12 x 9 cm und waren noch in vier Reihen vorhanden bis 2,5 m üNN. Aus der Dungschicht des gegenüberliegenden Nordprofils konnte ein Lederschuh geborgen werden. In den weiteren Unterfangungslöchern wurden keine Befunde beobachtet.\nBeim Abbaggern des Oberfläc henschutts im Südost-, Südwest und Mittelbereich der Baugrube wurde mittig ein in Zementmörtel gemauerter Ziegelschacht ca. 4,5 m üNN freigelegt. Der Schacht war mit Betonplatten abgedeckt. Er besaß einen inneren Dm von 2 m und einen äußeren Dm von ca. 2,5 m, die Sohle lag bei 1,4 m üNN. Am westlichen Rand konnte noch das stark korrodierte Eisengestänge einer Pumparmatur festgestellt werden. Ein erkennbarer Ausgang der Pumpenrohre lag bei 3 m üNN, des Weiteren wurden durch schwankenden Wasserstand vefärbte Ziegle beobachtet. Der Schacht befand sich ursprünglich am Ende des Gebäudes Niedernstraße 118. Er wurde verfüllt und später vom Bagger herausgebrochen, dabei wurde aus dem Aushub ein Kupferrohr geborgen, welches evtl. dem Schacht zugehörig ist.\n\nEbenfalls angeschnitten wurde ein Stück der nördlichen Fleetmauer des ehemaligen Reichenstraßenfleetes, die sich auf ca. 2,8 m üNN befand. Die Mauer wurde auf 5,5 m Länge freigelegt. Sie war NO-SW ausgerichtet und die wasserseitige Fläche mit Granitblöcken von 0,4 bis 1,0 m Länge und 0,4 bis 0,5 m Breite und Tiefe ausgekleidet. Die rückwärtige Seite war mit Ziegeln im Format 24 x 11 x 6 cm unter Verwendung von Kalk-Sandmörtel vermauert. Die Fläche wurde bis auf 0,5 m üNN im Fleetverfüllboden ausgebaggert, die Mauer setzte sich auch auf dieser Höhe noch fort. uf Höhe 2,5 m üNN wurde ein Maueranker mit Eisenring sichtbar.\nDie aufgebaggerte Fläche wurde sofort wieder verfüllt und die Mauerkante auf 2, 0 m üNN heruntergebrochen. Nordwestlich der Mauer auf der dem Fleet abgewandten Seite wurde im Aushub eine granitene Geschützkugel von 30 cm Dm geborgen, außerdem beim Abbruch der Kaimauer ein geschmiedeter eiserner Maueranker. Im Verfüllmaterial des Fleetes wurden keine Funde beobachtet.\n\nIm Südost-, Südwest- sowie im Mittelteil der Baugrube wurden drei in Großformat ausgeführte Ziegelfundamente freigelegt, die sich in Höhen von 2,2 bis 2,3 m üNN befanden. Die untere Ziegelreihe, die Rollschicht, war jeweils in hochkant gesetzten Ziegeln ausgeführt. Es handelte sich um Klosterformatziegel mit den Maßen 29 x 14 x 9 cm. An zwei Stelle waren außerdem noch zwei bzw. drei weitere Ziegellagen über der Rollschicht erhalten (1,1 x 0,6 m bzw. 1,8 x 0,5 m). Die Ziegel waren in Kalkmörtel gesetzt. Die Mauern befanden sich auf torfigem Untergrund mit Klei. Pfostensetzungen oder Findlinge waren nicht vorhanden. Die Mauern wurden durch die fortgeführten Baggerarbeiten zerstört, gleichfalls ein Findlingsfundament im Westen der Fläche.\nEbenfalls im Südwesten der Fläche wurde ein 7 m langer Fundamentmauerzug dokumentiert, der in Höhe 2,5 m üNN aufgetaucht war. Im nördlichen Mauerbereich wurden noch drei Lagen Klosterformatziegel (29 x 12 x 9 cm) angetroffen, dieser Bereich maß ca. 5,5 x 0,6 m. Darunter befand sich ähnlich der anderen Fundamente eine Rollschicht aus hochkant gesetzten Ziegeln, die trocken verlegt war. Die restlichen Ziegel waren in Kalkmörtel vermauert. Der südliche Mauerbereich verbreiterte sich auf 1 m, hier waren ebenfalls kalkmörtelvermauerte Ziegel zu verzeichnen, die aber in Größe von 25 x 12 x 7 cm und 22 x 11 x 5 cm \"durcheinander\" verarbeitet waren. Die Rollschicht war hier ebenfalls vermörtelt. Nordöstlich des Fundamentmauerzuges wurde ein 2 x 2 m messendes Areal freigelegt, aus dem Keramik des 14. Jh., Knochen, Leder, kleine Holzdauben, Holzlöffel, Holzbrettchen und eine Ledersohle geborgen werden konnten.\nEs konnten insgesamt noch zwei weitere Ziegelfundamente ähnlicher Machart im Nordwestbereich der Baugrube dokumentiert werden.\nBeim Anlegen eines Unterfangungsloches wurde außerdem ein Stück des Fundamentes der Rückfront zum Durchgang der Häuser Depenau 10 und Niedernstraße 118 freigelegt. Es bestand wie die übrigen aus großforamtigen Ziegeln, trocken verlegter Rollschicht, besaß aber darunter kleinere und größere Findlinge, die auf kurzen Spickpfählen lagen.\n\nEin ca. 10 m langes Stück Wasserleitungsrohr wurde durch den Bagger ebenfalls herausgerissen, stammt aber wohl aus dem Südwesten der Fläche.\nEin weiteres 5 m langes Rohr aus dem Mittelbereich konnte gerade so auf seine Lage erkannt werden. Jedoch zeigten sich die Firmen unkooperativ, sodass die Befunde nur flüchtig dokumentiert werden konnten.\n\nIm Nordost- und Nordwestabschnitt der Fläche wurden mächtige Dungschichten, teils mit Stroh vermischt und\/oder mit Lagen von Astwerk dazwischen, angetroffen. Die in diesem Bereich befindlichen Fundamente waren solider gegründet, d.h. mit Pfahlsetzungen und Findlingen sowie Ausgleichsschichten aus Ziegeln und Mörtel unter der Rollschicht. In der übrigen Fläche herrschte torfiger Kleiboden vor, Mauergründungen kamen hier ohne Pfahlgründungen aus.\n\nWenngleich die Grabungsbedingungen massiv erschwert wurden, ließ sich doch feststellen, dass alle dokumentierten Fundamentmauerzüge deckungsgleich mit einem gezeichneten Plan von 1859\/60 (H. Stück) waren, dies gilt auch für den Kaimauerrest.\n\ndas Fundmaterial beinhaltet neben Keramik, Kachelfragmenten sowie zahlreichen Holz- und Lederresten aus dem Nordwesten und Nordosten der Fläche auch Tierknochen, Ziegelbruch, Kleinfunde, u.a. einen zweischneidigen Eisendolch mit Parierstange und eine Dolchscheide mit Ortband, sowie einen geschmiedeten Maueranker und die genannte Geschützkugel aus Granit.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\n2011-167\n\nEintrag in die Denkmalliste unter Nr. 1862; Grundbucheinträge und Schriftverkehr.\n\n2016-266\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage wegen eines Verkehrsgutachtens; Schriftverkehr.\n\nKartierung auf Grundlage des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1988-18\n\nHauptuntersuchung durch die Bodendenkmalpflege unter Leitung von H. P. Schmitz beim Bau der Deutsch-Iranischen Handelsbank im gesamten Bereich von Flurstück 1822; Bedingungen Untersuchung durch mangelnde Mitarbeit Baufirma erschwert; Bericht, Grabungstagebuch, Listen, Schriftverkehr und Bebauungsplanung in OA, Grabungspläne, Profile und Skizzen im Planarchiv vorhanden.\nDokumentation von verschiedenen mittelalterlichen bis neuzeitlichen Mauerfundamenten und Pfahlgründungen sowie der Kaimauer des Reichenstraßenfleets aus Granit und Ziegelmauerwerk; Beobachtung von mächtigen Dungschichten mit Stroh und Astwerk im Norden der Baugrube und von torfigem Kleiboden und Mauerfundamenten ohne Pfahlgründungen im Süden der Baugrube; außerdem Freilegung eines runden Ziegelschachts mit Überresten einer Pumparmatur und eines hölzernen Wasserrohrs; unter den Funden Keramik- und Kachelfragmente, Holz, Lederreste, Tierknochen, Ziegelbruch, Kleinfunde, eine Geschützkugel aus Granit und ein geschmiedeter Maueranker; alle dokumentierten Fundamentmauerzüge und Kaimauerrest deckungsgleich mit Plan von H. Stück von 1859\/1860.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\n2011-167\n\nEintrag in die Denkmalliste unter Nr. 1862; Grundbucheinträge und Schriftverkehr.\n\n2016-266\n\nÖffentlichkeitsarbeit; Anfrage wegen eines Verkehrsgutachtens; Schriftverkehr.\n\nKartierung auf Grundlage des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Der Fundplatz wurde vom 7. 11. bis zum 11.12. 1988 durch due Bodendenkmalpflege Hamburg unter Leitung von P. Schmitz ausgegraben. Zuvor war die Altbebauung abgerissen und das Gelände abgebohrt worden. An dieser Stelle sollte die Deutsch-Iranische Handelsbank entstehen.\n\nBereits im ersten Unterfangungsloch wurde an der Westfassade des ehemaligen Hauses Niedernstraße 19 im Südprofil ein ca. 1,4 m langes und auf Spickpfählen ruhendes Ziegelfundament mit Kalkvermörtelung beobachtet. Die Pfähle waren in den aufgefüllten Dung- und Kleiuntergrund gerammt, ihre Oberkante lag bei 2 m üNN. Die Ziegel besaßen das Format 26 x 12 x 9 cm und waren noch in vier Reihen vorhanden bis 2,5 m üNN. Aus der Dungschicht des gegenüberliegenden Nordprofils konnte ein Lederschuh geborgen werden. In den weiteren Unterfangungslöchern wurden keine Befunde beobachtet.\nBeim Abbaggern des Oberfläc henschutts im Südost-, Südwest und Mittelbereich der Baugrube wurde mittig ein in Zementmörtel gemauerter Ziegelschacht ca. 4,5 m üNN freigelegt. Der Schacht war mit Betonplatten abgedeckt. Er besaß einen inneren Dm von 2 m und einen äußeren Dm von ca. 2,5 m, die Sohle lag bei 1,4 m üNN. Am westlichen Rand konnte noch das stark korrodierte Eisengestänge einer Pumparmatur festgestellt werden. Ein erkennbarer Ausgang der Pumpenrohre lag bei 3 m üNN, des Weiteren wurden durch schwankenden Wasserstand vefärbte Ziegle beobachtet. Der Schacht befand sich ursprünglich am Ende des Gebäudes Niedernstraße 118. Er wurde verfüllt und später vom Bagger herausgebrochen, dabei wurde aus dem Aushub ein Kupferrohr geborgen, welches evtl. dem Schacht zugehörig ist.\n\nEbenfalls angeschnitten wurde ein Stück der nördlichen Fleetmauer des ehemaligen Reichenstraßenfleetes, die sich auf ca. 2,8 m üNN befand. Die Mauer wurde auf 5,5 m Länge freigelegt. Sie war NO-SW ausgerichtet und die wasserseitige Fläche mit Granitblöcken von 0,4 bis 1,0 m Länge und 0,4 bis 0,5 m Breite und Tiefe ausgekleidet. Die rückwärtige Seite war mit Ziegeln im Format 24 x 11 x 6 cm unter Verwendung von Kalk-Sandmörtel vermauert. Die Fläche wurde bis auf 0,5 m üNN im Fleetverfüllboden ausgebaggert, die Mauer setzte sich auch auf dieser Höhe noch fort. uf Höhe 2,5 m üNN wurde ein Maueranker mit Eisenring sichtbar.\nDie aufgebaggerte Fläche wurde sofort wieder verfüllt und die Mauerkante auf 2, 0 m üNN heruntergebrochen. Nordwestlich der Mauer auf der dem Fleet abgewandten Seite wurde im Aushub eine granitene Geschützkugel von 30 cm Dm geborgen, außerdem beim Abbruch der Kaimauer ein geschmiedeter eiserner Maueranker. Im Verfüllmaterial des Fleetes wurden keine Funde beobachtet.\n\nIm Südost-, Südwest- sowie im Mittelteil der Baugrube wurden drei in Großformat ausgeführte Ziegelfundamente freigelegt, die sich in Höhen von 2,2 bis 2,3 m üNN befanden. Die untere Ziegelreihe, die Rollschicht, war jeweils in hochkant gesetzten Ziegeln ausgeführt. Es handelte sich um Klosterformatziegel mit den Maßen 29 x 14 x 9 cm. An zwei Stelle waren außerdem noch zwei bzw. drei weitere Ziegellagen über der Rollschicht erhalten (1,1 x 0,6 m bzw. 1,8 x 0,5 m). Die Ziegel waren in Kalkmörtel gesetzt. Die Mauern befanden sich auf torfigem Untergrund mit Klei. Pfostensetzungen oder Findlinge waren nicht vorhanden. Die Mauern wurden durch die fortgeführten Baggerarbeiten zerstört, gleichfalls ein Findlingsfundament im Westen der Fläche.\nEbenfalls im Südwesten der Fläche wurde ein 7 m langer Fundamentmauerzug dokumentiert, der in Höhe 2,5 m üNN aufgetaucht war. Im nördlichen Mauerbereich wurden noch drei Lagen Klosterformatziegel (29 x 12 x 9 cm) angetroffen, dieser Bereich maß ca. 5,5 x 0,6 m. Darunter befand sich ähnlich der anderen Fundamente eine Rollschicht aus hochkant gesetzten Ziegeln, die trocken verlegt war. Die restlichen Ziegel waren in Kalkmörtel vermauert. Der südliche Mauerbereich verbreiterte sich auf 1 m, hier waren ebenfalls kalkmörtelvermauerte Ziegel zu verzeichnen, die aber in Größe von 25 x 12 x 7 cm und 22 x 11 x 5 cm \"durcheinander\" verarbeitet waren. Die Rollschicht war hier ebenfalls vermörtelt. Nordöstlich des Fundamentmauerzuges wurde ein 2 x 2 m messendes Areal freigelegt, aus dem Keramik des 14. Jh., Knochen, Leder, kleine Holzdauben, Holzlöffel, Holzbrettchen und eine Ledersohle geborgen werden konnten.\nEs konnten insgesamt noch zwei weitere Ziegelfundamente ähnlicher Machart im Nordwestbereich der Baugrube dokumentiert werden.\nBeim Anlegen eines Unterfangungsloches wurde außerdem ein Stück des Fundamentes der Rückfront zum Durchgang der Häuser Depenau 10 und Niedernstraße 118 freigelegt. Es bestand wie die übrigen aus großforamtigen Ziegeln, trocken verlegter Rollschicht, besaß aber darunter kleinere und größere Findlinge, die auf kurzen Spickpfählen lagen.\n\nEin ca. 10 m langes Stück Wasserleitungsrohr wurde durch den Bagger ebenfalls herausgerissen, stammt aber wohl aus dem Südwesten der Fläche.\nEin weiteres 5 m langes Rohr aus dem Mittelbereich konnte gerade so auf seine Lage erkannt werden. Jedoch zeigten sich die Firmen unkooperativ, sodass die Befunde nur flüchtig dokumentiert werden konnten.\n\nIm Nordost- und Nordwestabschnitt der Fläche wurden mächtige Dungschichten, teils mit Stroh vermischt und\/oder mit Lagen von Astwerk dazwischen, angetroffen. Die in diesem Bereich befindlichen Fundamente waren solider gegründet, d.h. mit Pfahlsetzungen und Findlingen sowie Ausgleichsschichten aus Ziegeln und Mörtel unter der Rollschicht. In der übrigen Fläche herrschte torfiger Kleiboden vor, Mauergründungen kamen hier ohne Pfahlgründungen aus.\n\nWenngleich die Grabungsbedingungen massiv erschwert wurden, ließ sich doch feststellen, dass alle dokumentierten Fundamentmauerzüge deckungsgleich mit einem gezeichneten Plan von 1859\/60 (H. Stück) waren, dies gilt auch für den Kaimauerrest.\n\ndas Fundmaterial beinhaltet neben Keramik, Kachelfragmenten sowie zahlreichen Holz- und Lederresten aus dem Nordwesten und Nordosten der Fläche auch Tierknochen, Ziegelbruch, Kleinfunde, u.a. einen zweischneidigen Eisendolch mit Parierstange und eine Dolchscheide mit Ortband, sowie einen geschmiedeten Maueranker und die genannte Geschützkugel aus Granit.",
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     "beschreibung" : "Von Januar bis April 1989 dokumentierte das HMA unter Leitung von K. Martens archäologische Befunde  die bei Bauarbeiten auf dem betreffenden Grundstück angeschnitten worden waren.\nDie Fundmeldung erfolgte nachdem bei Baggerarbeiten eine hölzerne Wasserleitung angeschnitten worden war. Es handelte sich um 6 bis 8 m lange ausgehöhlte Baumstämme sowie um eine bleierne Verbindungsmuffe. Der Stamm maß ca. 40 cm im Dm, die Bohrung ca. 15 cm, ein Ende war konisch behauen. Die Leitung lag in einer schwarzen Schicht \"feiner Konsistenz\". Bei weiteren Arbeiten konnte in größerer Tiefe eine zweite Leitung offen gelegt werden, die mit einer Abdeckung versehen worden, aber durch den Bagger zestört worden war. Aus der schwarzen Schicht wurden neuzeitliche Keramikeste, Tierknochen und das Fragment eines handgearbeiteten Dachziegels geborgen.\nim nördlichen Flächenbereich wurde eine dritte Leitung angetroffen, die in O-W-Richtung parallel zu der ersten Leitung verlief. Hier wurde eine Bleimuffe gefunden, außerdem war ein Ende der Leitung mit einer Metallkonstruktion verschlossen......\n\n\n\nZwei Meter südlich davon wurde eine parallele Substruktion aus zwei nebeinander verlegten Reihen von Baumstämmen beobachtet (wohl Nadelholz). Darauf befand sich eine Reihe kleinformatiger Ziegel mit einer wohl wesentlich jüngeren Betonziegelmauer darauf. An die Substruktionshölzer grenzte eine nach unten hin geschlossene Kastenkonstruktion, die vollständig geborgen wurde. Sie bestand aus einer äußeren und einer inneren Wandung mit Boden und Substruktion aus drei quer zu den Bodenbrettern verlegten Eichenbohlen mit Maßen von 1,2 bis 1,4 m Länge und 0,46 bis 0,82 cm Breite. Auf jeder Bohle befanden sich im südlichen Bereich Ausgleichskeile zur horizontalen Lagerung - Bearbeitungsspuren an einer Bohle lassen eine sekundäre Verwendung möglich erscheinen.\nDer Boden des Kastens war aus zwei auf Stoß aneinandergesetzten Bohlen gefertigt, die mit Eisenwinkeln und Eisennägeln mit der Wandung verbunden waren.\nDie äußeren Wandungen waren untereinander mit ca. 15 cm langen Eisennägeln verbunden, die Innenauskleidung war aus wesentlich dünneren Planken gefertigt. Sowohl bei der inenren als auch bei der äußeren Wandung lagen die Langseiten der Planken zwischen den Schmalwänden.",
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     "beschreibung" : "Von Januar bis April 1989 dokumentierte das HMA unter Leitung von K. Martens archäologische Befunde, die bei Bauarbeiten auf dem betreffenden Grundstück gefunden wurden.\nDie Fundmeldung erfolgte, nachdem bei Baggerarbeiten eine hölzerne Wasserleitung angeschnitten worden war. Es handelte sich um 6 bis 8 m lange ausgehöhlte Baumstämme sowie um eine bleierne Verbindungsmuffe. Der Stamm maß ca. 40 cm im Dm, die Bohrung ca. 15 cm, ein Ende war konisch behauen. Die Leitung lag in einer schwarzen Schicht \"feiner Konsistenz\". Bei weiteren Arbeiten konnte in größerer Tiefe eine zweite, N-S verlaufende Leitung offen gelegt werden, die mit einer Abdeckung versehen worden, aber durch den Bagger zestört worden war. Aus der schwarzen Schicht wurden neuzeitliche Keramikeste, Tierknochen und das Fragment eines handgearbeiteten Dachziegels geborgen.\nIm nördlichen Flächenbereich wurde eine dritte Leitung angetroffen, die in O-W-Richtung parallel zu der ersten Leitung verlief. Hier wurde eine Bleimuffe gefunden, außerdem war ein Ende der Leitung mit einer Metallkonstruktion verschlossen - beide Konstruktionselemente waren jedoch bereits durch den Bagger verlagert und können somit nicht mit Sicherheit dieser dritten Leitung zugeordnet werden. Die dritte Leitung unterschied sich von den anderen, da sie nicht aus Rund-, sondern aus Vierkanthölzern gefertigt worden war. \nEin weiteres abgedichtetes Leitungsende gehörte wohl zu der zweiten N-S-verlaufenden Leitung, es war allerdings mit mit einem Holzstopfen verschlossen.\n\nZwei Meter südlich der dritten Leitung wurde eine parallele Substruktion aus zwei nebeinander verlegten Reihen von Baumstämmen beobachtet (wohl Nadelholz). Darauf befand sich eine Reihe kleinformatiger Ziegel mit einer wohl wesentlich jüngeren Betonziegelmauer darauf. An die Substruktionshölzer grenzte eine nach unten hin geschlossene Kastenkonstruktion, die vollständig geborgen wurde. Sie bestand aus einer äußeren und einer inneren Wandung mit Boden und Substruktion aus drei quer zu den Bodenbrettern verlegten Eichenbohlen mit Maßen von 1,2 bis 1,4 m Länge und 0,46 bis 0,82 cm Breite. Auf jeder Bohle befanden sich im südlichen Bereich Ausgleichskeile zur horizontalen Lagerung - Bearbeitungsspuren an einer Bohle lassen eine sekundäre Verwendung möglich erscheinen.\nDer Boden des Kastens war aus zwei auf Stoß aneinandergesetzten Bohlen gefertigt, die mit Eisenwinkeln und Eisennägeln mit der Wandung verbunden waren.\nDie äußeren Wandungen waren untereinander mit ca. 15 cm langen Eisennägeln verbunden, die Innenauskleidung war aus wesentlich dünneren Planken gefertigt. Sowohl bei der inneren als auch bei der äußeren Wandung lagen die Langseiten der Planken zwischen den Schmalwänden.\n\nBei den fortschreitenden Baggerarbeiten Anfang April traten diverse Hölzer, d.h. vornehmlich Pfähle, zutage. Es wurde ein weiteres Ende einer Wasserleitung mit Verbindungsstutzen und Deckel geborgen, welches laut Aussagen der Arbeiter zu einer noch im Boden befindlichen Leitung gehörte. Diese verlief ca. 7 m östlich der südlichen Begrenzungsmauer (von Messpunkt 4 m und 9,5 m). Sie verlief mit 30 Grad Abwinkelung nach Nordwesten  zu dieser Mauer. 2 m südlich davon wurde eine Pfostenreihe aus sechs Pfosten dokumentiert - eine weitere Pfostenreihe traf senkrecht auf erstere.\n\n5 m unter Baunivellement wurde eine Mistschicht angetroffen, die bis ca. 5,95 m Tife reichte. Darüber befand sich ein etwa 1 m starkes Lehmband, welches allerdings im Bereich der Pfostensetzungen nicht zu beobachten war. Stattdessen trat eine 2 m mächtige Sandschicht in Erscheinung, die K. Martens als Auffüllschicht einer Mauer mit Feldsteinfundament deutete. Aus der Mistschicht wurden Keramik, Knochen, Muscheln, Holzabfälle und Reisig geborgen.\n\nDie Pfosten wurden bei den fortschreitenden Arbeiten gezogen, aber vom Baggerfahrer nach Pfostenreihen gesondert weggelegt, sodass Proben zur Datierung der einzelnen Pfahlreihen geschnitten werden konnten. Dabei wurde ersichtlich, dass nicht nur Pfähle, sondern auch Bohlen vorhanden waren, deren Verwendungszweck unklar blieb. Außerdem wurde auch Weichholz verwendet. Offenbar erstreckte sich die O-W-verlaufende Reihe über die Grenzen der Tiefbaugrube hinaus, ihre endgültige Begrenzung wurde aber nicht erfasst. Allerdings wurde die mit Sand aufgefüllte Baugrube der Mauerkonstruktion erkannt, während die Pfosten von 2 bis 2,5 m Länge in dem bereits erwähnten Lehmband und der Mistschicht steckten.\n\nNach Auskunft der Baufirma lag die absolute Schichtgrenze zwischen Mist und Lehm bei 0,58 m üNN - die Mistschicht wurde bis 0,32 m uNN erkannt, ihr unteres Ende aber nicht erreicht. Die Oberkante des Lehms vermutete K. Martens bei 1,58 - 1,6 m üNN, starke Störungen durch den Bagger ließen keine eindeutige Aussage zu.\n\nDas Gebäude auf dem betreffenden Flurstück steht teilweise unter Denkmalschutz (Giebelfassade).",
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     "beschreibung" : "1989-5\n\nVon Januar bis April 1989 dokumentierte das HMA unter Leitung von K. Martens archäologische Befunde, die bei Bauarbeiten auf dem betreffenden Grundstück gefunden wurden; Festgestellt wurden Hölzerne Wasserleitungen, zum Teil mit bleiernen Verbindungsmuffen; An einer Stelle fand sich eine parallele Substruktion aus zwei nebeneinander verlegten Reihen von Baumstämmen; Darauf befand sich eine Reihe kleinformatiger Ziegel mit einer wohl wesentlich jüngeren Betonziegelmauer darauf; An die Substruktionshölzer grenzte eine nach unten hin geschlossene Kastenkonstruktion; Sie bestand aus einer äußeren und einer inneren Wandung mit Boden und Substruktion aus drei quer zu den Bodenbrettern verlegten Eichenbohlen; Der Boden des Kastens war aus zwei auf Stoß aneinandergesetzten Bohlen gefertigt, die mit Eisenwinkeln und Eisennägeln mit der Wandung verbunden waren; In einem anderen Bereich wurde eine Pfostenreihe aus sechs Pfosten dokumentiert; Eine weitere Pfostenreihe traf senkrecht auf erstere; 5 m unter Baunivellement wurde eine Mistschicht angetroffen, die bis ca. 5,95 m Tiefe reicht; Darüber befand sich ein etwa 1 m starkes Lehmband, welches allerdings im Bereich der Pfostensetzungen nicht zu beobachten war.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Am 15.12. 1986 ging eine telefonische Meldung über archäologische Funde bei Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Postscheckamtes ein. Die Baustelle wurde durch P. Schmitz kontrolliert.\nEs zeigte sich, dass in der Baugrube eine hölzerne Wasserleitung mit leichtem Gefälle zum Alsterfleet angeschnitten bzw. stellenweise bereits herausgerissen worden war. Der nördliche Teil bestand aus eine 7,4 m langen Vierkantholz mit angeschlagenen Kanten (24 x 24 cm) und einer Bohrung von 12 cm Dm. Die Wasserleitung war hier offenbar durch Pfähle verkeilt. Es wurde außerdem eine Pfahlreihe angetroffen, die durch die Leitung unterbrochen wurde. Unmittelbar im Bereich der Pfahlreihe befand sich eine Bleimuffe als Rohrverbindungsstück, die durch den Bagger beschädigt worden war.\nIm südlichen Bereich wurde ein Teil der Leitung noch in situ angetroffen, es handelte sich hier um ein Rundholz mit leicht angeschlagenen Kanten von 24 cm Durchmesser und einer Bohrung von 12 cm Größe. Noch weiter südlich war die Leitung ebenfalls bereits zerstört. Nach Beschreibung des Fundmelders Hr. Hillebrand konnte die Lage rekonstruiert werden. Es handelte sich um ein eckiges Wasserleitungsstück mit angeschlagenen Kanten, das noch 2,4 m lang erhalten war. die Kanten maßen ca. 27 cm, die Bohrung 8 cm. Nahe des einen Endes befand sich ein Loch, welches mit einem Holzkeil verschlossen war. P. Schmitz zufolge kann es sich hierbei auch um ein Pumpenstück handeln.\nDas gesamte Baugrundstück war von einem Pfahlrost aus runden und eckigen Nadelhölzern überzogen, wobei im nördlichen Bereich die runden Pfähle überwogen. Diese wiesen einen Dm von 25 bis 30 cm auf, während die eckigen Pfähle ca. 20 x 20 cm maßen und angeschrägte Ecken besaßen. Alle Pfähle waren angespitzt und zwischen 2,5 und 4 m lang erhalten.\nNeben den bereits genannten Pfahlreihungen wurde auch ein Uferbereich des alten Alsterfleetes hiermit erfasst.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2018-05-28\nBearbeiter: Ronja Mücke",
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     "beschreibung" : "1986-47\n\nBaustellenbeobachtung durch H. P. Schmitz bei Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Postscheckamtes; Anschnitt und teilweise Entfernung einer hölzernen Wasserleitung; nördlicher Teil der Leitung ein Vierkantholz mit einer runden Bohrung und einer Bleimuffe als Rohrverbindungsstück; südlicher Teil der Leitung noch in situ, Leitung hier ein Rundholz mit Bohrung und angeschlagenen Kanten; im wiederum zerstörten Teil noch weiter südlich vermutlich wieder Verwendung eines eckigen Holzes; Beobachtung einer Pfahlreihe, diese durch die Leitung unterbrochen; außerdem gesamtes Baugrundstück von einem Pfahlrost aus runden und eckigen Nadelhölzern überzogen; alle Pfähle angespitzt und zwischen 2,5 und 4 m lang erhalten; durch die Pfähle auch Erfassung eines Uferbereichs des alten Alsterfleets; unvolendeter Bericht und Plan in OA, Grabungskizze im Planarchiv vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Lageplan 1986-47 Altstadt 85 OA 7; nur Wasserleitung, nicht Pfahlrost erfasst.",
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     "beschreibung" : "1930 und 1978 sollen vor Ort Bohrungen zur Erkundung des Untergrundes am Rathausmarkt und an der Südostseite des Rathauses (Große Johannisstraße) vorgenommen worden sein. Diese Aktivitäten wurden unter Fpl. HH-Altstadt 87 A geführt.\n\nFpl. HH-Altstadt 87 B bezeichnet dagegen baubegleitende Untersuchungen, die anlässlich der Neugestaltung des Rathausmarktes 1980, d.h. zum Bau des \"Arkadenkellers\" durchgeführt wurden. Die Baumaßnahmen sind durch die Bodendenkmalpflege offenbar begleitet und der Baugrubenaushub nach Funden abgesucht worden.\n\nR. Schneider vermerkt hierzu Anfang 1979, dass ursprünglich eine Tiefgarage unter dem Rathausmarkt angelegt werden sollte. Aufgrabungen zum Bau des neuen Rathauses 1886\/1887 sowie bei der Erweiterung der Börse 1880 hätten gezeigt, dass mittelalterliche Baureste bis in Tiefen von -10 m unter heutiger Oberfläche zu erwarten wäen. Partielle Untersuchungen auf dem Rathausvorgelände seien daher nicht zu verantworten bzw. nicht Erfolg versprechend; eine umfassende Flächengrabung dagegen sei aufgrund der zu veranschlagenden Zeit und den entstehenden Kosten ebenfalls nicht durchführbar. Daher habe man sich nach Neugestaltung der Bebauungspläne, die eine Verlegung von Versorgungsleitungen sowie eine Absenkung des Geländeniveaus um 2 m umfassten, \"lediglich [für] eine ständige Überwachung sämtlicher Bodenbewegungen sowie sofortige Dokumentation überraschender, evtl. umgelagerter Funde\" entschieden.\n\nDemzufolge wurden baubegleitende Maßnahmen vom 16.10. 1980 bis zum  22.5. 1981 durch die Bodendenkmalpflege durchgeführt. Ein kurzer Grabungsbericht liegt durch Gwendolin Gregor vor.\nDabei wurde in 6 m Tiefe unter Oberflächenniveau ein Holzrost angetroffen und beprobt. Gregor vermutete lagebedingt, dass es sich um ein Rost des Kreuzgangs des Johannisklosters handele.\nEs wurden außerdem Findlinge in Schutt und Aushub auf dem rathausmarkt beobachtet, die möglicherweise ursprünglich auf Holzpfählen gelagert waren. Ein Holzpfahl wurde geborgen und dendrochronologisch untersucht.\nAus dem Aushub wurden 28 teils bearbeitete Feldsteine geborgen - Bearbeitungsspuren zeigen eine grobe Zurichtung auf Flächigkeit. Stellenweise wurden Kalkmörtelreste und Reste eiserner Armierung festgestellt. Es handelte sich offenbar um Fundamentsteine. Nicht sicher ist, ob die Steine zum 1235 gegründete Johanniskloster oder zum zweiten Bau der Stadtmauer von 1314\/1315 gehörten. Sie befanden sich im Schutt 4,8 bis 5 m unter heutiger Oberfläche und wurden bei Baggerarbeiten heraufgeholt. Die Steine befanden sich nicht mehr in situ, einige sollen an Mauerreste angeschlossen haben. Es handelt sich bei ihnen um rötliche Granitfindlinge mit Größen zwischen 157 und 48 cm bzw. Höhen zwischen 52 und 20 cm und Breiten zwischen 92 und 18 cm. An einem der Steine befand sich Muschelkalk.\nDie Steine wurden zum Domplatz transportiert und dort gezeichnet - die diesbezügliche Doku liegt nicht vor.\n\nDer OA ist zu entnehmen, dass außerdem Holzpfähle und Backsteinmauerzüge angetroffen wurden. Das Grabungstagebuch spricht von großormatigem weißvermörteltem Mauerwerk bzw. \"mittelalterlichem Mauerwerk inkl. Gewölbeteil in der Baugrube\".\nZeitungsmeldungen aus der BILD vom 29.10.1980 zufolge wurden bei den Arbeiten jedoch Gewölbeteile des alten Gymnasiums Johanneum freigelegt, welches 1842 beim Großen Brand zerstört worden war.\n\nDas Fundmaterial umfasst zahlreiche spätmittelalterliche und neuzeitliche Funde, darunter unglasierte und glasierte Irdenware, Ofenkacheln, Fayencen, Glasreste, Metallobjekte (u.a. eine Münze), Baukeramik sowie außerdem Tierknochen und Flintartefakte (u.a. ein neolithisches Beil).\nZahlreiche menschliche Skelettreste werden vom obig genannten BILD-Artikel als Opfer der Brandkatastrophe von 1842 genannt, gehören aber wohl zum Friedhof des Johannisklosters.\n\nInsgesamt ist die Deutung der Befunde aufgrund fehlender Berichte und Dokumentationsunterlagen nicht eindeutig.",
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     "beschreibung" : "Vom 25.2. bis zum 3.3. 1991 überwachten J. Weltner und A. Mikla vom HMA die Beseitigung von Fundamentpfählen eines im 2. Weltkrieg zerstörten Gebäuderestes.\n\nDie Arbeitsoberfläche des Geländes lag demnach ca. 1,5 bis 2 m unterhalb des Straßenniveaus. Einige der Gründungspfähle konnten nicht gezogen, sondern mussten über die Anlage von 4 bis 6 m tiefen Gruben ausgegraben werden. Diese Arbeiten wurden durch das HMA beobachtet. \nBei den Gründungspfählen handelte es sich bis auf wenige Ausnahmen um runde Stämme von 30 bis 40 cm Durchmesser, die unten zugespitzt waren. Es handelte sich um Nadelhölzer, die in ca 50 cm Tiefe unter Arbeitsfläche angetroffen wurden, und bis in 5 bis 6 m Tiefe unter der Fläche reichten. Zwei der Stämme waren vierkantige Pfosten ohne weitere Bearbeitungsspuren.\nIn den Profilen der Arbeitsgruben wurden keine Kulturschichten beobachtet, stattdessen war grauer bis schwarzer Lehm mit teils organischen EInlagerungen vorherrschend. Dem Baggerführer zufolge wurde dieser bis zu 6 m tief angetroffen, stellenweise aber durch eine horizontale Holzschicht unterbrochen, die das HMA nicht beobachten konnte. Dasselbe gilt für eine Torfschicht, die Arbeiter an der Unterkante der tiefsten Gruben freigelegt hatten.\nEs wurden keine stratifizierbaren Funde geborgen, das Fundmaterial ist sonst neuzeitlich. Es umfasst ein Salbengefäß aus Porzellan, ein zebrochenes Salbengefäß aus Steinzeug, eine kleine Fußbodenfliese (Ziegel) sowie eine anschraubbare Halterung mit Öse aus Messing.\nDer Bericht des HMA erwähnt außerdem, dass die von den Bauarbeitern angegeben Tiefe von 5 bis 6 m unter Arbeitsoberfläche etwas zu tief erscheint, da die längsten Pfähle außerdem nicht länger als 4,5 m waren.\n\nErwähnenswert ist außerdem der Fund von sieben menschlichen Skeletten, die ein Baggerführer am Großen Burstah unter einem Stück Beton in einem 3 x 4 m großen Luftschutzbunker freilegte. Es handelte sich offenbar um eine Familie, da Skelette von Jugendlichen, Erwachsenen und Kindern vorlagen. Das vor Ort ehemals befindliche zweigeschossige Gebäude fiel 1945 einem Bombenangriff zum Opfer. Die Wucht der Spreng- und Brandbomben zerstörte das Gebäude und beeinträchtigte den Bunker so stark, dass einer der Deckenbalken den tiefen Abdruck einer Wirbelsäule aufwies (MoPo HH 1991). Wer die Familie war, konnte nicht rekonstruiert werden.\n\n",
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     "beschreibung" : "1992-1\n\nVom 07.11.1991 bis zum 29.04.1992 führte das HMA unter Leitung von Carolin Schulz eine Flächengrabung an der Adresse Meßberg 4 (Hopfensack\/Klingberg\/Ost-West-Straße) durch, da hier das sogenannte \"Danske Hus\" mit zugehöriger Tiefgarage errichtet werden sollte; Ein Grabungsbericht liegt nicht vor; Der Fundplatz liegt in einem Bereich, der historisch-topographisch als \"Wiedenburg\" bekannt ist und ursprünglich zu der östlichen Spitze einer Insel gehörte; Hier trafen das Reichenstraßen- und das Gröningerfleet zusammen, während im Westen (heute Übergang Kleine Reichenstraße\/Hopfensack) ein weiteres Fleet in nordsüdlicher Richtung die Insel von dern anschließenden Reichenstraßeninsel trennte; Das Gebiet wird historisch mit dem steinernen Haus des Erzbischofs Bezelin-Alebrand (1035-1043) in Verbindung gebracht, der Hamburg besser befestigen und eine steinerne, anstelle einer hölzernen Kirche errichten ließ, ebenso wie ein weiteres stark befestigtes Gebäude, dessen genaue Lage unklar ist, das aber von Historikern u.a. auf dem Gelände der \"Wiedenburg\" vermutet wird (Manuskript C. Schulz); Der OA zufolge wurden die \"neuzeitliche Kaimauer am Nordrand des Gröningerfleetes\", ein \"neuzeitliches Hofpflaster aus Feldsteinen\", Backsteinmauern und Fußbodenbefunde sowie \"Reisiggeflechte\" dokumentiert; Letztere gehören offenbar zu einer Uferbefestigung des 13. Jh.; Des Weiteren wurden laut Zeitungsberichten Siedlungsschichten des 17. Jh. in Form barocker Ziegelbauten und \"Holz-Lehm-Fundamenten\" angetroffen; Das Fundmaterial umfasst Keramik, Bodenfliesen, Ofenkacheln, Glas, Metall (u.a. ein einschneidiges Schwert\/Dolch in einer Holz-Lederscheide, Messer, Schere), Münzen, Tonpfeifen, Leder, Textilreste, Holzobjekte (u.a. ein hölzernes Speichenrad), Knochenobjekte (Nadel, Kamm), Tierknochen, Austernschalen usw.; Ein Grabungsbericht ist nicht auffindbar; Grabungspläne und Fundzeichnungen sind vorhanden, außerdem ein landschaftsgenetisches - sedimentologisches Gutachten sowie ein Manuskript von C. Schulz für einen AiD-Artikel.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\n2016-273\n\nEmail-Korrespondenz aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Von Februar bis April 1976 wurden in den Kellern der Häuser Deichstraße 21, 23 und 37 kleinere Probegrabungen durchgeführt.\nDer hier vorliegende Fundplatz betrifft Haus Nr. 21, in dem im Zuge von Sanierungsmaßnahmen eine baubegleitende Untersuchung stattfand.\nZusätzlich wurden bereits am 27.11. 1975 sowie am 14.01. 1976 verschiedene Bohrungen vorgenommen.\n\nIm Keller von Haus Nr. 21 wurde ein Loch von 1,0 bis 1,5 m² Grundfläche geöffnet und bis zum Grundwasserspiegel gegraben. Dieser veränderte sich gezeitenabhängig von minimal 1,10 m bis maximal 1,7 m unter Fußbodenniveau.\nIm Profil wurde in 30 bis 40 cm Tiefe unter dem rezenten Estrichboden ein älterer Fußbodenaus Katzenkopfpflaster angetroffen, welches in einem 5 cm tiefen Mörtelestrich steckte. Unterhalb des Fußbodens befand sich Bauschutt (überwiegend roter Ziegelbruch und Mörtel), der mit Schlick durchsetzt war. Diese Schuttauffüllung reichte bis zum Wasserspiegel.\nDiese Informationen entstammen der Abschrift eines Kurzberichtes durch E. Först (Verfasser des Originals unbekannt).\n\nEin in der OA hinterlegter Grabungsbericht erwähnt R. Michel, E. Neukranz, W. Gläseker, B. Dittrich, A. Wesse und H. Främbs als Mitarbeiter bei der Ausgrabung vom 23.2. bis 26.2. 1976.\nDieser Bericht beschreibt zwei Suchgräben mit 1,2 m Seitenlänge, die einmal an der Straßen- und einmal an der Fleetseite des Hauses angelegt wurden.\nIn Suchgraben 1 wurden unter der 5 cm starken rezenten Betonfußbodendecke mehrfach gesprungene Steinplatten angetroffen (quadratisch 45 x 45 cm). Es folgten 5 cm dunkler Sand mit Ziegelbruch.\nBis in eine Tiefe von 28 cm unter Bodenniveau wurde heller Sand angetroffen, darin ebenfalls vereinzelt Ziegelreste, dem dann Bauschutt mit großen baukeramischen Resten folgte.\nIn Suchgraben 2 folgte auf die Betondecke bis in 16 cm Tiefe heller Sand mit wenig Ziegelbruch, darunter befand sich eine 2 cm dünne schwarze Schicht (wohl Holzkohle). Unter der Holzkohleschicht traf man auf eine 7 cm starke Sandschicht mit wenig Ziegelresten, sowie darunter bis -84 cm auf eine dunkle Humusschicht, die mit viel Kalk- und Ziegelresten durchsetzt war. Es folgte eine 1 bis 2 cm starke Kalkschicht, unter der 14 bis 15 cm roter Sand folgten, in die ein Steinpflaster eingebettet war (Steine zwischen 10 und 12 cm groß). darunter schloß sich bis 1,05 m eine Schicht heller Sand an, der auf einer dunklen humosen Schicht bis 1,1 m Tiefe ruhte. Es folgten 20 cm Bauschutt sowie eine 5 cm starke und nahezu von Ziegelbruch freie Lehmschicht, unter der bis in 1, 7 m Tiefe wieder Bauschutt angetroffen wurde, der sehr stark verdichtet war.\n\n\nAls Funde sind Scherben von braunem Steingut, bemalter glasierter roter Irdenware, glasierter gelber Irdenware, von grauem Westerwälder Steinzeug sowie von harter grauer Irdenware angegeben. Außerdem gefunden wurden Reste bemalter Fayenceofenkacheln, glasierte Bodenfliesen, Hohlglas, Tonpfiefenstiele, Knochen sowie Formziegel, bemalte Wandfliesen Delfter Art und Porzellanscherben.\n\nDas Gebäude (1844) auf dem Grundstück ist denkmalgeschützt.",
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     "beschreibung" : "1976-28\n\nBaustellenbeobachtung durch das MHG bei Umbau und Sanierung des Gebäudes Deichstraße 21; Anlage von zwei Suchgräben im Keller des Hauses, einer davon an der Straßenseite, der andere an der Fleetseite; Dokumentation von Profilen; laut der Abschrift eines Berichts im Denkmalamt durch E. Först Beobachtung eines Katzenkopfpflasters direkt unter dem rezenten Fußboden sowie von Bauschutt bis zum Grundwasserspiegel unterhalb des Hauses; laut einem Bericht in der OA Dokumentation von mehreren Sandschichten mit Ziegelbruch, Holzkohle, Lehm- und Kalkschichten, teilweise mit Funden; vom Grundstück sowie aus der näheren Umgebung außerdem vier Bohrprofile bekannt; unter den Funden zahlreiche Keramikscherben, Fayenceofenkacheln, glasierte Bodenfliesen, Hohlglas, Tonpfeifenstiele, Knochen, Formziegel und bemalte Wandfliesen Delfter Art; Gebäude von 1844 auf dem Grundstück denkmalgeschützt unter Nr. 554.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Die OA vermerkt: \"Im Mai 1976 wurde unter Leitung von Helmut Lange das Fundament des Gebäudes untersucht\". Grabungsbericht oder andere Dokumentationsmaterialien liegen nicht vor, allerdings ist eine Abschrift durch E. Först von einem Kurzbericht über Grabungsmaßnahmen in den Häusern Deichstraße 21, 23 und 37 vorhanden, der im Denkmalamt hinterlegt war.\nDemnach wurde von Februar bis April 1976 in besagten Häusern kleinere Probegrabungen durchgeführt.\nDas Gebäude Nr. 37 steht unter Denkmalschutz.\nIn jedem Haus wurde ein Loch von 1,0 bis 1,5 m² Grundfläche geöffnet und bis zum Grundwasserspiegel gegraben - dieser veränderte sich parallel zu den Gezeiten von minimal 1,1 m bis maximal 1,7 m unter Kellerbodenniveau.\nUnter dem jüngsten Fußboden in Haus Nr. 37 wurde eine Schuttauffüllung von 80 bis 100 cm Tiefe aus Ziegelbruchstücken und Mörtel mit Sand vermischt angetroffen. Darunter wurde ein Feldsteinfußboden freigelegt. Unterhalb des Fußbodens war der überwiegend schlickige, teils mit Sand durchsetzte Boden lose mit Ziegelschuttresten vermischt. Die Ziegelfundamente des Hauses reichten bis zum unteren Fußboden, auf dieser Höhe gründete sich das Ziegelfundament auf einzelnen großen Feldsteinen.",
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     "beschreibung" : "1976-29\n\nVoruntersuchung durch das MHG unter Leitung von H. Lange im Keller des Hauses Deichstraße 37; unter dem rezenten Fußboden Beobachtung einer Schuttauffüllung aus Ziegelbruchstücken, Mörtel und Sand, darunter der Rest eines Feldsteinfußbodens; unterhalb des Fußbodens bis zum Wasserspiegel schließlich ein teils sandiger, teils schlickiger Boden mit einzelnen Ziegelschuttresten; Ziegelfundamente des Gebäudes bis zum unteren Fußboden, Gründung auf einzelnen großen Feldsteinen; kaum weitere Informationen zu Fpl., Grabungsbericht oder Pläne nicht vorhanden, nur Abschrift eines Kurzberichts aus dem Denkmalamt durch E. Först 2004; Gebäude auf dem Grundstück unter Denkmalschutz gestellt.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1962 baggerte der Bagger \"Köhlbrand\" vor dem Sandtorkai eine T-förmige Hirschgeweihaxt (L 21,3 cm, Durchbohrung 2 cm) sowie eine Flintklinge (L 8,3 cm x B 1,8 cm) aus. Des Weiteren wurden eine kurze querschneidige Hirschgeweihaxt (L 18 cm), eine lange Hirschgeweihaxt mit abgebrochener Schneide (L 26,5 cm) und ein weiteres \"Hirschgeweihgerät\" (L 29,5 cm) gefunden. Die Funde wurden von P. Sosna eingeliefert.",
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     { "conceptName" : "Neolithikum",
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     "funddatum" : 
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     "kommentar_funde" : "Fundbestand: MHG 1962:83 u. 86 (Geweihäxte, Flint)",
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     "beschreibung" : "1962 baggerte der Bagger \"Köhlbrand\" vor dem Sandtorkai eine T-förmige Hirschgeweihaxt (L 21,3 cm, Durchbohrung 2 cm) sowie eine Flintklinge (L 8,3 cm x B 1,8 cm) aus. Des Weiteren wurden eine kurze querschneidige Hirschgeweihaxt (L 18 cm), eine lange Hirschgeweihaxt mit abgebrochener Schneide (L 26,5 cm) und ein weiteres \"Hirschgeweihgerät\" (L 29,5 cm) gefunden. Die Funde wurden von P. Sosna eingeliefert.",
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     "beschreibung" : "1962-42\n\nLesefunde bei Baggerarbeiten in der Elbe vor dem Sandtorkai; Übergabe ans MHG durch P. Sosna; unter den Funden eine T-förmige Hirschgeweihaxt, eine Flintklinge, eine kurze querschneidige Hirschgeweihaxt, eine lange Hirschgeweihaxt mit abgebrochener Schneide und ein weiteres Hirschgeweihgerät.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Im Dezember 1992 barg Gerd-Ulrich Piesch aus dem Aushub einer Tiefbaugrube im Bürgersteig vor dem Haus Rathausstraße 12 einen Flintkratzer mit Endretusche sowie einen Abschlag mit \"Grabuchsretuschen\".\nAußerdem befanden sich eine spätmittelaltelriche Schwarzirdenscherbe, einige neuzeitliche Keramikscherben sowie ein Fayencefragment, eine Porzellanscherbe, eine Flachglasscherbe, zwei Tonpfeifenstiele und drei Tierknochen im Aushub. Unter den Knochen waren auch ein angesägter und abgebrochener Metatarsusknochen sowie ein weiteres Stück mit Sägespuren.",
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     "beschreibung" : "1992-126\n\nLesefunde durch G.-U. Piesch im Aushub einer Tiefbaugrube im Bürgersteig vor dem Haus Rathausstraße 12 Ende 1992; Meldung an das Helms-Museum; unter den Funden ein Flintkratzer mit Endretusche sowie einen Abschlag mit Retuschen, außerdem eine spätmittelaltelriche Irdenscherbe, einige neuzeitliche Keramikscherben sowie ein Fayencefragment, eine Porzellanscherbe, eine Flachglasscherbe, zwei Tonpfeifenstiele und drei Tierknochen; bei Besichtigung durch W. Thieme Anfang 1993 Baustelle bereits nicht mehr vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Am 11.5. 1975 beobachtete Sigrid Jonathans beim Ausheben einer Baugrube archäologische Befunde und dokumentierte das dazugehörige Profil in einer Skizze.\nDas Profil verlief senkrecht zur Kaimauer des Mönkedammfleetes und war ca. 6 m hoch. Unter dem Keller der rezenten Bebauung wurden ältere Kellerfundamente und Pfahlsetzungen angetroffen. Ebenfalls dokumentiert werden konnten Abfallgruben, in denen sich u.a. ein \"Portalbackstein\" und ein Schulterblatt befanden.\nIn 5 bis 6 m Tiefe bemerkte S. Jonatahns eine \"Feuerstelle, Reste eines Holzhauses (OA vermerkt hier \"?\"), Birkenrindenpackungen\".\nDas geborgene Fundmaterial umfasst hochverzierte glasierte Irdenware, glasierte rote Irdenware, unglasierte rote Irdenware (Zieglerware), harte und weiche graue Irdenware, braunes Faststeinzeug, rotengobiertes Faststeinzeug, einen Messergriff aus Knochen, eine eiserne \"Lanzenspitze\" (evtl. ein Armbrustbolzen), eiserne Kalfatklammern und Nägel, Reste von Daubengefäßen, eine glasierte Bodenfliese, eine bemalte Fayencefliese Delfter Art, einen Tonpfeifenkopf, Leder, Eisenschlacke, Knochen, Muscheln, Flint und Staklehm.",
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     "beschreibung" : "1975-40\n\nBaustellenbeobachtung und Fundbergung durch S. Jonathans beim Ausheben einer Baugrube; Dokumentation eines Profils senkrecht zur Kaimauer des Mönkedammfleets in einer Skizze; im Profil Beobachtung von älteren Kellerfundamenten, Pfahlsetzungen, Abfallgruben sowie einer Feuerstelle, möglichen Überresten eines Holzhauses und Birkenrindenpackungen; unter den Funden glasierte und unglasierte Irdenware, Faststeinzeug, ein Messergriff aus Knochen, eine eiserne \"Lanzenspitze\" (evtl. ein Armbrustbolzen), eiserne Kalfatklammern und Nägel, Reste von Daubengefäßen, Fliesenfragmente, ein Tonpfeifenkopf, Leder, Eisenschlacke, Knochen, Muscheln und Flint; Fundmeldung und Skizze Finderin in OA vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1991-128\n\nIm Mai 1991 barg Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub einer Tiefbaugrube im Nordwestteil der Ferdinand-Straße nordwestlich des Nordostendes des Hauses Ferdinand-Straße 3 und des Südwestendes des nordöstlichen Nachbargebäudes; Die Baugrube war ca. 3 m tief; Das Fundmaterial bestand aus spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Keramik sowie Tonpfeifenresten, Tierknochen, Rinderhörnern Muschel- und Nussschalen.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nKartierung nach Lageangabe.",
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     "beschreibung" : "Im Mai 1991 barg Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub einer Tiefbaugrube im Nordwestteil der Ferdinand-Straße nordwestlich des Nordostendes des Hauses Ferdinand-Straße 3 und des Südwestendes des nordöstlichen Nachbargebäudes. Die Baugrube war ca. 3 m tief.\nBei den Funden handelt es sich um Fragmente spätmittelalterlicher Schwarzirdenware (Kugeltopffragmente) sowie um neuzeitliche Scherben, darunter mehrere Stücke mit Riefelung und\/oder Innenglasur. Enthalten sind auch 8 Grapenfüße, einer mit brauner Innenglasur, und Henkelbruchstücke, die teils grün glasiert sind, sowie Tellerränder.\nDes Weiteren wurden ein frühneuzeitliches grünglasiertes Eckbruchstück einer Kachel mit Darstellung einer girlandenbehängten Säule gefunden, außerdem weitere grün glasierte Kachelreste, davon eines mit Rollwerkornament. Piesch konnte auch vier Bruchstücke glasierter Ziegel, diverse blau-weiß bemalte Fayence-Scherbne und mehrere größere Fayenceteller- und Kachelbruchstücke bergen. Außerdem enthält das Fundmaterial Porzellanscherben, Hohlglasscherben, Flachglasscherben, Tonpfeifenreste (1 Kopf mit Inschrift \"Vivat Ch...\" sowie der Darstellung eines Riesen und eines Pferdes mit Krone), Tierknochen und Rinderhörner sowie Muschelschalenreste und Nussschalen.",
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     "beschreibung" : "Im Mai 1991 fand Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub einer ca. 3 bis 4 m tiefen Tiefbaugrube im Nordwestteil der Ferdinandstraße nordwestlich des Hauses Ferdinandstraße 3.\nDie Funde umfassen drei Flintobjekte, die nicht sicher als artifizielle Trümmer bzw. modifizierte Geräte anzusprechen sind sowie Bruchstücke spätmittelalterlicher Schwarzirdenware (Kugeltopffragmente) und zahlreiche neuzeitliche Keramikreste. Unter letzteren sind diverse Grapenfüße, Bruchstücke glasierter Ziegel, ein blau-weiß und blau-grün bemaltes Kachelbruchstück und Reste von Fayencetellern. Außerdem barg Piesch Bruchstücke von Biberschwanzdachziegeln mit Mörtelresten, Tonpfeifenreste, eine Hohlglasscherbe, einige Austernschalen, Bruchstücke von Muschelschalen und drei Tierknochen.",
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     "beschreibung" : "1992-127\n\nAm 30.03. 1992 meldete H. Bogenschneider von der Wasserschutzpolizei Befunde, die bei Erdarbeiten auf der ehemaligen Kaistrecke gegenüber der Straße Am Sandtorkai Nr. 42 aufgedeckt worden waren; Hier wurde auf 150 m Länge Erdboden abgetragen und eine Spundwand eingezogen; Arbeiter waren dabei auf eine große Menge Ziegelschutt im Bereich der alten Kaimauer sowie auf teils behauene Findlinge gestoßen; Diese alte Kaimauer befand sich ca. 2 m landeinwärts einer eisernen Spundwand, die wahrscheinlich aus der Mitte des 19. Jh. stammt; Die Oberkante der Kaimauer lag ca. 1 m unterhalb des Wasserspiegels; Die alte eiserne Spundwand wurde mittels eines Zugankersystems gehalten, das Gegenlager bestand aus einer 25 m landeinwärts gelegenen Pfahlreihe; Die Lageangaben im Bericht von Bogenschneider sind widersprüchlich; Einerseits wird die Adresse Sandtorkai 42 genannt, andererseits soll sich die Fundstelle im Bereich des ehemaligen Schuppen 4 befinden, der jedoch deutlich weiter östlich gelegen hatte; Auf der Landesaufnahmekarte Schindler 1947 ist der Fundplatz im Bereich des ehemaligen Schuppen 4 verzeichnet; Ludowici verortet ihn hingegen zwischen \"Am Sandtorkai 43\/42 und dem Kehrwiedersteg\".\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nSchematische Kartierung anhand der Lageangabe \"zwischen Am Sandtorkai 42 und dem Kehrwiedersteg\".\n",
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     "beschreibung" : "Am 30.03. 1992 meldete H. Bogenschneider von der Wasserschutzpolizei Befunde, die bei Erdarbeiten auf der ehemaligen Kaistrecke gegenüber der Straße Am Sandtorkai Nr. 42 aufgedeckt worden waren. Hier wurde auf 150 m Länge Erdboden abgetragen und eine Spundwand eingezogen. Arbeiter waren dabei auf eine große Menge Ziegelschutt im Bereich der alten Kaimauer sowie auf teils behauene Findlinge gestoßen. Nach Auskunft des vor Ort tätigen Poliers stammten die Steine aus einer Packung, die hinter einer Bohlenwand befindlich gewesen war. H. Bogenschneider vermutete hier eine (ehemalige) Kaimauer. Diese befand sich ca. 2 m landeinwärts einer eisernen Spundwand, die wahrscheinlich aus der Mitte des 19. Jh. stammt. Die Oberkante der Kaimauer lag ca. 1 m unterhalb des Wasserspiegels. Die alte eiserne Spundwand wurde mittels eines Zugankersystems (vor Ort geschmiedet?) gehalten, das Gegenlager bestand aus einer 25 m landeinwärts gelegenen Pfahlreihe.",
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     "beschreibung" : "Am 14.09.1998 gingen zwei Anrufe im HMA bezüglich einer Baustelle (Sielbau = Erneuerung des alten Hauptsieles) mitten auf der Kreuzung Steinstraße\/Johanniswall\/Lange Mühren ein, die W. Thieme zu einer Baustellenbesichtigung veranlassten. \nDie Arbeiten hatten eine Sielleitung von 1880 erfasst, die einen Ziegelbau mit N-S-verlaufendem Gewölbe in O-W-Richtung durchtrennte. Laut Aussage der Arbeiter soll der Bau begehbar sein und sich in die Mühren erstrecken. W. Thieme dokumentierte das Nordprofil des Sielschachtes in einer Skizze, außerdem erfolgte eine fotografische Dokumentation durch Frau Ludowici sowie P. Schmitz und M. Altun.\nDie Ziegel des Gewölbes waren 30 x 14 x 7,5 cm bzw. 27,5 x 12,5 x 8 cm groß (Klosterformat). Es wurden zwei Ziegelsteine und eine Mörtelprobe mitgenommen. Aus dem Aushub von Schnitt c (?) wurde ein Grapenfuß mit rotbrauner Innenglasur geborgen.",
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     "beschreibung" : "1994-88\n\nAm 27.4. 1994 meldete die Polizei HH-Mitte eine Baustellenbeobachtung aus der Kleinen Reichenstraße\/Ecke Alter Fischmarkt; Eine Ortskontrolle wurde von E. Först in Begleitung mit A. Schäfer durchgeführt; In einem Sielgraben wurden zwei ziegelgemauerte Abwasserkanäle beobachtet; Unterhalb eines der Kanäle wurden in den Boden gerammte Eichenpfähle festgestellt, die als Substruktion des Kanals gedient hatte; Aus dem Nordprofil des Grabens wurden außerdem große Findlinge ausgebaggert worden, nach Aussage der Arbeiter handelte es sich hierbei um die Substruktion einer O-W-verlaufenden Kaimauer aus Ziegelmauerwerk, welches auf den Steinen aufgelegen haben soll; Die Befunde traten in bis zu 4 m Tiefe auf; Es liegen eine Befundskizze und ein Bericht in der OA vor.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Am 27.4. 1994 meldete die Polizei HH-Mitte eine Baustellenbeobachtung aus der Kleinen Reichenstraße\/Ecke Alter Fischmarkt. Eine Ortskontrolle wurde von E. Först in Begleitung mit A. Schäfer durchgeführt.\nVor Ort wurde ein neuer Sielgraben durch die Firma Uwe Peter entlang der südlichen Straßenseite (damals bis Hausnr. 5) verlegt, dabei war man auf einen O-W-verlaufenden ziegelgemauerten Abwasserkanal gestoßen, dessen halbbogenförmige Decke durch Baggereinwirkung eingestürzt war. Der Kanal führte noch Wasser.\nZur Anlage des Sielgrabens wurden Spundwände eingezogen. In Höhe von Hausnr. 18 war im Südprofil des Sielgrabens ein weiterer N-S- verlaufender und ebenfalls ziegelgemauerter Abwasserkanal mit halbbogenförmiger Decke erkennbar. \nUnterhalb der genannten Kanäle steht schwarzer, trofiger Boden an, aus dem spitz zugehauene, ursprünglich eingerammte Eichenpfähle stammen. Die Pfähle sind in drei O-W verlaufenden Reihen angeordnet und bilden die Substruktion des O-W-verlaufenden Kanals. Dabei liegt die mittlere Pfahlreihe tiefer als die zwei äußeren, die den Kanal seitlich stützen.\nAus dem Nordprofil des Grabens waren bei den Arbeiten große Findlinge ausgebaggert worden, nach Aussage der Arbeiter handelte es sich hierbei um die Substruktion einer O-W-verlaufenden Kaimauer aus Ziegelmauerwerk, welches auf den Steinen aufgelegen haben soll. Vort Ort war hiervon nichts mehr festzustellen.\nDie Befunde traten in bis zu 4 m Tiefe auf.",
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   { "_objecttype" : "fundplatz_element",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2014-02-13\nBearbeiter: Gerd Hasenbruch",
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     "beschreibung" : "Im Mai 1993 fand Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub von Tiefbaugruben im Ostteil der Straße \"Jacobikirchhof\" östlich der Jacobikirche. Bei den Funden handelt es sich um einen Flintabschlag, zwei spätmittelalterliche Schwarzirdenscherben (davon eine mit Riefelung), fünf neuzeitliche Keramikscherben (darunter vier Randstücke), eine Fayencescherbe (evtl. ein Kachelbruchstück) sowie um das Randfragment einer Fayencekachel.",
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     "beschreibung" : "Im Mai 1993 fand Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub von Tiefbaugruben im Ostteil der Straße \"Jacobikirchhof\" östlich der Jacobikirche. Bei den Funden handelt es sich um einen Flintabschlag, zwei spätmittelalterliche Schwarzirdenscherben (davon eine mit Riefelung), fünf neuzeitliche Keramikscherben (darunter vier Randstücke), eine Fayencescherbe (evtl. ein Kachelbruchstück) sowie um das Randfragment einer Fayencekachel.",
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     "beschreibung" : "1993-192\n\nIm Mai 1993 barg Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub eines Tiefbaugrabens im nordöstlichen Bürgersteig der Straße Alstertor an der Südostecke Alstertor\/Ferdinandstraße (bis etwa 30 m südlich dieser Ecke); Die Funde umfassen einen spätmittelalterlichen schwarzirdenen Kugeltopfrand, sowie einen neuzeitlichen Grapenfuß\/Gefäßhenkel, eine Randscherbe, eine Fayencescherbe, eine Steingutscherbe und einen Tonpfeifenstiel.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.\n",
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     "beschreibung" : "1993-192\n\nIm Mai 1993 barg Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub eines Tiefbaugrabens im nordöstlichen Bürgersteig der Straße Alstertor an der Südostecke Alstertor\/Ferdinandstraße (bis etwa 30 m südlich dieser Ecke); Die Funde umfassen einen spätmittelalterlichen schwarzirdenen Kugeltopfrand, sowie einen neuzeitlichen Grapenfuß\/Gefäßhenkel, eine Randscherbe, eine Fayencescherbe, eine Steingutscherbe und einen Tonpfeifenstiel.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.\n",
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     "beschreibung" : "Im Dezember 1992 barg Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub eines Tiefbaugrabens vor dem Parkhaus Rödingsmarkt 14 (gegenüber Hausnr. 28 und 35) in der Westhälfte der Straße (westlich der Hochbahn). Der betreffende Tiefbaugraben reichte bis zur Einmündung der Straße \"Herrlichkeit\".\nDie Funde umfassen diverse Flintobjekte, darunter einen \"unsicheren\" Kernstein sowie nicht sichere artifizielle (?) Trümmer, einen spätmittelalterlichen schwarzirdenen Gefäßrand und drei neuzeitliche Keramikscherben, darunter ein Gefäßhenkel.\n",
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     "beschreibung" : "1992-129\n\nIm Dezember 1992 fand Gerd Ulrich Piesch am Übergang Deichstraße Nr. 25 und 27 eine spätmittelalterliche schwarzirdene Randscherbe im Aushub einer Tiefbaugrube in der Osthälfte der Straße.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Im Mai 1992 fand Gerd Ulrich Piesch Lesefunde im Aushub einer Tiefbaugrube an der Nordseite der Großen Reichenstraße (gegenüber Nr. 27\/Afrikahaus) bzw. kurz vor der Einmündung in die Domstraße unmittelbar am dortigen haus westlich des Idunagebäudes. Die Baugrube maß ca. 2 m Tiefe bei 1 m Breite.\nDas Fundmaterial umfasst ein artifizielles Flinttrümmerstück mit einigen Retuschen, eine spätmittelalterliche Schwarzirdenscherbe sowie eine neuzeitliche Keramikscherbe.",
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     { "conceptName" : "Hochmittelalter",
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     "beschreibung" : "1992-130\n\nLesefunde durch G.-U. Piesch im Aushub einer Tiefbaugrube an der Nordseite der Großen Reichenstraße, gegenüber von Haus Nr. 27\/Afrikahaus; unter den Funden ein artifizielles Flinttrümmerstück mit einigen Retuschen, eine spätmittelalterliche Schwarzirdenscherbe sowie eine neuzeitliche Keramikscherbe; Verbleib beim Finder.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997 und der Lagebeschreibung in der OA.",
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     "funddatum" : 
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      [ "09204b8c-2a83-428b-8774-7362270339db" ] },
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     "beschreibung" : "1995-1\n\nBeim Aushub einer Baugrube für die Erweiterung des Gebäudes der Deutschen Bank, Beobachtung von Resten der Substruktion des Vorgängerbaus; Ursprünglich sollen etwa 1000 Hölzer vorhanden gewesen sein, die bei den Arbeiten entfernt worden waren; Außerdem wurde eine Holzkonstruktion aus einem genuteten Balken und eingesteckten Dielen beobachtet; Geborgen wurde ein Gefäß; An der Stelle waren außerdem geologische Untersuchungen durchgeführt worden, die Ergebnisse befinden sich in der OA; Vorhanden sind außerdem eine Fotodokumentation und Berichte der Baubeobachtungen. \n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Am 14.12. 1994 erfolgte eine Begehung der Baustelle zur Erweiterung der Deutschen Bank durch P. Schmitz. Beim Eintreffen war der Vorgängerbau bereits entfernt und die baugrube auf 4 m Tiefe ausgebaggert. Betonpfähle wurden bereits gebohrt bzw. gegossen.\nAn der Südwestecke der Grube hatten die Arbeiter sechs gezogene, teils abgebrochene angespitzte nadelholzpfähle abgelagert, die Durchmesser zwischen 35 und 50 cm beaßen und zwischen 0,3 und 1,5 m lang waren. Daneben ragten aus dem schlammigen Untergrund vier Eichenbalken hervor. Einer davon war vollständig 8 m lang und 0,5 bis 0,55 m im Quadrat groß. Auf einer der Längsseiten war eine 6 bis 8 cm breite und 8 cm tiefe Nut angebracht. Die weiteren Bruchstücke waren 4 m bzw. zwischen 2,3 und 3,8 m lang. Es handelt sich um eine Holzkonstruktion miteingesteckten Dielen.\nDen Angaben der Arbeiter zufolge war man im Südost- und Südwestteil der Grube nach Abbruch der Bebauung in ca. 3,5 bis 4 m Tiefe auf die Kellersohle und die vollständig erhaltene Pfahlgründung des Hauses gestoßen und hatte diese bis auf die oben genannten Befunde herausgerissen und abtransportiert. Im Nordwesten sollten noch 2 bis 3 m² der Fundamentierung in situ befinden, es wurde ein Termin mit dem HMA bei Entfernung der Hölzer 1995 abgemacht.\n\nEine nochmalige Begehung der Baustelle durch P. Schmitz erfolgte am 3.1. 1995, hierbei wurde festgestellt, dass die Baugrube weitestgehend abgetieft bzw. komplett von Maschinen zerfahren war und weitere Befunde nicht zu erwarten wären.\nWeitere Begehungen erfolgten am 11., 12., 17. und 19.01. u.a. durch A. Mikla und P. Taieb. Dabei teilte der Bauleiter Herr Maitschke mit, dass man insgesamt \"über 1000 Hölzer\" aus dem Boden entfernt habe. Er stellte freundlicherweise seine Fotodokumentation sowie Bohrprofile des Untergrundes zur Verfügung.\nEs wurden außerdem Keramikfunde übergeben, u.a. ein Grapengriff und ein \"Gefäß\".",
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     "beschreibung" : "Am 14.12. 1994 beging P. Schmitz die Baustelle für den Neubau eines Bürohauses. Die Altbebauung war bereits komplett abgerissen, im nordöstlichen Bereich der Baugrube war bereits der Kellerboden sichtbar. Nach Auskunft des Baggerführers sollte die Baugrube noch 1,5 m unter Kellerniveau abgetieft werden. Genaue Auskünfte waren in Ermangelung einer befugten Person nicht zu bekommen.\nBei einer nochmaligen Begehung am 20.12. war der östliche Kellerboden bereits durchbrochen worden und der Bereich darunter abgebaggert sowie das Erdreich abgefahren worden.\nSchmitz vermutete eine Möglichkeit, das Fundament der Altbebauung zu dokumentieren, im Nordwesten der Baugrube. Im Januar 1995 zeigte sich jedoch, dass bereits Betonpfähle gesetzt worden waren und das Erdreich weitestgehend ausgehoben worden war, sodass archäologische Beobachtungen nicht mehr möglich wurden.\nEine ähnliche Auskunft erhielt auch A. Mikla bei Begehungen am 17. und 19.01. 1995.",
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     "beschreibung" : "Am 14.12. 1994 beging P. Schmitz die Baustelle für den Neubau eines Bürohauses. Die Altbebauung war bereits komplett abgerissen, im nordöstlichen Bereich der Baugrube war bereits der Kellerboden sichtbar. Nach Auskunft des Baggerführers sollte die Baugrube noch 1,5 m unter Kellerniveau abgetieft werden. Genaue Auskünfte waren in Ermangelung einer befugten Person nicht zu bekommen.\nBei einer nochmaligen Begehung am 20.12. war der östliche Kellerboden bereits durchbrochen worden und der Bereich darunter abgebaggert sowie das Erdreich abgefahren worden.\nSchmitz vermutete eine Möglichkeit, das Fundament der Altbebauung zu dokumentieren, im Nordwesten der Baugrube. Im Januar 1995 zeigte sich jedoch, dass bereits Betonpfähle gesetzt worden waren und das Erdreich weitestgehend ausgehoben worden war, sodass archäologische Beobachtungen nicht mehr möglich wurden.\nEine ähnliche Auskunft erhielt auch A. Mikla bei Begehungen am 17. und 19.01.1995.",
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     "beschreibung" : "1994-70\n\nBaustellenbeobachtung durch H. P. Schmitz und A. Mikla beim Aushub einer Baugrube für den Neubau eines Bürohauses Ende 1994 und Anfang 1995; Altbebauung bereits komplett abgerissen, im nordöstlichen Bereich der Baugrube bereits der Kellerboden sichtbar; bei mehrfachen Begehungen durch die Bodendenkmalpflege entweder keine zuständige Person auffindbar oder aber die Arbeiten schon weiter fortgeschritten; nach der Setzung von Betonpfählen archäologische Beobachtungen nicht mehr möglich; da Fpl. direkt neben der von Schindler untersuchten Siedlung Fpl. 42, sind Siedlungsfunde aus Mittelalter bis Neuzeit im ganzen Bereich des Grundstücks sehr wahrscheinlich; Fpl. bleibt bestehen, sollte aber noch einmal überprüft werden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1994-70\n\nBaustellenbeobachtung durch H. P. Schmitz und A. Mikla beim Aushub einer Baugrube für den Neubau eines Bürohauses Ende 1994 und Anfang 1995; Altbebauung bereits komplett abgerissen, im nordöstlichen Bereich der Baugrube bereits der Kellerboden sichtbar; bei mehrfachen Begehungen durch die Bodendenkmalpflege entweder keine zuständige Person auffindbar oder aber die Arbeiten schon weiter fortgeschritten; nach der Setzung von Betonpfählen archäologische Beobachtungen nicht mehr möglich; da Fpl. direkt neben der von Schindler untersuchten Siedlung Fpl. 42, sind Siedlungsfunde aus Mittelalter bis Neuzeit im ganzen Bereich des Grundstücks sehr wahrscheinlich; Fpl. bleibt bestehen, sollte aber noch einmal überprüft werden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Eintrag Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Im Juli 1994 sammelte Gerd-Ulrich Piesch Lesefunde im Aushubhügel an der Straße Bei dem neuen Krahn im nördlichen Bürgersteig an der Ecke zur Straße Mattentwiete (westliche Ecke). Piesch vermutete, dass der Aushub von einer Tiefbaugrube im westlichen Bürgersteig der Mattentwiete unmittelbar nördlich des Eingangs zum Haus Mattentwiete 8 stammt (Boltenhof).\nDie Funde umfassen ein hellgelbes Felsgesteinstück mit \"einigen möglichen Abschlagnegativen (Kernstein?)\" sowie Fragmente spätmittelalterlicher Schwarzirdenware, ein Dachziegelbruchstück Typ Mönch und eine Austernschale.",
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     "beschreibung" : "1994-73\n\nLesefunde durch G.-U. Piesch in einem Aushubhügel, vermutlich aus einer Tiefbaugrube am westlichen Bürgersteig der Mattentwiete nördlich des Eingangs zum Haus Mattentwiete 8; unter den Funden ein hellgelbes Felsgesteinstück mit möglichen Abschlagspuren, Fragmente spätmittelalterlicher Schwarzirdenware, ein Dachziegelbruchstück vom Typ Mönch und eine Austernschale; Verbleib beim Finder.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung auf Grundlage des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1994-73\n\nLesefunde durch G.-U. Piesch in einem Aushubhügel, vermutlich aus einer Tiefbaugrube am westlichen Bürgersteig der Mattentwiete nördlich des Eingangs zum Haus Mattentwiete 8; unter den Funden ein hellgelbes Felsgesteinstück mit möglichen Abschlagspuren, Fragmente spätmittelalterlicher Schwarzirdenware, ein Dachziegelbruchstück vom Typ Mönch und eine Austernschale; Verbleib beim Finder.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung auf Grundlage des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Bei Ausschachtungsarbeiten am Verwaltungsgebäude des Strom- und Hafenbau wurden glasierte Scherben, Glas, Leder, Knochen und eine auf der Drehscheibe hergestellte glasierte Vogelpfeife gefunden. Die Funde waren bei Ausschachtungsarbeiten für einen Benzintank zutage getreten und wurden von F. Westhusen im September 1959 geborgen. Herr Arnemann übergab dem MHG im April 1960 noch weitere Funde.",
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     "funddatum_import" : "1959, 1960",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2014-02-13\nBearbeiter: Gerd Hasenbruch",
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     "beschreibung" : "Dolch,\nunbekannter Zuordnung",
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     "version" : "1" } },
   
   { "_objecttype" : "fundplatz_element",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2013-08-20\nBearbeiter: Ann-Katrin Meyer",
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     { "_id" : 3 },
     
     { "_id" : 16 } ],
    "fundplatz_element" : 
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     "_version" : 1,
     "alte_id" : "fundplatz_element_archiv_6903_version_5_6903_5_f_2013-08-20 12:28:26_26",
     "denkmalgis_id" : "6903",
     "lk_dante_typ" : 
     { "conceptName" : "Stadt",
      "conceptURI" : "http:\/\/uri.gbv.de\/terminology\/amh_type_of_site\/ecc4d1c8-3b7d-4f58-a9fd-3de5fcb05623" },
     "beschreibung" : "Im Juni 1931 wurden Befunde eingemessen und dokumentiert, die beim Aushub einer Baugrube für das vor Ort befindliche Pumpwerk freigelegt worden waren.\nEs handelt sich um ein Eckfundament (Bauart nicht erwähnt, wohl Backstein) in einer Tiefe zwischen 3,5 und 1,5 m NN.\nIn der vorliegenden Zeichnung wird laut OA die Vermutung geäußert, dass es sich hierbei um das \"Mühlentor\" handele. Die Fundstelle liegt im Bereich des Dammes, welcher bis zum großen Brand 1842 die Binnenalster und die Kleine Alster trennte.",
     "lk_geoplugin" : 
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      [ "c67ba1cd-a686-48ad-b062-650b9b599b63" ] },
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     { "conceptName" : "Neuzeit",
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     "lk_dante_erhaltung" : 
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     "funddatum" : 
     { "value" : "1931" },
     "lk_dante_fundanlass" : 
     { "conceptName" : "Baumaßnahme",
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     "beschreibung" : "1931-4\n\nBaustellenbeobachtung durch eine unbekannte Person beim Aushub einer Baugrube für das Pumpwerk Ecke Plan\/Jungfernstieg; Einmessung und Dokumentation des Eckfundaments einer Mauer; vermutlich eine Backsteinmauer, laut Hinweis in OA möglicherweise vom Mühlentor; Fundstelle im Bereich des alten Dammes zwischen Binnenalster und Kleiner Alster; außer Plan im Planarchiv keine weitere Dokumentation vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung anhand des Eintrags Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "Im August 1909 dokumentierte Hr. Scheffler Befunde, die bei Aufgrabungen im Bereich des Bürgersteiges und der Straße am Fundort zutage getreten waren. Die Dokumentation erfolgte zeichnerisch. Erfasst wurden Backsteinmauerzüge im Klosterformat und vierkantige, zugespitzte Holzpfähle (Kiefernholz).",
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     "beschreibung" : "1909-1\n\nBaustellenbeobachtung durch Scheffler bei Aufgrabungen im Bereich des Bürgersteiges und der Fahrbahn der Spitalerstraße; Dokumentation von Backsteinmauerzügen im Klosterformat und vierkantigen, zugespitzten Pfählen aus Kiefernholz; außer Lageplan mit Detailzeichnungen (im Planarchiv) keine weiteren Dokumente erhalten.\n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici\n\nKartierung basiert auf dem Lageplan 1909_1_Altstadt_120_OA_4.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2018-06-15\nBearbeiter: Dr. Jan Steffens",
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     "beschreibung" : "1995-63\n\nBohrsondagen, die mächtige Siedlungshorizonte erkennen ließen; Außerdem Beteiligung an Genehmigungsverfahren.\n\n1996-34\n\nAnlässlich des Neubaus des HASPA-Gebäudes vom 25.6. bis zum 4.7. sowie vom 20.8. bis zum 27.8. und am 9.9. 1996 baubegleitende Untersuchungen durch D. Bueckling, M. Altun und J.Subbert; Beim Ausheben der Baugrube wurde an der Westseite des Geländes das in Zementmörtel gesetzte Ziegelfundament des Vorgängerbaus entfernt, ebenso eine weitere Mauer etwas westlich davon; In einem ca. 1,2 m tiefen Schürfloch in der Nordwestecke der Baufläche wurden lediglich rezente Holzeinbauten, aber keine archäologischen Befunde angetroffen; Bei fortschreitenden Arbeiten wurde eine ca. 40 cm breite und 6 cm starke Holzbohle angeschnitten, an die ein W-O-verlaufendes Ziegelsteinfundament angrenzte, welches von der Bohle geschnitten wurde; Südlich des Ziegelfundaments wurde eine Hofpflasterung freigelegt, die unmittelbar an das Fundament; Beim Abbruch der östlichen Fleetwand konnten Beobachtungen zu deren Konstruktion gemacht werden; In einer Höhe von 1,5 m üNN wurde eine Lage Granitblöcke auf der Fleetseite angetroffen; Sie waren durch Armierungseisen untereinander verbunden, die an den Enden umgekrampt und in Aussparungen eingesetzt waren; Darunter wurde ein weiteres Ziegelsteinfundament angeschnitten; Gefunden wurde außerdem eine hölzernen Wasserleitung mit einem anmontierten Absperrventil; Am 08.09. Fund einer barocken weiblichen Figur aus dem 18. Jh. sowie einiger Keramikfragmente und Scherben einer Mineralwasserflasche mit Stempel aus dem 19. Jh. gemeldet; Drei geborgene Hölzer wurden dendrochronologisch untersucht, allerdings bestanden zwei davon aus Kiefernholz und konnten somit nicht datiert werden; Ein Eichenpfahl datiert um oder nach 1531; Das geborgene Fundmaterial datiert mehrheitlich in das 19.\/20. Jh.; Vereinzelt liegen Scherben grauer Irdenware, Siegburger Keramik, brauner Steinzeugware, glasierter roter Irdenware sowie Bruchstücke von fayencen und Ofenkacheln vor, die den Zeitraum vom 14. bis zum 18. Jh. umfassen; Grabungsbericht und Pläne sind vorhanden.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nKartierung anhand des Lageplans 1996_34_Altstadt_121_OA_8.",
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     "beschreibung" : "Vom 25.6. bis zum 4.7. sowie vom 20.8. bis zum 27.8. und am 9.9. 1996 wurde vor Ort baubegleitende Untersuchungen durch D. Bueckling, M. Altun und J.Subbert vom HMA durchgeführt. Anlass war der Neubau des HASPA-Gebäudes. Zuvor waren am 5.12. 1995 Bohrsondagen vorgenommen worden, deren Ergebnisse eine Ausgrabung notwendig erscheinen ließen.\n\nBeim Ausheben der Baugrube bis auf ca. 2 m ÜNN (ca. 3,5 m unter Oberfläche) wurde an der Westseite des Geländes das in Zementmörtel gesetzte Ziegelfundament des Vorgängerbaus entfernt, ebenso eine weitere Mauer etwas westlich davon. Die bis dato unbekannte Mauer bildete wohl eine ehemalige Abgrenzung zur Straße, die vor dem westlich gelegenen Fleet verlief.\nDie Kellesohle auf dem Niveau unterhalb der Mauer wurde durchbrochen, darunter befanden sich zwei Lagen Ziegelsteine und darunter wiederum ein schwarz-grau-braunes Sand-Lehmgemisch. Der Keller war neuzeitlich ab ca. 1946 verfüllt worden, wie ein darin gefundener Bezinkanister der US-Army andeutet.\n\nIn einem ca. 1,2 m tiefen Schürfloch in der Nordwestecke dr Baufläche wurden lediglich rezente Holzeinbauten, aber keine archäologischen Befunde angetroffen.\nBei fortschreitenden Arbeiten wurde eine ca. 40 cm breite und 6 cm starke Holzbohle angeschnitten, an die ein W-O-verlaufendes Ziegelsteinfundament angrenzte, welches von der Bohle geschnitten wurde. Es handelt sich dabei offenbar um das Fundament eines bisher nicht auf den Karten verzeichneten Vorgängerbaus. Die Bohle ist an beiden Enden abgesägt und jeweils mit einer Ziegelreihe überbaut worden.\nSüdlich des Ziegelfundaments wurde eine Hofpflasterung freigelegt, die unmittelbar an das Fundament anschloss. Sie ist aus 10 bis 20 cm großen Feldsteinen gesetzt.\n\nBeim Abbruch der östlichen Fleetwand konnten Beobachtungen zu deren Konstruktion gemacht werden - die Mauer war ca. 2,5 cm stark und aus roten Ziegeln (18,5 x 9 x 5 cm) und gelbem Blendmauerwerk aus gebrannten Lehmziegeln (18 x 8,5 x 3 cm) errichtet, teils in Läufer-Binder-Verband, teils nur als Läufer bzw. Binder. In einer Höhe von 1,5 m üNN wurde eine Lage Granitblöcke auf der Fleetseite angetroffen. Die Blöcke sind 40 cm Vierkantblöcke mit Längen zwischen 0,5 und 1,2 m. Sie waren durch Armierungseisen untereinander verbunden, die an den Enden umgekrampt und in Aussparungen eingesetzt waren. Darunter wurde ein weiteres Ziegelsteinfundament angeschnitten.\n\nDie genannten Befunde sind allesamt in das 19.\/20. Jh. zu datieren und liegen überhalb der mit den Bohrungen erfassten Bau- und Auffüllhorizonte, die archäologisch bedeutsam sind.\nDies gilt auch für den Fund einer hölzernen Wasserleitung mit einem anmontierten Absperrventil, die ebenfalls aus dem 19. Jh. stammt.\nIm August wurde daher die Baubegleitung zunächst unterbrochen.\nAm 08.09. wurde der Fund einer barocken weiblichen Figur (Torso erhalten, plastischer Gewandfaltenwurf) aus dem 18. Jh. sowie einiger Keramikfragmente und Scherben einer Mineralwasserflasche mit Stempel aus dem 19. Jh. gemeldet.\n\nDrei geborgene Hölzer wurden dendrochronologisch untersucht, allerdings bestanden zwei davon aus Kiefernholz und konnten somit nicht datiert werden. Ein Eichenpfahl datiert um oder nach 1531.\n\nDas geborgene Fundmaterial datiert mehrheitlich in das 19.\/20. Jh. - vereinzelt liegen Scherben grauer Irdenware, Siegburger Keramik, brauner Steinzeugware, glasierter roter Irdenware sowie Bruchstücke von fayencen und Ofenkacheln vor, die wohl aus Schüfgruben sammen und den Zeitraum vom 14. bis zum 18. Jh. umfassen.\n\nR. Hübner lieferte außerdem Funde ein, die er im abgefahrenen Baugrubenaushub am Müllberg Norderstedt gemacht hatte. Es handelt sichbei ebenfalls um glasierte rote Irdenware, Steinzeug, Glasfragmente sowie verschiedenfarbig glasierte Ofenkacheln.\n",
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     "beschreibung" : "1995-131\n\n1995 wurde das vor Ort befindliche denkmalgeschützte Haus saniert, die alte Bausubstanz bis auf die Außenwände entfernt und im Bereich des Fundamentes Betonierungsarbeiten vorgenommen; Das Haus wurde im Mittelalter erbaut und um 1830 durch einen Neubau in gleicher Parzellengröße ersetzt; Die Baustellenbeobachtung erfolgte durch A. Schäfer und P. Schmitz; Bei den Arbeiten wurde das Fundament von 1830 mit einem Presslufthammer entfernt und Eichenpfähle des mittelalterlichen Vorgängerbaus mit einem Mini-Bagger gezogen; Laut Aussage des Bauleiters M. Lund besaßen die Pfähle die Maße 0,8 x 1,0 m; Einziger Fund war eine Mineralwasserflasche des 19. Jh.; Die Bauarbeiten fanden in einer maximalen Tiefe von 3,5 m, ansonsten 2,0 m unter Straßenniveau statt. \n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nEinzeichnung anhand Kartierung Ludowici 1997.",
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     "beschreibung" : "1995 wurde das vor Ort befindliche denkmalgeschützte Haus saniert bzw. umgebaut. dazu wurde die alte Bausubstanz bis auf die Außenwände entfernt und im Bereich des Fundamentes Betonierungsarbeiten vorgenommen. Das Haus wurde im Mittelalter erbaut und um 1830 durch einen Neubau in gleicher Parzellengröße ersetzt.\nBei den Arbeiten wurde das Fundament von 1830 mit einem Presslufthammer entfernt und Eichenpfähle des mittelalterlichen Vorgängerbaus mit einem Mini-Bagger gezogen. Laut Aussage des Bauleiters M. Lund besaßen die Pfähle die Maße 0,8 x 1,0 m. Das neue Fundament wurde mit Beton ausgegossen, ansonsten blieb im Innenraum ein Sockel von den Bauarbeiten ausgespart (mit Sand unterfüttert). Laut Aussage des Bauleiters, der selber Vor- und Frühgeschichte studiert hatte, wurden außer einer neuzeitlichen Mineralwasserflasche des 19. Jh. keine Funde gemacht.\nDie Bauarbeiten fanden in einer maximalen Tiefe von 3,5 m, ansonsten 2,0 m unter Straßenniveau statt. \nDie Fundstelle wurde durch A. Schäfer und P. Schmitz am 29.11. 1995 besichtigt. Sie vermuteten, dass die mittelalterliche Substanz noch weitestgehend unbeschädigt ist.",
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     "beschreibung" : "Vom 14.07. bis zum 31.07. 1998 wurden baubegleitende Untersuchungen unter Leitung von P. Schmitz im Rahmen der Erneuerung bzw. Erweiterung des Mischwassersielleitungsnetzes in der Hamburger Altstadt vorgenommen.\nDie Baumaßnahmen umfassten umfangreiche Tiefbauarbeiten in den Straßen Bei dem Neuen Krahn, Bei den Mühren, Steckelhörn, Katharinenkirchhof, Neue Gröningerstraße, Zippelhaus und Dovenfleet.\nDas erforderliche Grabensystem war insgesamt ca. 800 m lang, 4 m breit und wurde bis in eine maximale Tiefe von 6 m unter heutigem Straßenniveau ausgehoben. Die Grabenprofile wurden bereits während der Anlage durch die ausführende Baufirma Preusse gesichert.\nZur besseren Zuordnung der Befunde teilte P. Schmitz das Grabensystem in die Bauabschnitte BA A  - L ein, allerdings konnten nicht alle Abschnitte archäologisch untersucht werden, da einige Profile bereits verbaut und die Sohlenbereiche bereits zubetoniert worden waren. Teils waren einzelne Bauabschnitte auch schon wieder vollständig verschlossen.\n\nIn Bauabschnitt A (Fahrbahnmitte Katharinenkirchhof) wurden in den Längsprofilen die Fundamente sowie das aufgehende Mauerwerk der südwestlichen und nordöstlichen Backsteinmauer des ehemaligen Steckelhornfleetes auf einer Breite von 2,6 m angetroffen (Ziegelformat 22 x 10 x 5 cm, Zementmörtel). Die Fundamentoberkanten lagen zwischen 2,5 und 3,3 m üNN. Unter einem der ausgebrochenen Fundamenteile konnten sechs Gründungspfähle mit Durchmessern von 0,2 bis 0,3 m beobachtet werden. Bohlen, die auf den Pfählen aufgelegen und der Kaimauer als Plattform gedient hatten, waren größtenteils bereits herausgerissen und abtransportiert worden. Im NW- und SE-Profil des Grabens konnten außerdem Reste in Kalkmörtel gesetzter Ziegel vom Format 22 x 11 x 5 cm aufgenommen werden, die im Bereich der Grabenunterkante von -0,4 m üNN bis 2,6 bzw. 3,1 m üNN sichtbar waren. Südöstlich der Fleetmauer am nordöstlichen Rand von Abschnitt A zu Abschnitt J wurden etliche Klosterformatziegel (Kalkmörtel) in Streulage angetroffen, außerdem die dazugehörigen Reste einer NW-SE-verlaufenden Backsteinmauer von ca. 3, 0 m Breite im Profil. Fortschreitende Bauarbeiten verhinderten eine Untersuchung.\n\nIn Bauabschnitt B (nördlicher Fahrbahnbereich Straße Bei dem Neuen Krahn bis Einmündung Mattentwiete) wurden Reste einer alten Sielleitung (im nordöstlichen Profileinschnitt sowie im Ostprofil) angetroffen. Die Mauern der Leitungen waren aus Ziegeln im doppelten Läuferverband mit Zementmörtel ausgeführt (Ziegelformat 22 x 11 x 5 cm). Der ovale Innendurchmesser der Leitung betrug 1,4 x 0,85 m, die Wandstärke 22 cm.\nIm Mittelbereich des Abschnitts wurde die östliche und westliche Kaimauer der N-S-verlaufenden um im Grabenbereich ausgebrochenen Begrenzung des Katharinenfleetes dokumentiert werden. Im nördlichen Profil waren noch Ziegelmauerfundamente mit Resten aufgehenden Mauerwerkes vorhanden, gleichfalls im Südprofil, wenn auch hier bereits Teile des Grabens wieder verbaut waren. Die drei sichtbaren Fundamente hatten eine Basislängevon 2,4 m und Höhen zwischen 2 und 2,2 m. An zwei Fundamentbereichen wurden reste des aufgehenden Mauerwerkes auf einer Breite von 1,8 m angetroffen. Eine Granitverblendung war nicht mehr vorhanden. Das gesamte Mauerwerk war als Flämischer Verband in Kalkmörtel ausgeführt, das Ziegelformat betrug 23 x 12 x 5 cm. Die Breite des Fleetes betrug an der Basis ca. 9,8 m.\n\nDie Bauabschnitte C bis E (Fahrbahnmitte Bei den Mühren bis Ecke Steckelhörn; Fahrbahnmitte Steckelhörn; Fahrbahnmitte Bei dem Neuen Krahn) sowie der Abschnitt K (Fahrbahnmitte Bei den Mühren) konnten nicht untersucht werden, da sie bei Eintreffen der Bodendenkmalpflege bereits wieder verfüllt worden waren.\nIn Abschnitt F (im nordwestlichen Straßenbereich Zippelhaus in Richtung Dovenfleet\/Brandstwiete) bestand der Baggeraushub größtenteils aus Bauschutt, d.h. Ziegelbruch, kleinere und größere Steine, Kalk- und Zementmörtel sowie Mischboden. Eine ähnliche Situation wurde in den Abschnitten G (südwestlicher Straßenbereich Brandstwiete) und H (nördlicher Straßenbereich Zippelhaus) dokumentiert.\n\nIn Bauabschnitt J (Fahrbahnmitte Katharinenkirchhof) konnte im nordöstlichen Grabenbereich im SE-Profil ein auf 9 m Länge erkennbares und in 3,5 bis 4,5 m Höhe von der Grabensohle aus befindliches trocken verlegtes Findlingsfundament beobachtet werden. Die Findlinge waren zwischen 30 und 80 cm groß. P. Schmitz zufolge wurden die Lcken zwischen den Steinen mit gelben Klinkern und Kalkmörtel zugemauert und die Wand somit begradigt. Aufgrund baubedingter Sicherheitsmaßnahmen konnte der Bereich nicht genauer untersucht werden.\n\nIn Bauabschnitt L (südwestlicher Fahrbahnrand der Neue Grönigerstraße) wurden im Nordwsten des Grabens zur Katharinenkirche hin humane Lang- und Schädelknochen geborgen. Aufgrund ihres brüchigen Zustandes und ihrer sekundären Lagerung wurden sie sofort erneut bestattet.",
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     "beschreibung" : "Vom 14.07. bis zum 31.07.1998 wurden baubegleitende Untersuchungen unter Leitung von P. Schmitz im Rahmen der Erneuerung bzw. Erweiterung des Mischwassersielleitungsnetzes in der Hamburger Altstadt vorgenommen.\nDie Baumaßnahmen umfassten umfangreiche Tiefbauarbeiten in den Straßen Bei dem Neuen Krahn, Bei den Mühren, Steckelhörn, Katharinenkirchhof, Neue Gröningerstraße, Zippelhaus und Dovenfleet.\nDas erforderliche Grabensystem war insgesamt ca. 800 m lang, 4 m breit und wurde bis in eine maximale Tiefe von 6 m unter heutigem Straßenniveau ausgehoben. Die Grabenprofile wurden bereits während der Anlage durch die ausführende Baufirma Preusse gesichert.\nZur besseren Zuordnung der Befunde teilte P. Schmitz das Grabensystem in die Bauabschnitte BA A  - L ein, allerdings konnten nicht alle Abschnitte archäologisch untersucht werden, da einige Profile bereits verbaut und die Sohlenbereiche bereits zubetoniert worden waren. Teils waren einzelne Bauabschnitte auch schon wieder vollständig verschlossen.\n\nIn Bauabschnitt A (Fahrbahnmitte Katharinenkirchhof) wurden in den Längsprofilen die Fundamente sowie das aufgehende Mauerwerk der südwestlichen und nordöstlichen Backsteinmauer des ehemaligen Steckelhornfleetes auf einer Breite von 2,6 m angetroffen (Ziegelformat 22 x 10 x 5 cm, Zementmörtel). Die Fundamentoberkanten lagen zwischen 2,5 und 3,3 m üNN. Unter einem der ausgebrochenen Fundamenteile konnten sechs Gründungspfähle mit Durchmessern von 0,2 bis 0,3 m beobachtet werden. Bohlen, die auf den Pfählen aufgelegen und der Kaimauer als Plattform gedient hatten, waren größtenteils bereits herausgerissen und abtransportiert worden. Im NW- und SE-Profil des Grabens konnten außerdem Reste in Kalkmörtel gesetzter Ziegel vom Format 22 x 11 x 5 cm aufgenommen werden, die im Bereich der Grabenunterkante von -0,4 m üNN bis 2,6 bzw. 3,1 m üNN sichtbar waren. Südöstlich der Fleetmauer am nordöstlichen Rand von Abschnitt A zu Abschnitt J wurden etliche Klosterformatziegel (Kalkmörtel) in Streulage angetroffen, außerdem die dazugehörigen Reste einer NW-SE-verlaufenden Backsteinmauer von ca. 3, 0 m Breite im Profil. Fortschreitende Bauarbeiten verhinderten eine Untersuchung.\n\nIn Bauabschnitt B (nördlicher Fahrbahnbereich Straße Bei dem Neuen Krahn bis Einmündung Mattentwiete) wurden Reste einer alten Sielleitung (im nordöstlichen Profileinschnitt sowie im Ostprofil) angetroffen. Die Mauern der Leitungen waren aus Ziegeln im doppelten Läuferverband mit Zementmörtel ausgeführt (Ziegelformat 22 x 11 x 5 cm). Der ovale Innendurchmesser der Leitung betrug 1,4 x 0,85 m, die Wandstärke 22 cm.\nIm Mittelbereich des Abschnitts wurde die östliche und westliche Kaimauer der N-S-verlaufenden um im Grabenbereich ausgebrochenen Begrenzung des Katharinenfleetes dokumentiert werden. Im nördlichen Profil waren noch Ziegelmauerfundamente mit Resten aufgehenden Mauerwerkes vorhanden, gleichfalls im Südprofil, wenn auch hier bereits Teile des Grabens wieder verbaut waren. Die drei sichtbaren Fundamente hatten eine Basislängevon 2,4 m und Höhen zwischen 2 und 2,2 m. An zwei Fundamentbereichen wurden reste des aufgehenden Mauerwerkes auf einer Breite von 1,8 m angetroffen. Eine Granitverblendung war nicht mehr vorhanden. Das gesamte Mauerwerk war als Flämischer Verband in Kalkmörtel ausgeführt, das Ziegelformat betrug 23 x 12 x 5 cm. Die Breite des Fleetes betrug an der Basis ca. 9,8 m.\n\nDie Bauabschnitte C bis E (Fahrbahnmitte Bei den Mühren bis Ecke Steckelhörn; Fahrbahnmitte Steckelhörn; Fahrbahnmitte Bei dem Neuen Krahn) sowie der Abschnitt K (Fahrbahnmitte Bei den Mühren) konnten nicht untersucht werden, da sie bei Eintreffen der Bodendenkmalpflege bereits wieder verfüllt worden waren.\nIn Abschnitt F (im nordwestlichen Straßenbereich Zippelhaus in Richtung Dovenfleet\/Brandstwiete) bestand der Baggeraushub größtenteils aus Bauschutt, d.h. Ziegelbruch, kleinere und größere Steine, Kalk- und Zementmörtel sowie Mischboden. Eine ähnliche Situation wurde in den Abschnitten G (südwestlicher Straßenbereich Brandstwiete) und H (nördlicher Straßenbereich Zippelhaus) dokumentiert.\n\nIn Bauabschnitt J (Fahrbahnmitte Katharinenkirchhof) konnte im nordöstlichen Grabenbereich im SE-Profil ein auf 9 m Länge erkennbares und in 3,5 bis 4,5 m Höhe von der Grabensohle aus befindliches trocken verlegtes Findlingsfundament beobachtet werden. Die Findlinge waren zwischen 30 und 80 cm groß. P. Schmitz zufolge wurden die Lcken zwischen den Steinen mit gelben Klinkern und Kalkmörtel zugemauert und die Wand somit begradigt. Aufgrund baubedingter Sicherheitsmaßnahmen konnte der Bereich nicht genauer untersucht werden.\n\nIn Bauabschnitt L (südwestlicher Fahrbahnrand der Neue Grönigerstraße) wurden im Nordwsten des Grabens zur Katharinenkirche hin humane Lang- und Schädelknochen geborgen. Aufgrund ihres brüchigen Zustandes und ihrer sekundären Lagerung wurden sie sofort erneut bestattet.",
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     "beschreibung" : "1998-59\n\nBaustellenbeobachtung durch H. P. Schmitz vom HMA im Rahmen der Erneuerung bzw. Erweiterung des Mischwassersielleitungsnetzes in der Hamburger Altstadt; als Maßnahmen umfangreiche Tiefbauarbeiten in den Straßen Cremon, Bei dem Neuen Krahn, Mattentwiete, Bei den Mühren, Steckelhörn, Katharinenkirchhof, Neue Gröningerstraße, Zippelhaus, Brandstwiete und Dovenfleet.\n\nDas erforderliche Grabensystem war insgesamt ca. 800 m lang, 4 m breit und wurde bis in eine maximale Tiefe von 6 m unter heutigem Straßenniveau ausgehoben. Die Grabenprofile wurden bereits während der Anlage durch die ausführende Baufirma Preusse gesichert.\nZur besseren Zuordnung der Befunde teilte P. Schmitz das Grabensystem in die Bauabschnitte BA A  - L ein, allerdings konnten nicht alle Abschnitte archäologisch untersucht werden, da einige Profile bereits verbaut und die Sohlenbereiche bereits zubetoniert worden waren. Teils waren einzelne Bauabschnitte auch schon wieder vollständig verschlossen.\n\nIn Bauabschnitt A (Fahrbahnmitte Katharinenkirchhof) wurden in den Längsprofilen die Fundamente sowie das aufgehende Mauerwerk der südwestlichen und nordöstlichen Backsteinmauer des ehemaligen Steckelhornfleetes auf einer Breite von 2,6 m angetroffen (Ziegelformat 22 x 10 x 5 cm, Zementmörtel). Die Fundamentoberkanten lagen zwischen 2,5 und 3,3 m üNN. Unter einem der ausgebrochenen Fundamenteile konnten sechs Gründungspfähle mit Durchmessern von 0,2 bis 0,3 m beobachtet werden. Bohlen, die auf den Pfählen aufgelegen und der Kaimauer als Plattform gedient hatten, waren größtenteils bereits herausgerissen und abtransportiert worden. Im NW- und SE-Profil des Grabens konnten außerdem Reste in Kalkmörtel gesetzter Ziegel vom Format 22 x 11 x 5 cm aufgenommen werden, die im Bereich der Grabenunterkante von -0,4 m üNN bis 2,6 bzw. 3,1 m üNN sichtbar waren. Südöstlich der Fleetmauer am nordöstlichen Rand von Abschnitt A zu Abschnitt J wurden etliche Klosterformatziegel (Kalkmörtel) in Streulage angetroffen, außerdem die dazugehörigen Reste einer NW-SE-verlaufenden Backsteinmauer von ca. 3, 0 m Breite im Profil. Fortschreitende Bauarbeiten verhinderten eine Untersuchung.\n\nIn Bauabschnitt B (nördlicher Fahrbahnbereich Straße Bei dem Neuen Krahn bis Einmündung Mattentwiete) wurden Reste einer alten Sielleitung (im nordöstlichen Profileinschnitt sowie im Ostprofil) angetroffen. Die Mauern der Leitungen waren aus Ziegeln im doppelten Läuferverband mit Zementmörtel ausgeführt (Ziegelformat 22 x 11 x 5 cm). Der ovale Innendurchmesser der Leitung betrug 1,4 x 0,85 m, die Wandstärke 22 cm.\nIm Mittelbereich des Abschnitts wurde die östliche und westliche Kaimauer der N-S-verlaufenden um im Grabenbereich ausgebrochenen Begrenzung des Katharinenfleetes dokumentiert werden. Im nördlichen Profil waren noch Ziegelmauerfundamente mit Resten aufgehenden Mauerwerkes vorhanden, gleichfalls im Südprofil, wenn auch hier bereits Teile des Grabens wieder verbaut waren. Die drei sichtbaren Fundamente hatten eine Basislängevon 2,4 m und Höhen zwischen 2 und 2,2 m. An zwei Fundamentbereichen wurden reste des aufgehenden Mauerwerkes auf einer Breite von 1,8 m angetroffen. Eine Granitverblendung war nicht mehr vorhanden. Das gesamte Mauerwerk war als Flämischer Verband in Kalkmörtel ausgeführt, das Ziegelformat betrug 23 x 12 x 5 cm. Die Breite des Fleetes betrug an der Basis ca. 9,8 m.\n\nDie Bauabschnitte C bis E (Fahrbahnmitte Bei den Mühren bis Ecke Steckelhörn; Fahrbahnmitte Steckelhörn; Fahrbahnmitte Bei dem Neuen Krahn) sowie der Abschnitt K (Fahrbahnmitte Bei den Mühren) konnten nicht untersucht werden, da sie bei Eintreffen der Bodendenkmalpflege bereits wieder verfüllt worden waren.\nIn Abschnitt F (im nordwestlichen Straßenbereich Zippelhaus in Richtung Dovenfleet\/Brandstwiete) bestand der Baggeraushub größtenteils aus Bauschutt, d.h. Ziegelbruch, kleinere und größere Steine, Kalk- und Zementmörtel sowie Mischboden. 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Aufgrund ihres brüchigen Zustandes und ihrer sekundären Lagerung wurden sie sofort erneut bestattet.\n\nKartierung auf Grundlage des Lageplans 1998-59_Altstadt_123_OA_27 schematisch, genaue Lage der Befunde nicht bekannt, weitere Pläne nicht vorhanden.",
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     "beschreibung" : "1998-59\n\nBaustellenbeobachtung durch H. P. Schmitz vom HMA im Rahmen der Erneuerung bzw. Erweiterung des Mischwassersielleitungsnetzes in der Hamburger Altstadt; als Maßnahmen umfangreiche Tiefbauarbeiten in den Straßen Cremon, Bei dem Neuen Krahn, Mattentwiete, Bei den Mühren, Steckelhörn, Katharinenkirchhof, Neue Gröningerstraße, Zippelhaus, Brandstwiete und Dovenfleet; Sielleitungssystem insg. ca. 800 m lang, 4 m breit und bis in eine maximale Tiefe von 6 m unter heutigem Straßenniveau ausgehoben; bei der Baustellenbeobachtung durch H. P. Schmitz Einteilung in Abschnitte A-L, aber nicht bei allen Untersuchung möglich; in OA erwähnte Pläne und Grabungsunterlagen im Planarchiv nicht vorhanden.\nDokumentation von zementgemörtelten Backsteinfundamenten und Ansätzen der Kaimauern vom Katharinenfleet und Steckelhörnfleet, einer hölzernen Pfahlgründung des Steckelhörnfleets, einer Backstein-Sielleitung und Findlingsfundamenten; keine Hinweise auf Funde.\n\nKartierung auf Grundlage des Lageplans 1998-59_Altstadt_123_OA_27 und der Lageangabe durch Schmitz schematisch, genaue Lage der Befunde nicht bekannt.",
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     "beschreibung" : "Vom 25.1. bis zum 8.2. 1999 führte das HMa unter Leitung von P. Schmitz baubegleitende Untersuchungen während der Gründungssanierung der Häuser Cremon 34 bis 36 durch.\n\nAm 22.1. war gemeldet worden, dass beim Herausbrechen des Estrichfußbodens in Hausnr. 34 ein Katzenkopfpflaster angetroffen worden war. Die Fundstelle wurde durch P. Schmitz besichtigt. \nEs handelte sich um ein bis auf wenige Fehlstellen im Bereich der Stützpfeiler vollständiges, einlagiges Katzenkopfpflaster. \nDie Stützpfeiler P1 bis P8 des Hauses waren aus Eichenholz und besaßen ein Betonfundament, welches nach Abräumen der Pflasterung sowie dem Abtransport der darunter befindlichen Auffüllschicht ( von 3 m bis 2,3 m NN) sichtbar wurde.\nSüdwestlich von Pfeiler 3 wurden zwei NW-SO verlaufende Findlinge angetroffen, die mittig durch eine in Kalkmörtel vermauerte Lage Ziegelbruch verbunden waren. Der erste Findling maß 0,4 x 0,35 m, der zweite 0,6 x 0,6 m.\nDie neue Kellersohle sollte bei 2,3 m NN liegen - hier wurde unmittelbar vor Erreichen dieses Niveaus ein Wassereinbruch festgestellt, der weitere archäologische Arbeiten unterband. \nDie Kellersohlen der Häuser 35 und 36 wurden ebenfalls auf die Höhen 2,5 und 2,7 m NN abgesenkt. Außer einem Eisenstützpfeiler im südöstlichen kellerbereich von Hausnr. 35 wurden keine weiteren archäologischen Befunde beobachtet.\n\nZu den geborgenen Funden gehören Keramik, Ofenkachelfragmente, Tierknochen sowie ein Eisenbarren.",
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     "beschreibung" : "Vom 25.01. bis zum 08.02.1999 führte das HMA unter Leitung von P. Schmitz baubegleitende Untersuchungen während der Gründungssanierung der Häuser Cremon 34 bis 36 durch.\n\nAm 22.01. war gemeldet worden, dass beim Herausbrechen des Estrichfußbodens in der HausNr. 34 ein Katzenkopfpflaster angetroffen worden war. Die Fundstelle wurde durch P. Schmitz besichtigt. \nEs handelte sich um ein bis auf wenige Fehlstellen im Bereich der Stützpfeiler vollständig erhaltenes, einlagiges Katzenkopfpflaster. \nDie Stützpfeiler P1 bis P8 des Hauses waren aus Eichenholz und besaßen ein Betonfundament, welches nach Abräumen der Pflasterung sowie dem Abtransport der darunter befindlichen Auffüllschicht ( von 3 m bis 2,3 m NN) sichtbar wurde.\nSüdwestlich von Pfeiler 3 wurden zwei NW-SO verlaufende Findlinge angetroffen, die mittig durch eine in Kalkmörtel vermauerte Lage Ziegelbruch verbunden waren. Der erste Findling maß 0,4 x 0,35 m, der zweite 0,6 x 0,6 m.\nDie neue Kellersohle sollte bei 2,3 m NN liegen - hier wurde unmittelbar vor Erreichen dieses Niveaus ein Wassereinbruch festgestellt, der weitere archäologische Arbeiten unterband. \nDie Kellersohlen der Häuser 35 und 36 wurden ebenfalls auf die Höhen 2,5 und 2,7 m NN abgesenkt. Außer einem Eisenstützpfeiler im südöstlichen kellerbereich von HausNr. 35 wurden keine weiteren archäologischen Befunde beobachtet.\n\nZu den geborgenen Funden gehören Keramik, Ofenkachelfragmente, Tierknochen sowie ein Eisenbarren.",
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     "beschreibung" : "Im Zuge der Abriss- und Aushubarbeiten für den Bau des Freihafens beobachtete der Bauführer Kramer 1884 Baureste entlang des Dovenfleetes.\nDie Beschreibung in der OA beruht auf einem diesbezüglichen Bericht von E. H. Wichmann.\nBeobachtet wurde ein aus Granitquadern errichteter und auf einer Holzsubstruktion gegründeter Mauerzug entlang der Wasserseite des Dovenfleetes in Richtung Ecke Winserbaum. E. H. Wichmann vermutete aufgrund der Kosntruktionsweise der Mauer, dass es sich um Reste der jüngeren, 1381-1383 errichteten Stadtmauer handelt.",
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     "beschreibung" : "1884 wurde im Zuge von Umgestaltungsmaßnahmen am Dovenfleet beim Sielbau  etwa gegenüber der ehemaligen Gerkenstwiete \"eine Lage sehr großer Felsblöcke\" beobachtet. Diese wurde jedoch nicht weiter untersucht. E. H. Wichmann zufolge handelt es sich womöglich um Reste der alten Stadtmauer im Bereich des Dovenfleetes.",
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     "beschreibung" : "1884 wurden archäologische Befunde bei Aushubarbeiten für die Anlage des Brooksfleets \"ungefähr an der Stelle, wo der neue Canal mit dem Zollcanal seine Verbindung erhält\" (Bericht Wichmann, vermutlich Bereich Kleines Fleet) beobachtet.\nEs handelte sich um eine aus Pfahlgründungen errichtete \"Vorsetze, welche in einem stumpfen Winkel diesen Theil des Kehrwieders durchschneidet\" sowie um einen aus Granitquadern errichteten Mauerzug an deren Nordende, der ca. 5 m breit und 9 m lang war. Es wurden außerdem weitere Uferbefestigungen angetroffen, außerdem erwähnt Wichmann Schichten aus Muscheln (Cardium edule), Steinen, Teer und Schwefel, wobei er letztere mit dem Teerhof bzw. Terpentinhof in Verbindung bringt, der zwischen 1470 und 1611 am westlichen Ende des Kehrwieders gelegen hat.\n\nDie OA legt einen Vergleich mit Fpl. Altstadt 5 (möglicherweise identisch) sowie 9 nahe.\nDie Muschelschichten könnten in Zusammenhang mit dern Brandkalkherstellung in dem alten städtischen Kalkhof am Nordende des Kleinen Fleets stehen.",
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     { "conceptName" : "teilweise zerstört\/ausgegraben",
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   { "_objecttype" : "fundplatz_element",
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     "beschreibung" : "1884-12\n\n1884 wurde bei Neubaumaßnahmen im Bereich St. Annen\/St. Annenfleet, u.a. beim Bau der Brücke \"Bei St. Annen\", \"etwa 3 m über Null\" eine etwa 1,5 m breite Steinpflasterung beobachtet, die E.H. Wichmann als \"vollständig gepflasterte Straße\" deutete; Die OA vermerkt, das der Fpl. evtl. identisch mit Fpl. Altstadt 7 ist.\n\n1997-63\n\nKartierung durch Ludowici.\n\nKartierung anhand Lageplan 1884_12_Altstadt_129_OA_3 und Anpassung der Fläche anhand der Breite des alten Straßenverlaufs auf der Karte von 1842.\n",
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     "beschreibung" : "1884 wurde bei Neubaumaßnahmen im Bereich St. Annen\/St. Annenfleet, u.a. beim Bau der Brücke \"Bei St. Annen\", \"etwa 3 m über Null\" eine etwa 1, m breite Steinpflasterung beobachtet, die E.H. Wichmann als \"vollständig gepflasterte Straße\" verzeichnet.\n\nLaut OA ist der Fundplatz evtl. identisch mit HH-Altstadt Fpl. 7.",
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     "beschreibung" : "1890 wurden bei Neubaumaßnahmen im Bereich zwischen (ehemals) Holländischer Reihe und Neuerweg (heute zwischen Neuer Wandrahm, St. Annenufer und Bei St. Annen) archäologische Befunde beobachtet.\nEs wurden Pfahlgründungen, darunter eine mit den Maßen 13,5 x 7 m, Baumstümpfe und drei holz- bzw. steingefaßte Brunnen sowie sogenannte \"Vorsetzen\" (Uferbefestigungen) freigelegt. Des Weiteren entdeckte man mehre 16 bis 20 m lange Siele, von denen sechs aus viereckig ausgehöhlten Eichenstämmen mit Abdeckungen aus kurzen Bohlenstücken und einer inneren Höhe von ca. 0,4 m bestanden - die restlichen bestanden aus Sandsteinplatten bzw. durchbohrten Kiefernstämmen. Die Siele wiesen Gefälle in Richtung der Holländischen Reihe auf.\nDem diesbezüglichen Bericht von E.H. Wichmann zufolge stimmte der Verlauf der Siele nur teilweise mit der letzten Parzelleneinteilung überein.\n\nDer Fundplatz liegt direkt neben Fpl. HH-Altstadt 7, evtl. besteht ein Zusmmenhang. ",
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     "beschreibung" : "1890-6\n\nBaustellenbeobachtung durch eine unbekannte Person bei Neubaumaßnahmen im Bereich zwischen ehemaliger Holländischer Reihe und Neuerweg (heute zwischen Neuer Wandrahm, St. Annenufer und Bei St. Annen) bei dem neuen Kanal (Wandrahmsfleet); dabei laut Bericht Wichmann 1890 Beobachtung von Pfahlgründungen, Baumstümpfen, Uferbefestigungen und drei holz- bzw. steingefaßten Brunnen; außerdem Freilegung von mehreren 16 bis 20 m langen Sielen, sechs davon aus viereckig ausgehöhlten Eichenstämmen mit Abdeckungen aus kurzen Bohlenstücken, die restlichen aus Sandsteinplatten bzw. durchbohrten Kiefernstämmen; Verlauf Siele stimmt Wichmann zufolge nicht mit Parzellengrenzen von um 1890 überein. \n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici; Fpl. 130 bei Ludowici 1997 nicht kartiert, Bearbeitung und Aufnahme in Katalog des Stadtkatasters erst 1999 durch Kossian; laut Katalog Kossian Fpl. 130 möglicherweise identisch mit Fpl. 7 oder zumindest in Zusammenhang zu sehen.\n\nKartierung auf Grundlage der Lagebeschreibung in der OA und dem Abgleich mit der Vermessungskarte 1 zu 4000 1880-1889 schematisch, genaue Lage Fpl. unklar; Fpl. steht aufgrund der ähnlichen Befunde und der Lage in Zusammenhang mit Fpl. 7.",
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     "beschreibung" : "1890-6\n\nBaustellenbeobachtung durch eine unbekannte Person bei Neubaumaßnahmen im Bereich zwischen ehemaliger Holländischer Reihe und Neuerweg (heute zwischen Neuer Wandrahm, St. Annenufer und Bei St. Annen) bei dem neuen Kanal (Wandrahmsfleet); dabei laut Bericht Wichmann 1890 Beobachtung von Pfahlgründungen, Baumstümpfen, Uferbefestigungen und drei holz- bzw. steingefaßten Brunnen; außerdem Freilegung von mehreren 16 bis 20 m langen Sielen, sechs davon aus viereckig ausgehöhlten Eichenstämmen mit Abdeckungen aus kurzen Bohlenstücken, die restlichen aus Sandsteinplatten bzw. durchbohrten Kiefernstämmen; Verlauf Siele stimmt Wichmann zufolge nicht mit Parzellengrenzen von um 1890 überein. \n\n1997-63\n\nKartierung Fundplätze Altstadt als Vorarbeit für ein archäologisches Stadtkataster durch B. Ludowici; Fpl. 130 bei Ludowici 1997 nicht kartiert, Bearbeitung und Aufnahme in Katalog des Stadtkatasters erst 1999 durch Kossian; laut Katalog Kossian Fpl. 130 möglicherweise identisch mit Fpl. 7 oder zumindest in Zusammenhang zu sehen.\n\nKartierung auf Grundlage der Lagebeschreibung in der OA und dem Abgleich mit der Vermessungskarte 1 zu 4000 1880-1889 schematisch, genaue Lage Fpl. unklar; Fpl. steht aufgrund der ähnlichen Befunde und der Lage in Zusammenhang mit Fpl. 7.",
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     "beschreibung" : "1925-14\n\nAm 08.07. 1925 barg M. Behrens eine menschliche Rippe und eine Keramikscherbe (\"rheinische Formware\"), die bei Aufgrabungen für Kabellegungen im Straßenzug Lilienstraße\/Gertrudenkirchhof freigelegt worden waren.\n\n1974-39\n\nInformation zu Umbauten durch Gartenbauabteilung\n\n1998-60\n\nAm 19.11.1998 wurden Ausschachtungsarbeiten der Hamburger Wasserwerke zur Verlegung einer Wasserleitung durch P. Schmitz vom HMA überwacht; Dabei wurden diverse, sekundär verlagerte menschliche Langknochen freigelegt, die auf Anweisung von Schmitz an Ort und Stelle im Bereich der Leitungstrasse wieder bestattet wurden.\n\n2006-83\n\nDie Fundstelle wurde am 14.02. 2006 durch Schmitz erneut besichtigt, da bei Umgestaltung der Parkanlage \"Gertrudenkirchhof\" diverse sekundär verlagerte menschliche Langknochen und Schädelreste aufgetaucht waren, die ebenfalls im Bereich einer Baumpflanzung wieder bestattet wurden.\n\n2018-144\n\nUnterlagen zu geplanten Baumaßnahmen im Bereich Gertrudenkirchhof.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2018_144_Altstadt_131_OA_5.",
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     "beschreibung" : "Am 08.07. 1925 barg M. Behrens eine menschliche Rippe und eine Keramikscherbe (\"rheinische Formware\"), die bei Aufgrabungen für Kabellegungen im Straßenzug Lilienstraße\/Gertrudenkirchhof freigelegt worden waren.\n\nAm 19.11.1998 wurden Ausschachtungsarbeiten der Hamburger Wasserwerke zur Verlegung einer Wasserleitung durch P. Schmitz vom HMA überwacht. Dabei wurden diverse, sekundär verlagerte menschliche Langknochen freigelegt, die auf Anweisung von Schmitz an Ort und Stelle im Bereich der Leitungstrasse wieder bestattet wurden.\n\nDie Fundstelle wurde am 14.02. 2006 durch Schmitz erneut besichtigt, da bei Umgestaltung der Parkanlage \"Gertrudenkirchhof\" diverse sekundär verlagerte menschliche Langknochen und Schädelreste aufgetaucht waren, die ebenfalls im Bereich einer Baumpflanzung wieder bestattet wurden.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2013-08-27\nBearbeiter: Ann-Katrin Meyer",
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     "beschreibung" : "Am 21.05. 2002 meldete Rolf Hübner eine Baustelle sowie von ihm gesammelte Lesefunde im \"Hamburger Freihafen, Sandtorhafen rechte Seite am Sandtorkai\". Die Meldung gab Anlass zu einer Ortsbesichtigung am 24.05. 2002 durch E. Först, P. Schmitz und W. Scherf unter Anwesenheit von Herrn Hübner.\n\nDabei wurde festgestellt, dass ein 400 m langer und ca. 12 m breiter Streifen entlang des Sandtorkais von Zollamt-Niederbaum in Richtung \"Brooktor\" abgebaggert worden war. Auf ca. 300 m in östliche Richtung war die alte Sandtor-Kaimauer bereits abgebrochen, sodass die hölzerne Unterkonstruktion der Kaimauer an einigen Stellen im Uferbereich sichtbar war. Der gesamte Böschungsbereich war durch die aufgelaufene Flut zu diesem Zeitpunkt bereits mit Schwemmmaterial bedeckt, dass fundrelevante Schichten nicht mehr auszumachen waren.\nDaher entschloss man sich, in einem geeigneten Bereich der Böschung einen Kontrollschnitt anzulegen, was am 27. und 28.05. durch W. Scherf und P. Schmitz realisiert wurde. \n\nEs wurde ein 6 x 1 m großer Profilschnitt A südöstlich des Zollamtes Niederbaum in die Böschung zum Sandtorkai gegraben. Dabei wurden u.a. zwei Schichtpakete freigelegt, aus denen wohl auch die Funde des Herrn Hübner stammten. P. Schmitz sammelte ebenfalls Funde.\n\nIm Vorfeld der Bebauung des Sandtorkais mit acht neuen Gebäude wurde eine archäologische Ausgrabung notwendig, die als baubegleitende Maßnahme vom 20.05. bis zum 04.11. 2003 auf einer Fläche von 11.550 m² durchgeführt wurde.\nInsgesamt war die untersuchte Fläche 385 m lang und 30 m breit.\nEs wurden Befunde dreier Zeitstellungen angetroffen, nämlich solche der Stadtbefestigung des 16. und 17. Jh., Befunde des Hafenbaus aus dem 19. Jh. sowie neuere Baubefunde des 20. Jh.\n\nDie Stadtbefestigung wurde zunächst in Form rechteckiger Eichenpfähle von 20 x 26 cm Größe angetroffen, die durch Eichenbohlen miteinander verbunden waren und jeweils drei SO-NW-verlaufende Reihen ergaben. 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In den umliegenden profilen war jedoch eine große Anzahl weiterer Hölzer erkennbar.\nDie Befunde wurden generell in großflächigen Klei-Sand-Auffüllschichten angetroffen - ein als Befund 1 bezeichneter Teilbereich der Verfüllung war auffällig stark mit Tierknochen, Keramik, Lederresten und organischen Bestandteilen durchmischt.\n\nDer zweite Befundkomplex, der dem Hafenausbau zuzuschreiben ist, wurde zuerst in Form von den Baggerarbeiten beseitigter Betonsockel angetroffen, die ehemals eine Stützkonstruktion aus Metall getragen haben. Es wurden jeweils eine Reihe Betonsockel auf der Nordseite der Baugrube zwischen Kehrwiedersteg und Auf dem Sande sowie auf der Kaimauerseite freigelegt, bei letzterer betrug der Abstand zwischen den Sockeln ca. 17 m. Zwischen den Reihen befanden sich zwei Ziegelmauern in einem Abstand von 10 m zueinander, die von W nach O alle Baufelder durchliefen. Beide Mauern verbreiterten sich stufig im Fußbereich. Die nördliche Mauer 1 war auf einer Ziegelstickung gegründet, die südliche Mauer 2 lediglich auf das Erdreich aufgesetzt. Holzgründungen existierten nicht. Es handelt sich dabei um Schuppenmauern der Hafenschuppen, die 1865 als erste Bauten am Sandtorkai errichtet worden waren. Beide Mauern waren aufgrund der Bodenverhältnisse durch eiserne Zuganker verbunden. In einem Fall konnte auch eine Verankerung an einem Kiefernpfahl der Reihe von 1655\/56 festgestellt werden.\nVon der Baufläche wurden außerdem die ehemaligen Schuppenstandorte der Schuppen 2 bis 5 tangiert - die sürdlichen Betonfundamente sind der ersten Hafenbauphase zuzuschreiben, die nördlichen dagegen gehören zu Teilen des Neubaus der Schuppen 2 und 3 von 1912. Die Ziegelmauern fanden hierbei keine Verwendung mehr, blieben aber unterhalb des Schuppenbodens erhalten. Schuppen 4 und 5 behielten ihre ursprüngliche Form bis zum Zweiten Weltkrieg, wurden jedoch durch Bombenangriffe zerstört. Beim Wiederaufbau behielt man die alten grundrissabmessungen bei, baute aber mit Betonpfählen und Betonfertigbauteilen (die Ziegelmauern blieben im Boden erhalten).\nOffenbar wurden jedoch die im Süden vorhanden gewesenen Betonsockel, außerdem waren an der nördlichen Mauer im Bereich der Schuppen 4 und 5 deutliche Verschiebungen zu erkennen.\nWeitere Befunde des hafenbaus sind die Verankerungen der Kaikosntruktion durch Zuganker. Es handelt sich um eine Reihe kieferner Ankerpfähle, die sich über die gesamte Baufläche von W nach O hinzog und ca. 7 m nördlich der Kaimauer verlief. Die Pfähle waren im Abstand von 1,4 bis 2 m gesetzt und wiesen einen Dm von 30 bis 45 cm auf. Die Höher der Oberkante  lag ca. 2 m üNN. Jedoch konnten nicht alle Pfähle aufgedeckt werden, außerdem bestanden zwischen einzelnen Pfählen Versprünge, sodass die Konstruktion nicht als regelmäßig zu bezeichnen ist. Auf der Landseite wurden die Ankerpfähle an ein Gurtholz genagelt, durch welches die eiserne Ankerstange geführt wurde. Die Ankerstangen selbst waren ca. 8,6 m lang und wurden vor den wasserseitigen Vorsetzenpfählen und den landseitigen Ankerpfählen mit Eisenplatten verschraubt.\nGurthölzer sind jedoch nicht überall verwendet worden, stattdessen wurden im Bereich des Sandtorkais zwischen den Straßen Auf dem Sand und dem Kibbelsteg Pfähle angetroffen, die zu den senkrechten Pfählen zum hafenbecken spitzwinklig eingerammt worden waren. Diese Schrägpfähle waren durch einen massiven Eisenring verbunden. In der Region des Schuppens 4 waren außerdem eiserne \"Schienen\" anstelle von Gurthölzern zur Befestigung der Ankerstangen verwendet worden. Schuppen 5 dagegen wies wieder Gurthölzer auf.\n\nIm östlichsten Abschnitt der Baugrube konnte noch ein Rest der Kaimauer von 1879\/80 freigelegt werden. Die Kaimauer bestand aus Ziegelmauerwerk und ruhte auf einem verholmten Pfahlrost. Zum Wasser hin war sie mit Mauerwerk verblendet.\n\nZum Befundkomplex mit Baustrukturen des 20. Jh. zählen die bereits erwähnten Schuppenumbauten 2 und 3 von 1912 sowie der Wiederaufbau von Schuppen 4 und 5 um 1951. Davon wurden jeweils Betonrammpfähle angetroffen.\nUnmittelbar an der südlichen Ziegelmauer von Schuppen 4 befand sich eine 40 x 40 cm große Brandschicht, die große Mengen textilreste enthielt. Evtl. handelt es sich hier um Reste kriegsbedingten Brandschutts.\nAußerdem fand sich südwestlich der Straßenmündung Auf dem Sande die Bodenplatte eines Röhrenbunkers mit noch ca. 50 cm hoch erhaltenen Wänden, der wohl Anfang der 1940er Jahre hier errichtet worden war. Der Rest des Bunkers war 13 m lang und 5,8 m breit und besaß eine Wandstärke von 80 cm. Östlich davon wurden weitere massive, ca. 60 cm breite Betonwände freigelegt, die ebenfalls einen Bunker vermuten ließen. Zwischen den betonwänden waren allerdings mehrere Ziegelmauern verbaut. es ließ sich nicht feststellen, ob hier ein Bunkerkomplex oder mehrere einzelne Bunker vorlagen. Die zweite Anlage konnte außerdem nicht vollständig aufgedeckt werden.\nDie jüngsten Baubefunde liegen in Form von Betongründungspfählen der 2002 abgerissenen Zollstation gegenüber der Einmündung des Kehrwiedersteges vor.\nEin im östlichen Baubereich angetroffener \"Kanal\", der mit einer Betondecke verschlossen war und parallel zur Kaimauer von 1879\/80 verlief, bleibt ohne Deutung, da zu ihm keine historischen Karten o.Ä. existieren.\n\nim Zuge der Ausgrabungsarbeiten wurden außerdem Bohrsondagen durchgeführt, die verschiedenste Kleischichten ergaben.\n\nDas sehr umfangreich geborgene Fundmaterial aus den Verfüllungsschichten der Stadtbefestigung  stammt aus der Zeit zwischen 1575 und 1650 und war im Zuge der Müllbeseitigung in den Wallkörper eingebracht worden. Besonders bemerkenswert ist das Spektrum der keramischen Reste, das sowohl einheimische wie auch importierte Haushaltswaren umfasst. Zu letzteren gehören Irdenwaren und Steinzeuge deutscher Provenienz sowie Fayence und Porzellan, wobei gerade die Fayencen Handelsbeziehungen in die Niederlande sowie nach Italien, Spanien und Portugal aufzeigen. Chinesisches Porzellan ist ebenfalls im Fundmaterial vertreten, außerdem portugiesische Ölamphoren. Die Funde verdeutlichen die Handelsbeziehungen der Hamburger Ober- und Mittelschichten des 16. und 17. Jh. besonders protugiesische Fayencen sind, u.a. als Imitationen teuren chinesischen Porzellans, in großer Menge verhandelt worden. Ihre Beschaffung ist im Zusammenhang mit den aus Portugal vertriebenen und in Hamburg angesiedelten portugiesischen Juden (Sefarden) zu sehen.\nAußerdem gefunden wurden zahlreiche Metallobjekte, Tierknochen und Lederreste, darunter u.a. ein Damenpantoffel aus der Zeit um 1650.\n\nAufgrund des umfangreichen und bedeutsamen Fundmaterials sowie des Aufsehens, dass die Arbeiten zusammen mit dem Bauprojekt HafenCity in der Presse bzw. der Öffentlichkeit hervorriefen, wurde eine Sonderausstellung des HMA im Kesselhaus der HafenCity vom 01. bis zum 27.02. 2005 realisiert.",
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     "beschreibung" : "2002-9\n\nVom 27.08. bis zum 19.09.2002 erfolgten baubegleitende Untersuchungen zu Fundamentierungsarbeiten für einen Neubau durch W. Scherf und M. Altun; Im südwestlichen Bereich der Baugrube waren in einem ca. 50 x 40 cm großen Abschnitt Ziegelsteine einer Mauer im Klosterformat (Maße 30 x 16 x 8 cm) freigelegt worden; Aus dem Abraum der Baggerarbeiten wurden zahlreiche Funde geborgen, darunter Lederreste, Daubengefäßfragmente und einzelne Keramikscherben; Unter letzteren sind besonders zwei grün glasierte und verzierte Scherben flämischer Importkeramik des 12. und 13. Jh. zu erwähnen; Die Funde stammen aus einer dunkelbraunen Dungschicht, die sehr viel Holzreste und Tierknochen enthielt und etwa zwischen 0,7 und 1,0 m ü. NN anzutreffen war; Im Baustellenbereich wurden außerdem mehrere Bohrungen vorgenommen; In ca. 2 m Abstand zum Ostprofil legte der Bagger eine Holzbohle freir; Ihre Maße konnten nicht bestimmt werden, jedoch wurde eine Probe für die dendrochronologische Datierung entnommen, die ein Fälldatum um oder nach 1189 ergab; Es konnten an mehreren Stellen Profile dokumentiert werden, die Dungschichten zeigten; Beim Putzen des Westprofils wurden Pfahlgründungen aus runden Pfählen sichtbar, auf denen eine Ziegelmauer auflag; Stratigrafisch älter sind viereckige Gründungspfähle, die offenbar zu einem Vorgängerbau gehörten; Es wurde jeweils eine Probe zur dendrochronologischen bestimmung entnommen; Für die runden Pfähle (Kiefer) ergab sich somit ein Fälldatum im Sommer 1822, für die viereckigen Eichenpfähle dagegen ein Fälldatum um oder nach 1256; Im Westprofil konnten außerdem mehrere Ziegelmauern bzw. Ziegelsockel erkannt werden; Das Fundmaterial umfasst 133 Fundstücke, darunter graue Irdenware, hochverzierte glasierte rote Irdenware, glasierte graue Irdenware, Siegburger Steinzeug, braunes Faststeinzeug, blauweiße Fayencefliesen Delfter Art, diverse Knochen, Hohlglasfragmente, Baukeramik unterschiedlicher Ausführung, Porzellan, Holzreste (darunter auch Gefäßreste), Ofenkacheln, Schlacke, Muscheln, Haselnussschalen, verschieden glasierte Fliesen, Metallobjekte und Lederreste; Vorhanden sind ein Bericht und Pläne.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2002_9_Altstadt_133_OA_2.\n\n\n",
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     "beschreibung" : "Vom 27.08. bis zum 19.09. 2002 erfolgten baubegleitende Untersuchungen zu Fundamentierungsarbeiten für einen Neubau durch W. Scherf und M. Altun.\nAm 26.08. war dem HMA telefonisch über den Fund eines Ziegelpflasters auf einer Baustelle in der Brandstwiete informiert worden. Die vor Ort durchgeführten Fundamentierungsarbeiten umfassten das Setzen von Stahlbetonstützen mit einem Großbohrer sowie das Ausbaggern bestimmter Bereich und Betongießen.\nIm südwestlichen Bereich der Baugrube, direkt vor dem Westprofil, waren in einem ca. 50 x 40 cm großen Abschnitt Ziegelsteine im Klosterformat (Maße 30 x 16 x 8 cm) freigelegt worden. Beim Dokumentieren zeigte sich, dass die Ziegelsetzung in einem Knick nach Süden zog und letztlich nach Osten abbog. Demzufolge handelte es sich nicht um ein Pflaster, sondern um einen Mauerzug. Danach befragt gaben die Arbeiter an, dass die Mauer ursprünglich auch am nördlichen Ende eine Fortsetzung von ca. 2 m Länge nach Osten gehabt hatte, hier war jedoch bereits der Befund zerstört und Beton eingegossen worden.\nBeidseitig der Ziegel wurden Reste von Hölzern festgestellt, im Innenwinkel der nach O abknickende Mauer außerdem ein Holzpfosten. Die Mauer konnte nicht bis auf ihre Sohle freigelegt werden, da nach dem Freilegen von sechs Ziegellagen ein massiver Wassereinbruch zu befürchten war.\n\nAus dem Abraum der Baggerarbeiten wurden zahlreiche Funde geborgen, darunter Lederreste, Daubengefäßfragmente und einzelne Keramikscherben. Unter letzteren sind besonders zwei grün glasierte und verzierte Scherben flämischer Importkeramik des 12. und 13. Jh. zu erwähnen.\nDie Funde stammen aus einer dunkelbraunen Dungschicht, die sehr viel Holzreste und Tierknochen enthielt und etwa zwischen 0,7 und 1,0 m üNN anzutreffen war.\nEs wurden kontinuierlich weitere Funde aus dem Abraum gesammelt, dabei fielen besonders die massiv auftretenden Tierknochen auf.\n\n\nIm südlichen Teil der Baustelle wurden außerdem vier Bohrungen durchgeführt - nur Bohrung 1 wurde auf 4 m abgeteuft, bei den übrigen wurde bereits nach 2 m der anstehende Klei erreicht.\nAcht weitere Bohrungen wurden ebenfalls nur 2 m tief abgebohrt, mit demselben Ergebnis. Insgesamt wurden 18 Bohrungen abgeteuft. Allerdings wurde bei den Bohrungen 15 bis 18 festgestellt, dass sich im Westteil der Grube ein ca. 8 m breiter Streifen von Süd nach Nord zog, der bis in eine unbekannte Tiefe mit Bauschutt aufgefüllt ist.\n\nIn ca. 2 m Abstand zum Ostprofil legte der Bagger eine Holzbohle frei, die zwischen zwei Betonpfählen eingeklemmt und leicht deformiert war. Ihre Maße konnten nicht bestimmt werden, jedoch wurde eine Probe für die dendrochronologische Datierung entnommen, die ein Fälldatum um oder nach 1189 ergab.\n\nAn der Südwand der Baugrube konnte bei Anlage eines Fahrstuhlschachtes eine deutliche Schichtenabfolge erkannt werden. Das Nordprofil konnte ebenfalls dokumentiert werden, hier zeichneten sich neben den deutlichen Schichten auch weitere Baubefunde ab - es handelte sich um mehrere Pfostensetzungen sowie dünne Schichten graugrünen Lehms (Fußböden?).\nDie Profile konnten aufgrund der fortschreitenden Bauarbeiten nur streckenweise dokumentiert und nicht umfangreich untesucht werden. Am unteren Rand des Nordprofils wurde beim Putzen ein Spielstein aus Bein mit Kreisaugenverzierung geborgen, der stark beschädigt war.\nIm Zuge der Arbeiten konnten noch an mehreren Stellen die bereits zutage getretenen Dung- und Lehmschichten beobachtet werden, dabei enthielt besonders die Dungschicht zahlreiche Keramikfragmente. Beim Ausheben eines weiteren Fahrstuhlschachtes wurde eine weitere, sehr fundreiche Dungschicht angeschnitten, die u.a. Lederreste enthielt.\nBeim Putzen des Westprofils wurden Pfahlgründungen aus runden Pfählen sichtbar, auf denen eine Ziegelmauer auflag. Stratigrafisch älter sind viereckige Gründungspfähle, die offenbar zu einem Vorgängerbau gehörten. Es wurde jeweils eine Probe zur dendrochronologischen bestimmung entnommen. Für die runden Pfähle (Kiefer) ergab sich somit ein Fälldatum im Sommer 1822, für die viereckigen Eichepfähle dagegen ein Fälldatum um oder nach 1256.\nIm Westprofil konnten außerdem mehrere Ziegelmauern bzw. Ziegelsockel erkannt werden, die durch Ziegelbögen mit einer Spannweite von ca. 3,2 m untereinander verbunden waren. Unterhalb des südlichsten Ziegelbogens war zunächst eine nur ca. 2 cm starke brandschicht zu sehen,d arunter folgte eine ca. 40 cm starke graue Lehmschicht mit Holzkohlepartikeln. Am unteren Profilrand trat eine weitere Dungschicht zutage, diese zog zusammen mit der Lehmschicht unter dem mittleren Ziegelbogen etwas nach oben, was auf einen ehemaligen Geländeanstieg hindeutet. Der nach Norden anschließende Bogen war mittig durch eine rezente Mauer zerstört.\nAus dem Westprofil wurden ein Ziegelstein entnommen und ein Spinnwirtel geborgen.\nBeim Abräumen eines zunäcsht stehen gelassenen Erdsockels wurde eine S-N-verlaufende Pfahlsetzung aus viereckigen Holzpfählen freigelegt, die wohl ebenfalls zur älteren Vorgängerbebauung gehörte.\n\nDas Fundmaterial umfasst 133 Fundstücke, darunter graue Irdenware, hochverzierte glasierte rote Irdenware, glasierte graue Irdenware, Siegburger Steinzeug, braunes Faststeinzeug, blauweiße Fayencefliesen Delfter Art, diverse Knochen, Hohlglasfragmente, Baukeramik unterschiedlicher Ausführung, Porzellan, Holzreste (darunter auch Gefäßreste), Ofenkacheln, Schlacke, Muscheln, Haselnusschalen, verschieden glasierte Fliesen, Metallobjekte und Lederreste.\n\n\n",
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     "beschreibung" : "Vom 27.08. bis zum 19.09.2002 erfolgten baubegleitende Untersuchungen zu Fundamentierungsarbeiten für einen Neubau durch W. Scherf und M. Altun.\nAm 26.08. war dem HMA telefonisch über den Fund eines Ziegelpflasters auf einer Baustelle in der Brandstwiete informiert worden. Die vor Ort durchgeführten Fundamentierungsarbeiten umfassten das Setzen von Stahlbetonstützen mit einem Großbohrer sowie das Ausbaggern bestimmter Bereich und Betongießen.\nIm südwestlichen Bereich der Baugrube, direkt vor dem Westprofil, waren in einem ca. 50 x 40 cm großen Abschnitt Ziegelsteine im Klosterformat (Maße 30 x 16 x 8 cm) freigelegt worden. Beim Dokumentieren zeigte sich, dass die Ziegelsetzung in einem Knick nach Süden zog und letztlich nach Osten abbog. Demzufolge handelte es sich nicht um ein Pflaster, sondern um einen Mauerzug. Danach befragt, gaben die Arbeiter an, dass die Mauer ursprünglich auch am nördlichen Ende eine Fortsetzung von ca. 2 m Länge nach Osten gehabt hatte. Hier war jedoch bereits der Befund zerstört und Beton eingegossen worden.\nBeidseitig der Ziegel wurden Reste von Hölzern festgestellt, im Innenwinkel der nach Osten abknickenden Mauer außerdem ein Holzpfosten. Die Mauer konnte nicht bis auf ihre Sohle freigelegt werden, da nach dem Freilegen von sechs Ziegellagen ein massiver Wassereinbruch zu befürchten war.\n\nAus dem Abraum der Baggerarbeiten wurden zahlreiche Funde geborgen, darunter Lederreste, Daubengefäßfragmente und einzelne Keramikscherben. Unter letzteren sind besonders zwei grün glasierte und verzierte Scherben flämischer Importkeramik des 12. und 13. Jh. zu erwähnen.\nDie Funde stammen aus einer dunkelbraunen Dungschicht, die sehr viel Holzreste und Tierknochen enthielt und etwa zwischen 0,7 und 1,0 m ü. NN anzutreffen war.\nEs wurden kontinuierlich weitere Funde aus dem Abraum gesammelt, dabei fielen besonders die massiv auftretenden Tierknochen auf.\n\nIm südlichen Teil der Baustelle wurden außerdem vier Bohrungen durchgeführt. Nur Bohrung 1 wurde auf 4 m abgeteuft. Bei den übrigen wurde bereits nach 2 m der anstehende Klei erreicht.\nAcht weitere Bohrungen wurden ebenfalls nur 2 m tief abgebohrt, mit demselben Ergebnis. Insgesamt wurden 18 Bohrungen abgeteuft. Allerdings wurde bei den Bohrungen 15 bis 18 festgestellt, dass sich im Westteil der Grube ein ca. 8 m breiter Streifen von Süd nach Nord zog, der bis in eine unbekannte Tiefe mit Bauschutt aufgefüllt ist.\n\nIn ca. 2 m Abstand zum Ostprofil legte der Bagger eine Holzbohle frei, die zwischen zwei Betonpfählen eingeklemmt und leicht deformiert war. Ihre Maße konnten nicht bestimmt werden, jedoch wurde eine Probe für die dendrochronologische Datierung entnommen, die ein Fälldatum um oder nach 1189 ergab.\n\nAn der Südwand der Baugrube konnte bei Anlage eines Fahrstuhlschachtes eine deutliche Schichtenabfolge erkannt werden. Das Nordprofil konnte ebenfalls dokumentiert werden, hier zeichneten sich neben den deutlichen Schichten auch weitere Baubefunde ab. Es handelte sich um mehrere Pfostensetzungen sowie dünne Schichten graugrünen Lehms (Fußböden?).\nDie Profile konnten aufgrund der fortschreitenden Bauarbeiten nur streckenweise dokumentiert und nicht umfangreich untersucht werden. Am unteren Rand des Nordprofils wurde beim Putzen ein Spielstein aus Bein mit Kreisaugenverzierung geborgen, der stark beschädigt war.\nIm Zuge der Arbeiten konnten noch an mehreren Stellen die bereits zutage getretenen Dung- und Lehmschichten beobachtet werden, dabei enthielt besonders die Dungschicht zahlreiche Keramikfragmente. Beim Ausheben eines weiteren Fahrstuhlschachtes wurde eine weitere, sehr fundreiche Dungschicht angeschnitten, die u.a. Lederreste enthielt.\nBeim Putzen des Westprofils wurden Pfahlgründungen aus runden Pfählen sichtbar, auf denen eine Ziegelmauer auflag. Stratigrafisch älter sind viereckige Gründungspfähle, die offenbar zu einem Vorgängerbau gehörten. Es wurde jeweils eine Probe zur dendrochronologischen bestimmung entnommen. Für die runden Pfähle (Kiefer) ergab sich somit ein Fälldatum im Sommer 1822, für die viereckigen Eichenpfähle dagegen ein Fälldatum um oder nach 1256.\nIm Westprofil konnten außerdem mehrere Ziegelmauern bzw. Ziegelsockel erkannt werden, die durch Ziegelbögen mit einer Spannweite von ca. 3,2 m untereinander verbunden waren. Unterhalb des südlichsten Ziegelbogens war zunächst eine nur ca. 2 cm starke Brandschicht zu sehen. Darunter folgte eine ca. 40 cm starke graue Lehmschicht mit Holzkohlepartikeln. Am unteren Profilrand trat eine weitere Dungschicht zutage. Diese zog zusammen mit der Lehmschicht unter dem mittleren Ziegelbogen etwas nach oben, was auf einen ehemaligen Geländeanstieg hindeutet. Der nach Norden anschließende Bogen war mittig durch eine rezente Mauer zerstört.\nAus dem Westprofil wurden ein Ziegelstein entnommen und ein Spinnwirtel geborgen.\nBeim Abräumen eines zunächst stehen gelassenen Erdsockels wurde eine S-N-verlaufende Pfahlsetzung aus viereckigen Holzpfählen freigelegt, die wohl ebenfalls zur älteren Vorgängerbebauung gehörte.\n\nDas Fundmaterial umfasst 133 Fundstücke, darunter graue Irdenware, hochverzierte glasierte rote Irdenware, glasierte graue Irdenware, Siegburger Steinzeug, braunes Faststeinzeug, blauweiße Fayencefliesen Delfter Art, diverse Knochen, Hohlglasfragmente, Baukeramik unterschiedlicher Ausführung, Porzellan, Holzreste (darunter auch Gefäßreste), Ofenkacheln, Schlacke, Muscheln, Haselnusschalen, verschieden glasierte Fliesen, Metallobjekte und Lederreste.\n\n\n",
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     "beschreibung" : "2003-22\n\nAm 01.07. 2003 begingen P. Schmitz und W. Scherf die Baufläche des bereits abgerissenen Speichers Block O aus den 50er Jahren) und machten keramische Lesefunde; Vom 11.08. bis zum 14.08. desselben Jahres wurde eine Baustellenüberwachung bei der Anlage zweier Baggeraufschlüsse (A und B) durchgeführt; Aufschluss A wurde auf - 1,8 m üNN abgetieft; Die freigelegten Gründungspfähle waren hervorragend erhalten; Geborgen werden konnten größere Menge Kermikfragmente, u.a. vom Grund des Aufschlusses,  die offensichtlich nach dem Setzen der Gründungspfähle mit einer Verfüllungsschicht aus dunkelbraunem Klei eingebracht worden waren; Unter der Verfüllung folgt steriler grauschwarzer Klei, der von ersterer über eine wohl als Laufhorizont eingebrachte Schicht Ziegelschutt getrennt wird; In Aufschluss verhinderte nachrutschender Klei weitere Einblicke; Bericht ist vorhanden außerdem ein Übersichtsplan.\n\n2004-14\n\nVom 26.01. bis zum 11.02. 2004 wurden zusätzlich die Statikprüfungen an den Gründungspfählen überwacht; Aufschluss A wurde hierzu erneut geöffnet, dabei wurden eine größere Menge Keramik und ein Holzlöffel geborgen; Es wurden außerdem die zusätzlichen Aufschlüsse C (-0,29 m üNN) und D (-0,89 m üNN) angelegt, aus deren Abraum ebenfalls Keramikfragmente geborgen werden konnten, allerdings in weit geringerer Anzahl; Das Fundmaterial umfasst u.a. Tonpfeifenreste, Fayencen Delfter Art, glasierte und unglasierte rote, gelbe und weiße Irdenware, graue Irdenware (Jütepötte), verschiedene Ofenkacheln und Bodenfliesen, Braunes Steinzeug, Siegburger Steinzeug, rot engobiertes Faststeinzeug,  Hohlglas, Porzellan und Baukeramik; Bericht ist vorhanden außerdem ein Übersichtsplan.\n\nKartierung anhand der Lagepläne 2003_22_Altstadt_134_1 und 2003_22_Altstadt_134_2.\n",
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     "beschreibung" : "2003-22\n\nAm 01.07. 2003 begingen P. Schmitz und W. Scherf die Baufläche des bereits abgerissenen Speichers Block O aus den 50er Jahren) und machten keramische Lesefunde; Vom 11.08. bis zum 14.08. desselben Jahres wurde eine Baustellenüberwachung bei der Anlage zweier Baggeraufschlüsse (A und B) durchgeführt; Aufschluss A wurde auf - 1,8 m üNN abgetieft; Die freigelegten Gründungspfähle waren hervorragend erhalten; Geborgen werden konnten größere Menge Kermikfragmente, u.a. vom Grund des Aufschlusses,  die offensichtlich nach dem Setzen der Gründungspfähle mit einer Verfüllungsschicht aus dunkelbraunem Klei eingebracht worden waren; Unter der Verfüllung folgt steriler grauschwarzer Klei, der von ersterer über eine wohl als Laufhorizont eingebrachte Schicht Ziegelschutt getrennt wird; In Aufschluss verhinderte nachrutschender Klei weitere Einblicke; Bericht ist vorhanden außerdem ein Übersichtsplan.\n\n2004-14\n\nVom 26.01. bis zum 11.02. 2004 wurden zusätzlich die Statikprüfungen an den Gründungspfählen überwacht; Aufschluss A wurde hierzu erneut geöffnet, dabei wurden eine größere Menge Keramik und ein Holzlöffel geborgen; Es wurden außerdem die zusätzlichen Aufschlüsse C (-0,29 m üNN) und D (-0,89 m üNN) angelegt, aus deren Abraum ebenfalls Keramikfragmente geborgen werden konnten, allerdings in weit geringerer Anzahl; Das Fundmaterial umfasst u.a. Tonpfeifenreste, Fayencen Delfter Art, glasierte und unglasierte rote, gelbe und weiße Irdenware, graue Irdenware (Jütepötte), verschiedene Ofenkacheln und Bodenfliesen, Braunes Steinzeug, Siegburger Steinzeug, rot engobiertes Faststeinzeug,  Hohlglas, Porzellan und Baukeramik; Bericht ist vorhanden außerdem ein Übersichtsplan.\n\nKartierung anhand der Lagepläne 2003_22_Altstadt_134_1 und 2003_22_Altstadt_134_2.\n",
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     "beschreibung" : "Am 01.07. 2003 begingen P. Schmitz und W. Scherf die Baufläche des bereits abgerissenen Speichers Block O 8aus den 50er Jahren) und machten keramische Lesefunde.\n\nVom 11.08. bis zum 14.08. desselben Jahres wurde eine Baustellenüberwachung bei der Anlage zweier Baggeraufschlüsse (A und B) durchgeführt. Die Aufschlüsse sollten Klarheit über den zustand der Gründungspfähle von 1885-1889 bringen, auf denen beide bisher dort befindliche Speichergebäude errichtet worden waren. Es sollte sich den Auskünften der Bauleitung zufolge um aus Kanada importierte Kiefernstämme handeln.\nAufschluss A wurde auf - 1,8 m üNN abgetieft. Die friegelegten Gründungspfähle waren hervorragend erhalten. Während der Ausbaggerung konnte eine größere Menge Kermikfragmente, u.a. vom Grund des Aufschlusses, geborgen werden, die offensichtlich nach dem Setzen der Gründungspfähle mit einer Verfüllungsschicht aus dunkelbraunem Klei eingebracht worden waren. Untr der Verfüllung folgt steriler grauschwarzer Klei, der von ersterer über eine wohl als Laufhorizont eignebrachte Schicht Ziegelschutt getrennt wird.\nAufschluss B wurde zwischen der eigentlichen Speichermauer und der Kaimauer auf -0,84 m abgetieft. Nachrutschender Klei verhinderte hier jedoch weitere Einblicke.\n\nVom 26.01. bis zum 11.02. 2004 wurden zusätzlich die Statikprüfungen an den Gründungspfählen überwacht. Aufschluss A wurde hierzu erneut geöffnet, dabei wurden eine größere Menge Keramik und ein Holzlöffel aus dem Abraum geborgen. Eine geringere Menge Scherben stammt von der Sohle des Aufschlusses bei -0,79 m üNN.\nEs wurden außerdem die zusätzlichen Aufschlüsse C (-0,29 m üNN) und D (-0,89 m üNN) angelegt, um mehrere Gründungspfähle für eine Druckprüfung freizulegen. Aus dem Abraum konnten ebenfalls Keramikfragmente geborgen werden, allerdings in weit geringerer Anzahl, was evtl. mit einer Bombenzestörung des Speichers im WK II  zusammenhängt. Die Bombe zerschlug demnach den Bereich um Aufschluss D, was umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen beim Wiederaufbau in den 50er Jahren erforderte. Offenbar verfüllte man diesen Bereich neu und zog stellenweise Stützkonstruktionen aus Beton ein.\n\nDas Fundmaterial umfasst u.a. Tonpfeifenreste, Fayencen Delfter Art, glasierte und unglasierte rote, gelbe und weiße Irdenware, graue Irdenware (Jütepötte), verschiedene Ofenkacheln und Bodenfliesen, Braunes Steinzeug, Siegburger Steinzeug, rot engobiertes Faststeinzeug,  Hohlglas, Porzellan und Baukeramik.\n",
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     "beschreibung" : "2002-110\n\nMehrere Fotos aus dem betroffenen Bereich; nähere Angaben sind nicht vorhanden.\n\n2203-23\n\nIm Vorfeld der Bebauungspläne für die \"HafenCity\" Begehung des Geländes am Südrand des Dalmannkais durch P. Schmitz und W. Scherf am 27.06. und 23.09. 2003;\nDabei wurden Ziegelsubstruktionen der Kaianlagen bemerkt, die bei Niedrigwasser in Form mehrerer Ziegelbögen beobachtet und fotografiert werden konnten, in deren Gewölben ca. 4 m hinter der Front ein massiver Bohlenverbau der Kaianlage befindlich war; Im westlichen Bereich befanden sich über den Ziegelbögen noch wenige Reste aufgehenden Mauerwerkes; Während der Begehung konnten wenige, offenbar angespülte Fragmente neuzeitlicher Keramik und Tonpfeifenbruchstücke gesammelt werden; Die Ziegelmauern wurden als Substruktion der Kaimauer sowie der Hafenschuppen 13 und 14 identifiziert, die nach der Anlage des Grasbrookhafens und Einfassung desselben 1873-75 mit einer massiven Kaimauer errichtet worden sind; Beides wurde im 2. Weltkrieg vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut.\n\n2004-55\n\nAm 28.01. 2004 überwachten P. Schmitz und W. Scherf erste Baggerabreiten im östlichen Teil des Dalmannkais; Dabei wurde entlang der Kaimauer von 1873\/75 ein ca. 3 m breiter und 2,5 m tiefer Graben ausgehoben; Als Lesefund Bergung des Fragments einer Delfter Fliese.\n\n2006-3\n\nLesefunde, in erster Linie neuzeitliche Keramik (Steinzeug, Fayence, Irdenware), außerdem Tonpfeifenfragmente, Eisen und Glas; In der OA keine weiteren Informationen zu den Fundumständen.\n\n2006-14\n\nLesefunde durch T. Günther; Keramikscherben, Ofenkacheln, Tonpfeifen.\n\n2006-26\n\nLesefund eines Fayencekachelfragments; genauere Informationen fehlen.\n\n2007-20\n\nLesefunde durch T. Marr; neuzeitliche Keramik, Ofenkacheln, Eisenkrampen.\n\n2007-22\n\nLesefunde durch T. Marr; neuzeitliche Keramik.\n\n2007-23\n\nLesefunde durch T. Marr; neuzeitliche Keramik.\n\n2008-18\n\nLesefunde durch Jacques Cappelmann; gemacht im Jahr 2005; 2008 an das AMH übergeben; überwiegend neuzeitliche Keramik, außerdem Ofenkacheln, Pfeifenfragmente Glas.\n\n2009-163\n\nLesefunde durch das Ehepaar Beate und Michael Bera; Das AMH erfuhr hiervon durch die HafenCity Hamburg GmbH, da das Ehepaar dort eine Ausstellung der Funde vorgeschlagen hatte; Eine Meldung der Funde beim AMH scheint bis heute nicht erfolgt zu sein; Die Aufsammlung erfolgte offenbar zwischen 2003 und 2008.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2009_163_Altstadt_135_OA_3.",
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     "beschreibung" : "2002-110\n\nMehrere Fotos aus dem betroffenen Bereich; nähere Angaben sind nicht vorhanden.\n\n2003-23\n\nIm Vorfeld der Bebauungspläne für die \"HafenCity\" Begehung des Geländes am Südrand des Dalmannkais durch P. Schmitz und W. Scherf am 27.06. und 23.09. 2003;\nDabei wurden Ziegelsubstruktionen der Kaianlagen bemerkt, die bei Niedrigwasser in Form mehrerer Ziegelbögen beobachtet und fotografiert werden konnten, in deren Gewölben ca. 4 m hinter der Front ein massiver Bohlenverbau der Kaianlage befindlich war; Im westlichen Bereich befanden sich über den Ziegelbögen noch wenige Reste aufgehenden Mauerwerkes; Während der Begehung konnten wenige, offenbar angespülte Fragmente neuzeitlicher Keramik und Tonpfeifenbruchstücke gesammelt werden; Die Ziegelmauern wurden als Substruktion der Kaimauer sowie der Hafenschuppen 13 und 14 identifiziert, die nach der Anlage des Grasbrookhafens und Einfassung desselben 1873-75 mit einer massiven Kaimauer errichtet worden sind; Beides wurde im 2. Weltkrieg vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut.\n\n2004-55\n\nAm 28.01. 2004 überwachten P. Schmitz und W. Scherf erste Baggerabreiten im östlichen Teil des Dalmannkais; Dabei wurde entlang der Kaimauer von 1873\/75 ein ca. 3 m breiter und 2,5 m tiefer Graben ausgehoben; Als Lesefund Bergung des Fragments einer Delfter Fliese.\n\n2006-3\n\nLesefunde, in erster Linie neuzeitliche Keramik (Steinzeug, Fayence, Irdenware), außerdem Tonpfeifenfragmente, Eisen und Glas; In der OA keine weiteren Informationen zu den Fundumständen.\n\n2006-14\n\nLesefunde durch T. Günther; Keramikscherben, Ofenkacheln, Tonpfeifen.\n\n2006-26\n\nLesefund eines Fayencekachelfragments; genauere Informationen fehlen.\n\n2007-20\n\nLesefunde durch T. Marr; neuzeitliche Keramik, Ofenkacheln, Eisenkrampen.\n\n2007-22\n\nLesefunde durch T. Marr; neuzeitliche Keramik.\n\n2007-23\n\nLesefunde durch T. Marr; neuzeitliche Keramik.\n\n2008-18\n\nLesefunde durch Jacques Cappelmann; gemacht im Jahr 2005; 2008 an das AMH übergeben; überwiegend neuzeitliche Keramik, außerdem Ofenkacheln, Pfeifenfragmente Glas.\n\n2009-163\n\nLesefunde durch das Ehepaar Beate und Michael Bera; Das AMH erfuhr hiervon durch die HafenCity Hamburg GmbH, da das Ehepaar dort eine Ausstellung der Funde vorgeschlagen hatte; Eine Meldung der Funde beim AMH scheint bis heute nicht erfolgt zu sein; Die Aufsammlung erfolgte offenbar zwischen 2003 und 2008.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2009_163_Altstadt_135_OA_3.",
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     "beschreibung" : "Im Vorfeld der Bebauungspläne für die \"HafenCity\" wurde das Gelände am Südrand des Dalmannkais am 27.06. und 23.09. 2003 durch P. Schmitz und W. Scherf begangen.\nDabei wurden Ziegelsubstruktionen der Kaianlagen bemerkt, die bei Niedrigwasser in Form mehrerer Ziegelbögen beobachtet werden konnten, in deren Gewölben ca. 4 m hinter der Front ein massiver Bohlenverbau der Kaianlage befindlich war. Im westlichen Bereich befanden sich über den Ziegelbögen noch wenige Reste aufgehenden Mauerwerkes.\nWährend der Begehung konnten wenige, offenbar angespülte Fragmente neuzeitlicher Keramik und Tonpfeifenbruchstücke gesammelt werden.\nDie Ziegelmauern wurden als Substruktion der Kaimauer sowie der Hafenschuppen 13 und 14 identifiziert, die nach der Anlage des Grasbrookhafens und Einfassung desselben 1873-75 mit einer massiven Kaimauer errichtet worden sind. Beides wurde im 2. Weltkrieg vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut.\n\nAm 28.01. 2004 überwachten P. Schmitz und W. Scherf erste Baggerabreiten im östlichen Teil des Dalmannkais. Dabei wurde entlang der Kaimauer von 1873\/75 ein ca. 3 m breiter und 2,5 m tiefer Graben ausgehoben. Offenbar war dieser Bereich großflächig mit einer sehr sandigen Verfüllung bedeckt, erst auf der Grabensohle wurden dunklere Kleiverfüllungen sichtbar. Als Lesefund wurde das Fragment einer Delfter Fliese geborgen.\n\nAus dem Bereich des Fundplatzes liegen außerdem zahlreiche (neuzeitliche) Lesefunde von verschiedenen Sammlern, u.a. Thomas Marr (2007), Thorsten Günther (2005) und Jacques Cappelmann (2006), vor. Es handelt sich dabei hauptsächlich um keramische Reste von glasierter roter und weißer Irdenware, braunem Steinzeug, Wedgewood-Steinzeug, roter unglasierter Zieglerware, grauem Steinzeug (Westerwald), Fayencen (auch Import, z.B. portugiesische Ware), Fayence-Fliesen Delfter Art, divers glasierten Ofenkacheln, grauer Irdenware (Jütepötte) sowie diversen Metallresten (Nägel, Krampen) usw.",
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     "beschreibung" : "2003-98\n\nBaustellenkontrollen durch Schmitz am 15.10. und 18.11. auf dem Grundstück Großer Burstah 44; Hierbei keine archäologisch relevanten Funde und Befunde sichtbar; Am 25.11. kam die Meldung über die Auffindung einer Kaimauer; Die Fundstelle wurde daraufhin durch P. Schmitz und W. Scherf besichtigt und der Befund dokumentiert; Festgestellt wurde, dass die gefundene Fleetmauer selbst nur in den obersten Bereichen sichtbar war; Davor lagen sechs größere Findlingsblöcke, deren ursprüngliche Lage nicht mehr genau ermittelt werden konnte; Außerdem war ein ca. 1,3 m langer Granitblöck ausgebaggert worden; An der Hauswand Gr. Burstah 46 befand sich noch ein großer Findling in situ; Außer den Ziegelresten eines Kellers der abgerissenen Vorgängerbebauung wurden keine weiteren Baubefunde beobachtet; Eine Fotodokumentation ist vorhanden.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2003_98_Altstadt_136_OA_3.\n\n",
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     "beschreibung" : "Es wurden größere Findlingsblöcke, von denen nicht mehr genau zu klären war, wo sie gelegen hatten, gefunden. Zusätzlich war ein ca. 1,3 m langer Garnitblock gefunden worden. Ein Findling befand sich noch an der westlichen Hauswand Großer Burstah 46 in situ. Die Fleetmauer selber war nur in den obersten Regionen zu sehen.",
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     "beschreibung" : "Am 25.11. 2003 wurde dem HMA telefonisch die Freilegung einer alten Kaimauer in einer Baugrube vor Ort gemeldet. Die Fundstelle wurde durch P. Schmitz und W. Scherf besichtigt und der Befund dokumentiert.\nEs wurde festgestellt, dass die gefundene Fleetmauer selbst nur in den obesten Bereichen sichtbar war. Davor lagen sechs größere Findlingsblöcke, deren ursprüngliche Lage nicht mehr genau ermittelt werden konnte. Außerdem war ein ca. 1,3 m langer Granitblöck ausgebaggert worden. An der Hauswand Gr. Burstah 46 befand sich noch ein großer Findling in situ.\nAußer den Ziegelresten eines Kellers der abgerissenen Vorgängerbebauung wurden keine weiteren Baubefunde beobachtet.",
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     "beschreibung" : "Im Rahmen des Bauprojektes zur Errichtung der Europa-Passage wurden größere archäologische Untersuchungen in dem betreffenden Gebiet notwendig. Das Hauptaugenmerk der baubegleitend durchgeführten Maßnahmen lag dabei auf der Untersuchung des möglichen Verlaufs des Heidengrabens sowie eines auf alten Karten (Neddermeyer 1832) zu sehenden \"Grabenabschnittes\" unbekannter Funktion. Beide Objekte konnten im Vorfeld durch Bohrsondagen lokalisiert werden.\nDie Baubegleitung fand vom 01.03. bis zum 29.3. 2004 durch P. Schmitz und W. Scherf statt.\n\nZur Lokalisierung des auf den historischen Karten verzeichneten \"Grabenabschnittes\" wurden die Suchschnitte A und B angelegt.\nSchnitt A erbrachte bis in eine Tiefe von -1,0 m üNN lediglich Bauschutt, danach folgte steriler Sand (anstehend).\nSchnitt B wurde bis auf -2,7 m üNN abgetieft und war ausschließlich mit rezentem Bauschutt verfüllt.\nEin dritter Schnitt C dagegen wurde auf 1 m üNN abgebaggert und ergab dunkelbraunes Verfüllungsmaterial, welches stark mit Holz- und Lederresten durchsetzt war. Keramik wurde hier nur sehr wenig gefunden. Der Schnitt musste aus Sicherheitsgründen sofort wieder verfüllt werden.\nIm weiteren Verlauf konnten Gründungspfähle der abgerissenen Vorgängerbebauung im Bereich der dunklen Verfüllungen dokumentiert werden, des Weiteren wurde im Bereich von Schnitt C ein größerer Schnitt E angelegt, der das gesuchte Objekt erfasste. Dabei konnten sowohl die Sohle des \"Grabens\" als auch die nach Nordosten ansteigenden Schichten erfasst werden. Gefunden wurden hier vor allem große Mengen an Schuhoberleder, u.a. ein Kinderstiefel, sowie weiteren Lederresten, aber nur wenig Keramik oder Metallobjekte. Bemerkenswert sind einige Flachglasscherben, die von bemalten Fensterglasscheiben zu stammen scheinen. Verschiedene Verfüllungsschichten enthielten außerdem große Mengen an Holz- und Astresten sowie viele Tierknochen und etwas Ziegelbruch. Aus vier hier befindlichen gründungspfählen wurden Proben für eine dendrochronologische Untersuchung entnommen. Es handelte sich um drei Nadelholz- und einen Eichenpfahl, die alle in das 17. Jh. datieren.\nBei Anlage des Westprofils in Schnitt H konnte die südwestliche Grenze des \"Grabens\" erfasst werden; des Weiteren wurden das Nordprofil in Schnitt K, das Westprofil in Schnitt L sowie das Ostprofil in Schnitt M aufgenommen. Die Ergebnisse der Profildokumentation deuten allerdings nicht auf eine Grabenanlage hin, sondern viel mehr auf einen Teich, der sich in den hier bis um 1700 vorhandenen Gartenanlagen befunden hat. Der Teich ist allerdings auf den Hamburg-Karten von 1589 und 1690 nicht eingetragen.\n\nDer Befund schließt sich Fpl. HH-Altstadt 40 an, der unmittelbar benachbart ist. Eine hier gefundene hölzerne Wasserleitung sowie das Fundspektrum datieren in denselben Zeitraum.\n\nDer Teichbefund wurde im Bereich der ehemaligen Straßenverläufe Raboisen und Paulstraße massiv durch Sielleitungen gestört, die Mitte des 19. Jh. als ziegelgemauerte Konstruktionen unter der Straße angelegt worden waren. In die Leitungen waren Glasfaserkabel geschoben worden, um sie bis heute nutzen zu können. Alle Leitungen waren durch Betonpfropfen vom Leitungsnetz getrennt, jedoch enthielt die Abwasserleitung unter der Paulstraße laut Grabungsbericht noch so viel \"Material\", dass das Absammeln der Funde eingestellt werden musste.\n\nA. Hüser (2009, 68) erwähnt, dass nur sehr spärliche Hinweise auf den vor Ort befindlichen Heidenwall angetroffen worden sind.\nDen bis 1700 hier vorhandenen Teich rekosntruiert er mit einer Größe von ca. 20 x 50 m und einer Tiefe von 3,5 m. Das keramische Fundmaterial datiert in das 13. bis 16. Jh., desgleichen die Lederschuhreste.\n",
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     "beschreibung" : "Im Rahmen des Bauprojektes zur Errichtung der Europa-Passage wurden größere archäologische Untersuchungen in dem betreffenden Gebiet notwendig. Das Hauptaugenmerk der baubegleitend durchgeführten Maßnahmen lag dabei auf der Untersuchung des möglichen Verlaufs des Heidengrabens sowie eines auf alten Karten (Neddermeyer 1832) zu sehenden \"Grabenabschnittes\" unbekannter Funktion. Beide Objekte konnten im Vorfeld durch Bohrsondagen lokalisiert werden.\nDie Baubegleitung fand vom 01.03. bis zum 29.3. 2004 durch P. Schmitz und W. Scherf statt.\n\nZur Lokalisierung des auf den historischen Karten verzeichneten \"Grabenabschnittes\" wurden die Suchschnitte A und B angelegt.\nSchnitt A erbrachte bis in eine Tiefe von -1,0 m üNN lediglich Bauschutt, danach folgte steriler Sand (anstehend).\nSchnitt B wurde bis auf -2,7 m üNN abgetieft und war ausschließlich mit rezentem Bauschutt verfüllt.\nEin dritter Schnitt C dagegen wurde auf 1 m üNN abgebaggert und ergab dunkelbraunes Verfüllungsmaterial, welches stark mit Holz- und Lederresten durchsetzt war. Keramik wurde hier nur sehr wenig gefunden. Der Schnitt musste aus Sicherheitsgründen sofort wieder verfüllt werden.\nIm weiteren Verlauf konnten Gründungspfähle der abgerissenen Vorgängerbebauung im Bereich der dunklen Verfüllungen dokumentiert werden, des Weiteren wurde im Bereich von Schnitt C ein größerer Schnitt E angelegt, der das gesuchte Objekt erfasste. Dabei konnten sowohl die Sohle des \"Grabens\" als auch die nach Nordosten ansteigenden Schichten erfasst werden. Gefunden wurden hier vor allem große Mengen an Schuhoberleder, u.a. ein Kinderstiefel, sowie weitere Lederreste, aber nur wenig Keramik oder Metallobjekte. Bemerkenswert sind einige Flachglasscherben, die von bemalten Fensterglasscheiben zu stammen scheinen. Verschiedene Verfüllungsschichten enthielten außerdem große Mengen an Holz- und Astresten sowie viele Tierknochen und etwas Ziegelbruch. Aus vier hier befindlichen gründungspfählen wurden Proben für eine dendrochronologische Untersuchung entnommen. Es handelte sich um drei Nadelholz- und einen Eichenpfahl, die alle in das 17. Jh. datieren.\nBei Anlage des Westprofils in Schnitt H konnte die südwestliche Grenze des \"Grabens\" erfasst werden; des Weiteren wurden das Nordprofil in Schnitt K, das Westprofil in Schnitt L sowie das Ostprofil in Schnitt M aufgenommen. Die Ergebnisse der Profildokumentation deuten allerdings nicht auf eine Grabenanlage hin, sondern viel mehr auf einen Teich, der sich in den hier bis um 1700 vorhandenen Gartenanlagen befunden hat. Der Teich ist allerdings auf den Hamburg-Karten von 1589 und 1690 nicht eingetragen.\n\nDer Befund schließt sich Fpl. HH-Altstadt 40 an, der unmittelbar benachbart ist. Eine hier gefundene hölzerne Wasserleitung sowie das Fundspektrum datieren in denselben Zeitraum.\n\nDer Teichbefund wurde im Bereich der ehemaligen Straßenverläufe Raboisen und Paulstraße massiv durch Sielleitungen gestört, die Mitte des 19. Jh. als ziegelgemauerte Konstruktionen unter der Straße angelegt worden waren. In die Leitungen waren Glasfaserkabel geschoben worden, um sie bis heute nutzen zu können. Alle Leitungen waren durch Betonpfropfen vom Leitungsnetz getrennt, jedoch enthielt die Abwasserleitung unter der Paulstraße laut Grabungsbericht noch so viel \"Material\", dass das Absammeln der Funde eingestellt werden musste.\n\nA. Hüser (2009, 68) erwähnt, dass nur sehr spärliche Hinweise auf den vor Ort befindlichen Heidenwall angetroffen worden sind.\nDen bis 1700 hier vorhandenen Teich rekosntruiert er mit einer Größe von ca. 20 x 50 m und einer Tiefe von 3,5 m. Das keramische Fundmaterial datiert in das 13. bis 16. Jh., desgleichen die Lederschuhreste.\n",
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     "beschreibung" : "Im März 2004 wurden die Bauarbeiten zum Bauprojekt \"Europa-Passage\" archäologisch begleitet, da man in diesem Gebiet den sogenannten Heidengraben sowie einen weiteren Grabenabschnitt unbekannter Funktion vermutete, der auf alten Karten (Neddermeyer 1832) verzeichnet war. Beide Objekte waren im Vorfeld der Baumaßnahmen bei Bohrsondagen angetroffen.\n\nW. Scherf und P. Schmitz führten die baubegleitende Maßnahme durch und legten die Schnitte A-C (Fpl. 138) sowie einen Schnitt D (Fpl. 139) an.\nDieser wurde mit einem Kleinbagger auf 2,2 m üNN abgetieft. Unmittelbar über dieser Tiefe wurde eine Betonsohle angetroffen und entfernt, was einen sofortigen Wassereinbruch in den Schnitt zur Folge hatte. Über der Betonsohle befand sich ausschließlich Bauschutt.\nDes Weiteren wurden die in Baufeld IV vorgenommenen Tiefbauarbeiten überwacht - bis 0,3 m üNN war fast ausschließlich Bauschutt vorhanden, darunter befanden sich ungestörte geologische Schichten (Sandlinsen, mittelgraues Klei-\/Mergelgemisch). Funde wurden nicht angetroffen.\nIn der Nordostecke des Baufeldes konnten das Ostprofil und das Südprofil (Schnitt J) dokumentiert werden - der vermutete Heidengraben war allerdings nicht nachzuweisen, stattdessen wurden ebenfalls ungestörte geologische Schichten angetroffen. \n\nDer Schnitt wurde insgesamt auf 0,1 m üNN abgetieft, sodass ein ehemaliges Vorhandensein des Grabens an dieser Stelle ausgeschlossen werden kann.\nBefunde oder Funde wurden an diesem Fundplatz dementsprechend nicht gefunden.",
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     "beschreibung" : "2004-13\n\nIm März 2004 wurden die Bauarbeiten zum Bauprojekt \"Europa-Passage\" archäologisch begleitet, da man in diesem Gebiet den sogenannten Heidengraben sowie einen weiteren Grabenabschnitt unbekannter Funktion vermutete, der auf alten Karten (Neddermeyer 1832) verzeichnet war. Beide Objekte waren im Vorfeld der Baumaßnahmen bei Bohrsondagen angetroffen.\n\nW. Scherf und P. Schmitz führten die baubegleitende Maßnahme durch und legten die Schnitte A-C (Fpl. 138) sowie einen Schnitt D (Fpl. 139) an.\nDieser wurde mit einem Kleinbagger auf 2,2 m üNN abgetieft. Unmittelbar über dieser Tiefe wurde eine Betonsohle angetroffen und entfernt, was einen sofortigen Wassereinbruch in den Schnitt zur Folge hatte. Über der Betonsohle befand sich ausschließlich Bauschutt.\nDes Weiteren wurden die in Baufeld IV vorgenommenen Tiefbauarbeiten überwacht - bis 0,3 m üNN war fast ausschließlich Bauschutt vorhanden, darunter befanden sich ungestörte geologische Schichten (Sandlinsen, mittelgraues Klei-\/Mergelgemisch). Funde wurden nicht angetroffen.\nIn der Nordostecke des Baufeldes konnten das Ostprofil und das Südprofil (Schnitt J) dokumentiert werden - der vermutete Heidengraben war allerdings nicht nachzuweisen, stattdessen wurden ebenfalls ungestörte geologische Schichten angetroffen. \n\nDer Schnitt wurde insgesamt auf 0,1 m üNN abgetieft, sodass ein ehemaliges Vorhandensein des Grabens an dieser Stelle ausgeschlossen werden kann.\nBefunde oder Funde wurden an diesem Fundplatz dementsprechend nicht gefunden.\n\nKartierung auf Grundlage des Übersichtsplans 2004_13_Altstadt_139_OA_4.",
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     "beschreibung" : "2004-13\n\nBaustellenbeobachtung durch W. Scherf und H. P. Schmitz in Baufeld IV der Großbaustelle für die \"Europa-Passage\"; nach Bohrsondage und der Karte von Neddermeyer 1832 Vermutung über die Lage des Heidengrabens und eines Grabenabschnitts unbekannter Funktion in diesem Bereich; Dokumentation der Schnitte A-C (Fpl. 138) und D (Fpl. 139); Grabungszeichnungen, Pläne und Baupläne im Planarchiv vorhanden.\nBei der Untersuchung von Schnitt D bzw. Fpl. 139 Beobachtung von größeren Mengen Bauschutt über einer Betonsohle, nach Entfernung des Betons Wassereinbruch; bei der Beobachtung der Tiefbauarbeiten weiterer Bauschutt und darunter ungestörte geologische Schichten (Sandlinsen, mittelgraues Klei-\/Mergelgemisch); Dokumentation von zwei Schnitten in der Nordostecke des Baufeldes; keine Beobachtung von Befunden oder Funden; Lage Heidengraben an dieser Stelle auszuschließen, da Baugrube bis hin zu ungestörten Schichten untersucht.\n\nKartierung auf Grundlage des Übersichtsplans 2004_13_Altstadt_139_OA_4.",
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     "beschreibung" : "2004-13\n\nBaustellenbeobachtung durch W. Scherf und H. P. Schmitz in Baufeld IV der Großbaustelle für die \"Europa-Passage\"; nach Bohrsondage und der Karte von Neddermeyer 1832 Vermutung über die Lage des Heidengrabens und eines Grabenabschnitts unbekannter Funktion in diesem Bereich; Dokumentation der Schnitte A-E\/G-H\/K-M (Fpl. 138) und D\/J (Fpl. 139); Zeichnungen, Pläne und Baupläne im Planarchiv vorhanden.\nBei der Untersuchung von Schnitt D bzw. Fpl. 139 Beobachtung von größeren Mengen Bauschutt über einer Betonsohle, nach Entfernung des Betons Wassereinbruch; bei der Beobachtung der Tiefbauarbeiten weiterer Bauschutt und darunter ungestörte geologische Schichten (Sandlinsen, mittelgraues Klei-\/Mergelgemisch); Dokumentation von Schnitt J in der Nordostecke des Baufeldes; keine Beobachtung von Befunden oder Funden; Lage Heidengraben an dieser Stelle auszuschließen, da Baugrube bis hin zu ungestörten Schichten untersucht.\n\nKartierung auf Grundlage des Übersichtsplans 2004_13_Altstadt_139_OA_4.",
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     "beschreibung" : "2004-13\n\nBaustellenbeobachtung durch W. Scherf und H. P. Schmitz in Baufeld IV der Großbaustelle für die \"Europa-Passage\"; nach Bohrsondage und der Karte von Neddermeyer 1832 Vermutung über die Lage des Heidengrabens und eines Grabenabschnitts unbekannter Funktion in diesem Bereich; Dokumentation der Schnitte A-E\/G-H\/K-M (Fpl. 138) und D\/J (Fpl. 139); Zeichnungen, Pläne und Baupläne im Planarchiv vorhanden.\nBei der Untersuchung von Schnitt D bzw. Fpl. 139 Beobachtung von größeren Mengen Bauschutt über einer Betonsohle, nach Entfernung des Betons Wassereinbruch; bei der Beobachtung der Tiefbauarbeiten weiterer Bauschutt und darunter ungestörte geologische Schichten (Sandlinsen, mittelgraues Klei-\/Mergelgemisch); Dokumentation von Schnitt J in der Nordostecke des Baufeldes; keine Beobachtung von Befunden oder Funden; Lage Heidengraben an dieser Stelle auszuschließen, da Baugrube bis hin zu ungestörten Schichten untersucht.\n\nKartierung auf Grundlage des Übersichtsplans 2004_13_Altstadt_139_OA_4.",
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     "beschreibung" : "Im Zuge des Bauvorhabens zur Errichtung der Europapassage wurden die betreffenden Flurstücke baubegleitend archäologisch untersucht. Fpl. 140 wurde vom 20.4. bis zum 27.04. 2004 durch W. Scherf überwacht.\n\nBeim Eintreffen des HMA war die Kellersohle der ehemaligen Bebauung bereits weitestgehend entfernt worden und ein massiver Grundwassereinbruch in die Baugrube festzustellen. Es waren \"enorme Mengen\" an Gründungspfählen sichtbar, hauptsächlich aus Nadelholz, die wohl von der Gründung des \"Europa-Hauses\" stammten (nach 1842).\nIn dem im Rahmen der Wasserhaltung angelegten Schnitt A wurde eine Ziegelstickung auf 1,1 m üN angetroffen, die offenbar ebenfalls der unmittelbaren Vorgängerbebauung angehörte. Zwischen 0,8 und - 0,7 m üNN  (endgültige Schnittiefe) zeigte sich eine Auffüllungsschicht aus dunkelbraunem Klei, der stark von Bauschutt durchsetzt war. darin befanden sich außerdem Tierknochen, Keramik und Glas. Funde konnten jedoch lediglich vom Baggerabraum geborgen werden, da aufgrund des nachdrückenden Wassers der Schnitt nicht betreten werden konnte.\num Klarheit über die Schicht zu gewinnen, wurde Schnitt B bis in den anstehenden grauen Mergel bei - 1,7 m üNN eingetieft. Die Dicke der Schicht konnte anhand der Höhe der Baugrubensohle mit 4 m ermittelt werden. Reste der Ziegelstickung aus Schnitt A waren hier nicht anzutreffen.\nAls Befund wurde außerdem eine 0,5 m starke Verfüllungsschicht aus Bauschutt und Klei angesprochen, die nicht genau von dem darüber liegenden Bauschutt vom Abrisses des \"Europa-Hauses\" zu trennen war. Der Befund enthielt beachtliche Mengen von Keramik, hauptsächlich des 17. bis 19. Jh., Glasbruch (Hohlglas von diversen Flaschen) sowie Tonpfeifenfragmente, Tierknochen und einige Metallfunde.\n\nEine Uferverbauung des ehemaligen Alsterufers vor 1842 wurde nicht angetroffen, jedoch gab es einige stark mit Holz durchsetzte Schichten - es konnte nicht ermittelt werden, ob es sich um absichtlich eingebrahctes oder angeschwemmtes Holz handelte.\nDie Bauarbeiten wurden bis in eine Tiefe von 0,3 m üNN begleitet, weitere Funde oder Befunde wurden nicht freigelegt.\n",
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     "beschreibung" : "2004-48\n\nBaustellenbeobachtung durch W. Scherf in Baufeld I der Großbaustelle für die Europa-Passage; Untersuchung der Schnitte A und B, allerdings durch Wassereinbruch nach der Entfernung der Kellersohle der vorherigen Bebauung kaum Dokumentation möglich; Grabungsbericht, Tagebuch, Listen, Schriftverkehr und Zeitungsartikel in OA, Lagepläne und Skizzen im Planarchiv vorhanden.\nFreilegung von zahlreichen Gründungspfählen aus Nadelholz, wahrscheinlich vom nach 1842 errichteten \"Europa-Haus\", sowie einer Ziegelstickung von der Vorgängerbebauung; in den unteren Schichten Beobachtung von Auffüllungsschichten aus dunkelbraunem Klei mit Bauschutt, Tierknochen, großen Mengen Keramik (v. a. 17.-19. Jh.), Tonpfeifenresten und Glas; Uferbebauung des ehemaligen Alsterufers vor 1842 nicht nachgewiesen, jedoch einige stark mit Holz durchsetzte Schichten als möglicher Hinweis darauf.\n\nKartierung auf Grundlage des Lageplans 2004-48 Altstadt 140 OA 3.",
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     "beschreibung" : "Im Rahmen der Erneuerung bzw. Erweiterung der Mischwassersiele im Bereich Börsenbrücke, Ness und Große Reichenstraße wurden am 28.07. 2005 baubegleitende Untersuchungen durch P. Schmitz durchgeführt.\nim Kreuzungsbereich zwischen Börsenbrücke, Ness und der Trostbrücke wurde ein 4 x 6 m großer Kontrollschacht angelegt, in dem in ca. 5 m Tiefe ein gut erhaltener Holzpfahl aus dem schlammigen Untergrund ragte, der gezogen wurde. Es handelte sich um einen 1,6 m langen Eichenholzpfahl mit einem Durchmesser von ca. 0,18 m, der am unteren Ende zugespitzt war. Aus dem mittleren Bereich wurde eine Probe für die dendrochronologische Bestimmung entnommen. Da der Pfahl aber nur 41 Jahrringe aufwies, konnte diese nicht durchgeführt werden. Im Bereich des Pfahls wurde aus dem Untergrund außerdem die Gelenkkugel eines kleinere Huftiers geborgen, daran sind Schnittspuren erkennbar.",
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     "beschreibung" : "2006-1\n\nBaustellenbeobachtung durch H. P. Schmitz im Rahmen der Erneuerung bzw. Erweiterung der Mischwassersiele im Kreuzungsbereich Börsenbrücke, Ness und Große Reichenstraße 2005; Fund eines gut erhaltenen Eichenholzpfahls im schlammigen Untergrund eines Kontrollschachts; Pfahl 1,6 m lang und mit einem Durchmesser von ca. 0,18 m, am unteren Ende zugespitzt, vermutlich zugehörig zu einer Pfahlgründung; dendrochronologische Bestimmung aufgrund fehlender Jahrringe nicht möglich; in der Nähe des Pfahls Fund der Gelenkkugel eines kleineren Huftiers mit Schnittspuren, Aufnahme des Fundes und Fundplatzes 2006; Lageplan im Planarchiv vorhanden.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2006_1_Altstadt_142_1.",
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     "beschreibung" : "Im Rahmen der Neubebauung des Flurstücks 1232 führte das HMA baubegleitende Untersuchungen durch, die vom 09.03. bis zum 31.03. 2006 durch P. vorgenommen wurden.\n\nNach Abbruch der Vorgängerbebauung einschließlich Kellersohle sollte das Gelände für die Anlage eines Tiefgeschosses abgesenkt werden, dessen endgültige Tiefe bei 0,7 m üNN liegen sollte. das Absenken erfolgte in drei Etappen.\nDie Mauerzüge der Vorgängerbauten wurden vermessen und das Findlingsfundament der Mauer A  freigelegt und dokumentiert. Es handelte sich um kalkgemörtelte Backsteinfundamente. Des Weiteren traten mit fortschreitenden Baumaßnahmen Pfahlgründungen zutage.\nBeim Erreichen der endgültigen Bautiefe wurden vor Mauer A Reste eines gelben Ziegelfundamentes sichtbar, unter dem sich eine Reihe von Holzbohlen als Fundamentauflage befanden, die noch bis unter Mauer A reichten.\nEin ähnlicher Befund wurde vor Mauer B freigelegt. In dieser Bautiefe fanden sich ebenfalls zahlreiche Eichen- und Nadelholzpfähle.\nDie Holzbohlen wurden dendrochronologisch beprobt, dies erbrachte aber kein Ergebnis.\n\nDas Fundmaterial umfasst zahlreiche Keramik, darunter Baukeramikreste, glasierte rote Irdenware, Siegburger Steinzeug, graue Irdenware, gelbe Irdenware, weiße Irdenware und Steinzeug sowie divers glasierte Ofenkacheln (auch Fayence), Kacheln (u.a. Delfter Art) und Bodenfliesen. Außedem geborgen wurden Metallreste, Muscheln, Hohlglas, Schiefer, Marmor, Steinkohle, Holzkohlw, Reste einer Skulptur und Tonpfeifenreste.",
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     "beschreibung" : "2006-5\n\nIm Rahmen der Neubebauung des Flurstücks 1232 führte das HMA baubegleitende Untersuchungen durch, die vom 09.03. bis zum 31.03. 2006 durch P.  Schmitz vorgenommen wurden; Nach Abbruch der Vorgängerbebauung einschließlich Kellersohle sollte das Gelände für die Anlage eines Tiefgeschosses abgesenkt werden, dessen endgültige Tiefe bei 0,7 m üNN liegen sollte; Die Mauerzüge der Vorgängerbauten wurden vermessen und das Findlingsfundament der Mauer A  freigelegt und dokumentiert; Beim Erreichen der endgültigen Bautiefe wurden Reste eines gelben Ziegelfundamentes sichtbar, unter dem sich eine Reihe von Holzbohlen als Fundamentauflage befanden; Ein ähnlicher Befund wurde auch an anderer Stelle freigelegt; Es fanden sich ebenfalls zahlreiche Eichen- und Nadelholzpfähle;\nDie Holzbohlen wurden dendrochronologisch beprobt, dies erbrachte aber kein Ergebnis; Das Fundmaterial umfasst zahlreiche Keramik, darunter Baukeramikreste, glasierte rote Irdenware, Siegburger Steinzeug, graue Irdenware, gelbe Irdenware, weiße Irdenware und Steinzeug sowie divers glasierte Ofenkacheln (auch Fayence), Kacheln (u.a. Delfter Art) und Bodenfliesen; Außerdem geborgen wurden Metallreste, Muscheln, Hohlglas, Schiefer, Marmor, Steinkohle, Holzkohle, Reste einer Skulptur und Tonpfeifenfragmente; Vorhanden sind ein Bericht, Übersichtspläne und eine Fotodokumentation.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2006_5_Altstadt_143_OA_3.",
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     "beschreibung" : "2006-5\n\nIm Rahmen der Neubebauung des Flurstücks 1232 führte das HMA baubegleitende Untersuchungen durch, die vom 09.03. bis zum 31.03. 2006 durch P.  Schmitz vorgenommen wurden; Nach Abbruch der Vorgängerbebauung einschließlich Kellersohle sollte das Gelände für die Anlage eines Tiefgeschosses abgesenkt werden, dessen endgültige Tiefe bei 0,7 m üNN liegen sollte; Die Mauerzüge der Vorgängerbauten wurden vermessen und das Findlingsfundament der Mauer A  freigelegt und dokumentiert; Beim Erreichen der endgültigen Bautiefe wurden Reste eines gelben Ziegelfundamentes sichtbar, unter dem sich eine Reihe von Holzbohlen als Fundamentauflage befanden; Ein ähnlicher Befund wurde auch an anderer Stelle freigelegt; Es fanden sich ebenfalls zahlreiche Eichen- und Nadelholzpfähle;\nDie Holzbohlen wurden dendrochronologisch beprobt, dies erbrachte aber kein Ergebnis; Das Fundmaterial umfasst zahlreiche Keramik, darunter Baukeramikreste, glasierte rote Irdenware, Siegburger Steinzeug, graue Irdenware, gelbe Irdenware, weiße Irdenware und Steinzeug sowie divers glasierte Ofenkacheln (auch Fayence), Kacheln (u.a. Delfter Art) und Bodenfliesen; Außerdem geborgen wurden Metallreste, Muscheln, Hohlglas, Schiefer, Marmor, Steinkohle, Holzkohle, Reste einer Skulptur und Tonpfeifenfragmente; Vorhanden sind ein Bericht, Übersichtspläne und eine Fotodokumentation.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2006_5_Altstadt_143_OA_3.",
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     "beschreibung" : "Nach dem Abtragen des Obermaterials (Horizont 1) wurden dieFundamentmauern der Vorgängerbauten dokumentiert. Im südwestlichem Mauerbereich wurden 5 Findlinge entdeckt. \nNach dem weiteren Absenken der Baugrube (Horizont 2) wurden erste Holzpfähle freigelegt, von denen einige Proben entnommen wurden.\nWährend der Schachtarbeiten von Horizont 2 auf 3 zum Teil Reste eines gelben Ziegelfundaments freigelegt, unter der eine Reihe von Holzbohlen als Fundamentauflage sichtbar wurden. Die Bohlen reichten noch bis unter das Mauerfundament. Zudem wurden im Horizont 3 noch etliche Eichen- und Nadelholzpfähle dokumentiert und Proben entnommen.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2011-12-19\nBearbeiter: Thomas Hepfer",
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     "beschreibung" : "Nach dem Abtragen des Obermaterials (Horizont 1) wurden dieFundamentmauern der Vorgängerbauten dokumentiert. Im südwestlichem Mauerbereich wurden 5 Findlinge entdeckt. \nNach dem weiteren Absenken der Baugrube (Horizont 2) wurden erste Holzpfähle freigelegt, von denen einige Proben entnommen wurden.\nWährend der Schachtarbeiten von Horizont 2 auf 3 zum Teil Reste eines gelben Ziegelfundaments freigelegt, unter der eine Reihe von Holzbohlen als Fundamentauflage sichtbar wurden. Die Bohlen reichten noch bis unter das Mauerfundament. Zudem wurden im Horizont 3 noch etliche Eichen- und Nadelholzpfähle dokumentiert und Proben entnommen.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2018-06-08\nBearbeiter: Dr. Jan Steffens",
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     "beschreibung" : "2006-84\n\nIm Rahmen der Erneuerung der Mischwassersiele in den Straßenzügen Große Johannisstraße und Mühlenbrücke führte P. Schmitz am 23.03. 2006 eine baubegleitende Maßnahme durch; Es wurde ein 6 x 4 m großer Kontrollschacht im Straßenbereich Große Johannisstraß angelegt, wobei in einer Tiefe von 4,7 m (5,4 müNN) ein noch gut erhaltener Holzpfahl aus Eiche aus dem schlammigen Untergrund gezogen werden konnte; Eine Dendro-Probe wurde aus dem Mittelbereich dieses Pfahles entnommen, war aber nicht zu datieren; Unmittelbar an der südwestlichen Spundwand konnte ein weiterer Eichenpfahl beobachtet werden, der nicht geborgen werden konnte.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2006_84_Altstadt_144_1.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2011-11-25\nBearbeiter: Thomas Hepfer",
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     "beschreibung" : "In einer Tiefe von 4,7 m (5,4 müNN) konnte ein noch gut erhaltener Holzpfahl aus Eiche aus dem schlammigen Untergrund gezogen werden. Dieser sog. Gründungspfahl hatte eine Länge von 1,5 m, einen Durchmesser von ca. 0,18 m und war an seiner unteren Seite zugespritzt. Eine Dendro-Probe wurde aus dem Mittelbereich dieses Pfahles entnommen (der Eichenpfahl ist nicht datierbar).\nUnmittelbar an der südwestlichen Spundwand konnte ein weiterer Eichenpfahl beobachtet werden, der mit seiner Längskante (0,25 m x 0,2 m) so in die Seitenwand hineinragte, das er werder gezogen noch eine Probe geschnitten werden konnte.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2013-09-09\nBearbeiter: Ann-Katrin Meyer",
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     "beschreibung" : "Im Rahmen der Erneuerung der Mischwassersiele in den Straßenzügen Große Johannisstraße und Mühlenbrücke führte P. Schmitz am 23.03. 2006 eine baubegleitende Maßnahme durch.\nEs wurde ein 6 x 4 m großer Kontrollschacht im Straßenbereich Große Johannisstraß angelegt.\nIn einer Tiefe von 4,7 m (5,4 müNN) konnte darin ein noch gut erhaltener Holzpfahl aus Eiche aus dem schlammigen Untergrund gezogen werden. Dieser sog. Gründungspfahl hatte eine Länge von 1,5 m, einen Durchmesser von ca. 0,18 m und war an seiner unteren Seite zugespitzt. Eine Dendro-Probe wurde aus dem Mittelbereich dieses Pfahles entnommen, war aber nicht zu datieren.\nUnmittelbar an der südwestlichen Spundwand konnte ein weiterer Eichenpfahl beobachtet werden, der mit seiner Längskante (0,25 m x 0,2 m) so in die Seitenwand hineinragte, das er weder gezogen noch eine Probe geschnitten werden konnte.",
     "lk_geoplugin" : 
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2013-09-09\nBearbeiter: Ann-Katrin Meyer",
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     "beschreibung" : "Bei dem Fundplatz handelt es sich um die sogenannte Ericusspitze. Das Gelände liegt auf dem Grasbrook und wurde zwischen 1616 und 1628 mit einer Bastion der Stadtbefestigung bebaut. Davor befand sich der Ericusgraben, der heute noch im Verlauf des Brooktorhafens erkennbar ist. Nach Beseitigung der Bastion zu Beginn des 19. Jh. gestaltete man das Areal weitreichend um - im Zuge der Errichtung der Speicherstadt Ende des 19. Jh. wurde der Ericus zugunsten des Brooktorhafens verkleinert und ein Hafenbecken, die sogenannte Sülze, angelegt. Dadurch geriet der Ericus in Insellage. 1937 verfüllte man Teile davon und errichte im übrigen Teil eine Tiefgarage.\nDas (ehemalige) Marschengebiet des Grasbrook wurde vornehmlich zwischen 1850 und 1910 mit Baggergut aus der Elbe aufgeschüttet und zusätzlich einige Bereiche mit Bauschutt erhöht.\n\nAm 04. und 07.06. sowie am 03. und 04.07. 2007 überwachten P. Schmitz und A. Hüser Baggerarbeiten an der Ericusspitze, die die Kaimauerfundamente in diesem Bereich freilegen und untersuchen sollten. Dazu wurden mehrere Schürfgruben angelegt und durch Taucher untersucht. \n\nSchürfgrube 2 war bis in den hölzernen Unterbau der Kaimauer geöffnet worden, die Taucher förderten einen 1,1 m langen Nadelholzpfahl zutage, der im Durchmesser 30 cm maß und sich unterhalb des Ziegelfundaments bei - 1,26 m üNN befunden hatte. Der Pfahl wurde dendrchronologisch beprobt (Fälldatum Winter 1725\/26).\n\nWeitere Schürfungen in Verbindung mit einem Bodengutachten wurden vom 28.05. bis zum 30.05. 2008, ebenfalls unter Aufsicht durch P. Schmitz, durchgeführt.\n\nBei den Arbeiten konnten zahlreiche Funde, hauptsächlich Keramik, Glas und Eisen\/Metall, aus dem Baggeraushub geborgen werden.\n\nVom 23.6. bis zum 08.08. 2008 wurde eine baubegleitende archäologische Untersuchung durch W. Scherf und P. Schmitz im Zuge der Neubebauung (Projekt HafenCity) durchgeführt. Dabei wurden insgesamt ca. 5400 m² Fläche untersucht, wobei die maximale Tiefe der Baugrubensohle bei 2,45 m NN lag.\nEs konnten 245 hölzerne Gründungspfähle in den offenen Flächen angetroffen werden - teilweise verliefen diese in Reihen unter noch vorhandenen Ziegelmauerfundamenten. Die Pfähle gehörten hinsichtlich Erhaltungsgrad und Verbauung offenbar zu verschiedenen Zeitstellungen. Sie wurden dendrochronologisch beprobt.\nEbenfalls freigelegt wurde ein von Ziegelmauerverläufen eingeschlossener gepflasterter Innenraum, der durch eine Kombination verschiedener Pflasterungen, u.a. Ziegel unterschiedlicher Formate und Feldsteine, auffiel. Die Mauerzüge waren auf kurzen angespitzten Gründungspfählen gegründet, die in dieser Form anderswo nicht anzutreffen waren. Es handelt sich vermutlich um eine deutlich ältere Bauphase bzw. um ein länger und intensiv genutztes Gebäude, wie der stückweise ausgebesserte Fußboden andeutet. W. Scherf bringt den Befund mit den ehemals vor Ort befindlichen Teerhof in Verbindung - ein Abgleich alter Karten sowie mit Bebauungsresten des 19. Jh. bestätigt dies.\nÖstlich davon wurde ein weiteres gepflastertes Fundament angetroffen, welches aber zeitlich anders einzuordnen war (jünger).\nInsgesamt wurden während der Arbeiten Klosterformatziegel, Ziegel im Reichsofrmat (keilförmig), kleine holländische Ziegel, Hamburger Geestziegel (Hamburg dünn) und große Hamburger Geeststeine dokumentiert. Des Weiteren fand sich sowohl Kalk- als auch Zementmörtel zwischen den Ziegel und in den Bauschuttschichten der Verfüllung.\nDie jüngsten Baustrukturen waren neben den Fundamenten der Tiefgarage und der Nachkriegsbebauung die Kaimauern des Sülzebeckens von 1908\/09.\n\nDas Fundmaterial ist nicht zuletzt aufgrund der Auffüllungsschichten sehr umfangreich. Es wurde u.a. eine 60 cm starke Schicht Austernschalen zwischen zwei verschiedenen Verfüllungsschichten vermerkt. Neben Unmengen an Keramik verschiedenster Zeitstellungen konnten außerdem zahlreiche Lederreste, besonders von Schuhen, Hohlglas (Flaschenreste), Tonpfeifen und Ofenkeramik geborgen werden, außerdem Formmauerziegel und Relikte der Wasserversorgung in Form von Bleiverbindern von Holzwasserleitungen. Im Grabungsbericht erwähnt W. Scherf außerdem beispielhaft einen Nürnberger Rechenpfennig von Hanns Krauwinkel II (1586-1635), eine Degenklinge des 16. jh. (?), die Nuppenschäfte zweier früher Römer und sehr aufwändig verzierte Schuhe des 16. Jh.",
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     "beschreibung" : "Bei dem Fundplatz handelt es sich um die sogenannte Ericusspitze. Das Gelände liegt auf dem Grasbrook und wurde zwischen 1616 und 1628 mit einer Bastion der Stadtbefestigung bebaut. Davor befand sich der Ericusgraben, der heute noch im Verlauf des Brooktorhafens erkennbar ist. Nach Beseitigung der Bastion zu Beginn des 19. Jh. gestaltete man das Areal weitreichend um - im Zuge der Errichtung der Speicherstadt Ende des 19. Jh. wurde der Ericus zugunsten des Brooktorhafens verkleinert und ein Hafenbecken, die sogenannte Sülze, angelegt. Dadurch geriet der Ericus in Insellage. 1937 verfüllte man Teile davon und errichte im übrigen Teil eine Tiefgarage.\nDas (ehemalige) Marschengebiet des Grasbrook wurde vornehmlich zwischen 1850 und 1910 mit Baggergut aus der Elbe aufgeschüttet und zusätzlich einige Bereiche mit Bauschutt erhöht.\n\nAm 04. und 07.06. sowie am 03. und 04.07. 2007 überwachten P. Schmitz und A. Hüser Baggerarbeiten an der Ericusspitze, die die Kaimauerfundamente in diesem Bereich freilegen und untersuchen sollten. Dazu wurden mehrere Schürfgruben angelegt und durch Taucher untersucht. \n\nSchürfgrube 2 war bis in den hölzernen Unterbau der Kaimauer geöffnet worden, die Taucher förderten einen 1,1 m langen Nadelholzpfahl zutage, der im Durchmesser 30 cm maß und sich unterhalb des Ziegelfundaments bei - 1,26 m üNN befunden hatte. Der Pfahl wurde dendrchronologisch beprobt (Fälldatum Winter 1725\/26).\n\nWeitere Schürfungen in Verbindung mit einem Bodengutachten wurden vom 28.05. bis zum 30.05. 2008, ebenfalls unter Aufsicht durch P. Schmitz, durchgeführt.\n\nBei den Arbeiten konnten zahlreiche Funde, hauptsächlich Keramik, Glas und Eisen\/Metall, aus dem Baggeraushub geborgen werden.\n\nVom 23.6. bis zum 08.08. 2008 wurde eine baubegleitende archäologische Untersuchung durch W. Scherf und P. Schmitz im Zuge der Neubebauung (Projekt HafenCity) durchgeführt. Dabei wurden insgesamt ca. 5400 m² Fläche untersucht, wobei die maximale Tiefe der Baugrubensohle bei 2,45 m NN lag.\nEs konnten 245 hölzerne Gründungspfähle in den offenen Flächen angetroffen werden - teilweise verliefen diese in Reihen unter noch vorhandenen Ziegelmauerfundamenten. Die Pfähle gehörten hinsichtlich Erhaltungsgrad und Verbauung offenbar zu verschiedenen Zeitstellungen. Sie wurden dendrochronologisch beprobt.\nEbenfalls freigelegt wurde ein von Ziegelmauerverläufen eingeschlossener gepflasterter Innenraum, der durch eine Kombination verschiedener Pflasterungen, u.a. Ziegel unterschiedlicher Formate und Feldsteine, auffiel. Die Mauerzüge waren auf kurzen angespitzten Gründungspfählen gegründet, die in dieser Form anderswo nicht anzutreffen waren. Es handelt sich vermutlich um eine deutlich ältere Bauphase bzw. um ein länger und intensiv genutztes Gebäude, wie der stückweise ausgebesserte Fußboden andeutet. W. Scherf bringt den Befund mit den ehemals vor Ort befindlichen Teerhof in Verbindung - ein Abgleich alter Karten sowie mit Bebauungsresten des 19. Jh. bestätigt dies.\nÖstlich davon wurde ein weiteres gepflastertes Fundament angetroffen, welches aber zeitlich anders einzuordnen war (jünger).\nInsgesamt wurden während der Arbeiten Klosterformatziegel, Ziegel im Reichsofrmat (keilförmig), kleine holländische Ziegel, Hamburger Geestziegel (Hamburg dünn) und große Hamburger Geeststeine dokumentiert. Des Weiteren fand sich sowohl Kalk- als auch Zementmörtel zwischen den Ziegel und in den Bauschuttschichten der Verfüllung.\nDie jüngsten Baustrukturen waren neben den Fundamenten der Tiefgarage und der Nachkriegsbebauung die Kaimauern des Sülzebeckens von 1908\/09.\n\nDas Fundmaterial ist nicht zuletzt aufgrund der Auffüllungsschichten sehr umfangreich. Es wurde u.a. eine 60 cm starke Schicht Austernschalen zwischen zwei verschiedenen Verfüllungsschichten vermerkt. Neben Unmengen an Keramik verschiedenster Zeitstellungen konnten außerdem zahlreiche Lederreste, besonders von Schuhen, Hohlglas (Flaschenreste), Tonpfeifen und Ofenkeramik geborgen werden, außerdem Formmauerziegel und Relikte der Wasserversorgung in Form von Bleiverbindern von Holzwasserleitungen. Im Grabungsbericht erwähnt W. Scherf außerdem beispielhaft einen Nürnberger Rechenpfennig von Hanns Krauwinkel II (1586-1635), eine Degenklinge des 16. jh. (?), die Nuppenschäfte zweier früher Römer und sehr aufwändig verzierte Schuhe des 16. Jh.",
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     "beschreibung" : "2007:\nZur Untersuchung der Kaimauerfundamente wurde imBerich des Ericus un der Ericusspitze fünf Schürfgruben angelegt (SG 1-5). Die Schürfgruben 1,3,4,5 waren teilweise oder auch schon vollständig wieder verfüllt. Die SG 2 war bis in den hölzernen Unterbau der Kaimauer freigelegt. Im Bereich des hölzernen Unterbaus, unter einem Ziegelfundament, wurde bei Höhe minus 1,26müNN ein ca. 1,1m langer und Dm 0,3m Nadelholzpfahl entdeckt. Diesem wurde eine Dendro-Probe entnommen.\n2008:\nEs wurden 245 hölzerne Gründungspfähle mit unterschiedlicher Zeitstellung gefunden sowie Ziegelmauerfundamente. Zudem wurde ein von Ziegelmauerverläufen eingeschlossener Innenraum freigelegt, der durch die Kombination verschiedenster Pflasterungsarten auffiel. Ein weieres gepflastertes Fundament konnte östlich dieses Befundes dokumentiert werden. \nAls jüngste Befunde konnten die Kaimauern des Sülzbeckens von 1908\/1909 freigelgt werden, die noch fast vollständig erhalten waren.\nBaubefunde der ehemaligen Bastion konnten nicht festgestellt werden., da die Höhe der Baugrubensohle deutlich über den hierfür relevanten Schichten lag.",
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     "beschreibung" : "Im Rahmen der Neubebauung des betroffenen Grundstücks wurden die durchgeführten Tiefbauarbeiten durch P. Schmitz vom HMA baubegleitend überwacht. Dies geschah an verschiedenen Terminen im Januar, Februar und März 2008.\nDie maximale Baugrubentiefe betrug 1,5 m üNN. Im nordöstlichen Randbereich eines Fahrstuhlschachtes ragten zwei Holzpfähle 0,3 m über den Bauhorizont hinaus. Die Fundamente des Vorgängerbaus waren in diesem Bereich offenbar niedriger gegründet gewesen und sind deshalb komplett mit herausgebaggert worden. In diesem Bereich konnten weitere Hölzer freigelegt werden, es handelte sich um eine Pfahlreihe, die dendrochronologisch beprobt wurde. Drei der geschnittenen fünf Proben stammten von Eichenhölzern und konnten auf ein Fälldatum um 1265 datiert werden.\nE. Först vermutete, dass die Pfähle, die ja unter einer jüngeren Mauer lagen, ursprünglich den Verlauf einer älteren Mauer und damit die Erstbebauung markieren.",
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     "beschreibung" : "1946-14\n\nUnterlagen zu eine, Antrag für die Instandsetzung des Gebäudes auf dem Grundstück im Zusammenhang mit kriegsbedingten Schäden sowie Abschriften älterer Dokumente zum Grundstück aus den Staatsarchiv; Das Grundstück liegt nördlich der kurz vor 1200 gegründeten gräflichen Neustadt sowie am Elbuferhöhenweg, dem Hauptverkehrs- und Handelsweg der Stadt; Es war ursprünglich in zwei Parzellen aufgeteilt, zwischen denen ein gepflasterter Fleetgang velief; Dieser war zur Straße mit einer Pforte versehen, ein unter ihm befindliches Siel nahm die Abwässer von vier Häusern auf; Auf der östlichen Parzelle stand bis 1833 die 1531 erbaute Oberdörffer Ratsapotheke; Das westlich angrenzende Haus wurde 1835 erneuert, wobei auch das Pflasters des Fleetgangs herausgerissen und erneuert wurde; Beide Gebäude wurden 1842 im großen Brand beschädigt und anschließend neugebaut; Vermutlich war hier bereits ein großes Gebäude anstelle zweier kleiner vorgesehen; Die Bebauung wurde bei einem Bombenangriff 1943 stark beschädigt und erst nach Ende des Krieges wiederaufgebaut.\n\n2008-36 (evtl. Nummer ändern)\n\nEintragung des Grundstücks in die Denkmalliste.\n\n2009-1\n\nIm Zuge eines Neubauvorhabens auf dem Grundstück Großer Burstah 40\/42 wurden vom 12. bis 16.01.2009 vor Ort baubegleitende Maßnahmen durch P. Schmitz und K. Christeleit durchgeführt; Bei den archäologischen Untersuchungen wurden direkt ab Geländeoberkante des abgebrochenen Hauses vier Mauerzüge angetroffen, d.h. zum Einen die Außenmauern der Vorgängebebauung entlang der Straße Großer Burstah, am Mönkedammfleet sowie an den Nachbargebäuden, zum Anderen zwei parallele, von der Straße zum Fleet verlaufende Mauern in der Mitte des Grundstücks, die wahrscheinlich den ehemaligen Fleetgang markieren; Alle Mauern bestanden aus roten Ziegeln mit braunem Zementmörtel; Sie waren auf ältere, kalkvermörtelte Mauern aufgesetzt; Die Schürfen des zuständigen Ingenieurbüros an der östlichen Außenmauer legten unter der Zementmörtelmauer älteres Mauerwerk aus Gelbklinker oder Klosterformatziegeln frei; Mittig des Grundstücks innerhalbs des Fleetgangs wurde an der östlichen Mauer ein 1 x 4 m messender Baggerschürf angelegt; Ab 1,6 m NN wurde eine hölzerne Abwasserleitung angetroffen, die parallel zur Mauer im Abstand von 60 cm verlief; Die Leitung war maximal 25 cm breit und bestand aus eine Vierkantholz (wohl Eiche), welches U-förmig ausgehöhlt worden war, sodass sich eine Rinne von 14 cm ergab; Es konnten zwei Teilabschnitte der Leitung erfasst werden, die durch eine Lücke von 10 cm getrennt waren - eine ehemalige Verbindung ließ sich nicht mehr feststellen; Die Leitung war mit einem maximal 4,5 cm dicken Brett abgedeckt, welches seitlich abschließend auflag und im nördlichen Leitungsbereich noch in situ angetroffen werden konnte; Neben der Leitung konnten in situ befindliche Steine eines Straßenpflasters bei 1,59 m NN dokumentiert werden - bereits in der schwarzen Schicht waren auf Höhe von 1,8 m NN viele Steine vorgefunden worden, die evtl. zu einem späteren Pflaster gehörten; Von der Leitung wurden Proben für eine dendrochronologische Datierung entnommen; Vier der fünf entnommenen Eicheholzproben waren zur datierung geeignet und ergaben für die Abdeckbretter ein Fälldatum um 1190; Aus der schwarzen Schicht, in der die Abwasserleitung lag, wurden glasierte rote und weiße Irdenware (Grapenfüße und -griffe) geborgen, außerdem der Boden eines kleinen gläsernen Gefäßes; Vorhanden sind ein Grabungsbericht, Pläne und Fotos.\n\n2010-80\n\nBaustellenbesichtigung durch E. Först, nach einer Meldung über bei Baumaßnahmen beobachtete Mauern; Bei der Besichtigung war die Baugrube bereits verfüllt und der Bauschutt abtransportiert; Es liegen Fotos vor.\n\n\n",
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     "beschreibung" : "Im Zuge eines Neubauvorhabens auf dem Grundstück Großer Burstah 40\/42 wurden vom 12. bis 16.01. 2009 vor Ort baubegleitende Maßnahmen durch P. Schmitz und K. Christeleit durchgeführt.\n\nDas Grundstück liegt nördlich der kurz vor 1200 gegründeten gräflichen Neustadt sowie am Elbuferhöhenweg, dem Hauptverkehrs- und Handelsweg der Stadt. Es war ursprünglich in zwei Parzellen aufgeteilt, zwischen denen ein gepflasterter Fleetgang velief. Dieser war zur Straße mit einer Pforte versehen, ein unter ihm befindliches Siel nahm die Abwässer von vier Häusern auf. Auf der östlichen Parzelle stand bis 1833 die 1531 erbaute Oberdörffer Ratsapotheke. Das westlich angrenzende Haus wurde 1835 erneuert, wobei auch das Pflasters des Fleetgangs herausgerissen und erneuert wurde. Beide Gebäude wurden 1842 im großen brand beschädigt und anschließend neugebaut. Vermutlich war hier bereits ein großes Gebäude anstelle zweier kleiner vorgesehen. Die Bebauung wurde bei einem Bombenangriff 1943 stark beschädigt und erst nach Ende des Krieges wiederaufgebaut.\n\nBei den archäologischen Untersuchungen wurden direkt ab Geländeoberkante des abgebrochenen Hauses vier Mauerzüge angetroffen, d.h. zum Einen die Außenmauern der Vorgängebebauung entlang der Straße Großer Burstah, am Mönkedammfleet sowie an den Nachbargebäuden, zum Anderen zwei parallele, von der Straße zum Fleet verlaufende Mauern in der Mitte des Grundstücks, die wahrscheinlich den erwähnten Fleetgang markieren. Alle Mauern bestanden aus roten Ziegeln mit braunem Zementmörtel. Sie waren auf ältere, kalkvermörtelte Mauern aufgesetzt. Die Schürfen des zuständigen Ingenieurbüros an der östlichen Außenmauer legten unter der Zementmörtelmauer älteres Mauerwerk aus Gelbklinker oder Klosterformatziegeln frei.\n\n\nDie Mauern des Fleetganges wiesen in der südlichen Hälfte Vorsprünge zum Fleetgang hin auf, die sich gegenüberlagen. Der Fleetgang war vermutlich seit 1842 nicht mehr als solcher genutzt worden, an seiner Stelle befand sich bei dem jüngst abgerissenen Gebäude ein Lichthof - die Mauervorspränge markieren offenbar dessen südliches Ende. Am nördlichen Abschnitt der Fleetgangmauern wurden im unteren Mauerbereich zwei Lagen Granitblöcke freigelegt, die am Übergang zum Fleet offenbar als Verblendung dienten. Ein weiterer größerer Granitblock lag hier quer, außerdem wurden bei Schürfungen ebenfalls zwei nicht mehr im Bauverbund befindliche Blöcke angetroffen - evtl. handelte es sich hier um verlagerte Blöcke der Verblendung.\n\nMittig des Grundstücks innerhalbs des Fleetgangs wurde an der östlichen Mauer ein 1 x 4 m messender Baggerschürf angelegt, um Einblick in tiefer liegende Befunde zu erhalten. Ab 1,6 m NN wurde eine hölzerne ABwasserleitung angetroffen, die parallel zur Mauer im Abstand von 60 cm verlief. Die Leitung war maximal 25 cm breit und bestand aus eine Vierkantholz (wohl Eiche), welches U-förmig ausgehöhlt worden war, sodass sich eine Rinne von 14 cm ergab. Es konnten zwei Teilabschnitte der Leitung erfasst werden, die durch eine Lücke von 10 cm getrennt waren - eine ehemalige Verbindung ließ sich nicht mehr feststellen. Die Leitung war mit einem maximal 4,5 cm dicken Brett abgedeckt, welches seitlich abschließend auflag und im nördlichen Leitungsbereich noch in situ angetroffen werden konnte.\nDie Leitung befand sich in einer dunkelgrauen bis schwarzen Schicht aus schluffigem Sand mit Eisenausfällungen, die Keramik, Glas und viele kleine Steine enthielt. Im Westen wurde die Schicht durch mittelgrauen lehmigen Sand begrenzt.\nNeben der Leitung konnten in situ befindliche Steine eines Straßenpflasters bei 1,59 m NN dokumentiert werden - bereits in der schwarzen Schicht waren auf Höhe von 1,8 m NN viele Steine vorgefunden worden, die evtl. zu einem späteren Pflaster gehörten.\nDie Leitung wies ein deutliches Gefälle zum Mönkedammfleet im Norden auf. Die Leitung lag ursprünglich offenbar sichtbar in der Gasse, wie der Höhenvergleich mit dem Straßenpflaster ergab.\nVon der Leitung wurden Proben für eine dendrochronologische Datierung entnommen. Vier der fünf entnommenen Eicheholzproben waren zur datierung geeignet und ergaben für die Abdeckbretter ein Fälldatum um 1190.\n\nAus der schwarzen Schicht, in der die Abwasserleitung lag, wurden glasierte rote und weiße Irdenware (Grapenfüße und -griffe) geborgen, außerdem der Boden eines kleinen gläsernen Gefäßes.\n\n",
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     "beschreibung" : "Am 15. und 17.7. 2008 wurde eine baubegleitende Maßnahme durch K. Christeleit und M. Eckert (HMA) durchgeführt. Die Gebäude Große Johannisstraße 17-19\/Große Bäckerstraße 1 wurden bei Erhalt der Straßenfassaden als unterkellertes Geschäfts- und Bürogebäude neugebaut. Der Abbruch der bestehenden Gebäude wurde archäologisch begleitet. Nach Abbruch der Kellersohle wurde das Gelände bis ca. 1,5 m üNN aufgebaggert (Höhe Geländeoberkante zuvor bei ca. 5,5 m üNN). Grundwasser wurde bereits bei 2,2 m üNN angetroffen.\nIm nordwestlichen Grundstücksbereich wurde entlang der Wand zur Großen Johannisstraße hin aufgegraben. Unter einer massiven Betonschicht wurde eine von 4,0 m bis 3,2 m üNN reichende Ziegelmauer (Ziegelformat 21 x 10 x 4,7 cm) freigelegt, die mit graubraunem Zementmörtel errichtet war. Sie ruhte auf Balken aus Wiechholz (ca. 1,5 m üNN), die von ebensolchen Pfählen gestützt wurden. Die Pfähle steckten in nassem graublauen bis schwarzen lehmigen und ziegelbruchhaltigen Sand.\nIn der Südwestecke des Grundstücks wurde unter der Kellersohle eine Lage Findlinge angetroffen, unter denen sich angespitzte rechteckige Pfähle aus Hartholz (wohl Eiche) befanden, außerdem runde Pfähl aus Weichholz, die in dunkelgrauer bis schwarzer nasser Mudde steckten. Einer der Pfähle wurde dendrochronologisch untersucht, konnte aufgrund nicht ausreichend vorhandener Jahrringe aber nicht datiert werden.\nAus diesem Bereich stammt außerdem das Fragment eines Klosterformatziegels.",
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     "beschreibung" : "Am 15. und 17.07.2008 wurde eine baubegleitende Maßnahme durch K. Christeleit und M. Eckert (HMA) durchgeführt. Die Gebäude Große Johannisstraße 17-19\/Große Bäckerstraße 1 wurden bei Erhalt der Straßenfassaden als unterkellertes Geschäfts- und Bürogebäude neugebaut. Der Abbruch der bestehenden Gebäude wurde archäologisch begleitet. Nach Abbruch der Kellersohle wurde das Gelände bis ca. 1,5 m üNN ausgebaggert (Höhe Geländeoberkante zuvor bei ca. 5,5 m üNN). Grundwasser wurde bereits bei 2,2 m üNN angetroffen.\nIm nordwestlichen Grundstücksbereich wurde entlang der Wand zur Großen Johannisstraße hin aufgegraben. Unter einer massiven Betonschicht wurde eine von 4,0 m bis 3,2 m üNN reichende Ziegelmauer (Ziegelformat 21 x 10 x 4,7 cm) freigelegt, die mit graubraunem Zementmörtel errichtet war. Sie ruhte auf Balken aus Weichholz (ca. 1,5 m üNN), die von ebensolchen Pfählen gestützt wurden. Die Pfähle steckten in nassem graublauen bis schwarzen lehmigen und ziegelbruchhaltigen Sand.\nIn der Südwestecke des Grundstücks wurde unter der Kellersohle eine Lage Findlinge angetroffen, unter denen sich angespitzte rechteckige Pfähle aus Hartholz (wohl Eiche) befanden, außerdem runde Pfähl aus Weichholz, die in dunkelgrauer bis schwarzer nasser Mudde steckten. Einer der Pfähle wurde dendrochronologisch untersucht, konnte aufgrund nicht ausreichend vorhandener Jahrringe aber nicht datiert werden.\nAus diesem Bereich stammt außerdem das Fragment eines Klosterformatziegels.",
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     "beschreibung" : "2008-68\n\nBaustellenbeobachtung durch K. Christeleit und M. Eckert vom HMA bei Bauarbeiten im Bereich des Grundstücks Große Johannisstraße 17-19\/Große Bäckerstraße 1; Gelände nach Abbruch der Kellersohle der Gebäude ausgebaggert, Gebäudefassade jedoch nicht abgebrochen; Baubegleitung durch nächtliche Bauarbeiten erschwert, Dokumentation des bereits stark durchwühlten Geländes kaum möglich; Bericht und Schriftverkehr in OA vorhanden.\nIm nordwestlichen Bereich des Grundstücks Freilegung einer Ziegelmauer mit Zementmörtel auf Balken aus Weichholz, gestützt durch Pfähle; letztere steckten in schwarzem lehmigem Sand mit Ziegelbruch; in der Südwestecke des Grundstücks Dokumentation einer Lage Findlinge mit angespitzten rechteckigen und runden Holzpfählen darunter; dort auch Fund des Fragments eines Klosterformatziegels.\n\nKartierung anhand der Adressangabe und Lagebeschreibung in der OA.",
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     "beschreibung" : "2008-24\n\nVom 13.10. bis zum 29.10. 2008 wurden Neubaumaßnahmen auf dem Grundstück Willy-Brand-Straße 57 durch P. Schmitz (HMA) baubegleitend betreut; Für die Errichtung des Neubaus war die bisher bestehende Altbebauung zunächst bis auf die Kellerfundamente abgerissen worden; Nach Einbringen der Betongründungspfähle wurde das Gebiet unterschiedlich tief ausgebaggert, um Parkdeck, Aufzugsanlagen usw. anzulegen; In Bauabschnitt 1 wurden dabei auf Höhe von 0,92 m NN drei Nadelholzstämme von 1,2 - 2,0 m Länge und 0,26 - 0,3 m Durchmesser freigelegt; Beim Freilegen konnte ein quer auf den Stämmen liegendes Vierkantholz (Laubholz) von 1,6 m Länge und Kantenhöhen von jeweils 0,22 m angetroffen werden; Eine weitere Laubholzbohle wurde im Südwestbereich des Bauabschnitts in Verlängerung der Rückwand des Hauses Grimm 6 freigelegt werden; In Bauabschnitt 2 wurden bei Aushubarbeiten im Südosten zwei kurze Laubholzpfähle von 1,2  und 0,8 m Länge herausgebaggert; Im nordwestlichen Bereich von Bauabschnitt 3 wurden eine neuzeitliche Kaimauer mit Granitverblendung sowie gelber  und rotes Ziegelmauerwerk freigelegt; Gefunden wurden glasierte rote Irdenware und Ziegelbruchstücke von Klosterformatziegeln; Ein Formziegel, ein Knochen sowie glasierte rote Irdenware wurden auf Höhe 1,0 m NN als Lesefunde geborgen; Sämtliche dendrochronologischen Proben konnten nicht datiert werden; Vorhanden sind ein Grabungsbericht, Pläne und sonstige Grabungsunterlagen.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2008_24_Altstadt_153_OA_4.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2018-11-06\nBearbeiter: Jörg Räther",
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     "beschreibung" : "2008-24\n\nVom 13.10. bis zum 29.10. 2008 wurden Neubaumaßnahmen auf dem Grundstück Willy-Brand-Straße 57 durch P. Schmitz (HMA) baubegleitend betreut; Für die Errichtung des Neubaus war die bisher bestehende Altbebauung zunächst bis auf die Kellerfundamente abgerissen worden; Nach Einbringen der Betongründungspfähle wurde das Gebiet unterschiedlich tief ausgebaggert, um Parkdeck, Aufzugsanlagen usw. anzulegen; In Bauabschnitt 1 wurden dabei auf Höhe von 0,92 m NN drei Nadelholzstämme von 1,2 - 2,0 m Länge und 0,26 - 0,3 m Durchmesser freigelegt; Beim Freilegen konnte ein quer auf den Stämmen liegendes Vierkantholz (Laubholz) von 1,6 m Länge und Kantenhöhen von jeweils 0,22 m angetroffen werden; Eine weitere Laubholzbohle wurde im Südwestbereich des Bauabschnitts in Verlängerung der Rückwand des Hauses Grimm 6 freigelegt werden; In Bauabschnitt 2 wurden bei Aushubarbeiten im Südosten zwei kurze Laubholzpfähle von 1,2  und 0,8 m Länge herausgebaggert; Im nordwestlichen Bereich von Bauabschnitt 3 wurden eine neuzeitliche Kaimauer mit Granitverblendung sowie gelber  und rotes Ziegelmauerwerk freigelegt; Gefunden wurden glasierte rote Irdenware und Ziegelbruchstücke von Klosterformatziegeln; Ein Formziegel, ein Knochen sowie glasierte rote Irdenware wurden auf Höhe 1,0 m NN als Lesefunde geborgen; Sämtliche dendrochronologischen Proben konnten nicht datiert werden; Vorhanden sind ein Grabungsbericht, Pläne und sonstige Grabungsunterlagen.\n\nKartierung anhand des Lageplans 2008_24_Altstadt_153_OA_4.",
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     "beschreibung" : "Vom 13.10. bis zum 29.10. 2008 wurden Neubaumaßnahmen auf dem Grundstück WIlly-Brand-Straße 57 durch P. Schmitz (HMA) baubegleitend betreut. Für die Errichtung des Neubaus war die bisher bestehende Altbebauung zunächst bis auf die Kellerfundamente abgerissen worden. Nach Einbringen der Betongründungspfähle wurde das Gebiet unterschiedlich tief ausgebaggert, um Parkdeck, Aufzugsanlagen usw. anzulegen.\n\nIn Bauabschnitt 1 wurden dabei auf Höhe von 0,92 m NN drei Nadelholzstämme von 1,2 - 2,0 m Länge und 0,26 - 0,3 m Durchmesser freigelegt. Alle besaßen zweiseitig bebeilte Spitzen und ragten aus dem Profil in westliche Richtung in die Baugrube hinein. Beim Freilegen konnte ein quer auf den Stämmen liegendes Vierkantholz (Laubholz) von 1,6 m Länge und Kantenhöhen von jeweils 0,22 m angetroffen werden. Der Befund wurde dendrochronologisch beprobt. Eine weitere Laubholzbohle wurde im Südwestbereich des Bauabschnitts in Verlängerung der Rückwand des Hauses Grimm 6 freigelegt werden. Sie wurde auf 1,2 m Länge erfasst und maß in der Breite 0,22 m bei einer Stärke von 0,07 m.\n\nIn Bauabschnitt 2 wurden bei Aushubarbeiten im Südosten zwei kurze Laubholzpfähle von 1,2  und 0,8 m Länge herausgebaggert. Ihnen wurden ebenfalls dendrochronologische Proben entnommen.\n\nIm nordwestlichen Bereich von Bauabschnitt 3 wurden eine neuzeitliche Kaimauer mit Granitverblendung sowie gelber  und rotes Ziegelmauerwerk freigelegt. Im südwestlichen Abschnitt wurden neben einem Betonunterzug und einem Betonbohrpfahl auch zwei Blendsteine aus Granit gefunden, deren genaue Lage aufgrund fortschreitender Bauarbeiten nicht zu ermitteln war.\n\nFunde stammen aus der Auffüllung in Bauabschnitt 2 bei 1,1 m und 0,4 m NN. Gefunden wurden glasierte rote Irdenware und Ziegelbruchstücke von Klosterformatziegeln. Ein Formziegel, ein Knochen sowie glasierte rote Irdenware wurden auf Höhe 1,0 m NN als Lesefunde geborgen.\n\nSämtliche dendrochronologischen Proben konnten nicht datiert werden (Maikäfer-Signal, 1x Erlenholz).",
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     "beschreibung" : "Im Zuge eines Neubauprojektes auf dem Grundstück Rödingsmarkt 20 wurde vom 16.9. bis zum 17.11. 2009 eine baubegleitende archäologische Untersuchung durch K. Christeleit und P. Schmitz durchgeführt.\nDas Herausnehmen der Kellersohle der abgerissenen Vorgängerbebauung sowie der Bodenaushub wurden archäologisch begleitet. Aufgrund des schnellen Fortschritts der Bauarbeiten konnten nur wenige Befunde erkannt und dokumentiert werden.\n\nEs wurde ein Teilabschnitt eines ziegelgemauerten Kanals freigelegt, der aus roten Ziegeln (21 x 10 x 5 cm) sowie aus gelben Klinkerziegeln (18 x 8x 3,5 cm) in braunem Zementmörtel gemauert worden war. Eine Schieferplatte der ehemals vorhandenen Abdeckung wurde im Nordwestprofil in situ angetroffen. Der Kanal war 20 cm tief, die Sohle war aus hochkant gestellten Ziegeln gesetzt. Er war mit dunkelgrauem lehmigem Sand verfüllt, während im Außenbereich dunkelgrauer bis schwarzer lehmiger Feinsand mit organischen Resten, Holz, Knochen und Ziegelbruch angetroffen wurde. Ein Gefälle konnte nicht ermittelt werden, da die freigelegte Strecke zu kurz war. Der Kanal befand sich zwischen 2,22 und 2,02 m NN. Unmittelbar westlich angrezend befand sich ein moderner Gründungspfahl für den geplanten Neubau, der den Kanal offenbar zusammengedrückt hatte.\n\nDes Weiteren deckten die Baggerarbeiten einen halkreisförmigen Mauerzug aus roten Ziegeln auf, der offenbar ebenfalls durch einen Gründungspfahl verzogen war. Die untere Ziegellage (19 x9 x5 cm) war in braunem Zementmörtel verlegt, auf der Oberseite der Ziegel, nicht jedoch in den Fugen, wurden aber Reste von Kalkmörtel beobachtet. Evtl. handelt es sich um ältere, wiederverwendete Ziegel.\nAuf dieser Ziegellage befand sich eine weitere in anderem Format (21,5 x 10,5 x 6 cm), die mit grauem Zementmörtel vermauert worden war. Die Oberkante der Struktur lag bei 2,20 m NN, die Unterkante wurde nicht freigelegt. Im Inneren des Halbkreises befand sich dunkelgrauer Feinsand mit gelben und ockerfarbenen lehmigen und sandigen Einschlüssen und humosen Anteilen sowie Ziegelbruch, aus dem glasierte rote Irdenware, Porzellan sowie ein Tonpfeifenstiel geborgen wurden.\n\nDie Baggearbeiten erfassten außerdem eine hölzerne Wasserleitung, die allerdings aus dem Zusammenhang gerissen und vom Bagger entfernt wurde. es handelte sich um eine 4,2 m lange \"Pipe\" aus Nadelholz mit einer kreisrunden Ausbohrung in der Mitte, die einen Durchmesser von 10 cm besaß. Sie war ursprünglich über Bleimuffen mit anderen Leitungsabschnitten verbunden gewesen. Auf der einen Seite waren noch Reste einer Bleimuffe sowie eines Eisennagels zu sehen, auf der anderen Seite konnten noch zwei Eisennägel sowie dazugehörige runde Löcher im Holz erkannt werden. An diesen Stellen war das Holz außerdem beidseitig kreisrund schwarz verfärbt (Ansatz der Bleimuffe). Die Pipe war auf zwei Seiten abgeflacht und plan gesägt.\n\nAls Lesefunde wurden außerdem noch unglasierte rote Irdenware, Steingut, bemalte glasierte rote Irdenware, glasierte gelbe Irdenware, eine glasierte Bodenfliese sowie eine Fayencefliese geborgen.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2018-06-08\nBearbeiter: Ronja Mücke",
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     "beschreibung" : "2008-63\n\nBohrsondage durch die Firma Thiel mit Beteiligung der Bodendenkmalpflege; Bericht durch H. P. Schmitz; zwei Bohrpunkte im Bereich von Grundstück Rödingsmarkt 20; Beobachtung von verschiedenen geologischen Schichten, Ziegelmauerwerk, Ziegelschutt, organischen Resten und Holzfragmenten; in OA Bericht, Beschreibung Bohrprofile und Schriftverkehr über Bauantrag Abriss Altbebauung sowie Bauunterlagen vorhanden.\n\nKartierung auf Grundlage des Lageplans 2008-63 Altstadt 154 OA 2.",
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     "beschreibung" : "Am 12.10. 1874 legte Major Franke (Altona) einen Stollen durch die Ostseite eines Grabhügels. \nDieser war noch ca. 2 m hoch erhalten und besaß einen oberen Durchmesser von 3,5 m. In einer Tiefe von ca. 1 m unter der Oberfläche wurden \"Kohlen\" angetroffen, die zunächst vereinzelt, dann in \"Schichten sich durch den sand ziehend\" auftraten. Der Hügel besaß keinen Steinkranz, es wurden nur einzelne größere Feldsteine in der Aufschüttung angetroffen. Die in den tieferen Lagen befindlichen Steine zeigten Brandspuren. Keramik trat nicht auf.\nAn einer Stelle wurde \"ein fester Klumpen Sand rötlich gefärbt und stärke mit Aschen- und Kohlenteilchen vermischt\" bemerkt.\nAuf dem gewachsenen Boden soll sich eine dünne Aschenschicht befunden haben, außerdem wurden nahezu in der Hügelmitte zwei \"scharf geschliffene Steinäxte\" entdeckt. Spuren von Knochen gab es nicht.\nEin zweiter Stollen wurde von Westen angelegt, weitere \"Resultate\" gab es aber nicht.\n\nDer Hügel wurde im 1. Weltkrieg abgetragen.",
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     "beschreibung" : "1876-1\n\nAm 12.10. 1874 legte Major Franke (Altona) einen Stollen durch die Ostseite eines Grabhügels; Dieser war noch ca. 2 m hoch erhalten und besaß einen oberen Durchmesser von 3,5 m; Ein Steinkranz war nicht vorhanden; Gefunden wurden Asche, Holzkohle und zwei \"scharf geschliffene Steinäxte\"; Ein zweiter Stollen wurde von Westen angelegt, hierbei keine Ergebnisse.\n\n1915-6\n\nZerstörung des Hügels.\n\n1929-15\n\nBericht von Finnmann; in der OA hierzu keine Unterlagen.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1949-56\n\nBericht zum Hügel von Schindler.\n\nKartierung anhand der Landesaufnahmekarte.\n\n\n",
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     "beschreibung" : "Dm. ca. 3,5 bis 4 m, H. ca. 2 m. \n1 Meter unter der Hügeloberfläche enthielt der Sand Kohle. Anfangs vereinzelt, dann aber in einzelnen Schichten. Ein Steinkranz zeigte sich nicht. Größere Feldsteine waren im Hügel verstreut, von denen die tiefer liegenden Spuren von Brand trugen. Eine dünne Ascheschicht bedeckte den gewachsenen Boden, auf welchem auch, fast im Mittelpunkt des Hügels, zwei scharf geschliffene Steinäxte lagen.\nEin fester Kulmpen Sand rötlich gefärbt und star mit Asche- und Kohleteilchen vermischt, lässt auf ein Gefäß schließen (Major Franke, 1876)",
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     "kommentar_funde" : "1) zwei scharf geschliffene Steinäxte\nVerbleib: Unbekannt",
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     "beschreibung" : "Am 07.09. 1949 begleitete Hr. Schöttler R. Schindler und M. Plaß bei einer Feldbegehung zu einer Stelle, wo nach seiner Aussage um 1900 ein Großsteingrab \"von über 100 m Länge\" abgetragen worden sein soll.\nBei einer Begehung am 08.09. 1994 konnte W. Thieme keine Spuren der Anlage mehr feststellen.",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1949-56\n\nAm 07.09. 1949 Begehung durch  Hr. Schöttler, R. Schindler und M. Plaß an einer Stelle, wo um 1900 ein Großsteingrab \"von über 100 m Länge\" abgetragen worden sein soll.\n\n1994-71\n\nBegehung am 08.09.1994 durch W. Thieme; hierbei keine Spuren der Anlage feststellbar.\n\nKartierung anhand der Landesaufnahmekarte.",
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     "beschreibung" : "1929-15\n\nEs handelt sich um den einzigen noch erhaltenen Bahrenfelder Grabhügel; Th. Finnmann (1929) zufolge wurde er bereits in den 1880er Jahren an- oder aufgegraben, desgleichen nach dem 1. Weltkrieg, als der Kreisforstbeauftragte Hr. Lürs dort von Süden einen Stollen eintrieb, aber nur Steine fand.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1949-58\n\nAm 05.10.1949 besichtigte R. Schindler zusammen mit Hr. Lürs den Fundplatz.; Zu jenem Zeitpunkt besaß der Hügel einen Durchmesser von 20 m und eine erhaltene Höhe von 1,6 m.\n\n1973-106\n\nEintrag in die Denkmalliste.\n\n1994-72\n\nBegehung durch W. Thieme.\n\n1994-73\n\nBegehung durch W. Thieme (Vorgang doppelt?)\n\n1997-50\n\nVon Januar bis März 1997 wurde der Hügel durch D. Bueckling, B. Ludowici und P. Schmitz vermessen.\n\n2005-45\n\nSchriftverkehr zum Hügel\n\nKartierung anhand der DGM1 2017_118_DGM1_FHH_2010_170717; Lage auf der Grundkarte der Geobasisdaten ca. 130 m zu weit südöstlich; auch Einmessung durch Bodendenkmalpflege um mehrere Meter falsch.",
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     "beschreibung" : "1931 wurden in der Kiesgrube am Farhörnberg (heute Hauptfriedhof Altona) Schaber und Pfeilspitzen aus Flint gefunden.\n\nAm 24.7. 1939 stießen Friedhofsarbeiter beim Anlegen einer Grabgrube  in ca. 1,5 m Tiefe auf eine \"Steinpackung\" und dunklen, holzkohlehaltigen Boden. Eine Nachuntersuchung erfolgte durch R. Schröder vom Altonaer Museum. Seinem Bericht zufolge handelte es sich bei der \"Steinpackung\" um Geröllsteine (unter Kopfgröße), die in rundlicher Form den unteren Bereich einer \"Eintiefung\" auskleideten. Der umgebende Boden war frei von Brandspuren, einige der Steine waren aber durchgeglüht, des Weiteren enthielt die Grubenverfüllung Holzkohle.\nFunde wurden nicht gemacht.\nSchröder zufolge handelte es sich bei den oberen Bodenschichten um rezente Aufträge des Friedhofs, darunter soll sich Lehm befunden haben. Er ordnete die \"eintiefung\" als \"historisch\" ein und meinte, das übrige Material sei nachgerutscht.\n\nEvtl. handelt es sich aber tatsächlich um eine Feuerstelle\/Siedlungsgrube.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2017-08-17\nBearbeiter: Dr. Jan Steffens",
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     "beschreibung" : "1931-29\n\n1931 wurden in der Kiesgrube am Farhörnberg (heute Hauptfriedhof Altona) Schaber und Pfeilspitzen aus Flint gefunden.\n\n1939-166\n\nAm 24.7. 1939 stießen Friedhofsarbeiter beim Anlegen einer Grabgrube  in ca. 1,5 m Tiefe auf eine \"Steinpackung\" und dunklen, holzkohlehaltigen Boden; Nachuntersuchung durch R. Schröder vom Altonaer Museum; Funde wurden nicht gemacht; Ansprache des Befundes als Feuerstelle\/Siedlungsgrube ist unsicher.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\nKartierung anhand der Landesaufnahmekarte.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2011-11-16\nBearbeiter: Thomas Hepfer",
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     "beschreibung" : "Bei der Ausschatung eines Grabes stieß man in 1 1\/2 m Tiefe auf eine Steinpackung und dunklen Boden moit Holzkohleeinschlüssen. Die Steinpackung bestand aus Geröllsteinen, die sämtlich unter Kopfgröße blieben und stellenweise doppelt und dreifach übereinander gelegt waren. Die Form der Packung konnte nicht mehr erkannt werden. Oberhalb dieser befand sich \"in den letzten Jahren\" aufgetragener Mischboden, darunter Lehm.\nSpuren von Feuereinwirkung auf den umgebenden Boden fehlten. Die vorgefundenen Holzkohleteilchen und einzeln durchglühte Steine müssen also erst nach dem Brand in die Grube gelangt sein (R. Schröder).\nZudem wurde an dieser Stelle noch eine (wohl in historischer Zeit lt. Schröder) Eintiefung aufgefunden, die im unteren Teil durch eingeworfene Steine und Brandstücke, im mittleren Teil durch eingerutschten oder eingeworfenen Lehm gefüllt wurde. Die oberste Bodenpartien sind moderner Auftrag aus der Friedhofszeit. ",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2011-11-18\nBearbeiter: Thomas Hepfer",
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     "beschreibung" : "Bei der Ausschatung eines Grabes stieß man in 1 1\/2 m Tiefe auf eine Steinpackung und dunklen Boden moit Holzkohleeinschlüssen. Die Steinpackung bestand aus Geröllsteinen, die sämtlich unter Kopfgröße blieben und stellenweise doppelt und dreifach übereinander gelegt waren. Die Form der Packung konnte nicht mehr erkannt werden. Oberhalb dieser befand sich \"in den letzten Jahren\" aufgetragener Mischboden, darunter Lehm.\nSpuren von Feuereinwirkung auf den umgebenden Boden fehlten. Die vorgefundenen Holzkohleteilchen und einzeln durchglühte Steine müssen also erst nach dem Brand in die Grube gelangt sein (R. Schröder).\nZudem wurde an dieser Stelle noch eine (wohl in historischer Zeit lt. Schröder) Eintiefung aufgefunden, die im unteren Teil durch eingeworfene Steine und Brandstücke, im mittleren Teil durch eingerutschten oder eingeworfenen Lehm gefüllt wurde. Die oberste Bodenpartien sind moderner Auftrag aus der Friedhofszeit. ",
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     "beschreibung" : "1910 oder 1912 wurden in der Spargelplantage von Heinrich Vogt sechs in flachen mit Decksteinen versehenen Steinkisten befindliche Urnen gefunden. Die Gefäße waren gerauht und enthielten Leichenbrand ohne Beigaben.\n\nAuf demselben Grundstück wurde außerdem ein \"rundes Brunnenloch\" aus ca. 2 m langen Eichenplanken von \"Schwellendicke\" aufgedeckt. Das Holz soll schwarz verfärbt und \"eisenhart\" gewesen sein. Der Brunnen wurde nicht ausgehoben, sondern wieder zugeschüttet.\n\n1967 begingen F. Westhusen und H. Lütt das Gelände, welches durch die SAGA bebaut werden sollte. Bei der Begehung wurden Keramikscherben gefunden.Die Anlage einiger Suchgräben in der Zeit vom 25.4. bis zum 28.4. 1967 blieb erfolglos, Reste des Urnengräberfeldes wurden nicht angetroffen.",
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     "funddatum_import" : "1910\/1912, 1929, 1967",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nLandesaufnahme durch Schindler.\n\n1955-113\n\nNach einem Bericht von F. Lienau (1955) existierten bis nach dem 1. Weltkrieg zwei ca. 30 m voneinander entfernte Grabhügel (Fpl. 9 und 10); R. Schindler (1960) zufolge sollen sie jeweils ca. 15 m im Durchmesser gemessen haben und ca. 0,4 m hoch gewesen sein.\n\nKartierung anhand der Landesaufnahmekarte; im DGM ist kein Hügel erkennbar.",
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     "beschreibung" : "Einem Bericht von F. Lienau 1955 zufolge sind bzw. waren am Südrand der Liegewiese einige Steine und Steinplatten erhalten, die von einem vor Ort abgetragenen Grabhügel oder aber von den Fundplätze 13 und\/oder 14 stammen können.",
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     "beschreibung" : "1947-5\n\nSchindler (1960) vermerkt, nach Aussage von M. Plaß hätten sich am Rand der Trabrennbahn ehemals zwei Grabhügel befunden (Fpl. 13 und 14); evtl. diese in der \"Topographie\" von Schröder-Biernatzki (1855) aufgeführt.\n\nSchematische Kartierung anhand der Landesaufnahmekarte.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2011-11-16\nBearbeiter: Thomas Hepfer",
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     "beschreibung" : "Schindler (1960) vermerkt, nach Aussage von M. Plaß hätten sich am Rand der Trabrennbahn ehemals zwei Grabhügel befunden (Fpl. 13 und 14). Teils sind diese offenbar in der \"Topographie\" von Schröder-Biernatzki (1855) aufgeführt.",
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     "beschreibung" : "1967-4\n\nVom 02.06. bis zum 06.06. 1967 legte F. Westhusen im Vorfeld der Bebauung des Geländes durch die SAGA einen Schnitt im nördlichen Teil einer nach Südwesten hin offenen rechteckigen Wallanlage; Pläne vorhanden, Bericht fehlt.\n\n1967-34\n\n1967 Begehung durch  F. Westhusen und H. Lütt; dabei Absammlung einiger Keramikscherben.\n\n1994-74\n\nBegehung durch W. Thieme und Feststellung, dass der Wall abgetragen worden war.\n\nEvtl. sind noch Reste der westlichen Wallseite im DGM schwach sichtbar.\n\nKartierung anhand des Lageplanes 1967_4_Bahrenfeld_15_1.",
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     "beschreibung" : "1967 unternahmen F. Westhusen und H. Lütt eine Geländebegehung, bei der einige Keramikscherben als Lesefunde gesammelt wurden.\nVom 02.06. bis zum 06.06. 1967 öffnete F. Westhusen im Vorfeld der Bebauung des Geländes durch die SAGA einen Schnitt im nördlichen Wall einer nach Südwesten hin offenen rechteckigen Wallanlage. Ergebnisse sind in der OA nicht hinterlegt.\n\nBei einer Geländebegehung durch W. Thieme am 8.9. 1994 wurde festgestellt, dass die Wälle wohl anlässlich der Bebauung mit zwei Wohntürmen der SAGA bereits 1967 einplaniert und abgetragen worden sind.",
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     "beschreibung" : "1934-54\n\nFund von drei Flintabschlägen durch R. Bieler auf beiden Seiten des Barmbeker Stichkanals; Übergabe ans MVH.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme\n\nKartierung anhand von Lageskizze 1934_54_Barmbek_2_OA_5.",
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     "beschreibung" : "1927 stießen Arbeiter bei Bauarbeiten auf ein Steinkistengrab von 2,2 m Länge und 0,9 m Breite, welches von 7 flachen Umfassungssteinen gebildet wurde. Innerhalb der Kammer war ein kleinerer Seitenraum durch 4 aufrecht stehende Steine abgeteilt. Decksteine und Inhalt waren bereits weitesgehend entfernt.\nDas Grab wurde u.A. durch G. Schwantes dokumentiert, dieser vermerkt, an der Südseite hätten noch mehrere große Steine eingegraben im Boden gelegen, während sich in der Kammer nur eingestürzte Steine, Steinreste und \"Bruchstücke\" befunden hätten.\nDas Grab wurde mit allen Steinen in das Museum für Völkerkunde überführt.",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2013-04-24\nBearbeiter: Dr. Elke Först",
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     "beschreibung" : "1927 stießen Arbeiter bei Bauarbeiten auf ein Steinkistengrab von 2,2 m L. und 0,9 m Br., welches von 7 flachen Umfassungssteinen gebildet wurde. Innerhalb der Kammer war ein kleinerer Seitenraum durch 4 aufrecht stehende Steine abgeteilt. Decksteine und Inhalt waren bereits weitesgehend entfernt.\nDas Grab wurde u.a. durch G. Schwantes dokumentiert. Dieser vermerkt, an der Südseite hätten noch mehrere große Steine eingegraben im Boden gelegen, während sich in der Kammer nur eingestürzte Steine, Steinreste und \"Bruchstücke\" befunden hätten.\nDas Grab wurde mit allen Steinen in das Museum für Völkerkunde überführt.",
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     "beschreibung" : "1927-2\n\nEntdeckung eines Steinkistengrabes durch Arbeiter bei Bauarbeiten; Grab aus sieben flachen Umfassungssteinen und mit Länge von 2,2 m sowie Breite von 0,9 m; innerhalb der Kammer ein kleinerer Seitenraum durch vier aufrecht stehende Steine abgeteilt; Decksteine und Inhalt bereits weitesgehend entfernt; Untersuchung Grab u. a. durch G. Schwantes; laut Schwantes an der Südseite noch mehrere große Steine eingegraben im Boden, in der Kammer jedoch nur eingestürzte Steine, Steinreste und Bruchstücke; Überführung Grab mit allen Steinen ins MVH.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme\n\nKartierung auf Grundlage von LA 1947-5 Barmbek 53.",
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     "beschreibung" : "1927-3\n\nFreilegung einer Steinsetzung bei Ausschachtungsarbeiten; Untersuchung durch G. Schwantes; Steinsetzung aus rundlich angeordneten Feldsteinen, dazwischen Ziegelbrocken, Knochen sowie ein Eisenmesser; laut Schindler 1960 neuzeitlich und vermutlich zugehörig zu einem der Gehöfte des alten Dorfes Barmbek.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme\n\nKartierung anhand von LA 1947-5 Barmbek 53.",
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     { "conceptName" : "Neuzeit",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2013-01-18\nBearbeiter: Ann-Katrin Meyer",
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     { "conceptName" : "Einzelfund",
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     "beschreibung" : "1952 übergab F. W. Schünemann dem MHG eine neolithische Steinaxt von unregelmäßiger Form, die an Schneide und Nacken beschädigt war und ein konisches Bohrloch besaß. Die Maße betrugen L 11,5 cm; Querschnitt 4x3,5 cm, Bohrloch 2,4-2,1 cm.",
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     "kommentar_funde" : "Fundbestand: MHG 1952:256 (Steinaxt)",
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     "version" : "3" } },
   
   { "_objecttype" : "fundplatz_element",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2013-08-26\nBearbeiter: Dr. Elke Först",
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     "beschreibung" : "1952 übergab F. W. Schünemann dem MHG eine neolithische Steinaxt von unregelmäßiger Form, die an Schneide und Nacken beschädigt war und ein konisches Bohrloch besaß. Die Maße betrugen L 11,5 cm; Querschnitt 4 x 3,5 cm, Bohrloch 2,4-2,1 cm.",
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     "beschreibung" : "1926 meldete der Maschinenbauer Herr Postelt vorgeschichtliche Funde, die beim Bau einer Grünanlage zutage getreten und bei seinem Eintreffen bereits massiv gestört gewesen waren.\nHerr Postelt übergab zwei vorgeschichtliche, offenbar bronzezeitliche Gefäße an G. Schwantes von denen das größere aufrecht im Boden gestanden habe und eine \"dunkle Erde\" enthielt, die sich als stark getreidehaltig herausstellte. Des Weiteren befand sich unter den Funden noch der Rest eines unverbrannten menschlichen Schädeldaches.\nHer Postelt berichtete, die Gefäße hätten sich unter einer Steinpackung von ca. 1m Dm und mehreren Steinlagen Dicke befunden, welche wiederum ca. 30 cm tief im Boden gelegen hätte.\nSchwantes vermutete hier eine Bestattung, Schindler 1960 dagegen spricht von einer \"Herdstelle\". Bei den Getreidekörnern handelte es sich offenbar um gedörrten Weizen.",
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     "beschreibung" : "1926-5\n\nMeldung über den Fund von vorgeschichtlichen Objekten durch den Maschinenbauer Postelt beim Bau einer Grünanlage, bei Eintreffen von Postelt bereits massiv gestört; Übergabe von zwei vorgeschichtlichen, offenbar bronzezeitlichen Gefäße an G. Schwantes durch Postelt; größeres Gefäß aufrecht im Boden stehend gefunden, innen dunkle Erde, Identifizierung als sehr getreidehaltig; unter den Funden außerdem der Rest eines unverbrannten menschlichen Schädeldachs; laut Postelt Lage Gefäße unter einer Steinpackung von ca. 1 m Dm und mehreren Steinlagen Dicke; Schwantes zufolge Befund eine Bestattung, laut Schindler 1960 dagegen eine Herdstelle; Getreidekörner offenbar von gedörrtem Weizen.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme\n\nKartierung auf Grundlage von LA 1947-5 Barmbek 53.",
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     "beschreibung" : "1926-5\n\nMeldung über den Fund von vorgeschichtlichen Objekten durch den Maschinenbauer Postelt beim Bau einer Grünanlage, bei Eintreffen von Postelt bereits massiv gestört; Übergabe von zwei vorgeschichtlichen, offenbar bronzezeitlichen Gefäßen an G. Schwantes durch Postelt; größeres Gefäß aufrecht im Boden stehend gefunden, innen dunkle Erde, Identifizierung als sehr getreidehaltig; unter den Funden außerdem der Rest eines unverbrannten menschlichen Schädeldachs; laut Postelt Lage Gefäße unter einer Steinpackung von ca. 1 m Dm und mehreren Steinlagen Dicke; Schwantes zufolge Befund eine Bestattung, laut Schindler 1960 dagegen eine Herdstelle; Getreidekörner offenbar von gedörrtem Weizen.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme R. Schindler\n\nKartierung auf Grundlage von LA 1947-5 Barmbek 53.",
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     "beschreibung" : "1731-1\n\nEintrag eines Grabhügels auf der Karte von J. O. Hasenbrandt, dieser auf den Karten von J. J. Ramborger 1767 nicht aufgeführt.\n\n1947-5\n\nLandesaufnahme\n\nGrabhügel nicht erhalten, Gelände überbaut, auch auf DGM von 2010 nichts erkennbar.\n\nKartierung auf Grundlage von LA 1947-5 Barmbek 53.",
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     "beschreibung" : "1961-29\n\nMeldung durch Dr. Biermann von der Baubehörde über den geplanten Anschnitt einer Torffaulschlammschicht im Zuge des U-Bahn-Tunnelbaus; Besichtigung und Untersuchung der Braugrube durch F. Westhusen; Bergung eines Flintschabers; Dokumentation eines Profils mit Bleichsandschichten und Lehmbändern sowie Warvenschichten aus Sand- und Tondbändern; außerdem Bergung eines Kernsteins und eines weiteren Flintartefakts.\n\nKartierung basiert auf LA 1947-5 Barmbek 53.",
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     "beschreibung" : "Herr F. W. Schünemann übergab dem MHG zwei Gefäße, die sein Vater 1890\/95 gefunden hatte. Es handelt sich um eine kleine schwarzgelb gefleckte doppelkonische Urne mit zwei Henkeln (davon einer abgebrochen) und mit zwei Knubben, die wechselweise zu den Henkeln am Umbruch angebracht sind. Die Urne enthielt Leichenbrand. Des Weiteren wurde ein kleines gelbes weitmündiges Gefäß mit künstlich gerauhter Oberfläche geborgen, welches ursprünglich ebenfalls zwei Henkel besaß.",
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     "beschreibung" : "R. Schindler besichtigte am 9.1. 1952 zusammen mit F. Lienau und Herrn Uphoff den \"Grabhügel im Bergedorfer Gehölz Nähe Doctorberg\". Ursprünglich sollen hier drei Grabhügel gestanden haben, es ist aber nur einer erhalten \"an der Grundstücksgrenze zum Restbesitz des ehemaligen Hulbeschen Parkes, auf dessen Gelände 1910 dicht hinter den damals noch erhaltenen beiden anderen Grabhügeln vier freistehenden bronzezeitliche Urnen ausgegraben worden sind\".\nLaut Schindler besaß der Hügel 1952 einen Dm von 16,4 m und eine Höhe von ca. 18, m, war jedoch durch einen mittig darüber verlaufenden Fußweg deformiert. Schindler vermerkt außerdem, Reste eines zweiten Hügels seien in der Nähe des Tennisplatzes noch zu erkennen, der dritte Hügel sei bei der Anlage des Platzes 1948 ohne Benachrichtigung abgetragen worden.\nIn der OA liegt eine Fundmeldung über eine jüngerbronzezeitliche Urne (topfähnlich, rot, gerauht) vor, die \"im Doktorberg\" gefunden worden sein soll und sich in der Schillig'schen Sammlung befände (ohne Datum). Schulz 91 zweifelte an, dass die Urne von diesem Fundplatz stammt, Thieme 1995 vermerkt jedoch, der Name \"im Doktorberg\" verweise zweifelsfrei auf diesen Hügel.\n\nDer Fundplatz wurde 1973 in die Denkmalliste eingetragen.\n\nDer Grabhügel wurde 1978 bis 1979 archäologisch unter Leitung von B. Dittrich, H. Lange und Th. Reim untersucht. Es wurde ein frühbronzezeitliches Zentralgrab gefunden, welches als Beigaben einen Bronzedolch, eine als Fingerring verwendete Goldspirale und zwei Flintpfeilspitzen enthielt. Außerdem wurde eine eisenzeitliche Nachbestattung dokumentiert.\nEs handelte sich um eine Bestattung in einem Bohlensarg in einer ca. 3,5x4,5 m messenden Steinrahmenkonstruktion, die von einem ca. 11 m im Dm messenden Hügel mit Steinkranz umgeben wurde. Dieser wurde nachträglich zur Aufnahme weiterer Bestattungen überhügelt. Zwischen den Steinen und am Steinkranz fanden sich Holzkohlekonzentrationen sowie auch massive Brandschichten im Hügelmantel. Eine weitere, nachträglich überhügelte Bestattung der Älteren Bronzezeit war nur noch anhand verstürzter Steine feststellbar. \nAm Südostrand des Hügels wurde in eisenzeitlicher Brennofen anhand von Ziegeln und Keramik identifiziert.\nDie OA vermerkt, das SW-Viertel des Hügels, welches mit einem alten Baum bestanden ist, sei noch erhalten (nach J. Schween, der 1979 an der Grabung teilnahm).\nIm Anschluss an die Grabung wurde das Erscheinungsbild des Hügels wiederhergestellt.\n\nAm 14.11.1995 nahm W. Thieme an einem Ortstermin mit Herrn Werhahn von der Försterei Bergedorf teil, da ein Herr Schuhmacher Meldung über den \"wüsten\" Zustand des Hügels gemacht hatte. Es wurden Maßnahmen zum Schutz des Hügels getroffen (ehemaliger Steinkranz aus Findlingen wiederhergestellt, Straßen-\/Hinweisschilder sowie Verteilerkästen von Tennisplatz und HEW umgesetzt bzw. entfernt, Entfernung einer Sandsteinmauer, Vegetation belassen) und eine Informationstafel durch das HMA angedacht.\n\nAm 6.3. 2007 wurde eine Geländebegehung durch A. Hüser und L. Stebner durchgeführt. Der Bericht in der OA vermerkt, der Hügel stelle \"aktuell\" eine kaum erkennbare Geländeerhöhung dar und sei komplett mit Brombeerranken bewachsen. An der Nordseite sei Astwerk\/Abfall deponiert worden. Das Umfeld ist laut Bericht durch den Tennisplatz sowie durch Wegebau stark beeinträchtigt.\nNach Süden und Norden fällt das Gelände relativ steil ab, da der Hügel zusammen mit zwei ehemaligen Grabhügel östlich vom Fundplatz auf einem schmalen Grat lag bzw. liegt.",
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     "beschreibung" : "Am 29.07. 1911 wurde in einer Baugrube \"Am Markt 6\" eine größere Anzahl Gefäßscherben sowie ein Spinnwirtel im sandigen Untergrund unter einem aus fünf Schichten bestehenden Schüttboden gefunden. Ebenfalls beobachtet wurde eine Feuerstelle (\"1 1\/2 m im Geviert\") aus stark geschwärzten Feldsteinen. Die Befunde konnten nicht weiter dokumentiert werden. Es handelte sich um hochmittelalterliche Keramik.\nDer Erdaushub der Baugrube wurde zur Aufhöhung eines nicht zu benennenden Bergedorfer Gartens benutzt - in diesem Erdreich wurde 1913 eine bronzene Dreiösennadel der vorrömischen Eisenzeit gefunden, die im Eingangsverzeichnis des Bergedorfer Museums hinterlegt ist. 1961 durchsuchte F. Westhusen zusammen mit M. Behrens die Fundarchive nach der Nadel, diese war jedoch nicht mehr aufzufinden.\nDie Nadel besaß am Kopf zwei kleine gegenständige Ösen aus ormalem Runddraht sowie eine Kopföse aus stark verdicktem, raupenartig geripptem Draht. Sie war ca. 8,3 cm lang. Es liegt eine Zeichnung vor.",
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     "beschreibung" : "1948-12:\nLesefunde (Keramik, Flint) durch Hr. Steinberg; anschließende Probegrabungen durch Lienau und Steinberg; Befunde größtenteils nicht dokumentiert aufgrund der Behinderung durch Aufforstungsarbeiten; zu den Funden gehörten zwei Steinsetzung (ca. 1,2 x2m und 0,5m Umfang) mit Pfeilspitze, der Befund konnte jedoch nicht freigelegt werden; Befunde generell schlecht dokumentiert.\n\n2009-46:\nEintragung als Grabungsschutzgebiet in die Denkmalliste; aus diesem Grund liegen zwei Geometrien vor.\n",
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     "beschreibung" : "Der Fundplatz wurde vor\/um 1948 mehrmals von Hr. Steinberg aufgesucht, der sowohl Keramikscherben als auch Flintartefakte und Abschläge als Lesefunde sammelte.\nDas Gelände wurde daraufhin in mehreren Probegrabungen, u.a. am 5.5., 10.5., 29.6. und 25.9. 1948 durch F. Lienau und Hr. Steinberg untersucht. Die Arbeiten geschahen im Vorfeld der Aufforstung, was die Arbeiten behinderte und das Dokumentieren der Befunde teils unmöglich machte.\nGefunden wurden eine große Anzahl Topfscherben des 2. Jh. n. Chr., darunter solche mit Strich- und Gittermuster, Rädchenverzierung und gefüllten Strichbandmäandern. Außerdem wurde das Randstück einer schwarzen Schalenurne mit umlaufenden schmalen Riefen und Hängebögenverzierung geborgen sowie Scherben mit Besenstrich- und Fingernagelmustern. Das Material umfasst Randstücke, Wandungs- und Bodenfragmente. Außerdem vermerkt die OA Eisenschlacken.\nFerner beobachteten Lienau und Steinberg eine Steinsetzung von ca. 1,2x2m Größe, auf der eine querschneidige Pfeilspitze lag. Der Befund konnte aufgrund der Forstarbeiten nicht freigelegt werden. Eine weitere Steinsetzung von 0,5 m Umfang wurde im weiteren Verlauf der Grabungen aufgedeckt.\nWeitere steinzeitliche Fundstücke sind tiefstichverzierte Scherben, Fragmente eines Zonenbechers, Löffel- und Rundschaber aus Flint, bearbeitete und unbearbeitete Flintascbhläge und zwei Klopfsteine. Außerdem liegt ein Fundzettel für \"Knubben mit Durchlochung von einem Megalithgefäß\" vor.\n\nEs handelt sich demzufolge um zwei verschiedene Fundschichten. Einige der in tieferen Schichten gefundenen Scherben sowie die Flintgeräte lassen sich der Trichterbecherkultur zuweisen, die Mehrzahl der Keramikfragmente datiert jedoch in die jüngere Bronzezeit sowie in die Eisenzeit.\n\nDas Flurstück, auf dem die einzelnen Fundstellen liegen, wurde aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung sowie den schlecht dokumentierten Befunden als Grabungsschutzgebiet in die Denkmalliste eingetragen.",
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     "beschreibung" : "1948-12:\nLesefunde (Keramik, Flint) durch Hr. Steinberg; anschließende Probegrabungen durch Lienau und Steinberg; Befunde größtenteils nicht dokumentiert aufgrund der Behinderung durch Aufforstungsarbeiten; Es handelt sich um zwei verschiedene Fundschichten; Einige der in tieferen Schichten gefundenen Scherben sowie die Flintgeräte lassen sich der Trichterbecherkultur zuweisen, die Mehrzahl der Keramikfragmente datiert jedoch in die jüngere Bronzezeit sowie in die Eisenzeit; zu den Funden gehörten zwei Steinsetzung (ca. 1,2 x2m und 0,5m Umfang) mit Pfeilspitze, der Befund konnte jedoch nicht freigelegt werden; Befunde generell schlecht dokumentiert.\n\n2009-46:\nEintragung als Grabungsschutzgebiet in die Denkmalliste. \n",
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    "_comment" : "Metadaten aus DenkmalGIS\n----------------------\nBearbeitung: 2015-11-13\nBearbeiter: Dr. Corinna Kortemeier",
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     "beschreibung" : "1938-21:\nLesefunde durch Dr. Rohkohl; 71 Flintabschläge und –schaber sowie ein Silberschilling (um 1600); Skizze liegt vor; Das Gelände ist heute vollständig bebaut.\n",
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